
COMMITwoch - Der Podcast für alle, die etwas bewegen wollen
Katja Walter
Beschreibung
Dich erwarten inspirierende Einblicke in Ehrenamt, Aktivismus und soziales Unternehmertum, praxisnahe Tipps, um gesellschaftlichen Wandel mitzugestalten, und spannende Gäste aus NGOs, Stiftungen, sozialen Bewegungen und Initiativen.
Jeden Monat gibt es eine neue Folge – hör rein & COMMIT to Change!
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

#17 Nachbarschaftsstreit ohne Gericht lösen – Interview mit Romina Grajcar über Schiedspersonen
Konfliktlösung ohne Gericht
In dieser Episode wird das Ehrenamt der Schiedspersonen vorgestellt, die bei Nachbarschaftsstreitigkeiten helfen, ohne dass es zu gerichtlichen Auseinandersetzungen kommt. Die Schiedspersonen moderieren Gespräche zwischen den Konfliktparteien und unterstützen sie dabei, gemeinsame Lösungen zu finden.
Die Rolle von Romina Grajcar
Romina Grajcar, eine ausgebildete Mediatorin und stellvertretende Schiedsperson in Brandenburg, teilt ihre Erfahrungen aus ihrem Ehrenamt. Sie erklärt, dass oft Kleinigkeiten wie Hecken oder Grundstücksgrenzen zu Konflikten führen und betont die Bedeutung der allparteilichen Haltung in ihrer Rolle.
Der Prozess der Schiedsstelle
Der Ablauf eines Schiedsverfahrens wird beschrieben, von der Antragstellung über die Terminfindung bis hin zur Sitzung. Die Schiedspersonen vermitteln zwischen den Parteien und helfen, eine Einigung zu erzielen, ohne rechtliche Vorgaben strikt zu verfolgen.
Fähigkeiten und Herausforderungen
Romina spricht über die notwendigen Fähigkeiten für das Ehrenamt, wie aktives Zuhören und Verhandlungsgeschick. Sie hebt hervor, dass emotionale Konflikte oft im Hintergrund stehen und dass es wichtig ist, diese zu erkennen und zu adressieren.
Gesellschaftliche Bedeutung
Die Schiedsstelle bietet eine kostengünstige und zugängliche Alternative zum Gericht und fördert die Eigenverantwortung der Bürger. Romina betont die Wichtigkeit der Schiedspersonen als neutrale Anlaufstelle in Konfliktsituationen.
Tipps für Konfliktsituationen
Die Episode schließt mit praktischen Tipps für den Umgang mit Konflikten, darunter aktives Zuhören und das Stellen von Fragen, um Missverständnisse zu klären.
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#16 Unsichtbar im Alter – Interview mit Sabrina Seidl-Zinke über Wege aus der Einsamkeit
Einführung in die Thematik
In dieser Episode wird Sabrina Seidel-Zinke, eine engagierte Altersaktivistin, vorgestellt, die sich für ältere Menschen und deren Wohlbefinden einsetzt. Sie ist Teil des Vereins "Wege aus der Einsamkeit", der sich für ein selbstbestimmtes und vernetztes Leben für Menschen ab 65 einsetzt.
Persönliche Perspektiven auf das Älterwerden
Sabrina teilt ihre persönliche Einstellung zum Älterwerden, die geprägt ist von Neugier und dem Wunsch, von den Erfahrungen älterer Menschen zu lernen. Sie betont, dass Angst vor dem Älterwerden oft aus Unsicherheit und dem negativen Narrativ über das Alter resultiert.
Einsamkeit und digitale Teilhabe
Das Gespräch beleuchtet das Thema Einsamkeit, insbesondere in Umbruchphasen im Leben. Sabrina erklärt, wie Einsamkeit entstehen kann und betont die Notwendigkeit, sich über die eigenen Gefühle bewusst zu werden und aktiv zu handeln, um soziale Kontakte zu pflegen.
Engagement und Herausforderungen im Verein
Im Verein wird darauf geachtet, älteren Menschen den Zugang zu digitalen Medien zu erleichtern, insbesondere während der COVID-19-Pandemie. Sabrina beschreibt, wie sie Teilnehmer unterstützt, digitale Plattformen zu nutzen, um soziale Isolation zu verringern.
Rolle der Gemeinschaft und Verantwortung
Sabrina ermutigt die Gesellschaft, sich für ältere Menschen zu interessieren und ihnen zu helfen. Sie fordert eine stärkere Sichtbarkeit älterer Menschen und eine bessere Unterstützung durch die Gemeinschaft. Die Bedeutung von Empathie und Verständnis wird hervorgehoben, um eine inklusive Gesellschaft zu schaffen.
Vision für die Zukunft
Sabrinas Vision ist eine Gesellschaft, in der Alt und Jung enger zusammenarbeiten und gemeinsame Räume schaffen, um Einsamkeit zu bekämpfen. Sie schlägt vor, Lebensgemeinschaften zu fördern, in denen verschiedene Generationen zusammenleben und sich gegenseitig unterstützen.
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#15 Maximal demokratisch – Interview mit Max Schneller über Mut zum Widerspruch
Motivation und Kernbotschaft
Im Gespräch steht Max Schneller, jung, aus Sachsen-Anhalt, der sich gegen Diskriminierung und Rechtsextremismus engagiert. Der Satz Seit Menschen wird als Grundwerk verstanden: Würde und Gleichwertigkeit gelten für alle Menschen, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Identität. Max sieht darin eine Verpflichtung, Verantwortung zu übernehmen und Mut zu zeigen, auch wenn gesellschaftliche Gegenwindsituationen bestehen.
Weg in den Aktivismus und Wendepunkte
Max beschreibt einen langfristigen Lernprozess: Von Erstberührung mit Politik in der Kindheit über erste Parteieinbindungen bis hin zu überparteilichem Engagement. Ein zentraler Wendepunkt war eine Querdenker-Demonstration, wo er mutig vor Ort sprach. Das Video erlangte große Reichweite und zeigte, dass persönlicher Einsatz sichtbare Auswirkungen haben kann, auch wenn negative Reaktionen folgen.
Demokratie, Zivilcourage und Grenzen des Diskurses
Eine Haltung bleibt konstant: Jegliche Form von Ismen und Diskriminierung wird abgelehnt. Max spricht klar gegen Rassismus, Antisemitismus und Transfeindlichkeit und betont, dass solche Äußerungen keine legitime Meinungsfreiheit darstellen. Zivilcourage bedeutet, Missstände laut zu benennen und Betroffene zu unterstützen, ohne Gewalt oder Einschüchterung zuzulassen.
Schule, Zukunft und Engagement eines Jugendlichen
Max sieht Schulen als Ort politischer Bildung und demokratischer Wertevermittlung. Er plädiert für mehr Einbindung junger Menschen, Zeitzeugen und offene Gespräche, um Radikalisierung vorzubeugen. Die Perspektive junger Menschen verdient stärkere Berücksichtigung in Politik, Bildung und Gesellschaft, damit Zukunftsängste in konstruktives Engagement verwandelt werden können.