Wiener Wissen
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Wiener Wissen

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Beschreibung

Wiener Wissen ist ein Podcast über die Forscher:innen und die Wissenschaft in der Weltstadt Wien. Woran wird geforscht, wo ist Österreichs Metropole führend - und was sind die neuesten Erkenntnisse in interessanten Bereichen? Hier bekommen Sie die Antworten. Alle 14 Tage gibt es eine neue Episode.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Wie überleben wir die Hitze in der Stadt, Tanja Lazic?

09.08.2026

Einführung in die Wissenschaft

Der Podcast bietet Einblicke in die Arbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Wien und deren Forschung zu relevanten Themen. Der Schwerpunkt liegt auf den Personen, die unser Verständnis der Welt erweitern und wie diese Erkenntnisse gewonnen werden.

Forschung von Tanja Lazic

Tanja Lazic ist PhD-Studentin im Bereich Umwelthygiene und Umweltmedizin an der MedUni Wien. Ihre Dissertation behandelt die Gesundheitsfolgen des Klimawandels und das Potenzial urbaner, naturbasierter Lösungen, insbesondere die Rolle von Pflanzen in der Stadt zur Kühlung städtischer Hitzeinseln.

Verbindung von Natur und Gesundheit

Tanja berichtet von ihrer frühkindlichen Verbundenheit zur Natur und erklärt, dass Umweltwissenschaften ein komplexes System aus verschiedenen ökologischen Faktoren untersuchen. Sie betont die Bedeutung von naturbasierten Lösungen im Gegensatz zu technischen Ansätzen zur Bekämpfung von Umweltproblemen.

Hitze und ihre Auswirkungen

Die Diskussion umfasst die gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze, insbesondere bei feuchten Bedingungen, und die damit verbundenen Risiken für vulnerable Bevölkerungsgruppen. Tanja diskutiert auch die Herausforderungen des Wärmeinsel-Effekts in Städten, der die Nachttemperaturen ansteigen lässt und somit das Risiko für hitzebedingte Erkrankungen erhöht.

Gesundheitliche Prävention und soziale Gerechtigkeit

Die Notwendigkeit von Cooling-Spots und der Zugang zu Grünflächen für alle Stadtbewohner wird hervorgehoben. Tanja erläutert, dass sozial benachteiligte Gruppen in der Stadt oft am stärksten von Hitzebelastungen betroffen sind und dass es wichtig ist, öffentliche Plätze zu schaffen, die für alle zugänglich sind.

Forschungsergebnisse und deren Bedeutung

Tanja teilt Erkenntnisse aus ihrer Forschung, die zeigen, dass Grünflächen in der Stadt nicht nur die Luftqualität verbessern, sondern auch das Wohlbefinden der Menschen steigern. Ihre Studien belegen, dass der Aufenthalt in grünen Umgebungen Stress reduziert und das allgemeine Wohlbefinden fördert.

Schlussfolgerung

Der Podcast schließt mit der Hoffnung, dass Tanjas Forschung zu einem besseren Verständnis der Auswirkungen von Hitze und urbanem Grün auf die Gesundheit beiträgt und somit Lösungen für eine menschlichere und gesündere Stadtentwicklung bietet.

Einführung in die Wissenschaft

Der Podcast bietet Einblicke in die Arbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Wien und deren Forschung zu relevanten Themen. Der Schwerpunkt liegt auf den Personen, die unser Verständnis der Welt erweitern und wie diese Erkenntnisse gewonnen werden.

Forschung von Tanja Lazic

Tanja Lazic ist PhD-Studentin im Bereich Umwelthygiene und Umweltmedizin an der MedUni Wien. Ihre Dissertation behandelt die Gesundheitsfolgen des Klimawandels und das Potenzial urbaner, naturbasierter Lösungen, insbesondere die Rolle von Pflanzen in der Stadt zur Kühlung städtischer Hitzeinseln.

Verbindung von Natur und Gesundheit

Tanja berichtet von ihrer frühkindlichen Verbundenheit zur Natur und erklärt, dass Umweltwissenschaften ein komplexes System aus verschiedenen ökologischen Faktoren untersuchen. Sie betont die Bedeutung von naturbasierten Lösungen im Gegensatz zu technischen Ansätzen zur Bekämpfung von Umweltproblemen.

Hitze und ihre Auswirkungen

Die Diskussion umfasst die gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze, insbesondere bei feuchten Bedingungen, und die damit verbundenen Risiken für vulnerable Bevölkerungsgruppen. Tanja diskutiert auch die Herausforderungen des Wärmeinsel-Effekts in Städten, der die Nachttemperaturen ansteigen lässt und somit das Risiko für hitzebedingte Erkrankungen erhöht.

Gesundheitliche Prävention und soziale Gerechtigkeit

Die Notwendigkeit von Cooling-Spots und der Zugang zu Grünflächen für alle Stadtbewohner wird hervorgehoben. Tanja erläutert, dass sozial benachteiligte Gruppen in der Stadt oft am stärksten von Hitzebelastungen betroffen sind und dass es wichtig ist, öffentliche Plätze zu schaffen, die für alle zugänglich sind.

Forschungsergebnisse und deren Bedeutung

Tanja teilt Erkenntnisse aus ihrer Forschung, die zeigen, dass Grünflächen in der Stadt nicht nur die Luftqualität verbessern, sondern auch das Wohlbefinden der Menschen steigern. Ihre Studien belegen, dass der Aufenthalt in grünen Umgebungen Stress reduziert und das allgemeine Wohlbefinden fördert.

Schlussfolgerung

Der Podcast schließt mit der Hoffnung, dass Tanjas Forschung zu einem besseren Verständnis der Auswirkungen von Hitze und urbanem Grün auf die Gesundheit beiträgt und somit Lösungen für eine menschlichere und gesündere Stadtentwicklung bietet.

ME/CFS-Expertin Corinna Geiger: "Die Versorgung muss einmal beginnen"

26.07.2026

Einführung in die Online-Versorgung für ME-CFS-Patienten

Corinna Geiger, Internistin und Gastroenterologin, hat die erste Long-Covid-Online-Klinik gegründet, um ME-CFS-Patienten eine niederschwellige ärztliche Versorgung zu bieten. Diese Klinik ermöglicht es Patienten, ohne den Stress eines physischen Arztbesuchs Hilfe zu erhalten, was besonders wichtig ist, da viele Betroffene oft nicht in der Lage sind, Arzttermine außerhalb ihres Zuhauses wahrzunehmen.

Motivation zur Gründung der Klinik

Geiger schildert, dass die Motivation zur Gründung der Klinik aus einer Überlastung resultierte, die durch die Vielzahl an Anfragen von Patienten entstand. Der Online-Zugang soll den Patienten helfen, indem er die Notwendigkeit verringert, physisch zu einem Termin zu erscheinen und somit potenzielle Verschlechterungen ihres Gesundheitszustands zu vermeiden.

Struktur und Funktionsweise der Klinik

Die Online-Klinik bietet eine strukturierte Umgebung, in der Patienten ihre Symptome besprechen können. Die Ärzte haben die Möglichkeit, Informationen und Laborergebnisse im Vorfeld zu analysieren, was die Qualität der Behandlung verbessert. Geiger betont die Wichtigkeit des Austausches unter den Ärzten, um die besten Behandlungsmethoden zu entwickeln und zu optimieren.

Vernetzung und Weiterentwicklung

Geiger und ihr Team haben ein Netzwerk von Ärzten etabliert, das kontinuierlich wächst. Die Zusammenarbeit und der Austausch von Wissen sind entscheidend, um die Behandlung für Patienten zu verbessern. Regelmäßige Fortbildungen und interne Diskussionen helfen, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu integrieren und die Behandlungsmethoden zu verfeinern.

Dokumentation und Forschung

Die Klinik dokumentiert die Patientendaten mit dem Ziel, diese anonymisiert für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung zu stellen. Dies soll dazu beitragen, neue Erkenntnisse über die Behandlung von ME-CFS zu gewinnen und evidenzbasierte Therapien zu entwickeln. Die Patienten sind oft bereit, ihre Daten zur Verfügung zu stellen, um zukünftigen Betroffenen zu helfen.

Zusammenarbeit mit stationären Einrichtungen

Die Interaktion zwischen der Online-Klinik und stationären Einrichtungen ist begrenzt, da die Bedürfnisse der Patienten oft nicht durch herkömmliche Krankenhausstrukturen abgedeckt werden können. Geiger hebt hervor, dass eine enge Zusammenarbeit mit Pflegepersonal und anderen Fachleuten notwendig ist, um die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten.

Patientenfeedback und Ausblick

Die Rückmeldungen der Patienten zu der Online-Klinik sind überwiegend positiv. Die Möglichkeit, Termine online zu buchen, verringert die Wartezeiten und trägt dazu bei, Barrieren abzubauen. Geiger und ihr Team arbeiten kontinuierlich daran, die Klinik zu verbessern und die Versorgung für ME-CFS-Patienten zu optimieren.

Einführung in die Online-Versorgung für ME-CFS-Patienten

Corinna Geiger, Internistin und Gastroenterologin, hat die erste Long-Covid-Online-Klinik gegründet, um ME-CFS-Patienten eine niederschwellige ärztliche Versorgung zu bieten. Diese Klinik ermöglicht es Patienten, ohne den Stress eines physischen Arztbesuchs Hilfe zu erhalten, was besonders wichtig ist, da viele Betroffene oft nicht in der Lage sind, Arzttermine außerhalb ihres Zuhauses wahrzunehmen.

Motivation zur Gründung der Klinik

Geiger schildert, dass die Motivation zur Gründung der Klinik aus einer Überlastung resultierte, die durch die Vielzahl an Anfragen von Patienten entstand. Der Online-Zugang soll den Patienten helfen, indem er die Notwendigkeit verringert, physisch zu einem Termin zu erscheinen und somit potenzielle Verschlechterungen ihres Gesundheitszustands zu vermeiden.

Struktur und Funktionsweise der Klinik

Die Online-Klinik bietet eine strukturierte Umgebung, in der Patienten ihre Symptome besprechen können. Die Ärzte haben die Möglichkeit, Informationen und Laborergebnisse im Vorfeld zu analysieren, was die Qualität der Behandlung verbessert. Geiger betont die Wichtigkeit des Austausches unter den Ärzten, um die besten Behandlungsmethoden zu entwickeln und zu optimieren.

Vernetzung und Weiterentwicklung

Geiger und ihr Team haben ein Netzwerk von Ärzten etabliert, das kontinuierlich wächst. Die Zusammenarbeit und der Austausch von Wissen sind entscheidend, um die Behandlung für Patienten zu verbessern. Regelmäßige Fortbildungen und interne Diskussionen helfen, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu integrieren und die Behandlungsmethoden zu verfeinern.

Dokumentation und Forschung

Die Klinik dokumentiert die Patientendaten mit dem Ziel, diese anonymisiert für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung zu stellen. Dies soll dazu beitragen, neue Erkenntnisse über die Behandlung von ME-CFS zu gewinnen und evidenzbasierte Therapien zu entwickeln. Die Patienten sind oft bereit, ihre Daten zur Verfügung zu stellen, um zukünftigen Betroffenen zu helfen.

Zusammenarbeit mit stationären Einrichtungen

Die Interaktion zwischen der Online-Klinik und stationären Einrichtungen ist begrenzt, da die Bedürfnisse der Patienten oft nicht durch herkömmliche Krankenhausstrukturen abgedeckt werden können. Geiger hebt hervor, dass eine enge Zusammenarbeit mit Pflegepersonal und anderen Fachleuten notwendig ist, um die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten.

Patientenfeedback und Ausblick

Die Rückmeldungen der Patienten zu der Online-Klinik sind überwiegend positiv. Die Möglichkeit, Termine online zu buchen, verringert die Wartezeiten und trägt dazu bei, Barrieren abzubauen. Geiger und ihr Team arbeiten kontinuierlich daran, die Klinik zu verbessern und die Versorgung für ME-CFS-Patienten zu optimieren.

Bürgerbudget: Was Wien von Amsterdam lernen kann

12.07.2026

Einführung in den Podcast

Wiener Wissen bietet einen tiefen Einblick in die Welt der Wissenschaft und stellt Wissenschaftlerinnen vor, die entscheidende Beiträge zu unserem Verständnis der Welt leisten. Die Hörer erfahren, wie wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen werden und welche spannenden Themen behandelt werden.

Jan Maly und sein Forschungsfokus

Jan Maly, Assistant Professor an der WU Wien, beschäftigt sich mit der Anwendung mathematischer Methoden zur Verbesserung von Entscheidungsprozessen in Gruppen. Sein Schwerpunkt liegt auf Bürgerbudgets, einem Konzept, das die Partizipation der Bürger an öffentlichen Ausgaben fördert.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

In seinem Projekt „Citizen Centered Demographic Innovation“ arbeitet Maly mit Carolina Plescher von der Uni Wien zusammen, um Informatik und Politikwissenschaft zu kombinieren. Sie erforschen, wie mathematische Modelle in der politischen Entscheidungsfindung eingesetzt werden können, um faire und repräsentative Wahlverfahren zu gestalten.

Der Weg zur Wissenschaft

Maly berichtet von seinen Erfahrungen, die ihn von einer reinen Mathematikausbildung zu einem interdisziplinären Ansatz führten. Er betont die Wichtigkeit, mathematische Methoden zu beherrschen, um erfolgreich mit anderen Disziplinen zusammenzuarbeiten.

Herausforderungen interdisziplinärer Forschung

Die Kommunikation zwischen Mathematik und Politikwissenschaft ist komplex, aber notwendig, um gemeinsam Lösungen für gesellschaftliche Fragen zu finden. Der Austausch zwischen den Disziplinen ist entscheidend, um die verschiedenen Perspektiven zu integrieren.

Bürgerbudgets in Österreich

Österreich hat bisher eine geringe Kultur der direkten Demokratie, aber Maly sieht Potenzial für Bürgerbudgets, um das Vertrauen in demokratische Prozesse zu stärken. Er argumentiert, dass solche Verfahren dazu beitragen können, Bürgerinnen und Bürger in politische Entscheidungen einzubeziehen, unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft.

Aktueller Stand des Projekts

Das Projekt befindet sich in einer entscheidenden Phase, in der Bürgerbefragungen durchgeführt werden, um zu verstehen, welche Wahlregeln die Bürger für fair halten. Die Ergebnisse sollen helfen, Bürgerbudgets in der Zukunft effektiver zu gestalten.

Schlussfolgerungen und Ausblick

Die interdisziplinäre Forschung ist herausfordernd, aber auch bereichernd. Maly und sein Team streben danach, durch ihre Arbeit einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft zu haben und die Prozesse rund um Bürgerbudgets zu verbessern.

Einführung in den Podcast

Wiener Wissen bietet einen tiefen Einblick in die Welt der Wissenschaft und stellt Wissenschaftlerinnen vor, die entscheidende Beiträge zu unserem Verständnis der Welt leisten. Die Hörer erfahren, wie wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen werden und welche spannenden Themen behandelt werden.

Jan Maly und sein Forschungsfokus

Jan Maly, Assistant Professor an der WU Wien, beschäftigt sich mit der Anwendung mathematischer Methoden zur Verbesserung von Entscheidungsprozessen in Gruppen. Sein Schwerpunkt liegt auf Bürgerbudgets, einem Konzept, das die Partizipation der Bürger an öffentlichen Ausgaben fördert.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

In seinem Projekt „Citizen Centered Demographic Innovation“ arbeitet Maly mit Carolina Plescher von der Uni Wien zusammen, um Informatik und Politikwissenschaft zu kombinieren. Sie erforschen, wie mathematische Modelle in der politischen Entscheidungsfindung eingesetzt werden können, um faire und repräsentative Wahlverfahren zu gestalten.

Der Weg zur Wissenschaft

Maly berichtet von seinen Erfahrungen, die ihn von einer reinen Mathematikausbildung zu einem interdisziplinären Ansatz führten. Er betont die Wichtigkeit, mathematische Methoden zu beherrschen, um erfolgreich mit anderen Disziplinen zusammenzuarbeiten.

Herausforderungen interdisziplinärer Forschung

Die Kommunikation zwischen Mathematik und Politikwissenschaft ist komplex, aber notwendig, um gemeinsam Lösungen für gesellschaftliche Fragen zu finden. Der Austausch zwischen den Disziplinen ist entscheidend, um die verschiedenen Perspektiven zu integrieren.

Bürgerbudgets in Österreich

Österreich hat bisher eine geringe Kultur der direkten Demokratie, aber Maly sieht Potenzial für Bürgerbudgets, um das Vertrauen in demokratische Prozesse zu stärken. Er argumentiert, dass solche Verfahren dazu beitragen können, Bürgerinnen und Bürger in politische Entscheidungen einzubeziehen, unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft.

Aktueller Stand des Projekts

Das Projekt befindet sich in einer entscheidenden Phase, in der Bürgerbefragungen durchgeführt werden, um zu verstehen, welche Wahlregeln die Bürger für fair halten. Die Ergebnisse sollen helfen, Bürgerbudgets in der Zukunft effektiver zu gestalten.

Schlussfolgerungen und Ausblick

Die interdisziplinäre Forschung ist herausfordernd, aber auch bereichernd. Maly und sein Team streben danach, durch ihre Arbeit einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft zu haben und die Prozesse rund um Bürgerbudgets zu verbessern.