
Drama QuWiens - Ein Wiener Theaterpodcast
DramaQuWiens
Beschreibung
Wir sind Lara, Annkathrin und Mirijam und wir lieben Theater, Theaterwissenschaft und Feminismus.
In diesem Podcast wollen wir mit euch über die Wiener Theaterwelt sprechen, Stücke analysieren und aus feministischer Sicht betrachten.
Außerdem lachen wir viel.
Wir geben gern unseren Senf dazu – und wo kann man das besser als in einem Podcast?
Wir sind neu im Podcast-Game, also freuen wir uns sehr über eure Ideen und Vorschläge.
Hit us up!
Und jetzt … Bussi und Vorhang auf!
Viel Spaß!
Eure Drama-QuWiens 👑
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Daunenschaum - "Fretten" mit Martina Rösler und Nora Jacobs
Fretten-Inszenierung und Mehrsprachigkeit
Die Folge betrachtet eine Inszenierung von Fretten, basierend auf Helena Adlers Roman, die als mehrsprachige Bühnenfassung umgesetzt wurde. Gebärdensprache und Lautsprache arbeiten eng zusammen, um Bilder, Metaphern und Identitätserkundungen sichtbar zu machen. Die Produktion beschäftigt sich mit Orts- und Sprachkonflikten sowie dem Widerspruch zwischen Liebe zum Leben und Widerstand gegen Systeme.
Interview-Gäste und Arbeitsprozess
Martina Rösler (Choreografie) und Nora Jacobs (Awareness Eye) berichten von der kollaborativen Arbeitsweise. Vorproben, Kennenlernen der Teammitglieder und das Ausloten von Stärken stehen im Fokus. Die Gruppe testet verschiedene Sprachenebenen, um Figuren als mehrere Ichs darzustellen, und prüft, wie Gebärde und Bewegung synchron funktionieren.
Choreografie, Bildsprache und Bühnenbild
Die Inszenierung nutzt Materialitäten wie Schaum und Natron, Plastizität von Kostümen und starke visuelle Bilder. Gebärdensprache verlangt konkrete Haltungen, Mimik und räumliche Klarheit. Schlagzeugsound und Projektionen unterstützen das Gehörlose-Verständnis, während sich Bühnenbild und Licht zu einer sinnlichen Raumfahrt verbinden.
Persönliche Eindrücke und Perspektiven
Individuelle Perspektiven der Zuschauerinnen betonen das Erlebnis der Mehrsprachigkeit als integrativen Bestandteil der Erzählung. Die Diskussion verbindet Erinnerungen an Heimat mit der Erfahrung, Sprache als choreografisches Mittel zu erleben. Die Folge schließt mit Reflexionen über die Wirkung der Darstellung und einem Blick auf kommende Folgen ab.

"Clara Schumann - Living Legend" - "Ich sehe Clara" mit Agnes Hausmann
Einblick in die Produktion und Beteiligte
Im Gespräch mit Agnes Hausmann wird eine Interpretation von Clara Schumann in Wien vorgestellt. Agnes beschreibt ihre Rolle als zentrale Figur, doch betont, dass die Arbeit stark als Ensembleleistung gesehen wird. Die Probenarbeit, die Zusammenarbeit mit Regisseur Stefan Lasko und die musikalische Begleitung durch Live-Musik prägen das Stück maßgeblich.
Inhaltliche Schwerpunkte und dramaturgische Umsetzung
Das Stück zeigt Claras Lebensweg in drei Abschnitten: Kindheit, Ehe mit Robert Schumann und Witwenzeit. Es kombiniert szenische Darstellung mit Popsongs und einer Live-Score, um Emotionen und historische Kontextualisierung zugänglich zu machen. Die Inszenierung setzt auf Flexibilität, Verkleidung und improvisierte Elemente, um Figuren und Bezüge zeitlos spürbar zu machen.
Themen, Perspektiven und Wirkung
Es wird betont, wie Theater dazu beitragen kann, historische Künstlerinnen neu sichtbar zu machen. Die Darstellung thematisiert Machtverhältnisse, Autonomie und die Rolle von Frauen in Kunst und Gesellschaft. Die Verbindung von Musik, Biografie und Gegenwärtigkeit soll Nähe schaffen, ohne die Geschichte zu simple zu erklären, und Regieentscheidungen ermöglichen eine reflektierte Distanz zum Material.

"Dschungelpirat*innen" - "Leuchtfeuer" im Dschungel Wien (im Zuge des VRUMSTIVALS)
Leuchtfeuer im Dschungel – inszenierung und Eindrücke
Die Vorstellung Leuchtfeuer wird als schiffsbasiertes Tanztheater beschrieben, bei dem ein Sturm das Ensemble durcheinanderwirbelt. Eine Piratinnen-Gruppe, unterstützt von zwei Musikerinnen, führt überwiegend durch Bewegung und Licht statt durch gesprochene Texte. Die Regie von Sanja Tropf-Rühwald schafft eine visuell poetische Bühne mit rhythmischer Dynamik und einem klaren, körperorientierten Ausdruck.
Zugänglichkeit und Publikum
Der Dialog erfolgt eher über Bewegung als über Sprache, was insbesondere für jüngere Zuschauerinnen und Zuschauer zugänglicher wirkt. Die Performerinnen arbeiten mit klaren Gesten, Kopieren von Bewegungen und Interaktion, wodurch das Stück auch ohne detaillierte Textkenntnis verständlich bleibt. Ein Nein zu langem Sitzen unterstützt die Interaktivität des Abends.
Kostüme, Licht und Musik
Kostüme im Piratinnen-Stil wirken gesammelt und farbig, was dem Road-Moulage-Look des Schiffes entspricht. Lichtkugeln und Tücher erzeugen stimmungsvolle Akzente, während die Musik trotz diverser Stile laut und präsent bleibt. Gelegentlich ist der Text der Sängerin schwer zu verstehen, doch visuelle und klangliche Elemente tragen die Erzählung.
Rückblick und Kontext
Der Podcast knüpft an Beobachtungen über die Wirkung von Tanztheater auf Kinder und Erwachsene an und betont die Bedeutung von Mitmach-Charakteren. Ergänzend wird eine Verbindung zu weiteren Veranstaltungen im Dschungel Wien, im Volksopern-Programm und zu Festivals hergestellt, ohne konkrete Empfehlungen auszusprechen.