Über den Tag hinaus
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Über den Tag hinaus

Heinrich-Böll-Stiftung

Beschreibung

Im Podcast "Über den Tag hinaus" tauchen Dr. Imme Scholz und Jan Philipp Albrecht in gesellschaftsrelevante Themen ein. Gemeinsam mit ihren Gäst*innen, darunter sowohl bekannte Persönlichkeiten als auch weniger bekannte Akteur*innen im Bereich Ökologie und Demokratie, führen sie spannende Gespräche mit direktem Bezug zur Stiftungsarbeit. Taucht ein in die Welt des gesellschaftlichen Wandels und erfahrt, wie Veränderung in unserer Gesellschaft tatsächlich stattfindet. Willkommen bei "Über den Tag hinaus".

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Wie verteidigungsfähig ist Europa, Jana Puglierin?

12.05.2026

Verteidigungsfähigkeit als Vielschichtige Sicherheit

Im Gespräch wird Verteidigungsfähigkeit als mehrdimensionales Konzept beschrieben: militärische Kapazitäten sind wichtig, doch ebenso Schutz vor hybriden Bedrohungen, Resilienz der Gesellschaft und Kompetenz im Erkennen von Desinformation. Die Sprache der Verteidigung soll bewusst nicht als Angriffsziel gesehen werden; stattdessen wird betont, dass Reaktion auf äußere Bedrohungen im Vordergrund steht und Sicherheit breit konzipiert sein muss.

EU, NATO und Deutschlands Rolle

Es wird betont, dass Deutschland eine proaktive, europäisch ausgerichtete Führungsrolle übernehmen sollte, ohne allein zu handeln. Kooperation mit Frankreich, Italien, Polen und weiteren Partnern ist zentral. Die EU-Kooperation soll gestärkt werden, einzelne nationalstaatliche Vorbehalte überwinden und multipolare Strukturen genutzt werden, um eine robuste Verteidigungsarchitektur in NATO, EU und Minilateralismen zu schaffen.

Nukleare Abschreckung und europäische Optionen

Die Diskussion erkennt die gegenwärtige Notwendigkeit konventioneller Stärkung, verweist aber auf eine begrenzte eigenständige nukleare Fähigkeit Europas. Eine enger abgestimmte Kooperation mit Frankreich und Großbritannien wird als sinnvoll betrachtet, während eine EU-Nuklearwaffenoption abgelehnt wird. Transparenz und Mill-to-Mill-Kontakte mit Russland bleiben wichtig, um Missverständnisse zu reduzieren und Stabilität zu fördern.

Globale Partnerschaften und zukünftige Ordnung

Der globale Süden wird als wichtiger Impulsgeber gesehen. Europa sollte Lern- und Kooperationsangebote machen, neue Allianzen suchen und integrierte Sicherheitsansätze verfolgen. Transatlantische Bindungen bleiben relevant, doch Partnerschaften jenseits des Westens gewinnen an Bedeutung. Langfristig wird eine gestaltende Rolle Europas betont, die Werte mit pragmatischer Zusammenarbeit verbindet und eine neue Weltordnung mitgestaltet.

Verteidigungsfähigkeit als Vielschichtige Sicherheit

Im Gespräch wird Verteidigungsfähigkeit als mehrdimensionales Konzept beschrieben: militärische Kapazitäten sind wichtig, doch ebenso Schutz vor hybriden Bedrohungen, Resilienz der Gesellschaft und Kompetenz im Erkennen von Desinformation. Die Sprache der Verteidigung soll bewusst nicht als Angriffsziel gesehen werden; stattdessen wird betont, dass Reaktion auf äußere Bedrohungen im Vordergrund steht und Sicherheit breit konzipiert sein muss.

EU, NATO und Deutschlands Rolle

Es wird betont, dass Deutschland eine proaktive, europäisch ausgerichtete Führungsrolle übernehmen sollte, ohne allein zu handeln. Kooperation mit Frankreich, Italien, Polen und weiteren Partnern ist zentral. Die EU-Kooperation soll gestärkt werden, einzelne nationalstaatliche Vorbehalte überwinden und multipolare Strukturen genutzt werden, um eine robuste Verteidigungsarchitektur in NATO, EU und Minilateralismen zu schaffen.

Nukleare Abschreckung und europäische Optionen

Die Diskussion erkennt die gegenwärtige Notwendigkeit konventioneller Stärkung, verweist aber auf eine begrenzte eigenständige nukleare Fähigkeit Europas. Eine enger abgestimmte Kooperation mit Frankreich und Großbritannien wird als sinnvoll betrachtet, während eine EU-Nuklearwaffenoption abgelehnt wird. Transparenz und Mill-to-Mill-Kontakte mit Russland bleiben wichtig, um Missverständnisse zu reduzieren und Stabilität zu fördern.

Globale Partnerschaften und zukünftige Ordnung

Der globale Süden wird als wichtiger Impulsgeber gesehen. Europa sollte Lern- und Kooperationsangebote machen, neue Allianzen suchen und integrierte Sicherheitsansätze verfolgen. Transatlantische Bindungen bleiben relevant, doch Partnerschaften jenseits des Westens gewinnen an Bedeutung. Langfristig wird eine gestaltende Rolle Europas betont, die Werte mit pragmatischer Zusammenarbeit verbindet und eine neue Weltordnung mitgestaltet.

Wie schützen wir Frauen im Netz, Josephine Ballon?

14.04.2026

Wachsende Gefahr sexueller Deepfakes

Die Diskussion um sexualisierte Deepfakes hat sich aus dem Randbereich in den Fokus verschoben. Bereits ein Profilbild genügt, um täuschend realistische Bilder zu erzeugen, ohne dass umfangreiche Bildsammlungen nötig sind. Betroffene sehen darin eine zunehmende Bedrohung, die Privatsphäre verletzt und gesellschaftliche Strukturen herausfordert. Die Problemlagen sind eng mit strukturellen Machtverhältnissen verknüpft und betreffen sowohl Prominente als auch gewöhnliche Nutzerinnen.

Gesetzgebung, Strafverfolgung und Rechtslage

Es gibt Debatten über einen neuen Straftatbestand und eine stärkere Strafverfolgung sexualisierter Deepfakes. Zentral ist die Notwendigkeit gerichtlicher Entscheidungen zur Beschaffung von Belegen, bessere Ermittlungschancen und klar definierte Ausnahmen für Kunst, Wissenschaft und Kritik. Dabei stehen Fragen nach Ausnahmen, Verfolgungspraxis und Kapazitäten der Justiz im Vordergrund, ebenso die Abgrenzung zu allgemeinen Urheber- oder Privatsphärechten.

Betroffene Perspektiven und Unterstützungsbedarf

Beratung und Schutz von Betroffenen sind zentrale Aufgaben, da aktuelle Meldewege häufig schwer zugänglich sind. Organisationen wie HateAid setzen dort an, wo staatliche Stellen fehlen oder überlastet sind, und erläutern konkrete Schutzschritte. Die Gewalt richtet sich oft gegen Frauen, kombiniert mit Diskreditierung und Sexismus. Zusätzlich werden Online-Plattformen und Hostinganbieter in die Verantwortung genommen, um missbräuchliche Inhalte schneller zu entfernen.

Regulierung, Plattformen und Zukunftsaussichten

Es besteht Konsens, dass Digital Services Acts und ähnliche Regelwerke konsequent durchgesetzt werden müssen. Gleichzeitig wächst der Druck, deren Umsetzung pragmatisch zu gestalten, ohne Meinungsfreiheit auszuhöhlen. Befürworter fordern mehr Transparenz, klare Verantwortlichkeiten von Werbetreibenden und stärkere Moderationsmaßnahmen. Aus der Praxis ergibt sich Zuversicht, dass gesellschaftlicher Widerstand gegen digitale Gewalt zunimmt und politische sowie tech-gestützte Lösungen stärker in den Fokus rücken.

Wachsende Gefahr sexueller Deepfakes

Die Diskussion um sexualisierte Deepfakes hat sich aus dem Randbereich in den Fokus verschoben. Bereits ein Profilbild genügt, um täuschend realistische Bilder zu erzeugen, ohne dass umfangreiche Bildsammlungen nötig sind. Betroffene sehen darin eine zunehmende Bedrohung, die Privatsphäre verletzt und gesellschaftliche Strukturen herausfordert. Die Problemlagen sind eng mit strukturellen Machtverhältnissen verknüpft und betreffen sowohl Prominente als auch gewöhnliche Nutzerinnen.

Gesetzgebung, Strafverfolgung und Rechtslage

Es gibt Debatten über einen neuen Straftatbestand und eine stärkere Strafverfolgung sexualisierter Deepfakes. Zentral ist die Notwendigkeit gerichtlicher Entscheidungen zur Beschaffung von Belegen, bessere Ermittlungschancen und klar definierte Ausnahmen für Kunst, Wissenschaft und Kritik. Dabei stehen Fragen nach Ausnahmen, Verfolgungspraxis und Kapazitäten der Justiz im Vordergrund, ebenso die Abgrenzung zu allgemeinen Urheber- oder Privatsphärechten.

Betroffene Perspektiven und Unterstützungsbedarf

Beratung und Schutz von Betroffenen sind zentrale Aufgaben, da aktuelle Meldewege häufig schwer zugänglich sind. Organisationen wie HateAid setzen dort an, wo staatliche Stellen fehlen oder überlastet sind, und erläutern konkrete Schutzschritte. Die Gewalt richtet sich oft gegen Frauen, kombiniert mit Diskreditierung und Sexismus. Zusätzlich werden Online-Plattformen und Hostinganbieter in die Verantwortung genommen, um missbräuchliche Inhalte schneller zu entfernen.

Regulierung, Plattformen und Zukunftsaussichten

Es besteht Konsens, dass Digital Services Acts und ähnliche Regelwerke konsequent durchgesetzt werden müssen. Gleichzeitig wächst der Druck, deren Umsetzung pragmatisch zu gestalten, ohne Meinungsfreiheit auszuhöhlen. Befürworter fordern mehr Transparenz, klare Verantwortlichkeiten von Werbetreibenden und stärkere Moderationsmaßnahmen. Aus der Praxis ergibt sich Zuversicht, dass gesellschaftlicher Widerstand gegen digitale Gewalt zunimmt und politische sowie tech-gestützte Lösungen stärker in den Fokus rücken.

Wie gefährlich ist der Rechtsruck für Inklusion und Teilhabe, Simone Fischer?

19.12.2025

Einleitung und Themenüberblick

In dieser Episode wird ein Gespräch mit Simone Fischer, Bundestagsabgeordnete und Sprecherin für Pflegepolitik, vorgestellt. Das Gespräch thematisiert die aktuelle Situation der Pflege in Deutschland und die Herausforderungen der Inklusion.

Pflege als gesamtgesellschaftliches Thema

Fischer betont, dass Pflege alle betrifft, sei es als pflegende oder gepflegte Person. Sie diskutiert die Notwendigkeit, Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen, um den Pflegesektor zu stärken und die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Inklusion und Barrierefreiheit im Bundestag

Fischer beschreibt ihre Erfahrungen im Bundestag und die Bemühungen um Barrierefreiheit. Sie hebt hervor, dass der Bundestag bei Inklusionsfragen offener ist als die Gesellschaft, jedoch auch hier noch viel zu verbessern ist.

Politische Herausforderungen und Rückschläge

Fischer kritisiert den Rechtsruck in der Gesellschaft und die damit verbundenen Ängste der Menschen mit Behinderungen. Sie äußert den Wunsch nach mehr Unterstützung für Inklusion und betont, dass Pflegepolitik ein zentrales feministische Anliegen ist, da viele Pflegeberufe von Frauen ausgeübt werden.

Die Zukunft der Pflege

Die Notwendigkeit, ausländische Pflegekräfte zu integrieren, wird als entscheidend hervorgehoben. Fischer fordert bessere Bedingungen für diese Fachkräfte und eine Reform der Pflegepolitik, um eine menschenwürdige Versorgung zu gewährleisten.

Abschließende Gedanken und Wünsche für die Zukunft

Fischer wünscht sich eine menschlichere Politik, die sich um die Rechte aller Bürger kümmert und insbesondere die Bedürfnisse der weniger privilegierten Menschen in den Fokus rückt.

Einleitung und Themenüberblick

In dieser Episode wird ein Gespräch mit Simone Fischer, Bundestagsabgeordnete und Sprecherin für Pflegepolitik, vorgestellt. Das Gespräch thematisiert die aktuelle Situation der Pflege in Deutschland und die Herausforderungen der Inklusion.

Pflege als gesamtgesellschaftliches Thema

Fischer betont, dass Pflege alle betrifft, sei es als pflegende oder gepflegte Person. Sie diskutiert die Notwendigkeit, Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen, um den Pflegesektor zu stärken und die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Inklusion und Barrierefreiheit im Bundestag

Fischer beschreibt ihre Erfahrungen im Bundestag und die Bemühungen um Barrierefreiheit. Sie hebt hervor, dass der Bundestag bei Inklusionsfragen offener ist als die Gesellschaft, jedoch auch hier noch viel zu verbessern ist.

Politische Herausforderungen und Rückschläge

Fischer kritisiert den Rechtsruck in der Gesellschaft und die damit verbundenen Ängste der Menschen mit Behinderungen. Sie äußert den Wunsch nach mehr Unterstützung für Inklusion und betont, dass Pflegepolitik ein zentrales feministische Anliegen ist, da viele Pflegeberufe von Frauen ausgeübt werden.

Die Zukunft der Pflege

Die Notwendigkeit, ausländische Pflegekräfte zu integrieren, wird als entscheidend hervorgehoben. Fischer fordert bessere Bedingungen für diese Fachkräfte und eine Reform der Pflegepolitik, um eine menschenwürdige Versorgung zu gewährleisten.

Abschließende Gedanken und Wünsche für die Zukunft

Fischer wünscht sich eine menschlichere Politik, die sich um die Rechte aller Bürger kümmert und insbesondere die Bedürfnisse der weniger privilegierten Menschen in den Fokus rückt.