
Face to Face – Der Psychologie Podcast
Isabelle Sproll-Imhasly, Laura Messina und Jeannette Papadopoulos
Beschreibung
Drei individualpsychologische Beraterinnen erzählen echte Geschichten aus ihrer Praxis. Sie als Zuhörer*in erfahren hautnah, wie die Beraterinnen in den einzelnen Fällen vorgegangen sind und lernen so die Lehre der Individualpsychologie und deren Methoden kennen. Dabei richten wir den Fokus auf alltägliche Situationen und Themen, die Ihnen als Zuhörer*in nicht fremd sind.
Dr. Alfred Adler (1870-1937) war der Gründer der Individualpsychologie. Seine Lehre basiert auf dem ganzheitlichen Ansatz, bei dem Körper, Seele und Geist eine Einheit bilden. Alfred Adler sieht den Menschen als soziales Wesen, dessen handeln zielgerichtet ist. Die Individualpsychologie basiert auf der gleichwertigen Haltung und hat einen positiven Blick auf den Menschen.
Die Gastgeberinnen sind:
Laura Messina, individualpsychologische Beraterin AFI in eigener Praxis in Geroldswil, mit den Themen berufliche Neuorientierung und Weiterentwicklung.
Jeannette Papadopoulos, individualpsychologische Beraterin AAI in eigener Praxis in Jona mit dem Fachbereich Erziehung.
Isabelle Sproll-Imhasly, individualpsychologische Beraterin AFI in eigener Praxis in Interlaken mit den Themen Paare, Singles und Veränderung.
Individualpsychologische Beratung finden:
Möchtest du ein Thema mit einer individualpsychologischen Berater/in besprechen? Hier findest du eine Übersicht aller Berateri/innen nach Thema und Regionen. www.alfredadler.ch/beratung-finden
Dieser Podcast wird durch die Schweizerische Gesellschaft für Individualpsychologie nach Alfred Adler (SGIPA) ermöglicht.
www.alfredadler.ch/
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

17 - Umgang mit Trennungen
Einführung ins Thema Trennungen
In dieser Episode wird der schmerzhafte Umgang mit Trennungen behandelt. Die Sprecherinnen Laura Messina, Isabel Sproll und Janett Papadopoulos, alle Individualpsychologische Beraterinnen, diskutieren die emotionalen Phasen, die Menschen während eines Trennungsprozesses durchleben.
Fallbeispiel von Lars und Martina
Isabel bringt den Fall von Lars und Martina, die nach neun Jahren Ehe zur Paarberatung kommen. Lars hat eine Affäre und möchte sich von Martina trennen, was zu einer überraschenden und schmerzhaften Situation für sie führt. Martina kommt in einer Schockphase zur Beratung und benötigt Unterstützung, um mit der Trennung umzugehen.
Statistiken zu Trennungen
Die Scheidungsrate in der Schweiz liegt bei 40%, wobei Untreue, Kommunikationsprobleme und das Auseinanderleben als häufigste Gründe für Trennungen genannt werden. Die Sprecherinnen betonen, dass viele Trennungen schleichend geschehen und oft tiefere, unerkannte Ursachen haben.
Phasen der Trauerarbeit
Der Trennungsprozess umfasst verschiedene Phasen: Schock, Verdrängung, rationale Einsicht, emotionale Akzeptanz, Ausprobieren neuer Möglichkeiten und schließlich die Integration der Erfahrungen. Diese Phasen sind nicht linear und können individuell unterschiedlich lange dauern.
Praktische Strategien für den Umgang mit Trennungen
Die Beraterinnen empfehlen, das persönliche „Energiekonto“ im Blick zu behalten, die Unterstützung des sozialen Umfelds zu aktivieren und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Es ist wichtig, den Prozess der Trauerarbeit zu akzeptieren und sich selbst Zeit zu geben, um den Schmerz zu verarbeiten.

16 - Prüfungsangst
Einführung in das Thema Prüfungsangst
Im Podcast diskutieren die Individualpsychologischen Beraterinnen Laura Messina, Isabelle Sproll und Janett Papadopoulos das Thema Prüfungsangst. Sie definieren Prüfungsangst, den Unterschied zwischen normaler Nervosität und übermäßiger Angst, und welche körperlichen Symptome damit einhergehen können.
Ursachen und Auswirkungen von Prüfungsangst
Die Beraterinnen betonen, dass Prüfungsangst oft in der Kindheit verwurzelt ist. Negative Erfahrungen in der Schule, wie das Versagen vor anderen, können zu einem geringen Selbstwertgefühl führen und die Angst verstärken, was sich in körperlichen Reaktionen äußert.
Strategien zur Bewältigung von Prüfungsangst
Die Beraterinnen geben Tipps, wie man Prüfungsangst angehen kann. Dazu gehört die Vorbereitung auf Prüfungen, positive Selbstaffirmationen, Visualisierungen von Erfolgserlebnissen und das Erkennen der eigenen Wertigkeit unabhängig von den Prüfungsergebnissen. Das Ziel ist es, eine entspannendere Haltung zu Prüfungen zu entwickeln und die eigene Wahrnehmung zu verändern.
Praktische Übungen
Die Beraterinnen empfehlen, sich mit positiven Gedanken auf Prüfungen vorzubereiten und Stresssituationen durch Musik oder Entspannungstechniken zu begegnen. Zudem wird das Konzept von Denken, Fühlen und Handeln erörtert, um negative Gedanken in positive umzuwandeln.
Zusammenfassung und Ausblick
Abschließend wird betont, dass es wichtig ist, liebevoll mit sich selbst umzugehen und die eigene Leistung zu würdigen, wenn man mit Prüfungsangst kämpft. Der Podcast ermutigt dazu, sich diesen Herausforderungen zu stellen und Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

15 - Grenzen und Regeln bei Kindern
Herausforderung und Wahrnehmung der Regeln
Eine Mutter mit reduziertem Arbeitsanteil versucht, einen jungen Jungen zu erziehen, der viele Regeln ignoriert, Vergesslichkeiten zeigt und sich Ohren zuhält. Die Situation wirkt überwältigend, da zugleich viele Alltagsregeln präsent sind und das kindliche Verständnis logischer Zusammenhänge noch fehlt. Die Episode thematisiert, wie Grenzen sinnvoll gesetzt werden können, ohne das Kind zu überfordern oder Schuldgefühle zu verstärken.
Herangehensweise: Regeln, Vorleben und Entwicklung
Die Expertin betont, zentrale Familienwerte zu identifizieren, wenige zentrale Regeln zu formulieren und diese konsequent vorzuleben. Wichtige Aspekte sind altersgerechte Erwartungen, das Vorleben gewünschter Verhaltensweisen, und der Hinweis, dass zu viele Regeln überfordern. Eine klare Fokussierung auf Dinge, die Kooperation und Zusammenleben erleichtern, wird mit Übungen zur Selbsterfahrung der Eltern ergänzt.
Verständnis, Interventionen und Veränderung
Auf Basis der Adler-Pichtung wird erkannt, dass Wut oft aus unverarbeiteten Belastungen der Eltern resultiert, nicht nur aus dem Kind. Der Ansatz beinhaltet Ermutigung, positive Faktoren zu stärken, das Gespräch mit dem Partner zu verbessern und Konflikte sichtbar zu machen. Kleinste, realistische Ziele helfen, das Kind behutsam zu begleiten, während Bedürfnisse beider Seiten erkannt und respektiert werden.
Beziehung, Selbstfürsorge und praktische Tipps
Der Fokus verschiebt sich auf Beziehung statt Kontrolle: Gemeinsame Zeit, Spielmomente und respektierte Entscheidungen des Kindes werden betont. Eltern lernen, auf eigene Bedürfnisse zu achten, Balance zu finden und Beziehungsqualität zu stärken. Vorschläge umfassen Häuschen-Übungen, regelmäßige Auszeiten, Dankbarkeit und Anerkennung im Alltag, um Vertrauen und Selbstwirksamkeit zu fördern.