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Jede Folge ein Experteninterview: Der Bauwerkserhaltungs Podcast Concretely beleuchtet die dauerhaftesten Baupraktiken und innovativsten Lösungen.Wir glauben stark daran, dass die grossen Herausforderungen in der Bauwerkserhaltung (alternde Infrastruktur, Nachhaltigkeit, Digitalisierung ... ) nur durch verbesserten Austausch und Teamgeist bewältigt werden können. Wir wollen daher die "Brücken" zwischen Fachleuten verstärken und ein breiteres Verständnis für die Komplexität der Bauwerkserhaltung schaffen. Werde Teil der Concretely Community und besuch uns auf: www.concrete-ly.com

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Unterhaltsplanung Nationalstrassen: Otto Noger, ASTRA Winterthur

17.08.2026

Einführung in die Erhaltungsplanung

Johannes Lohner spricht mit Otto Noga, dem Filialchef des Astra in Winterthur, über die Aufgaben und Herausforderungen der Erhaltungsplanung von Nationalstraßen in der Schweiz. Die Inspektionen werden alle fünf Jahre in Segmenten durchgeführt, wobei visuelle Inspektionen und moderne Technologien wie Drohnen und Sensoren zum Einsatz kommen.

Prozess der Inspektionen

Die externen Kontrolleure erhalten klare Vorgaben zur Inspektion kritischer Bauwerke. Sie analysieren die Inspektionsdaten und empfehlen gegebenenfalls zusätzliche Untersuchungen. Entscheidungen über notwendige Maßnahmen basieren auf den gesammelten Informationen und der Erfahrung der Inspekteure.

Herausforderungen und Komplexität

Die Planung und Genehmigung von Erhaltungsprojekten ist langwierig und kann bis zu 15 Jahre dauern. Zudem müssen verschiedene Anspruchsgruppen und gesetzliche Vorgaben berücksichtigt werden, was die Entscheidungsfindung kompliziert macht.

Technologische Entwicklungen

Die Erhaltungsplanung wird zunehmend durch neue Technologien geprägt. Der Einsatz von Sensoren und KI wird erwartet, um genauere und informierte Entscheidungen zu treffen, während gleichzeitig die Herausforderungen der Infrastrukturmodernisierung und der Erhaltung bestehender Bauwerke bestehen bleiben.

Abschluss und Ausblick

Abschließend bedankt sich Johannes Lohner bei Otto Noga für die Einblicke und betont die Bedeutung der Arbeit in der Erhaltungsplanung für die Infrastruktur der Schweiz.

Einführung in die Erhaltungsplanung

Johannes Lohner spricht mit Otto Noga, dem Filialchef des Astra in Winterthur, über die Aufgaben und Herausforderungen der Erhaltungsplanung von Nationalstraßen in der Schweiz. Die Inspektionen werden alle fünf Jahre in Segmenten durchgeführt, wobei visuelle Inspektionen und moderne Technologien wie Drohnen und Sensoren zum Einsatz kommen.

Prozess der Inspektionen

Die externen Kontrolleure erhalten klare Vorgaben zur Inspektion kritischer Bauwerke. Sie analysieren die Inspektionsdaten und empfehlen gegebenenfalls zusätzliche Untersuchungen. Entscheidungen über notwendige Maßnahmen basieren auf den gesammelten Informationen und der Erfahrung der Inspekteure.

Herausforderungen und Komplexität

Die Planung und Genehmigung von Erhaltungsprojekten ist langwierig und kann bis zu 15 Jahre dauern. Zudem müssen verschiedene Anspruchsgruppen und gesetzliche Vorgaben berücksichtigt werden, was die Entscheidungsfindung kompliziert macht.

Technologische Entwicklungen

Die Erhaltungsplanung wird zunehmend durch neue Technologien geprägt. Der Einsatz von Sensoren und KI wird erwartet, um genauere und informierte Entscheidungen zu treffen, während gleichzeitig die Herausforderungen der Infrastrukturmodernisierung und der Erhaltung bestehender Bauwerke bestehen bleiben.

Abschluss und Ausblick

Abschließend bedankt sich Johannes Lohner bei Otto Noga für die Einblicke und betont die Bedeutung der Arbeit in der Erhaltungsplanung für die Infrastruktur der Schweiz.

Building Cities from Cities: Alfonso Paradinas Aguilera, Holcim, on Recycled Cement Paste

21.07.2026

Einführung in die Nachhaltigkeit im Bauwesen

Johannes Lohner spricht mit Alfonso Paradinas Aguilera, Chief Marketing and Innovation Officer bei Holcim, über nachhaltige Praktiken im Bauwesen, insbesondere die Wiederverwertung von Baustellenabfällen und die Verwendung von ergänzenden zementhaltigen Materialien (SCMs), um den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

Herausforderungen des Klimawandels

Alfonso teilt seine Erfahrungen während einer Hitzewelle und diskutiert die Herausforderungen, die der Klimawandel für die Bauindustrie mit sich bringt, insbesondere die Verantwortung der Zementindustrie, die 8% der globalen CO2-Emissionen ausmacht.

Recycling von Baustellenmaterialien

Holcim engagiert sich stark im Recycling von Baustellenabfällen. Der Prozess umfasst das Sammeln, Sortieren und Aufbereiten von Materialien wie Ziegeln, Beton und Asphalt, um sie wieder in der Betonproduktion zu verwenden. Dies geschieht durch fortschrittliche Technologien, die eine hochwertige Rückgewinnung ermöglichen.

Innovationen in der Zementproduktion

Alfonso erläutert die verschiedenen Ansätze von Holcim zur Reduktion des Klinkergehalts in Zement, einschließlich der Verwendung von recyceltem Zementpaste und innovativen Technologien zur Herstellung von Zement mit niedrigeren CO2-Emissionen.

Leistungsbasierte Spezifikationen

Die Notwendigkeit, von verschreibenden Mindestklinkeranteilen zu leistungsbasierten Spezifikationen überzugehen, wird hervorgehoben. Dies ermöglicht eine bessere Anpassung an die spezifischen Anforderungen von Bauprojekten und fördert die Verwendung nachhaltiger Materialien.

Schlussfolgerung und Aufruf zum Handeln

Alfonso schließt mit einem Aufruf zur Förderung innovativer Ansätze und zur Partnerschaft mit Gemeinden, um strengere Vorschriften für Deponien zu entwickeln. Dies soll den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft im Bauwesen erleichtern und den Einsatz von recycelten Materialien stärken.

Einführung in die Nachhaltigkeit im Bauwesen

Johannes Lohner spricht mit Alfonso Paradinas Aguilera, Chief Marketing and Innovation Officer bei Holcim, über nachhaltige Praktiken im Bauwesen, insbesondere die Wiederverwertung von Baustellenabfällen und die Verwendung von ergänzenden zementhaltigen Materialien (SCMs), um den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

Herausforderungen des Klimawandels

Alfonso teilt seine Erfahrungen während einer Hitzewelle und diskutiert die Herausforderungen, die der Klimawandel für die Bauindustrie mit sich bringt, insbesondere die Verantwortung der Zementindustrie, die 8% der globalen CO2-Emissionen ausmacht.

Recycling von Baustellenmaterialien

Holcim engagiert sich stark im Recycling von Baustellenabfällen. Der Prozess umfasst das Sammeln, Sortieren und Aufbereiten von Materialien wie Ziegeln, Beton und Asphalt, um sie wieder in der Betonproduktion zu verwenden. Dies geschieht durch fortschrittliche Technologien, die eine hochwertige Rückgewinnung ermöglichen.

Innovationen in der Zementproduktion

Alfonso erläutert die verschiedenen Ansätze von Holcim zur Reduktion des Klinkergehalts in Zement, einschließlich der Verwendung von recyceltem Zementpaste und innovativen Technologien zur Herstellung von Zement mit niedrigeren CO2-Emissionen.

Leistungsbasierte Spezifikationen

Die Notwendigkeit, von verschreibenden Mindestklinkeranteilen zu leistungsbasierten Spezifikationen überzugehen, wird hervorgehoben. Dies ermöglicht eine bessere Anpassung an die spezifischen Anforderungen von Bauprojekten und fördert die Verwendung nachhaltiger Materialien.

Schlussfolgerung und Aufruf zum Handeln

Alfonso schließt mit einem Aufruf zur Förderung innovativer Ansätze und zur Partnerschaft mit Gemeinden, um strengere Vorschriften für Deponien zu entwickeln. Dies soll den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft im Bauwesen erleichtern und den Einsatz von recycelten Materialien stärken.

Brückeneinsturz Genua 2018 - Was führte dazu?

17.07.2026

Ursache des Einsturzes

Der Einsturz der Morandi-Brücke in Genua wird wahrscheinlich durch das Reißen eines Schrägseils verursacht, was auf Korrosion und Materialermüdung zurückzuführen ist. Diese Faktoren führten zu einer Verschlechterung des Brückenmaterials über die Jahre, ergänzt durch die ständigen Verkehrslasten.

Kontext und Struktur der Morandi-Brücke

Die Morandi-Brücke, offiziell Viadotto Bolcevera, wurde 1967 eröffnet und ist eine Schrägseilbrücke, die drei Pylonen hat. Diese Pylonen tragen die Fahrbahn und sind in ihrer Bauweise speziell, da sie auch eine Gerberstruktur aufweisen. Riccardo Morandi, der Architekt der Brücke, nutzte eine Betonummantelung für die Stahlseile, um sie vor Korrosion durch Meersalz zu schützen, was jedoch die Inspektion erschwerte.

Erfahrungen nach dem Einsturz

Der Einsturz hatte erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr in Genua, da Umleitungen und Staus die Lebensqualität der Bewohner stark beeinträchtigten. Es gab auch eine psychologische Komponente, da die Menschen das Vertrauen in die Infrastruktur verloren.

Verantwortlichkeiten und Eigentumsstruktur

Die Brücke war im Besitz einer privaten Firma, Atlantia, die durch einen Börsengang privatisiert wurde. Diese Firma ist stark verschuldet, was ihre Handlungsfähigkeit einschränkt. Die Verantwortung für die Instandhaltung und Sicherheit der Brücke lag somit nicht bei einer staatlichen Stelle.

Technische Probleme und Inspektionen

Es wurden bereits in den 90er Jahren Probleme mit der Brücke festgestellt, die jedoch nicht umfassend behoben wurden. Unter anderem wurden unzureichende Injektionen der vorgespannten Seile festgestellt, die zur Korrosion führten. Eine vollständige Ertüchtigung und das geplante Monitoring (SHM) hätten potenziell zur Vermeidung des Einsturzes beitragen können.

Zukunft der Brückeninspektion

Eine umfassendere Nutzung von SHM und modernen Inspektionsmethoden könnte in Zukunft helfen, ähnliche Katastrophen zu vermeiden. Es gibt großes Potenzial für die Implementierung digitaler Lösungen zur besseren Überwachung und Instandhaltung von Brücken, insbesondere angesichts des fortschreitenden Alters vieler Bauwerke.

Ursache des Einsturzes

Der Einsturz der Morandi-Brücke in Genua wird wahrscheinlich durch das Reißen eines Schrägseils verursacht, was auf Korrosion und Materialermüdung zurückzuführen ist. Diese Faktoren führten zu einer Verschlechterung des Brückenmaterials über die Jahre, ergänzt durch die ständigen Verkehrslasten.

Kontext und Struktur der Morandi-Brücke

Die Morandi-Brücke, offiziell Viadotto Bolcevera, wurde 1967 eröffnet und ist eine Schrägseilbrücke, die drei Pylonen hat. Diese Pylonen tragen die Fahrbahn und sind in ihrer Bauweise speziell, da sie auch eine Gerberstruktur aufweisen. Riccardo Morandi, der Architekt der Brücke, nutzte eine Betonummantelung für die Stahlseile, um sie vor Korrosion durch Meersalz zu schützen, was jedoch die Inspektion erschwerte.

Erfahrungen nach dem Einsturz

Der Einsturz hatte erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr in Genua, da Umleitungen und Staus die Lebensqualität der Bewohner stark beeinträchtigten. Es gab auch eine psychologische Komponente, da die Menschen das Vertrauen in die Infrastruktur verloren.

Verantwortlichkeiten und Eigentumsstruktur

Die Brücke war im Besitz einer privaten Firma, Atlantia, die durch einen Börsengang privatisiert wurde. Diese Firma ist stark verschuldet, was ihre Handlungsfähigkeit einschränkt. Die Verantwortung für die Instandhaltung und Sicherheit der Brücke lag somit nicht bei einer staatlichen Stelle.

Technische Probleme und Inspektionen

Es wurden bereits in den 90er Jahren Probleme mit der Brücke festgestellt, die jedoch nicht umfassend behoben wurden. Unter anderem wurden unzureichende Injektionen der vorgespannten Seile festgestellt, die zur Korrosion führten. Eine vollständige Ertüchtigung und das geplante Monitoring (SHM) hätten potenziell zur Vermeidung des Einsturzes beitragen können.

Zukunft der Brückeninspektion

Eine umfassendere Nutzung von SHM und modernen Inspektionsmethoden könnte in Zukunft helfen, ähnliche Katastrophen zu vermeiden. Es gibt großes Potenzial für die Implementierung digitaler Lösungen zur besseren Überwachung und Instandhaltung von Brücken, insbesondere angesichts des fortschreitenden Alters vieler Bauwerke.