
What´s Up
Susan Weckauf
Beschreibung
Du sprichst. Ich höre. Ich antworte.
Ein Podcast für die Fragen, die im Bauch ziehen. Die nachts bleiben. Die Klarheit brauchen.
Du schickst mir deine Sprachnachricht – anonym, wenn du magst. Ich antworte in der Folge: ehrlich, körpernah, zwischen den Zeilen. Mit psychologischer Tiefe, systemischem Blick und einer Prise Humor.
Mit Susan Weckauf. Systemische Therapeutin und Myoreflextherapeutin. Sprecherin. Aus Heidelberg.
Neue Folge alle 14 Tage.
📩 Schick deine Sprachnachricht: whatsup@susanweckauf.de
🌐 Mehr: susanweckauf.de
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Folge 19: Kinder auf der Buehne.
Rückblick und zentrale Frage
In einem Gespräch über eine längere Pause wird der Umgang mit dem eigenen Kind im Alltag sichtbar. Es geht um Nähe, Aufmerksamkeit und den Wunsch, dem Kind Raum zu geben, ohne die Aufnahme zu forcieren. Die persönliche Erfahrung mit dem Zahnen der Tochter führt zu einer Grundsatzfrage: Wie lässt sich Präsenz von Mutterschaft vereinbaren, ohne dass das Kind verdrängt wird oder die Mutter sich teilt?
Sichtbarkeit von Müttern in öffentlichen Momenten
Es wird diskutiert, wie Mütter mit Kind auf Bühnen, in Plenarsälen oder bei Wettkämpfen präsent sein können. Sichtbarkeit verändert das System und signalisiert, dass Mutterschaft und öffentliche Rolle miteinander vereinbar sein können. Gleichzeitig bleibt offen, welche Kosten dies für das Kind hat und wer letztlich entscheidet, was gut ist.
Theoretische Perspektiven und kindliche Regulation
Winnicott, Peary, Bowley und Siegel werden herangezogen, um zu erklären, wie Kinder Reize verarbeiten und Bindung funktionieren kann. Eine ausreichende Präsenz bedeutet, dass eine Bezugsperson sowohl da ist als auch Raum für das Kind lässt. Das Nervensystem reagiert sensibel auf Überstimulation; Kontext, Frequenz und Alter bestimmen, wie eine Situation erlebt wird.
Offene Frage an die Zuhörerinnen
Es werden spiegelnde Fragen formuliert: Was braucht ein Kind wirklich, wenn die Mutter selbst stark gefordert ist? Welche Entscheidung ist im besten Interesse des Kindes getroffen, und wo bleibt Raum für Unsicherheit? Die zentrale Botschaft betont, dass präsente Erwachsene wichtiger sind als Perfektion, und dass Entscheidungen oft keine eindeutige richtige Lösung haben.

Folge 18: Warum dein Nervensystem entscheidet, wen du liebst
Einblick in Beziehungen und Anziehung
In diesem Podcast geht es um die komplexen Dynamiken von Anziehung und Beziehungen. Die Gastgeberin, Susann Weckauf, beleuchtet, warum Menschen oft zu denjenigen hingezogen werden, die emotional kompliziert sind, während stabilere Partner weniger Anziehung erzeugen. Sie diskutiert, dass nicht nur Gefühle, sondern auch das Nervensystem und frühere Beziehungsmuster eine entscheidende Rolle spielen.
Das Nervensystem und Anziehung
Weckauf erklärt, dass wir uns häufig zu vertrauten Nervensystemdynamiken hingezogen fühlen. Diese Muster, die aus Erfahrungen mit Bezugspersonen stammen, beeinflussen unsere Erwartungen und Wahrnehmungen in Beziehungen. Anziehung wird oft als Wiedererkennung erlebt, auch wenn diese Vertrautheit nicht notwendigerweise gesund ist.
Persönliche Reflexion und Übungen
Die Zuhörer werden ermutigt, über ihre eigenen Beziehungsmuster nachzudenken und zu reflektieren, welche Dynamiken immer wieder auftreten. Eine praktische Übung wird vorgestellt, um das eigene Nervensystem und die körperlichen Reaktionen auf Anziehung zu erkunden.
Die Kultur der Intensität
Weckauf thematisiert auch die kulturelle Verwirrung zwischen Intensität und Bedeutung in Beziehungen. Oft wird dramatische Anziehung als tiefgründig wahrgenommen, während stabile Verbindungen als weniger aufregend gelten. Sie führt aus, dass wahre Nähe nicht immer mit Drama verbunden sein muss, sondern auch in ruhigen, stabilen Beziehungen zu finden ist.
Wichtige Fragen zur Reflexion
Abschließend stellt Weckauf Fragen in den Raum, die den Zuhörern helfen sollen, ihre eigenen Beziehungsmuster und das Verhalten ihres Nervensystems zu verstehen. Sie fordert dazu auf, darüber nachzudenken, in welchen Beziehungen das Nervensystem sich sicher fühlt und wo es nicht kämpfen muss, um Nähe zu halten.

Special: Die erste große Liebe – Bindung statt Begehren
Einführung in die erste große Liebe
Susann Weckauf, systemische Therapeutin, spricht über die erste große Liebe als eine Bindungserfahrung und nicht nur als die erste romantische Beziehung. Sie reflektiert über ihre eigenen Erfahrungen als Mutter und die Bedeutung von Bindung in der frühen Kindheit.
Bindung und Nervensystem
Weckauf erklärt, dass Liebe im Nervensystem beginnt und dass Säuglinge ein reguliertes Nervensystem benötigen, um sich selbst zu beruhigen. Die Erfahrungen von Nähe oder Distanz prägen die Wahrnehmung von Sicherheit und Stress, die dann als Muster im Leben bestehen bleiben.
Intensität vs. Sicherheit
Die Kultur feiert emotionale Intensität, jedoch ist diese nicht gleichbedeutend mit Sicherheit. Oft verwechseln Menschen Aktivierung mit Liebe, was zu instabilen Beziehungen führen kann. Weckauf thematisiert, dass viele romantische Beziehungen auf der Suche nach einem frühen Sicherheitsgefühl basieren.
Gesellschaftliche Auswirkungen
Weckauf zieht Parallelen zwischen individuellen Bindungserfahrungen und größeren gesellschaftlichen Strukturen. Sie argumentiert, dass unsichere Bindungen in der Kindheit zu einem Bedürfnis nach äußerer Gewissheit in der Gesellschaft führen können, was zu Polarisierung und Konflikten beiträgt.
Schlussfolgerung und Reflexion
Die Episode regt zur Reflexion an, wie die erste große Liebe unser Verständnis von Nähe und Sicherheit prägt und wie dies unsere Beziehungen und gesellschaftlichen Strukturen beeinflusst. Weckauf fordert dazu auf, diese Dynamiken zu erkennen und nicht nur moralisch zu bewerten.