
Luftdichtheit geprüft – Klartext zu Luftdichtung und Qualität am Bau
Heide Merkel
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Lüftungsanlagen bei Blower-Door-Tests: Was darf abgeklebt werden und was nicht?
Einführung und Thema
In dem Gespräch geht es um Klartext zur Luftdichtheit und Qualität am Bau. Ein Gast erläutert die FLIP-Checklisten zur Gebäudevorbereitung für Messungen nach Normen sowie deren Anwendung bei Lüftungssystemen. Es wird deutlich, dass Expertenwissen zu RLT-Anlagen, Bilanzierung und Grenzwerten eine zentrale Rolle spielt, um Missverständnisse auf der Baustelle zu vermeiden und Messungen sachgerecht einzuordnen.
Normen, Grenzwerte und Messgründe
Es werden Unterschiede zwischen NF/EN-Normen und GEG erläutert: Die Blower-Door-Messung dient als Nachweis der Luftdichtheit, deren Grenzwerte je nach freier Lüftung oder ventilatorgestützter Lüftung variieren. Dichtheit beeinflusst Energiebilanz und Kosten, daher wird häufig eine Messung durchgeführt, unabhängig von der tatsächlichen Nutzung der Lüftungsanlage.
1946 Teil 6 vs. 1817 Teil 3
Es wird unterschieden zwischen Abluftanlagen nach 1946 Teil 6 und Zu- und Abluftsystemen nach 1817 Teil 3. Letztere dienen primär der wirksamen Lüftung fensterloser Räume und sind nicht automatisch gleichbedeutend mit einer RLT-Anlage im GEG-Sinne. Abdichten erfolgt je nach Bilanzierung und Nutzung. Das Lüftungskonzept gibt vor, welche Komponenten bilanziert oder abgedichtet werden müssen.
Praxishinweise und Grenzfälle
Messdienstleister sollten Informationen aus dem Lüftungskonzept heranziehen, bevor sie abdichten oder abkleben. Fragen zur Bilanzierung, zum Nutzungzustand und zur Bauart der Anlage klären, um Grenzwerte korrekt anzuwenden. Die Experten betonen, dass sachliche Einordnung durch Planungspartner erfolgen muss und Messdienstleister nicht allein über die Richtigkeit der Anlage urteilen sollten.

Blower-Door-Test vorbereiten: Was darf man abkleben und was nicht? FLiB-Checkliste hilft weiter
Blodotest und Haustiere: Katzen und Katzenklappen
Der Text schildert, dass Katzen während eines Blodotests anwesend sein dürfen. Katzenklappen können Thema der Vorbereitung sein, da zusätzliche Öffnungen Einfluss auf die Messung haben können. Die zentrale Idee ist, dass eine klare Abklärung der baulichen Öffnungen notwendig ist, damit die Messung unter normgerechten Bedingungen zuverlässig erfolgen kann und Haustiere nicht zu einer Gefahr oder Verwirrung führen.
Die FLIP-Checkliste: Hinweise zur Abklebung
Es wird betont, dass eine kostenfreie Checkliste des FLIP existiert und als PDF zum Abhaken bereitsteht. Sie führt durch Kriterien wie Schließen von Türen, Schutzmaßnahmen oder Öffnungen, darunter auch Innentüren. Die Checkliste soll zeigen, welche Bauteile abzudecken oder zu belassen sind, um eine korrekte Gläuermessung zu ermöglichen und Fehlerquellen zu minimieren.
Kaminen, Lüftung und Messung: Raumnutzung und Sicherheit
Der Beitrag unterscheidet raumluftabhängige von raumluftunabhängigen Feuerstätten und erläutert, warum Unterdruck-Phänomene auftreten können. Er warnt vor Gefahren wie Kohlenmonoxid und beschreibt Unterschiede in der Praxis der Druckdifferenzmessung sowie die Notwendigkeit, Brenn- und Abzugssysteme korrekt zu berücksichtigen, damit die Messung belastbar ist.
Praxis, Kommunikation und Ressourcen
Abschließend wird auf die Bedeutung einer verständlichen Kommunikation mit Kundinnen und Kunden hingewiesen sowie auf verfügbare, kostenfreie Materialien (PDFs, Broschüren) des Fachverbandes. Es wird betont, dass qualifizierte Informationen und transparente Prozesse helfen, Missverständnisse zu vermeiden und die Luftdichtheit sachgerecht zu planen und zu prüfen.

Übersicht Blower-Door-Messtechnik Methoden: Test, Leckagesuche oder Dichtheitsprüfung?
Was Blower-Door-Messungen bedeuten
Der Begriff wird erklärt als Nachweis der Luftdichtheit eines Gebäudes, basierend auf einer festgelegten Norm. Dabei geht es um die Durchführung der Messung, das Protokoll und darum, welche Werte erreicht oder nachgewiesen werden. Es wird darauf hingewiesen, dass eine Leckagesuche in der Abschlussmessung nicht immer in der Norm eindeutig definiert ist und trotzdem Bestandteil des Prozesses sein kann.
Leckagesuche: Baubegleitend, Abschluss und darüber hinaus
Es werden drei Varianten der Leckagesuche beschrieben: baubegleitend, wenn die luftdichte Ebene noch offen ist, die abschließende Leckagesuche und die eingehende Dichtheitsprüfung. Die Norm fordert eine Leckagesuche, definiert aber nicht eindeutig, was eine „große Leckage“ ist. Messdienstleister dokumentieren Leckagen oder arbeiten flexibel je nach Situation.
Methoden, Instrumente und praktische Umsetzung
Zur Untersuchung kommen Techniken wie Thermografie, Nebel und Anemometer zum Einsatz. Die Hand wird als besonders sensibles Werkzeug genutzt, um Luftzug zu spüren. Je nach Bauzustand und Witterung entscheiden Experten über das passende Mittel, oft mit zeitlicher Abfolge und ggf. mehrstufigen Messungen.
Praxis im Bauablauf und Verantwortlichkeiten
Im Alltag sorgt der Baufortschritt dafür, dass Tests unterschiedlich zeitlich eingeplant werden. Bei bewohnten Objekten wird oft gezielt vorgegangen, um Dämm- und Lüftungspflichten zu prüfen. Technisches Equipment allein reicht nicht; das Know-how der Fachleute, das Verständnis der Baukonstruktion und die Koordination mit Bewohnern bestimmen den Erfolg der Messungen.