
WDR 5 Diesseits von Eden
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Von der Synagoge in den Konzertsaal
Einführung in das Schofar
Der Podcast behandelt die Uraufführung eines Konzerts, bei dem das Schofar, ein traditionelles jüdisches Horn, gespielt wurde. Der Musiker Semach erläutert, dass das Instrument aus dem Horn der Kodo-Antilope gefertigt ist und bei religiösen Anlässen, wie dem Rosh Hashanah, verwendet wird.
Musikalische und technische Aspekte
Semach gibt eine Kostprobe des Schofars und erklärt die Unterschiede in der Spieltechnik im Vergleich zu anderen Blasinstrumenten. Er betont, dass das Spielen im Konzertsaal eine andere Emotion hervorruft als in der Synagoge.
Persönliche Geschichte und kulturelles Erbe
Der Musiker erzählt von seinem Großvater, der ihm das Schofar schenkte, um das kulturelle Erbe zu bewahren. Er beschreibt die Freude, neue Musik zu spielen und sein Wissen über das Instrument mit anderen zu teilen.
Vorbereitung auf das jüdische Neujahr
Das jüdische Neujahr steht bevor und Semach erklärt, dass das Schofar auch in der Synagoge eine wichtige Rolle spielt. Zudem wird die Bedeutung des Schofars beim Yom Kippur hervorgehoben, wo es um die Vergebung von Sünden geht.
Abschluss und Ausblick
Der Podcast endet mit einer musikalischen Darbietung und dem Hinweis auf die Bedeutung des Schofars in der jüdischen Tradition, insbesondere während der Feiertage.

Zum Geburtstag des Propheten
Festliche Atmosphäre zum Geburtstag des Propheten
Vor der Kölner Zentralmoschee herrscht eine lebhafte Feststimmung, als Gläubige Datteln, Süßigkeiten und Gebäck verteilen. Am Montagabend wird der Geburtstag des Propheten Mohammed gefeiert, ein Anlass, der viele Menschen in die Moschee zieht.
Unterschiedliche Feierlichkeiten
Die Feierlichkeiten variieren unter den Muslimen. Sunniten und Schiiten glauben beide, dass der Prophet am 12. Tag des islamischen Monats Rabbi al-Awwal geboren wurde, jedoch mit unterschiedlichen Ansichten über das genaue Datum. Historisch ist das Geburtsdatum unsicher, man geht jedoch von etwa 570 n. Chr. aus.
Historische Entwicklung der Feierlichkeiten
Das Feiern des Geburtstags des Propheten begann erst einige Jahrhunderte nach seinem Tod, insbesondere in der islamischen Mystik. In Ländern wie Indonesien ist der Tag ein Nationalfeiertag, während in Saudi-Arabien die Feier umstritten ist.
Gemeinschaftlicher Zusammenhalt
Der Geburtstag wird nicht nur als Feier, sondern auch als Gelegenheit zur Gemeinschaft betrachtet. Gläubige gedenken des Propheten mit Gesang und Gedichten, und die Zusammenkunft fördert den sozialen Austausch unter den Anwesenden, ähnlich wie während des Ramadan. Es geht darum, Liebe und Dankbarkeit für den Propheten zum Ausdruck zu bringen.

Muslime, Juden und die Wehrpflicht
Die Haltung zur Wehrpflicht
Doron, ein junger Jude, zeigt sich offen gegenüber dem Wehrdienst, während viele seiner Mitschüler, die nicht jüdisch sind, diesen ablehnen. Er betont, dass er bereit wäre, Deutschland zu verteidigen, wenn es angegriffen wird, sieht aber einen Angriffskrieg als unmoralisch an. Doron lehnt eine Sonderrolle für Juden in der Bundeswehr ab und sieht die jüdische Community als vollwertigen Teil der deutschen Gesellschaft.
Perspektiven junger Muslime
Hamid, ein Muslim, der in Berlin aufgewachsen ist, erwartet Post von der Bundeswehr und sieht die freiwillige Musterung positiv, lehnt jedoch ab, für sein Land zu sterben. Mohammed, ein weiterer junger Muslim, ist offen für die Bundeswehr, falls eine Wehrpflicht eingeführt wird, sieht Deutschland jedoch als seine Heimat und hat Bedenken hinsichtlich der Kriege, in die Deutschland verwickelt sein könnte.
Gesellschaftliche Überlegungen
Die Einstellungen von Doron, Hamid und Mohammed stehen im Kontrast zur Mehrheit der unter 30-Jährigen, die eine Wehrpflicht ablehnt, insbesondere bei jungen Muslimen. Hamid betont die Notwendigkeit, sich mit dem Thema Wehrpflicht auseinanderzusetzen, da diese möglicherweise in Zukunft wieder eingeführt werden könnte.