Um vier Ecken
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Um vier Ecken

Um vier Ecken Podcast

Beschreibung

Bei UM VIER ECKEN diskutieren Miriam Zlobinski und Alexander Hagmann über Fotografie. Das ist so einfach wie spannend. Hochkultur und Familienalbum, bildende Kunst und angewandte Fotografie, digitale Strategien und analoge Faszination - alle zwei Wochen ein neues Thema. Ein Audiowalk um vier Ecken über Gesehenes, Übersehenes und die Begeisterung für Fragen und Phänomene des Visuellen in Medien und Kunst.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

021 Porträts

21.05.2026

Warum Porträt im fotografischen Denken eine Rolle spielt

Im Gespräch wird Porträt als klassisches, zugleich sensibles Element diskutiert. Es geht darum, wie Porträts in einer Arbeit sinnvoll eingebettet sind und welchen Mehrwert sie dem Thema hinzufügen oder ihn eher stören können. Aus der Beobachtung heraus entsteht die Frage, welchen Reiz Porträts haben und wie nah dran man dem abgebildeten Menschen wirklich sein möchte, ohne die thematische Linie zu verwässern.

Historische Perspektiven und Verständnisse von Porträts

Es werden Beispiele aus der Fotogeschichte herangezogen: Douglass’ Vorstellung von Porträt als gleichberechtigtes Abbild aller Menschen, Hugo Erfurt, Otto Dix und andere, die Porträtaufnahmen souverän nutzen, um Personen und Kontexte zu deuten. Solche Debatten zeigen, dass Porträt nicht nur Abbild, sondern auch Verhältnis und Bedeutung zwischen Mensch, Geschichte und Medium ist.

Formale Gestaltungsfragen: Nähe, Distanz und Erwartungen

Ein zentrales Thema ist, wie Porträts Erwartungen erfüllen oder überraschen. Fragen nach Authentizität, Blickführung, Lichtführung und dem Umgang mit Lächeln entstehen. Ebenso wird diskutiert, ob Porträts in redaktionellen Kontexten eher neutral oder kritisch sein sollten und wie sich Symbolik, Kontext und Bildaufbau gegenseitig beeinflussen.

Beispiele, Wirkung und persönliche Favoriten

Konkrete Bilder wie Georgia O’Keeffe von Yusuf Karsch oder Ada aus Reykjavik von Ute und Werner Mahler werden als kraftvolle Porträts beschrieben, die Raum, Haltung und Stimmung bündeln. Sie kombinieren Direktheit mit introvertiertem Ausschnitt und erzeugen eine spürbare Verbindung zur Person, ohne zwingend zu erklären, wer sie ist oder was sie denkt. Solche Bilder werden als besonders eindringlich wahrgenommen.

Warum Porträt im fotografischen Denken eine Rolle spielt

Im Gespräch wird Porträt als klassisches, zugleich sensibles Element diskutiert. Es geht darum, wie Porträts in einer Arbeit sinnvoll eingebettet sind und welchen Mehrwert sie dem Thema hinzufügen oder ihn eher stören können. Aus der Beobachtung heraus entsteht die Frage, welchen Reiz Porträts haben und wie nah dran man dem abgebildeten Menschen wirklich sein möchte, ohne die thematische Linie zu verwässern.

Historische Perspektiven und Verständnisse von Porträts

Es werden Beispiele aus der Fotogeschichte herangezogen: Douglass’ Vorstellung von Porträt als gleichberechtigtes Abbild aller Menschen, Hugo Erfurt, Otto Dix und andere, die Porträtaufnahmen souverän nutzen, um Personen und Kontexte zu deuten. Solche Debatten zeigen, dass Porträt nicht nur Abbild, sondern auch Verhältnis und Bedeutung zwischen Mensch, Geschichte und Medium ist.

Formale Gestaltungsfragen: Nähe, Distanz und Erwartungen

Ein zentrales Thema ist, wie Porträts Erwartungen erfüllen oder überraschen. Fragen nach Authentizität, Blickführung, Lichtführung und dem Umgang mit Lächeln entstehen. Ebenso wird diskutiert, ob Porträts in redaktionellen Kontexten eher neutral oder kritisch sein sollten und wie sich Symbolik, Kontext und Bildaufbau gegenseitig beeinflussen.

Beispiele, Wirkung und persönliche Favoriten

Konkrete Bilder wie Georgia O’Keeffe von Yusuf Karsch oder Ada aus Reykjavik von Ute und Werner Mahler werden als kraftvolle Porträts beschrieben, die Raum, Haltung und Stimmung bündeln. Sie kombinieren Direktheit mit introvertiertem Ausschnitt und erzeugen eine spürbare Verbindung zur Person, ohne zwingend zu erklären, wer sie ist oder was sie denkt. Solche Bilder werden als besonders eindringlich wahrgenommen.

020 Still life und Produktbilder

16.04.2026

Definition und Kontext von Stillleben

Die Diskussion behandelt Stillleben als arrangierte Gegenstände, die auf einem Tisch auftreten und eine Bedeutungsebene transportieren. Historisch stammen die Motive aus der Malerei, wandeln sich in der Fotografie aber zu eigenständigen Formen, die Allegorien, Symbolik oder eine reine Bildsprache nutzen. Es geht um das Verhältnis von unbelebten Objekten, deren Anordnung und der Frage, wie Deutung entsteht.

Technik, Raum und Perspektive

Untersucht wird, wie Studio- oder Außenaufnahmen das Arbeitsfeld beeinflussen. Die Prüferinnen betonen Kontrolle, Lichtführung, Hintergrund und Reflektionen als zentrale Werkzeuge, um ein gewünschtes Erscheinungsbild zu erzeugen. Dabei wird deutlich, dass technische Präzision oft mit konzeptioneller Idee verknüpft ist und unterschiedliche Umgebungen unterschiedliche Freiheitsgrade erlauben.

Anwendungen, Wirkung und Grenzen

Der Talk verknüpft Stillleben mit Werbung, Produkt- und Imagefotografie, wobei der Zweck einer Abbildung die Gestaltung beeinflusst. Stillleben können konkrete Produkte zeigen oder als vehicle für verbundene Konzepte dienen. Beispiele reichen von Liadias tierischen Arrangements bis zu Hans Hansens Objektinszenierungen, die über das bloße Abbild hinausgehen und eine eigene Bildsprache entwickeln.

Beispiele und persönliches Engagement

Weselys Langzeit-Blumenstillleben, Liadias Plates mit Tischen, Gläsern und Tieren sowie Hans Hansens feines Blickgefühl werden als zentrale Referenzen genannt. Die Diskussion schärft das Verständnis, wie Objekte, Licht und Raum zusammenspielen, um Erzählungen zu tragen, ohne bloße Warenabbildungen zu zeigen. Der Ausblick umfasst weitere Künstlerinnen und Künstler, deren Arbeiten das Stillleben weiterdenken.

Definition und Kontext von Stillleben

Die Diskussion behandelt Stillleben als arrangierte Gegenstände, die auf einem Tisch auftreten und eine Bedeutungsebene transportieren. Historisch stammen die Motive aus der Malerei, wandeln sich in der Fotografie aber zu eigenständigen Formen, die Allegorien, Symbolik oder eine reine Bildsprache nutzen. Es geht um das Verhältnis von unbelebten Objekten, deren Anordnung und der Frage, wie Deutung entsteht.

Technik, Raum und Perspektive

Untersucht wird, wie Studio- oder Außenaufnahmen das Arbeitsfeld beeinflussen. Die Prüferinnen betonen Kontrolle, Lichtführung, Hintergrund und Reflektionen als zentrale Werkzeuge, um ein gewünschtes Erscheinungsbild zu erzeugen. Dabei wird deutlich, dass technische Präzision oft mit konzeptioneller Idee verknüpft ist und unterschiedliche Umgebungen unterschiedliche Freiheitsgrade erlauben.

Anwendungen, Wirkung und Grenzen

Der Talk verknüpft Stillleben mit Werbung, Produkt- und Imagefotografie, wobei der Zweck einer Abbildung die Gestaltung beeinflusst. Stillleben können konkrete Produkte zeigen oder als vehicle für verbundene Konzepte dienen. Beispiele reichen von Liadias tierischen Arrangements bis zu Hans Hansens Objektinszenierungen, die über das bloße Abbild hinausgehen und eine eigene Bildsprache entwickeln.

Beispiele und persönliches Engagement

Weselys Langzeit-Blumenstillleben, Liadias Plates mit Tischen, Gläsern und Tieren sowie Hans Hansens feines Blickgefühl werden als zentrale Referenzen genannt. Die Diskussion schärft das Verständnis, wie Objekte, Licht und Raum zusammenspielen, um Erzählungen zu tragen, ohne bloße Warenabbildungen zu zeigen. Der Ausblick umfasst weitere Künstlerinnen und Künstler, deren Arbeiten das Stillleben weiterdenken.

019 Narration und Fotografie

19.03.2026

Einführung in das Thema Narrativ

Miriam Slobinski und Alexander Haagmann diskutieren die Bedeutung von Narrativen in der Fotografie und deren Verwendung im allgemeinen Sprachgebrauch. Sie reflektieren darüber, wie das Wort 'Narrativ' inflationär verwendet wird und was es in verschiedenen Kontexten bedeutet.

Unterschied zwischen Narration und Narrativ

Die beiden Sprecher erklären den Unterschied zwischen 'Narration' (Erzählung) und 'Narrativ' (Rahmen oder Muster einer Erzählung). Sie betonen, dass Narration eine konkrete Geschichte erzählt, während das Narrativ eher als eine Art Weltbild fungiert.

Beispiele aus der Fotografie

Es werden verschiedene Fotografen und deren Werke als Beispiele herangezogen, um die Konzepte zu verdeutlichen. Jeff Wall und Elliot Erwitt werden als Referenzen genannt, wobei Wall's inszenierte Einzelbilder und Erwitt's humorvolle Sequenzen hervorgehoben werden.

Reflexion über die eigene Arbeit

Die Diskussion schwenkt auf die Bedeutung der Reflexion in der Fotografie und wie oft Narrative überbewertet oder missverstanden werden. Die Sprecher wünschen sich mehr Ehrlichkeit in der Selbstreflexion von Fotografen über ihre Arbeiten.

Abschluss und Ausblick

Die Episode endet mit dem Ausblick auf künftige Themen, darunter das Konzept der Haltung in der Fotografie, und der Diskussion, wie Fotografen ihre persönlichen Haltungen entwickeln können.

Einführung in das Thema Narrativ

Miriam Slobinski und Alexander Haagmann diskutieren die Bedeutung von Narrativen in der Fotografie und deren Verwendung im allgemeinen Sprachgebrauch. Sie reflektieren darüber, wie das Wort 'Narrativ' inflationär verwendet wird und was es in verschiedenen Kontexten bedeutet.

Unterschied zwischen Narration und Narrativ

Die beiden Sprecher erklären den Unterschied zwischen 'Narration' (Erzählung) und 'Narrativ' (Rahmen oder Muster einer Erzählung). Sie betonen, dass Narration eine konkrete Geschichte erzählt, während das Narrativ eher als eine Art Weltbild fungiert.

Beispiele aus der Fotografie

Es werden verschiedene Fotografen und deren Werke als Beispiele herangezogen, um die Konzepte zu verdeutlichen. Jeff Wall und Elliot Erwitt werden als Referenzen genannt, wobei Wall's inszenierte Einzelbilder und Erwitt's humorvolle Sequenzen hervorgehoben werden.

Reflexion über die eigene Arbeit

Die Diskussion schwenkt auf die Bedeutung der Reflexion in der Fotografie und wie oft Narrative überbewertet oder missverstanden werden. Die Sprecher wünschen sich mehr Ehrlichkeit in der Selbstreflexion von Fotografen über ihre Arbeiten.

Abschluss und Ausblick

Die Episode endet mit dem Ausblick auf künftige Themen, darunter das Konzept der Haltung in der Fotografie, und der Diskussion, wie Fotografen ihre persönlichen Haltungen entwickeln können.