
Licht hören
Johanna Stückler, Paula Longato für die Lichtgesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (LiTG, LTG und SLG)
Beschreibung
Licht ist ein universelles Phänomen, das uns alle verbindet – jenseits von Landesgrenzen und Kulturen. Der Podcast „Licht Hören“ ist eine gemeinsame Initiative der AG Nachhaltigkeit der Lichtgesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (LiTG e.V., LTG und SLG). Sein Ziel ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung von Licht zu schärfen und einen nachhaltigeren Umgang damit zu fördern.
In jeder Staffel widmet sich der Podcast einem facettenreichen Thema rund um Licht – von der Wirkung des Tageslichts und der Dunkelheit über Kunstlicht und Lichtverschmutzung bis hin zu Themen wie der Produktion von Leuchten und den relevanten Normen. Jede Staffel beleuchtet diese Aspekte aus verschiedenen Perspektiven und liefert tiefgehende Einblicke, die auf anschauliche Weise präsentiert werden.
Besonderen Wert legt „Licht Hören“ darauf, komplexe Themen verständlich und spannend zu vermitteln, sodass auch Menschen ohne Fachwissen Interesse für die Welt des Lichts entwickeln können.
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Die Lichtgesellschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz
LiTG e.V., LTG und SLG
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Das Team
Paula Longato | Projektverantwortliche | Expertin | LiTG-Vorstand
Johanna Stückler | Projektverantwortliche | Moderation | LTG-Vorstand
Carolin Liedtke | LiTG-Mitglied | Co-Moderation Staffel 1 Tageslicht
Markus Helle | LiTG-Mitglied | Chefredakteur HIGHLIGHT | Kuration
Birte Saathoff | LiTG-Mitglied | Organisation | Social Media
AG Nachhaltigkeit der LiTG
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

20 - Light Voices #7 – Raphael Pesch
Forschung und Ziel der Arbeit
Raphael Pesch forscht an der Karlsruher Technischen Hochschule und untersucht neue Solarzelltypen, insbesondere Perowskit-Tandems mit Silizium. Ziel ist, durch die Kombination beider Materialien effizientere Stromerzeugung zu ermöglichen, indem unterschiedliche Lichtbereiche optimal genutzt werden. Die Arbeit fokussiert auf die Steigerung der Leistungsabgabe durch verbesserte Materialsysteme und deren Integration in bestehende Siliziumzellen.
Weg zur Lichttechnik und Einfluss aus der Praxis
Der Werdegang beginnt im Bereich Elektrotechnik, mit Schwerpunkt Lichttechnik und -anwendung. Praktische Erfahrungen sammelte er unter anderem bei Porsche im Bereich Front- und Rücklichter, wo Lichtdesign und -funktion zusammenkommen. Die Arbeit vereint mikro- und nanotechnische Aspekte mit makroskopischer Lichtnutzung, sodass theoretische Grundlagen in praktische Anwendungen überführt werden.
Praktische Arbeit an Nano-Solarzellen
Die verwendeten Solarzellen sind extrem dünn, mit Schichten von nur wenigen hundert Nanometern. Beim Aufbau in der Reinraumumgebung ist Staub der größte Feind, daher gelten strenge Schutzmaßnahmen und spezielle Kleidung. Perowskit lässt sich in flüssiger Phase verarbeiten, wodurch Druckprozesse wie Tintenstrahldruck für die Skalierung auf Quadratmetergrößen relevant werden.
Zukunft, Bildung und Perspektiven
Wesentliche Hürden betreffen Stabilität und industrielle Skalierung, weshalb an langlebigen Lösungen gearbeitet wird. Informationen zu Berührungspunkten zwischen Forschung und Industrie zeigen, wie neue Technologien schrittweise marktfähig werden könnten. Neben der Forschung betreibt er Bildungsformate wie Erklärvideos, und öffentliche Labore werden als Orte des Austauschs beschrieben, an denen Fachwissen sichtbar wird.

19 - Light Voices #6 – Grace Gallagher
Berufsbild und Fokus auf Sicherheit
Als Transportbeleuchtungdesignerin plane, berechne und realisiere Grace Gallaghers Arbeiten über Straßen, Brücken, Flughäfen und Tunneln. Der Schwerpunkt liegt darauf, klare Sicht, Sicherheit und Komfort zu gewährleisten, während Standards und Kriterien aus Verkehrsinfrastrukturen eingehalten werden. Auf dieser Basis entstehen Grundrisse, Berechnungen und Renderings für eine anschauliche Vorstellung beim Auftraggeber.
Werdegang: Von Architekturtechnik zu Licht
Grace kombinierte Mathematik, Wissenschaft und Design, studierte architektonische Ingenieurwissenschaften und spezialisierte sich später auf Beleuchtungstechnik. Praktika am Denver International Airport gaben Einblick in Bauprozesse, während ein Fokus auf Beleuchtung den Weg in eine kreative, mathescharfe Berufspraxis ebnete. Ein Forschungs- und Praxiswechsel führte schließlich zur Master-Ausbildung in Beleuchtungstechnik.
Alltag und besondere Einsichten
Der Arbeitsalltag besteht aus Berechnungen, Renderings und der Abstimmung mit Kunden. Sichtbar wird Beleuchtung oft erst, wenn sie nicht auffällt, wobei Sicherheit und Umweltaspekte im Vordergrund stehen. Erkenntnisse zu Gesundheitsaspekten, etwa epileptische Reaktionen bei bestimmten Lichtmustern, zeigen, wie wichtig sorgfältige Planung ist. Die Arbeit wird durch ständige Rückmeldungen und Anpassungen geprägt.
Hintergrund, Herausforderungen und Ratschläge
Stolz ist Grace darauf, wie Beleuchtung das Wohlbefinden beeinflusst und Umweltaspekte berücksichtigt. Herausforderungen liegen in der Abstimmung zwischen Designvorstellungen und Praxis, sowie in der Kooperation mit Auftraggebern, um tragfähige Lösungen zu finden. Wer in das Feld einsteigen möchte, sollte so viel Erfahrung wie möglich sammeln, Kontakte knüpfen und frühzeitig Praktika oder Mentorenbeziehungen suchen.

18 - Light Voices #5 – Tzu-Hao Kuo
Werdegang und Arbeitsweise
Der Sprecher verbindet als Architekturfavorit mit Lichtgestaltung. Seine Firma arbeitet als Beratungsgruppe innerhalb eines größeren MEP-Unternehmens und befasst sich mit Beleuchtung sowie angrenzenden Gewerken. Ein Teil der Arbeit umfasst die Prüfung von Entwürfen von Architekten oder Innenarchitekten; bei Bedarf werden Leuchten oder Lichtstärke angepasst. Der andere Teil widmet sich eigenständigen Beleuchtungsprojekten, bei denen Konzept, Atmosphäre und Steuerungssysteme von Anfang an gestaltet werden.
Ausbildung, Weg nach New York und Praxis
Ursprünglich aus Taiwan stammend, studierte er Architektur und wechselte in den Bereich Innenraumgestaltung. Auf der Suche nach spezialisierten Kenntnissen für Beleuchtung entdeckte er ein spezifisches Master-Programm an der Parsons School in New York, das ihn zur Arbeit als Beleuchtungsdesigner führte. Dieser Schritt veränderte seinen Fokus von genereller Gestaltung hin zu lichtspezifischer Expertise.
Herausforderungen, Zusammenarbeit und Arbeitsalltag
Projekte arbeiten oft über mehrere Jahre, insbesondere im Gesundheitswesen, wo Behörden und mehrere Beteiligte zusammenkommen. Nutzergruppen wie Pflegepersonal oder Ärzte fließen in Feedback-Schleifen ein, um Konzepte greifbar zu machen. Neben Entwürfen gehören Berechnungen, Zeichnungen und Prüfungen von Leuchtmitteln zu den täglichen Aufgaben. Kommunikationsbarrieren, kulturelle Unterschiede und Bauvorschriften erfordern ständige Orientierung und Lernbereitschaft.
Erkenntnisse und kulturelle Perspektiven
Der Umgang mit Licht wird durch kulturelle Prägungen beeinflusst: In manchen Ländern fördern sehr helle Umgebungen Sicherheit, während andere ruhige, gedämpfte Atmosphären bevorzugen. Als Beispiel wird eine taiwanesische Kleinstadt herangezogen, deren laternenbestückte Wege als Orientierungshilfe dienen. Lernen erfolgt nicht allein durch Bildschirme, sondern durch reale Erfahrungen, Reisen und Austausch in Gemeinschaften sowie durch Teilnahme an Fachveranstaltungen.