
Start.Stop.Motion - Geschichten, KünstlerInnen und Inspiration aus der Stop Motion Welt.
Kordula Schuler
Beschreibung
Inspirierende Stop-Motion-Künstler*innen erzählen von ihrem persönlichen beruflichen Weg. Sie teilen Tipps, Tricks und ihre Leidenschaft für die handgemachte Film-Magie.
„Start.Stop.Motion“ ist eine Einladung, auch selbst kreativ zu werden: im Kinderzimmer, als stylischer Content auf Social Media - oder einfach mit einem kleinen Spaßprojekt.
Dank Filmstudio im Hosentaschenformat (aka Smartphone) kann heute jede*r eigene Stop-Motion-Clips drehen oder GIFs erstellen.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

#011 In Andys Kirchen-Studio: Schlaue Wale, analoge Filmtechnik und herausfordernde kreative Schaffensphasen
Besuch im Stop Motion Studio
In dieser Episode wird der Hörer in ein Stop Motion Studio eingeladen, wo Filmemacher Andy Kaiser seine Erfahrungen und Herausforderungen teilt. Er spricht über die Entstehung seines Films "Lighthousekeeper", der sich momentan auf Festival-Tour befindet und thematisiert die kreativen Prozesse und technischen Herausforderungen, die mit der Produktion verbunden sind.
Kreativer Prozess und Zusammenarbeit
Andy betont die Bedeutung der Zusammenarbeit mit seinem Kameramann David Schulz, der nicht nur als Techniker, sondern auch als kreativer Partner fungiert. Sie reflektieren die Vorteile des gemeinsamen Arbeitens, insbesondere beim Überwinden kreativer Blockaden und dem Austausch von Ideen.
Technische Herausforderungen und Innovationen
Im Gespräch kommen auch die technischen Aspekte der Stop Motion Animation zur Sprache. Andy erklärt, wie er mit verschiedenen Geräten und Techniken, einschließlich einer speziellen VistaVision-Kamera, gearbeitet hat, um visuell beeindruckende Effekte zu erzielen. Er beschreibt auch die Herausforderungen, die mit der Filmproduktion in einer ehemaligen Kirche verbunden sind.
Der Film "Lighthousekeeper" und seine Themen
Der Film selbst erzählt die Geschichte eines einsamen Leuchtturmwärters, der mit der Natur und seinen inneren Konflikten konfrontiert wird. Andy diskutiert die Symbolik des Wals, der im Film eine zentrale Rolle spielt, und die tiefergehenden Themen wie Einsamkeit, Kommunikation und die Verbindung zur Natur.
Ausblick und zukünftige Projekte
Andy plant, weiterhin Filme zu machen und möchte sich mit Themen beschäftigen, die Kinderängste ansprechen. Er denkt darüber nach, ein Format zu entwickeln, das sich mit Emotionen und der kindlichen Perspektive beschäftigt, und lädt andere Animatoren ein, sich daran zu beteiligen.

#010 Anas poetisch-abstrakt animierte Papierwelten
Weg zur Stop-Motion und künstlerische Vielseitigkeit
Die Künstlerin aus Kolumbien verbindet Stop-Motion mit Collage, Papier, Öl, Kohle und Found Footage. Ihr Masterprojekt an der Bauhaus-Universität nutzte animierte Postkarten als Konzept, begleitete eine Auswanderungsgeschichte und zeigte, wie Materialvielfalt kreative Ausdrucksformen ermöglicht. Die Arbeit unterscheidet sich durch eine poetische, assoziative Erzählweise, die Gewalt und Geschichte in visuellen Bildern verarbeitet.
Materialien, Technik und der Reiz des Papiers
Trotz Nähe zur Collage bleibt Papier bevorzugtes Medium, ergänzt durch Tusche, Kohle und Mixed Media. Die Textur des Papiers, seine Falten und Lichtreflexe eröffnen Strukturen, mit denen Bewegung erzeugt wird. Die Künstlerin betont, dass Animationsprozesse aus der Interaktion von Hand, Material und Zeit entstehen und oft spontane kreative Impulse wichtiger sind als strikte Planung.
Kollektivarbeit, Netzwerke und neue Formate
Für den Film Der Gesang der Fliegen bildeten Frauen aus Kolumbien ein Kollaborationsnetzwerk. Jede brachte eigenständige Gedichte zu Massakern in Kolumbien ein, während Koordination und regelmäßiger Austausch das gemeinsame Projekt stärkte. Langfristig entstehen weitere Kooperationen, Produzentinnenrollen und Projekte in Mitteldeutschland; Serienideen werden angedacht, ebenso neue dokumentarische Langformen.
Zukunft, Lehre und Wirkung von Stop Motion
Gemeinsam mit einer Kollegin wurde Paperplane Animation gegründet, Schwerpunkt auf Analog- und Stop-Motion-Animation. Das Studio dient dem Austausch, der Förderung junger Talente und der Produktion von eigenständigen sowie fremdinitiierte Projekten. Animation wird als Medium gesehen, das komplexe Themen auch für Erwachsene zugänglich macht und dabei Kinder und Erwachsene gleichermaßen anspricht.

#009 Totgesagt - dennoch flößt Albert seit 30 Jahren Seelen in Lebloses
Einführung in Stop-Motion und Albert Radl
Stop-Motion verlangt Geduld, und Albert Radl aus Düsseldorf besitzt viele Jahre Erfahrung. Er baut Miniaturen, Figuren und Requisiten und erweckt sie Bild für Bild zum Leben. Seine Filme, darunter Prinz Ratte, wurden international präsentiert. Neben eigenen Projekten arbeitet er an internationalen Produktionen und teilt sein Wissen in Workshops. Wer einen Einblick in Handwerk, Humor und Präzision der Stop-Motion gewinnen will, lernt ihn kennen.
Faszination, Handwerk und künstlerische Perspektive
Die Faszination liegt im haptischen Moment, die Puppe in der Hand zu fühlen und damit zu spielen. Acting entsteht durch Identifikation mit dem Charakter, unabhängig von der Technik. Rückblicke auf Ausbildung und frühe Experimente zeigen, wie Lichtsetzung und szenische Arbeit Bewegung Leben geben. Kooperationen mit anderen Künstlerinnen und Autoren stärken das Erzählen politischer oder gesellschaftlicher Themen in visuellen Geschichten.
Werdegang, Projekte und Herangehensweisen
Verschlossen eröffnete neue Türen, insbesondere im Bereich Förderung, Planung und professionelle Produktion. Bei einem Musikvideo zu einer Band entstand eine klare Konzeptidee, das Set aus DDR-Einbauten zu gestalten. Hybridtechniken mischen Stop-Motion, 3D und reale Objekte, um Effekte zu erzielen, die die Geschichte unterstützen. Offen wird diskutiert, wie Materialwahl, Puppenbau und Rigging die Arbeitsrealität prägen.
KI, Zukunftsperspektiven und Ratschläge für Neugierige
KI bleibt eine multifunktionale Hilfe, die Prozesse wie Retusche oder Hintergrundgenerierung unterstützt, während die Animation im Zentrum bleibt. Stop-Motion wird oft unterschätzt, bietet aber Schnelligkeit und Transparenz dank unmittelbarer Ergebnisse. Wer beginnt, dem empfehlen sich Experimente mit geringen Mitteln, eigenständige Projekte und der Austausch mit Puppenbauern. Eine klare Botschaft: Neugier, Kreativität und Praxis führen zu eigenen Stimmen im Medium.