
Vollzeitpsychos
Von Psychos für Psychos - und für alle die denken sie wären normal!
Beschreibung
Anlaufstellen:
Nummer gegen Kummer: 0800 -1110550 (Erwachsene); -116111 (Kinder/Jugendliche)
Telefonseelsorge: 0800 -1110111 / -1110222
Kriesendienst (Nummer je nach Bundesland)
Notruf: 110 / 112
Seelsorge: Online.Telefonseelsorge.de
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Zwischen Blaulicht und Psyche - ein Polizist klärt auf - Interview
Einführung in den Podcast
Im Podcast "Vollzeit-Psychos" wird in dieser Episode ein Polizist, Max, interviewt, um Einblicke in die Schnittstelle zwischen Psychologie und Polizeiarbeit zu geben.
Motivation zur Polizeiarbeit
Max erklärt, dass er Polizist wurde, weil es in seiner Familie Tradition ist. Er sieht den Beruf als Möglichkeit, Menschen zu helfen und schätzt die Sicherheit und den sportlichen Aspekt der Arbeit.
Psychische Erkrankungen im Polizeialltag
Der Einfluss psychischer Erkrankungen auf Polizeieinsätze wird thematisiert. Max hebt hervor, dass es schwierig ist, genaue Statistiken zu psychisch kranken Personen zu erheben, da viele Einsätze auch durch Drogenkonsum beeinflusst werden.
Schulungen und Umgang mit psychischen Krisen
Polizisten erhalten spezielle Schulungen im Umgang mit psychisch Kranken. Max beschreibt eine Veranstaltung mit Betroffenen, die ihm wichtige Einblicke gegeben hat, um empathisch auf Einsätze zu reagieren.
Deeskalationstechniken
Deeskalation ist ein zentraler Aspekt im Polizeidienst. Max betont, dass jeder Einsatz individuell ist und eine feine Menschenkenntnis benötigt wird, um angemessen zu reagieren.
Nachsorge und Unterstützung für Polizisten
Max erläutert, dass es verschiedene Nachsorgeangebote für Polizisten gibt, die nach belastenden Einsätzen Unterstützung benötigen. Ein offenes Gesprächsklima unter Kollegen ist dabei wichtig.
Öffentliche Wahrnehmung der Polizei
Der Podcast thematisiert auch die öffentliche Wahrnehmung von Polizisten, die oft negativ geprägt ist. Max fordert mehr Respekt und Verständnis für die Herausforderungen, denen Polizisten gegenüberstehen.
Schlussfolgerungen und Appell
Max schließt mit der Botschaft, dass Polizisten helfen wollen und ihre Arbeit oft missverstanden wird. Er fordert dazu auf, die Polizei nicht nur als Ordnungshüter, sondern als Unterstützer in schwierigen Situationen zu sehen.

Wegen Überlastung geschlossen - Dissoziative Störungen
Einführung in dissoziative Störungen
Dissoziation wird als Schutzmechanismus der Psyche beschrieben, der belastende Gefühle oder Erlebnisse spaltet, um handlungsfähig zu bleiben. Sie tritt oft nach traumatischen Erfahrungen auf, kann jedoch auch ohne eindeutiges Trauma vorkommen. Die Formen variieren stark; einige bleiben leicht im Alltag bemerkbar, andere führen zu ausgeprägten Wahrnehmungs- oder Bewegungsveränderungen.
Arten und Erscheinungsformen
Zu den häufigen Formen gehören Amnesie, Stupor, Fuge, Trance- oder Besessenheitszustände, Bewegungsstörungen, dissoziative Krampfanfälle sowie Sensibilitäts- und Konversationsstörungen. Zusätzlich werden Derealisation und Depersonalisation als bekannte Begleitphänomene beschrieben, bei denen Realität oder Selbstwahrnehmung verzerrt erscheinen.
Ursachen, Verlauf und Umgang
Häufig stehen traumatische Erfahrungen in Verbindung mit einer schlechteren Emotionsregulation. Nicht jede Person mit Trauma entwickelt eine dissoziative Störung, und nicht jede dissoziative Störung folgt strikt einem Trauma. Traumatherapie gehört zu den zentralen Ansätzen, begleitet von Stabilisierung, Körperwahrnehmung und gezieltem Skills-Training.
Missverständnisse und Perspektiven
Gängige Irrtümer sehen Dissoziationen als Einbildung oder als Anzeichen von Verrücktheit. Stattdessen handelt es sich um reale Schutzmechanismen, die nicht willentlich gesteuert werden können. Aufklärung, Verständnis und behutsame Unterstützung helfen, Störungen zu erkennen, zu akzeptieren und Betroffene zu unterstützen, ohne Druck auszuüben.

Zwischen Psyche und Familie - Arbeit mit Psych. Kranken Müttern - Interview
Werdegang und Hintergrund
Die Gesprächspartnerin ist Sozialpädagogin mit langjähriger Praxiserfahrung in Einrichtungen für Mutter-Kind-Beziehungen. Ihre Laufbahn führt über eine freiwillige Sozialzeit in einer Bahnhofsmission, Stationen in Jugendgerichtshilfe, Familienhilfe und schließlich in eine stationäre Mutter-Kind-Einrichtung. Auf Wege über Umwege wird hingewiesen, oft begleitet von inneren Impulsen und Zeichen, die sie als Wegweiser deutet.
Aufgabe und Haltung zum Kindeswohl
Im Zentrum ihrer Arbeit steht das Kindeswohl als Leitlinie: individuelle Förderung, Grenzziehung und Unterstützung der Eltern, damit sich das Kind bestmöglich entwickeln kann. Sie betont, Menschen zuerst als Ganzes zu sehen, nicht als Diagnosen. Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und das Abwägen von Freiwilligkeit gegen notwendige Hilfen prägen den Umgang mit Familien und Situationen rund um Inobhutnahmen.
Alltag, Methoden und Herausforderungen
Der Arbeitsalltag ist geteilt zwischen ambulanter und stationärer Arbeit, geprägt von Flexibilität und Teamkoordination. Herausforderungen ergeben sich bei Nicht-Mitarbeit, Lügen oder schweren Belastungen, besonders wenn Kindeswohl betroffen ist. Psychohygiene erfolgt durch persönliche Ausgleichsstrategien wie Musik, Gartenarbeit oder kreative Tätigkeiten; der Umgang mit belastenden Fällen bleibt integrativ und reflektiert.
Werte, Ausblick und Rat
Werte wie Hoffnung, Lernen und individuelle Sicht auf jeden Menschen stehen im Vordergrund. Veränderung wird als möglich gesehen, auch wenn Ergebnisse variieren. Sie betont, dass Unterstützung immer besser ist als Nichtstun und richtet sich an Mütter, Angehörige und Fachkollegen: Offenheit, Empathie und Kontextverständnis helfen, individuelle Lösungen zu finden und das Wohl von Kindern zu fördern.