
Damals in Frankfurt
Mirco Becker
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

#32: 100 Jahre Haus der Jugend mit Dieter Wesp
Die Jugenddemonstration von 1926
Am 27. Juni 1926 fand eine der größten Jugendaktionen in Frankfurt statt, bei der bis zu 30.000 Menschen für die Gründung eines Hauses der Jugend demonstrierten. Diese Demonstration war ein entscheidender Schritt, der zur Eröffnung des ersten Hauses der Jugend am Dornbusch im Jahr 1930 führte.
Die Auswirkungen des Nationalsozialismus
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde der Verein hinter dem Haus der Jugend gleichgeschaltet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude von den US-Amerikanern beschlagnahmt, was die Geschichte des Hauses stark beeinflusste.
Neues Haus der Jugend am Sachsenhäuser Mainufer
Die US-Armee unterstützte den Bau eines neuen Hauses der Jugend am Sachsenhäuser Mainufer, das sich schnell zu einem wichtigen Treffpunkt für verschiedene politische und kulturelle Gruppen entwickelte, darunter die iranische studentische Opposition und der erste Bundesfrauenkongress.
Der Einfluss von Dieter Wesp
Dieter Wesp, ein Stadtführer und Historiker, untersuchte die Geschichte des Hauses der Jugend und enthüllte viele bisher unbekannte Details über die Rolle des Hauses in der Frankfurter Geschichte, einschließlich der Verstrickungen des Vereins im Nationalsozialismus.
Forschung und Entdeckungen
Wesp fand heraus, dass es keine umfassende Dokumentation über das Haus der Jugend gab, was die Recherche umso spannender machte. Er entdeckte wichtige Archivmaterialien, die die Geschichte des Hauses von 1926 bis heute dokumentieren.
Der Wandel des Hauses der Jugend
Über die Jahre hat das Haus der Jugend zahlreiche Funktionen übernommen und ist ein Ort für soziale und politische Debatten geblieben. Es hat sich kontinuierlich weiterentwickelt, um den Bedürfnissen der Gesellschaft gerecht zu werden.
Die Rolle in der Gegenwart
Heute steht das Haus der Jugend als ein Ort der Utopie und des sozialen Wandels da. Trotz der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie konnte es wichtige soziale Projekte umsetzen und bleibt ein zentraler Ort für die Frankfurter Jugend.

#31: Die Geschichte des Cantate-Saals mit Michael Quast
Einführung in den Kantatesaal
Mirko Becker und Michael Quast begrüßen die Zuhörer im Kantatesaal, um über die Geschichte dieses besonderen Ortes in Frankfurt zu sprechen. Die beiden wollen die Atmosphäre eines gemütlichen Gesprächs schaffen und laden das Publikum ein, aktiv Fragen zu stellen.
Frankfurts Geschichte und persönliche Highlights
Die Diskussion beginnt mit der Frage nach persönlichen Highlights in Frankfurts Geschichte. Becker hebt den "Sperrbatzenkrawall" hervor, ein Ereignis aus dem 19. Jahrhundert, bei dem die Bevölkerung gegen eine neue Gebühr am Stadttor aufstand. Die Anekdote illustriert, wie historische Konflikte in Frankfurt oft mit Humor erzählt werden.
Geschichte des Kantatesaals
Der Kantatesaal wurde 1956 eröffnet und war während des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg ein zentraler Veranstaltungsort. Michael Quast erläutert den historischen Kontext des Saals, einschließlich der Verbindung zu bedeutenden Persönlichkeiten und Veranstaltungen, die hier stattgefunden haben. Der Name "Kantate" hat seinen Ursprung in einem Sonntag, an dem Buchhändler ihre Abrechnungen machten.
Die Rolle des Volkstheaters
Becker und Quast diskutieren das Frankfurter Volkstheater, das über drei Jahrzehnte bestand und währenddessen eine wichtige Rolle in der Theaterlandschaft spielte. Nach der Schließung des Volkstheaters und dem Wegfall des Börsenvereins zog die "Fliegende Volksbühne" in den Kantatesaal ein, um ihn vor dem Abbruch zu retten.
Heutige Nutzung und kulturelle Relevanz
Quast beschreibt die Herausforderungen und Erfolge der Volksbühne im Kantatesaal, insbesondere in der Zeit nach der Eröffnung, als die Pandemie die Theaterlandschaft beeinträchtigte. Die Volksbühne strebt danach, einen Ort für verschiedene Künste zu sein und die Tradition des Kantatesaals mit neuen Ideen zu verbinden.
Abschluss und Ausblick
Die Episode endet mit dem Ausblick auf zukünftige Veranstaltungen im Kantatesaal, insbesondere auf ein neues Stück, das in einer intimeren Studiobühne aufgeführt werden soll. Becker und Quast bedanken sich beim Publikum und betonen die Wichtigkeit des Kantatesaals als kulturellen Treffpunkt in Frankfurt.

#30: Die Geschichte des Frankfurter Gesundheitsamtes mit Peter Tinnemann
Einführung von Mirko Becker
Mirko Becker, der Schöpfer des Projekts Damals in Frankfurt, erzählt die Geschichten der Stadt über Social Media und in seinem gleichnamigen Podcast. In dieser Episode spricht er mit Peter Tinnemann, dem Amtsleiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, über die Bedeutung des Gesundheitsamtes und dessen Geschichte.
Persönliches Highlight des Gesundheitsamtes
Tinnemann beschreibt die Herausforderungen während der Corona-Pandemie als einmalige Erfahrung. Das Gesundheitsamt übernimmt vielfältige Aufgaben, wie die Bekämpfung hochpathogener Infektionen und die Gewährleistung der öffentlichen Gesundheit in Krisensituationen.
Werdegang von Peter Tinnemann
Tinnemann reflektiert über seinen beruflichen Werdegang, angefangen in einer Kinderklinik in Haiti bis hin zu seiner Rolle als Amtsleiter. Er betont die Wichtigkeit von Erfahrungen in der öffentlichen Gesundheit und die Herausforderungen, denen er begegnete.
Geschichte des Frankfurter Gesundheitsamtes
Das Gesundheitsamt hat eine lange Geschichte, die bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht. Tinnemann erklärt, wie es über die Jahre gewachsen ist und sich an die Bedürfnisse der Bevölkerung angepasst hat, einschließlich der Herausforderungen, die während der Weimarer Republik und der Nazizeit auftraten.
Transformationen in der Gesundheitsversorgung
Die Diskussion über soziale Gerechtigkeit und die Verbesserung der Lebensbedingungen ist zentral für die Arbeit des Gesundheitsamtes. Tinnemann hebt hervor, dass historische Entwicklungen auch heute noch Einfluss auf die Gesundheitsversorgung haben.
Aktuelle Herausforderungen und Zukunftsausblick
Derzeit sieht sich das Gesundheitsamt Herausforderungen wie der Digitalisierung, der Klimakrise und der globalen Gesundheit gegenüber. Tinnemann betont die Notwendigkeit, soziale Gerechtigkeit sicherzustellen und die Gesundheitsversorgung für alle zu verbessern.
Fazit
Die Episode bietet tiefe Einblicke in die Geschichte und die aktuelle Relevanz des Frankfurter Gesundheitsamtes, während Tinnemann seine Vision für die Zukunft der Gesundheitsversorgung teilt.