Herz plus
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Österr. Herzfonds

Beschreibung

In unserer Gesundheitspodcastreihe "Herz plus" vermitteln wir Wissen von Expert:innen rund um die Herzgesundheit und Herzerkrankungen in leicht verständlicher Form.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

#10: Gewichtsabnahme mit Diät oder Fettwegspritze bei krankhaftem Übergewicht?

25.06.2026

Einführung in die Podcast-Serie

Die Podcast-Serie des österreichischen Herzfonds, moderiert von Prof. Dr. Kurt Huber, thematisiert die Entstehung von Gefäßverkalkungen und die Einflussfaktoren auf das Herz-Kreislauf-System. In dieser Episode wird der Schwerpunkt auf die Gewichtsabnahme bei krankhaftem Übergewicht (Adipositas) gelegt.

Übergewicht und Adipositas

Prof. Peter Fasching, ein Experte für Stoffwechselerkrankungen, erklärt die Definitionen von Übergewicht und Adipositas anhand des Body Mass Index (BMI). Übergewicht wird bei einem BMI von 25-30 und Adipositas über 30 klassifiziert. In Österreich sind viele Menschen betroffen, was zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führt.

Diät vs. Fettwegspritze

Fasching diskutiert die Herausforderungen der Gewichtsreduktion durch Diäten und Sport, die oft nur von 5-10% der Betroffenen langfristig erfolgreich gemeistert werden. Die neueren Medikamente zur Gewichtsreduktion, die sogenannten Fettwegspritzen, zeigen eine höhere Erfolgsquote von 80-90%, wenn sie regelmäßig angewendet werden.

Wirkungsweise der Fettwegspritze

Diese Spritzen beeinflussen das Hungergefühl durch die Regulation von Hormonen, die im Darm gebildet werden. Die Patienten berichten von einem verminderten Hunger und einer höheren Sättigung, was zur Gewichtsreduktion führt. Es wird jedoch auch auf mögliche Verhaltensänderungen hingewiesen.

Gesundheitliche Risiken und politische Maßnahmen

Obwohl die Fettwegspritzen wirksam sind, wird die Notwendigkeit einer langfristigen Anwendung betont. Die Diskussion über die Erstattung dieser Therapien durch Krankenkassen sowie mögliche gesundheitspolitische Maßnahmen, wie eine Zuckersteuer, wird ebenfalls angesprochen. Die Rolle der Politik, der Ernährungsindustrie und der Gesellschaft im Umgang mit Übergewicht ist ein zentrales Thema.

Schutzwirkung auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Die Medikamente zeigen auch positive Effekte auf die Herzgesundheit und können das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle senken. Diese Erkenntnisse legen nahe, dass die Therapie für Personen mit Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zugänglicher gemacht werden sollte.

Einführung in die Podcast-Serie

Die Podcast-Serie des österreichischen Herzfonds, moderiert von Prof. Dr. Kurt Huber, thematisiert die Entstehung von Gefäßverkalkungen und die Einflussfaktoren auf das Herz-Kreislauf-System. In dieser Episode wird der Schwerpunkt auf die Gewichtsabnahme bei krankhaftem Übergewicht (Adipositas) gelegt.

Übergewicht und Adipositas

Prof. Peter Fasching, ein Experte für Stoffwechselerkrankungen, erklärt die Definitionen von Übergewicht und Adipositas anhand des Body Mass Index (BMI). Übergewicht wird bei einem BMI von 25-30 und Adipositas über 30 klassifiziert. In Österreich sind viele Menschen betroffen, was zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führt.

Diät vs. Fettwegspritze

Fasching diskutiert die Herausforderungen der Gewichtsreduktion durch Diäten und Sport, die oft nur von 5-10% der Betroffenen langfristig erfolgreich gemeistert werden. Die neueren Medikamente zur Gewichtsreduktion, die sogenannten Fettwegspritzen, zeigen eine höhere Erfolgsquote von 80-90%, wenn sie regelmäßig angewendet werden.

Wirkungsweise der Fettwegspritze

Diese Spritzen beeinflussen das Hungergefühl durch die Regulation von Hormonen, die im Darm gebildet werden. Die Patienten berichten von einem verminderten Hunger und einer höheren Sättigung, was zur Gewichtsreduktion führt. Es wird jedoch auch auf mögliche Verhaltensänderungen hingewiesen.

Gesundheitliche Risiken und politische Maßnahmen

Obwohl die Fettwegspritzen wirksam sind, wird die Notwendigkeit einer langfristigen Anwendung betont. Die Diskussion über die Erstattung dieser Therapien durch Krankenkassen sowie mögliche gesundheitspolitische Maßnahmen, wie eine Zuckersteuer, wird ebenfalls angesprochen. Die Rolle der Politik, der Ernährungsindustrie und der Gesellschaft im Umgang mit Übergewicht ist ein zentrales Thema.

Schutzwirkung auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Die Medikamente zeigen auch positive Effekte auf die Herzgesundheit und können das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle senken. Diese Erkenntnisse legen nahe, dass die Therapie für Personen mit Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zugänglicher gemacht werden sollte.

#9: Arterieller Bluthochdruck - Was tun?

20.05.2026

Bluthochdruck verstehen und neue Leitlinien

Bluthochdruck ist eine Hauptursache von Erkrankung und Tod. Risiken steigen bereits ab leichteren Werten, weshalb neue Kategorien eingeführt wurden, die nicht erst bei 140/90 beginnen. Bereits ab 120/90 zeigt sich ein erhöhtes Risiko. Die Leitlinien betonen, dass eine langfristige Gefäßschädigung möglich ist, auch wenn keine Beschwerden bestehen. Ziel ist es, das Risikoprofil insgesamt zu verstehen und zu interpretieren.

Messung und Diagnostik

Die richtige Messung erfolgt ruhig und regelmäßig zu Hause oder in der Praxis. Zwei bis drei Messungen pro Termin, Durchschnitt bilden, links und rechts vergleichen. Langfristige Aufzeichnungen helfen, Muster zu erkennen. 24-Stunden-Messungen klären nächtliche Schwankungen. Eine Diagnose entsteht erst, wenn Messwerte konsistent über den Grenzwerten liegen. Die Gefäßwände reagieren unabhängig von Ursachen oder Auslösern.

Behandlung und Ziele

Lebensstilmodifikationen sind oft grundlegend, doch bei Werten über 140/90 oder 135/85 ist eine medikamentöse Therapie angezeigt. In vielen Fällen werden zwei oder drei Wirkstoffe kombiniert, besser moderat dosiert als hochdosiert. Ziel ist ein systolischer Wert von 120–130 mmHg, auch der diastolische Wert sollte beachtet werden. Individuelle Risikoprofile und Begleiterkrankungen beeinflussen die Entscheidung über Therapiebeginn und -intensität.

Zukünftige Entwicklungen und Verbreitung von Messung

Neue Therapien zielen auf Hormonsteuerung und innovative Ansätze wie Aldosteron-Synthase-Inhibitoren oder SI-RNA-basierte Behandlungen. Renale Denervation wird als Option bei therapieresistenter Hypertonie in Erwägung gezogen. Zusätzlich könnten Barriere-freie Messungskonzepte, z. B. in Apotheken oder am Arbeitsplatz, die regelmäßige Überwachung erleichtern. Screenings bleiben wichtig, um frühzeitig Risiken zu erkennen.

Bluthochdruck verstehen und neue Leitlinien

Bluthochdruck ist eine Hauptursache von Erkrankung und Tod. Risiken steigen bereits ab leichteren Werten, weshalb neue Kategorien eingeführt wurden, die nicht erst bei 140/90 beginnen. Bereits ab 120/90 zeigt sich ein erhöhtes Risiko. Die Leitlinien betonen, dass eine langfristige Gefäßschädigung möglich ist, auch wenn keine Beschwerden bestehen. Ziel ist es, das Risikoprofil insgesamt zu verstehen und zu interpretieren.

Messung und Diagnostik

Die richtige Messung erfolgt ruhig und regelmäßig zu Hause oder in der Praxis. Zwei bis drei Messungen pro Termin, Durchschnitt bilden, links und rechts vergleichen. Langfristige Aufzeichnungen helfen, Muster zu erkennen. 24-Stunden-Messungen klären nächtliche Schwankungen. Eine Diagnose entsteht erst, wenn Messwerte konsistent über den Grenzwerten liegen. Die Gefäßwände reagieren unabhängig von Ursachen oder Auslösern.

Behandlung und Ziele

Lebensstilmodifikationen sind oft grundlegend, doch bei Werten über 140/90 oder 135/85 ist eine medikamentöse Therapie angezeigt. In vielen Fällen werden zwei oder drei Wirkstoffe kombiniert, besser moderat dosiert als hochdosiert. Ziel ist ein systolischer Wert von 120–130 mmHg, auch der diastolische Wert sollte beachtet werden. Individuelle Risikoprofile und Begleiterkrankungen beeinflussen die Entscheidung über Therapiebeginn und -intensität.

Zukünftige Entwicklungen und Verbreitung von Messung

Neue Therapien zielen auf Hormonsteuerung und innovative Ansätze wie Aldosteron-Synthase-Inhibitoren oder SI-RNA-basierte Behandlungen. Renale Denervation wird als Option bei therapieresistenter Hypertonie in Erwägung gezogen. Zusätzlich könnten Barriere-freie Messungskonzepte, z. B. in Apotheken oder am Arbeitsplatz, die regelmäßige Überwachung erleichtern. Screenings bleiben wichtig, um frühzeitig Risiken zu erkennen.

#8: Optimale Lipidsenkung bei Hochrisikopatient:innen

20.05.2026

Cholesterin als Schlüsselfaktor der Gefäßverkalkung

Die Diskussion erklärt, dass Cholesterin eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Atherosklerose spielt. Cholesterin sammelt sich in der Innenhaut der Gefäße an, und das Blutblutlogik-fremde Transportwesen im Blut erfolgt über Lipoproteine. HDL wird als Schutz gesehen, LDL als Hauptverursacher, der in die Gefäßwand eindringt und dort Schäden verursacht. Cholesterin kommt sowohl aus dem Blut als auch aus eigener Produktion der Gewebe.

LDL, HDL und Zielwerte bei Hochrisikopatienten

Bei Hochrisikopatienten wie nach Schlaganfall, Herzinfarkt oder Stent ist die Senkung des LDL-Cholesterins zentral. Grenzwerte liegen in der Praxis oft um 55 mg/dl, doch deutlich niedrigere Werte können zusätzlich vorteilhaft sein. Sehr niedrige Werte bergen auch Risiken; daher gilt eine individuelle Abwägung. Die Hauptzielgröße ist das LDL-Cholesterin, das als Haupttäter im Blut gilt.

Behandlung: Statine, Nebenwirkungen und Alternativen

Statine sind die am besten belegte Maßnahme zur LDL-Senkung, reduzieren das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Muskelbeschwerden können auftreten, sind aber selten. Es gibt auch medikamentöse Alternativen, insbesondere wenn Statine nicht vertragen werden. Nebenwirkungen treten im Vergleich zu Placebo selten auf. Zusätzlich kann Gewichtsabnahme den Cholesterinspiegel beeinflussen, jedoch nicht so stark wie medikamentöse Therapien.

Diabetes, LP(a) und frühzeitige Prävention

Diabetes erhöht das Gefäßrisiko; hier bleibt die Fettbehandlung oft wichtiger als die Zuckersteuerung. Lipoprotein(a) ist genetisch bedingt und bleibt oft hoch; eine gezielte Senkung ist derzeit herausfordernd. Frühzeitige Messung von Cholesterinwerten sowie Gefäßzustand ist sinnvoll, um frühzeitig Gegenmaßnahmen zu planen. Insgesamt wird eine frühzeitige Senkung des Cholesterins als sinnvoll betrachtet, um Gefäßerkrankungen zu verhindern.

Cholesterin als Schlüsselfaktor der Gefäßverkalkung

Die Diskussion erklärt, dass Cholesterin eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Atherosklerose spielt. Cholesterin sammelt sich in der Innenhaut der Gefäße an, und das Blutblutlogik-fremde Transportwesen im Blut erfolgt über Lipoproteine. HDL wird als Schutz gesehen, LDL als Hauptverursacher, der in die Gefäßwand eindringt und dort Schäden verursacht. Cholesterin kommt sowohl aus dem Blut als auch aus eigener Produktion der Gewebe.

LDL, HDL und Zielwerte bei Hochrisikopatienten

Bei Hochrisikopatienten wie nach Schlaganfall, Herzinfarkt oder Stent ist die Senkung des LDL-Cholesterins zentral. Grenzwerte liegen in der Praxis oft um 55 mg/dl, doch deutlich niedrigere Werte können zusätzlich vorteilhaft sein. Sehr niedrige Werte bergen auch Risiken; daher gilt eine individuelle Abwägung. Die Hauptzielgröße ist das LDL-Cholesterin, das als Haupttäter im Blut gilt.

Behandlung: Statine, Nebenwirkungen und Alternativen

Statine sind die am besten belegte Maßnahme zur LDL-Senkung, reduzieren das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Muskelbeschwerden können auftreten, sind aber selten. Es gibt auch medikamentöse Alternativen, insbesondere wenn Statine nicht vertragen werden. Nebenwirkungen treten im Vergleich zu Placebo selten auf. Zusätzlich kann Gewichtsabnahme den Cholesterinspiegel beeinflussen, jedoch nicht so stark wie medikamentöse Therapien.

Diabetes, LP(a) und frühzeitige Prävention

Diabetes erhöht das Gefäßrisiko; hier bleibt die Fettbehandlung oft wichtiger als die Zuckersteuerung. Lipoprotein(a) ist genetisch bedingt und bleibt oft hoch; eine gezielte Senkung ist derzeit herausfordernd. Frühzeitige Messung von Cholesterinwerten sowie Gefäßzustand ist sinnvoll, um frühzeitig Gegenmaßnahmen zu planen. Insgesamt wird eine frühzeitige Senkung des Cholesterins als sinnvoll betrachtet, um Gefäßerkrankungen zu verhindern.