UKE Talk
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UKE - Unternehmenskommunikation

Beschreibung

Im UKE Talk tauscht sich der Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Direktor des UKE, Prof. Dr. Christian Gerloff, regelmäßig mit einem Gast aus dem UKE oder der Stadt aus. Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen immer Zukunftsthemen, die das UKE, Hamburg und die Gesellschaft bewegen.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

UKE Talk | Gendermedizin ist wichtiger Schlüssel für individuellere Medizin

26.05.2026

Mechanismen biologischer Unterschiede

Geschlechtsspezifische Unterschiede im Immunsystem entstehen durch Hormone wie Östrogen und Testosteron sowie durch Gene auf X- und Y-Chromosomen. Östrogen neigt dazu, Immunreaktionen zu stimulieren, während Testosteron sie eher dämpft. Zudem exprimieren Immunzellen Rezeptoren für beide Hormone, wodurch eine Balance entsteht. Auf dem X-Chromosom liegen viele Immunrezeptoren und -gene, was bei Frauen durch zwei X-Chromosomen zu unterschiedlichen Expressionen führt. Evolutionäre Faktoren unterstützen diese Muster zusätzlich.

Auswirkungen auf Infektionen, Impfungen und Alterung

Biologische Unterschiede beeinflussen klinische Verläufe von Infektionen: Frauen kontrollieren bestimmte Viren oft schneller, während Männer schwerere Verläufe zeigen können. Bei Impfungen entwickeln Frauen häufig stärkere Antikörperreaktionen; der Zustand hormoneller Level spielt eine zentrale Rolle. Das Immunsystem altert bei Männern tendenziell früher, was durch Östrogen offenbar verzögert wird. Im Verlauf des Lebens verschieben sich Immunantworten, besonders in Verbindung mit hormonellen Veränderungen und Genetik.

Autoimmunität, Alter und Geschlecht

Viele Autoimmunerkrankungen treten häufiger bei Frauen auf, darunter Lupus oder MS. Das altersbedingte Immunsystemalter verändert sich geschlechtsspezifisch: Östrogen verlangsamt die Alterung zunächst, doch mit dem Eintritt der Menopause gleichen sich Unterschiede teilweise an. Gleichzeitig bleiben Mechanismen jenseits von Hormonen relevant, etwa Unterschiede in der Genexpression und immunologischen Regulierung, was zu verschiedenen Krankheitsverläufen führt.

Implikationen für Forschung, Therapie und Praxis

Personalisierte Ansätze gewinnen an Bedeutung, insbesondere in der Tumortherapie und bei Immuntherapien, die geschlechtsspezifisch angepasst werden. Studien betonen, dass ausreichende Repräsentation beider Geschlechter nötig ist, um klare Endpunkte zu definieren. Die Forschung erhöht sich durch gezielte Förderungen und neue Modelle, um die Immunantworten von Frauen und Männern differenziert zu verstehen und anzupassen.

Mechanismen biologischer Unterschiede

Geschlechtsspezifische Unterschiede im Immunsystem entstehen durch Hormone wie Östrogen und Testosteron sowie durch Gene auf X- und Y-Chromosomen. Östrogen neigt dazu, Immunreaktionen zu stimulieren, während Testosteron sie eher dämpft. Zudem exprimieren Immunzellen Rezeptoren für beide Hormone, wodurch eine Balance entsteht. Auf dem X-Chromosom liegen viele Immunrezeptoren und -gene, was bei Frauen durch zwei X-Chromosomen zu unterschiedlichen Expressionen führt. Evolutionäre Faktoren unterstützen diese Muster zusätzlich.

Auswirkungen auf Infektionen, Impfungen und Alterung

Biologische Unterschiede beeinflussen klinische Verläufe von Infektionen: Frauen kontrollieren bestimmte Viren oft schneller, während Männer schwerere Verläufe zeigen können. Bei Impfungen entwickeln Frauen häufig stärkere Antikörperreaktionen; der Zustand hormoneller Level spielt eine zentrale Rolle. Das Immunsystem altert bei Männern tendenziell früher, was durch Östrogen offenbar verzögert wird. Im Verlauf des Lebens verschieben sich Immunantworten, besonders in Verbindung mit hormonellen Veränderungen und Genetik.

Autoimmunität, Alter und Geschlecht

Viele Autoimmunerkrankungen treten häufiger bei Frauen auf, darunter Lupus oder MS. Das altersbedingte Immunsystemalter verändert sich geschlechtsspezifisch: Östrogen verlangsamt die Alterung zunächst, doch mit dem Eintritt der Menopause gleichen sich Unterschiede teilweise an. Gleichzeitig bleiben Mechanismen jenseits von Hormonen relevant, etwa Unterschiede in der Genexpression und immunologischen Regulierung, was zu verschiedenen Krankheitsverläufen führt.

Implikationen für Forschung, Therapie und Praxis

Personalisierte Ansätze gewinnen an Bedeutung, insbesondere in der Tumortherapie und bei Immuntherapien, die geschlechtsspezifisch angepasst werden. Studien betonen, dass ausreichende Repräsentation beider Geschlechter nötig ist, um klare Endpunkte zu definieren. Die Forschung erhöht sich durch gezielte Förderungen und neue Modelle, um die Immunantworten von Frauen und Männern differenziert zu verstehen und anzupassen.

UKE Talk: Der Umgang mit Sterbe- und Todeswünschen

14.04.2026

Kernaufgabe der klinischen Ethik

Die klinische Ethik fördert ethische Versorgungsqualität, indem sie Rahmenbedingungen schafft, Prozesse mitgestaltet und niedrigschwellige Beratungen anbietet. Sie unterstützt medizinische Teams dabei, schwierige Situationen nicht allein anzugehen, reflektiert Handlungen und sorgt für eine wertoffene Begleitung von Patientinnen, Patienten und Angehörigen – ohne die Entscheidung vorzuschreiben.

Assistierter Suizid und Verfahrensanweisung am UKE

Der Fokus liegt auf dem Verständnis des Themas, der sensiblen Begleitung und der Vermeidung eines Ortes der Durchführung. Eine Verfahrensanweisung bietet Orientierung, wie Wünsche gehört, informiert und begleitet werden. Sie betont Patientinnenorientierung, Transparenz, Kommunikationswege und die Haltung der Mitarbeitenden, während die konkrete Durchführung weder vorgesehen noch veranlasst wird.

Freiverantwortlichkeit, Beratung und Zugangswege

Freiverantwortlichkeit ist zentral: Die betroffene Person muss eigenverantwortlich handeln, ohne Druck, nach ausreichender Information und mit zeitlicher Beständigkeit. Alle Mitarbeitenden müssen Wünsche wertoffen aufnehmen und weitergeben, spezialisierte Beratung bleibt Fachbereichen vorbehalten. Eine frühzeitige Einbindung der behandelnden Stationen dient der systematischen Abstimmung und Schutz der Betroffenen.

Zukünftige Schritte und Begleitung des Systems

Die Leitlinien entwickeln sich weiter und dienen als Living Guideline. Ethik-Fallberatung kann sinnvoll sein, wenn ethische Konflikte entstehen, oder Moral Distress bei Mitarbeitenden auftritt. Ziel ist eine stetige Verbesserung des Aufkommens an Wünschen, eine angemessene Begleitung und eine Orientierung, die das gesamte Versorgungssystem stärkt, ohne individuelle Entscheidungsfreiheit zu beschneiden.

Kernaufgabe der klinischen Ethik

Die klinische Ethik fördert ethische Versorgungsqualität, indem sie Rahmenbedingungen schafft, Prozesse mitgestaltet und niedrigschwellige Beratungen anbietet. Sie unterstützt medizinische Teams dabei, schwierige Situationen nicht allein anzugehen, reflektiert Handlungen und sorgt für eine wertoffene Begleitung von Patientinnen, Patienten und Angehörigen – ohne die Entscheidung vorzuschreiben.

Assistierter Suizid und Verfahrensanweisung am UKE

Der Fokus liegt auf dem Verständnis des Themas, der sensiblen Begleitung und der Vermeidung eines Ortes der Durchführung. Eine Verfahrensanweisung bietet Orientierung, wie Wünsche gehört, informiert und begleitet werden. Sie betont Patientinnenorientierung, Transparenz, Kommunikationswege und die Haltung der Mitarbeitenden, während die konkrete Durchführung weder vorgesehen noch veranlasst wird.

Freiverantwortlichkeit, Beratung und Zugangswege

Freiverantwortlichkeit ist zentral: Die betroffene Person muss eigenverantwortlich handeln, ohne Druck, nach ausreichender Information und mit zeitlicher Beständigkeit. Alle Mitarbeitenden müssen Wünsche wertoffen aufnehmen und weitergeben, spezialisierte Beratung bleibt Fachbereichen vorbehalten. Eine frühzeitige Einbindung der behandelnden Stationen dient der systematischen Abstimmung und Schutz der Betroffenen.

Zukünftige Schritte und Begleitung des Systems

Die Leitlinien entwickeln sich weiter und dienen als Living Guideline. Ethik-Fallberatung kann sinnvoll sein, wenn ethische Konflikte entstehen, oder Moral Distress bei Mitarbeitenden auftritt. Ziel ist eine stetige Verbesserung des Aufkommens an Wünschen, eine angemessene Begleitung und eine Orientierung, die das gesamte Versorgungssystem stärkt, ohne individuelle Entscheidungsfreiheit zu beschneiden.

UKE Talk | Vielfalt im Gesundheitswesen

16.03.2026

Thema Integration und Antirassismus

Der Podcast beschäftigt sich mit den Themen Integration und Antirassismus im Kontext des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Dr. Sidra Kahn-Gökaya, die Beauftragte für Migration, Integration und Antirassismus, spricht über die vielfältigen Lebensrealitäten und Herausforderungen, die sowohl Mitarbeitende als auch Patientinnen im UKE erleben.

Vielfalt im Gesundheitswesen

Im UKE werden jährlich über 572.000 Patientinnen aus unterschiedlichen sozialen, kulturellen und politischen Hintergründen versorgt. Dr. Kahn-Gökaya betont die Notwendigkeit, Vielfalt als zentralen Bestandteil der professionellen Gesundheitsversorgung zu integrieren und geeignete Strukturen zu schaffen, um eine gerechte Behandlung zu gewährleisten.

Strukturelle Herausforderungen

Die Beauftragte erläutert, dass viele Organisationen in ihrer Entwicklung hinter der gesellschaftlichen Pluralität zurückbleiben. Das UKE strebt an, Strukturen zeitgemäß zu gestalten, um Diskriminierung und Rassismus als Organisationsrisiken zu erkennen und zu bekämpfen.

Rolle der Führungskräfte

Führungskräfte spielen eine entscheidende Rolle bei der Schaffung eines respektvollen und inklusiven Umfelds. Dr. Kahn-Gökaya ermutigt, auch unbequeme Themen anzusprechen und eine klare Position gegen Diskriminierung zu beziehen, um ein Vorbild für die Mitarbeitenden zu sein.

Umgang mit Diskriminierung

Der Umgang mit diskriminierenden Äußerungen erfordert eine lernende Haltung. Betroffene sollten ihre Erfahrungen teilen und Unterstützung suchen, während Beobachtende ermutigt werden, aktiv zu handeln und sich nicht von Angst blockieren zu lassen.

Positive Entwicklungen und Ausblick

Dr. Kahn-Gökaya sieht eine positive Entwicklung in der Sensibilisierung und den Beschwerdestrukturen im UKE. Das Ziel ist es, ein diskriminierungskritisches Gesundheitswesen zu fördern, das die Vielfalt anerkennt und wertschätzt.

Thema Integration und Antirassismus

Der Podcast beschäftigt sich mit den Themen Integration und Antirassismus im Kontext des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Dr. Sidra Kahn-Gökaya, die Beauftragte für Migration, Integration und Antirassismus, spricht über die vielfältigen Lebensrealitäten und Herausforderungen, die sowohl Mitarbeitende als auch Patientinnen im UKE erleben.

Vielfalt im Gesundheitswesen

Im UKE werden jährlich über 572.000 Patientinnen aus unterschiedlichen sozialen, kulturellen und politischen Hintergründen versorgt. Dr. Kahn-Gökaya betont die Notwendigkeit, Vielfalt als zentralen Bestandteil der professionellen Gesundheitsversorgung zu integrieren und geeignete Strukturen zu schaffen, um eine gerechte Behandlung zu gewährleisten.

Strukturelle Herausforderungen

Die Beauftragte erläutert, dass viele Organisationen in ihrer Entwicklung hinter der gesellschaftlichen Pluralität zurückbleiben. Das UKE strebt an, Strukturen zeitgemäß zu gestalten, um Diskriminierung und Rassismus als Organisationsrisiken zu erkennen und zu bekämpfen.

Rolle der Führungskräfte

Führungskräfte spielen eine entscheidende Rolle bei der Schaffung eines respektvollen und inklusiven Umfelds. Dr. Kahn-Gökaya ermutigt, auch unbequeme Themen anzusprechen und eine klare Position gegen Diskriminierung zu beziehen, um ein Vorbild für die Mitarbeitenden zu sein.

Umgang mit Diskriminierung

Der Umgang mit diskriminierenden Äußerungen erfordert eine lernende Haltung. Betroffene sollten ihre Erfahrungen teilen und Unterstützung suchen, während Beobachtende ermutigt werden, aktiv zu handeln und sich nicht von Angst blockieren zu lassen.

Positive Entwicklungen und Ausblick

Dr. Kahn-Gökaya sieht eine positive Entwicklung in der Sensibilisierung und den Beschwerdestrukturen im UKE. Das Ziel ist es, ein diskriminierungskritisches Gesundheitswesen zu fördern, das die Vielfalt anerkennt und wertschätzt.