
Pflanzen und ihr Mikrokosmos
TRR356 PlantMicrobe Outreach
Beschreibung
In diesem Podcast beleuchten wir die neuesten Forschungserkenntnisse rund um das Wechselspiel von Pflanzen mit ihren mikroskopischen Partnern. Zu Gast sind neben Forschenden des DFG-geförderten Verbunds TRR356 PlantMicrobe auch Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus angrenzenden Fachgebieten sowie Expertinnen und Experten der Wissenschaftskommunikation, die vielfältige Perspektiven auf Forschung und deren Vermittlung einbringen. Gemeinsam sprechen wir über spannende Pflanzen-Mikroben-Beziehungen und die Rolle genetischer Vielfalt. Denn obwohl unsichtbar für das bloße Auge, tummeln sich unzählige Kleinstlebewesen in und um Pflanzen. Sie beeinflussen ihr Wachstum, ihre Gesundheit und ihre Widerstandsfähigkeit – und somit auch unsere Ernährung und Lebensgrundlage.
Moderiert von Dr. Dagmar Hann, Biologin am Institut für Genetik der Ludwig-Maximilians-Universität München, bietet der Podcast Einblicke in die einzelnen Forschungsprojekte des TRR356, den Laboralltag, wissenschaftliche Werdegänge und Entdeckungen.
Podmon Kategorien
Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!
Chartplatzierungen
Aktuelle Platzierungen in den öffentlichen Podcast-Charts und in unseren eigenen Kategorien.
Apple Podcasts
Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

#15 Von der Zelle zum Publikum: Korallen-Symbiose zwischen Labor und Öffentlichkeit – Mit Prof. Dr. Annika Guse
Einführung in den Podcast
Im Podcast "Pflanzen und ihr Mikrokosmos" geht es um die faszinierenden Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und Mikroorganismen. Diese Interaktionen können sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf Pflanzen haben. Dagmar Hann, Biologin und Teil des Forschungsverbunds TRR 356, begrüßt Prof. Dr. Annika Guse, die über Korallen und deren Symbiosen spricht.
Definition von Symbiose
Prof. Dr. Guse definiert Symbiose als eine Win-Win-Situation, in der zwei unterschiedliche Organismen durch ihre Partnerschaft profitieren. Dies gilt besonders für Korallen, die durch ihre Symbiose mit Algen eine immense Biodiversität im Meer fördern.
Korallenriffe und Klimawandel
Korallenriffe sind extrem biodivers, obwohl sie nur 0,2% der Ozeanfläche bedecken. Diese Riffe sind jedoch stark vom Klimawandel betroffen, was zu Korallenbleiche führt, wenn die Symbiose zwischen Korallen und Algen gestört wird.
Forschung zu Korallen
Prof. Dr. Guse erforscht die zellbiologischen Aspekte der Symbiose zwischen Korallen und Algen in ihrem Labor. Sie verwendet ein Modellsystem, eine Marine-Seeanemone, um die Mechanismen dieser Symbiose zu untersuchen, da Korallen schwer im Labor zu halten sind.
Die Rolle der Dinoflagellaten
Die Symbionten der Korallen, die Dinoflagellaten, sind einzellige Algen, die Photosynthese betreiben und somit Nährstoffe für die Korallen produzieren. Prof. Dr. Guse erklärt, wie der Nährstoffaustausch zwischen Symbionten und Wirten funktioniert.
Feldforschung und internationale Zusammenarbeit
Prof. Dr. Guse und ihr Team führen Feldforschung in verschiedenen Ländern durch, um die sexuelle Fortpflanzung von Korallen zu studieren. Dabei ist die Synchronisation der Fortpflanzung an den Mondzyklus gebunden.
Outreach-Projekte
Prof. Dr. Guse engagiert sich auch in Outreach-Projekten, um das öffentliche Bewusstsein für Meeresbiologie zu fördern. Eines dieser Projekte, "Vamos Symbiosis", zielt darauf ab, durch interdisziplinäre Zusammenarbeit Kunst und Wissenschaft zu verbinden.
Fazit und Empfehlungen
Der Podcast schließt mit einer Empfehlung von Prof. Dr. Guse für das Kinderbuch "Hallo Plankton", das auf anschauliche Weise über die Bedeutung von Plankton informiert. Das Buch soll das Interesse an Meeresbiologie wecken und ist sowohl für Kinder als auch Erwachsene geeignet.

#14 Master, Mikroskop, Mikrofon: Studentische Wissenschaftskommunikation in der Biologie - Mit Mara Richter
Einführung in den Podcast
Der Podcast behandelt das Zusammenspiel zwischen Pflanzen und Mikroorganismen, die für das bloße Auge unsichtbar sind. Die Host Dagmar Hann, Biologin und Teil des Forschungsverbunds TRR 356, begrüßt die Masterstudentin Mara Richter, die sich auf molekulare und zelluläre Biologie spezialisiert hat.
Studium und Faszination für Pflanzen
Mara beschreibt ihr Studium als praxisnah, individuell und forschungsorientiert. Besonders spannend findet sie die Interaktionen zwischen Pflanzen und anderen Lebewesen, die weit komplexer sind, als oft angenommen.
Wissenschaftskommunikation
Ihr Interesse an Wissenschaftskommunikation entwickelte sich durch Projekte im Bachelor, wo sie lernte, komplexe biologische Inhalte verständlich zu vermitteln. Mara betont die Verantwortung von Wissenschaftlern, ihre Ergebnisse der Allgemeinheit zu kommunizieren.
Bedeutung der Grundlagenforschung
Mara erklärt, dass Grundlagenforschung die Basis für angewandte Forschung ist und dass ihre Ergebnisse potenziell für spätere Anwendungen wichtig sind, auch wenn der Nutzen nicht sofort sichtbar ist.
Beispiele erfolgreicher Wissenschaftskommunikation
Ein Beispiel ist die deutsche Chemikerin Mai Tai Nien Kim, die in verschiedenen Formaten kommuniziert und dabei Kinder und Erwachsene anspricht. Mara hat auch an einer Ausstellung über die Mykorrhiza-Symbiose mitgewirkt, um deren Nutzen in der Landwirtschaft zu erklären.
Die Herausforderungen der Wissenschaftskommunikation
Die Vielzahl an Kommunikationskanälen, insbesondere durch Social Media, stellt eine Herausforderung dar, um fundierte wissenschaftliche Informationen von unzuverlässigen Inhalten abzugrenzen.
Persönliche Perspektiven und Zukunft
Mara plant, in der Pflanzenforschung zu promovieren und weiterhin in der Wissenschaftskommunikation aktiv zu bleiben. Ihre Faszination für Genetik und die Komplexität biologischer Systeme bleibt ein zentrales Interesse.

#13 Tracing Adaptation: Population Genetics meets Plant Pathology – With Prof. Dr. Ralph Hückelhoven and Prof. Dr. Aurélien Tellier
Einführung in die Forschung
In dieser Episode von "Pflanzen und ihr Mikrokosmos" sprechen Dagmar Hahn und ihre Gäste, Professor Dr. Ralf Höckelhofen und Professor Dr. Aurélien Tellier, über die Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und Mikroben, insbesondere in Bezug auf Population Genetics und Pflanzenpathologie.
Vorstellungen und persönliche Einblicke
Aurelien Tellier erklärt seine Vorliebe für Tomaten und reflektiert über seinen Werdegang in der Wissenschaft. Ralf Höckelhofen spricht über seine Faszination für die Berberitze und seine Erfahrungen in der Pflanzenpathologie.
Population Genetics erklärt
Tellier beschreibt Population Genetics als Teilbereich der Evolutionsbiologie, der sich mit der genetischen Variation in Populationen über kürzere Zeiträume beschäftigt. Er erläutert, wie genetische Merkmale durch natürliche Selektion in verschiedenen Umgebungen verändert werden können.
Ko-Evolution von Pflanzen und Pathogenen
Die Diskussion über die Ko-Evolution von Pflanzen und Pathogenen beleuchtet, wie sich Pflanzen und ihre Krankheitserreger gegenseitig beeinflussen. Tellier und Höckelhofen erklären, wie Pathogene sich an Pflanzen anpassen und umgekehrt.
Rolle von Transposons
Die Forscher diskutieren die Bedeutung von transponierbaren Elementen in Pathogen-Genomen. Diese Elemente können die Evolution von Effektor-Genen beeinflussen und somit die Interaktionen zwischen Pathogenen und ihren Wirten steuern.
Forschung und Zusammenarbeit
Die Zusammenarbeit im TRR 356 Forschungszentrum fördert den Austausch zwischen verschiedenen Projekten und Disziplinen, um ein tieferes Verständnis der Pflanzenpathologie zu entwickeln. Die Bedeutung von interdisziplinären Ansätzen wird hervorgehoben.
Abschließende Gedanken
Die Episode endet mit einem Blick auf zukünftige Forschungsrichtungen und die Bedeutung der theoretischen und praktischen Aspekte in der Evolutionsbiologie.