Kerkermeister? Strafvollzug ohne Vorurteile - Arbeiten im Berliner Justizvollzug
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Kerkermeister? Strafvollzug ohne Vorurteile - Arbeiten im Berliner Justizvollzug

Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz Berlin

Beschreibung

Willkommen bei Kerkermeister? Strafvollzug ohne Vorurteile! Arbeiten im Berliner Justizvollzug. Der Titel ist ironisch, unser Anliegen ernst: Wir sprechen offen, ehrlich und authentisch über unseren Arbeitsalltag hinter Gittern – nicht als Gefangene, sondern als Mitarbeitende in den Justizvollzugsanstalten Berlins. In jeder Folge geben Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Berliner JVAen Einblicke in ihre Berufe, Herausforderungen und persönlichen Erfahrungen. Ob im allgemeinen Justizvollzugsdienst, Krankenpflegedienst, der Verwaltung oder den vielen anderen Berufsgruppen – wir zeigen, wie vielfältig, anspruchsvoll und sinnstiftend die Arbeit im Justizvollzug ist. Kerkermeister? ist kein True-Crime-Podcast und auch kein Blick durchs Schlüsselloch ins Gefängnisleben – sondern ein realistischer, informativer und manchmal humorvoller Podcast für alle, die sich für eine Karriere im Justizvollzug interessieren oder einfach mal wissen wollen, wie es ist, tagtäglich hinter verschlossenen Türen zu arbeiten.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Folge 11 - Wie wird man Anstaltsleiter? (Sonderfolge)

27.05.2026

Werdegang und Qualifikationen im Justizvollzug

Bill Borchardt berichtet über seinen Weg in den Justizvollzug, geprägt von juristischen Stationen, Praxis als Justiziar und Stationen in JVAen. Er betont, dass der Aufstieg zum Anstaltsleiter durch lange Berufserfahrung, vielfältige Stationen und ein breites Spektrum an Qualifikationen erfolgt. Jungen Juristen wird Offenheit für verschiedene Fachrichtungen aufgezeigt, wobei der Einstieg über Praktika, Referendariat und stationäre Erfahrungen erfolgt.

Alltag, Führungsverständnis und Arbeitsweise

Der Alltag einer Anstaltsleitung ist geprägt von vielen Terminen, Besprechungen, Auswärtsterminen und einer Vielzahl von Berufsgruppen. Führung bedeutet, eine klare Agenda zu vertreten, aber auch Freiräume für Entscheidungen zu schaffen. Entscheidungen werden koordiniert, dennoch bleibt Raum für lokale Vor-Ort-Durchführung. Eine starke Teamkultur und regelmäßige Abstimmung sichern das Funktionieren der Einrichtung.

Herausforderungen, Druck und Kritik

Der Großteil der Verantwortung liegt bei der Anstaltsleitung, was zu hoher Drucksituation führt. Wichtig ist, die Belastung zu managen, die Risiken zu erkennen und Lösungswege zu finden. Kritik wird als normal gesehen und dient als Anstoß zur Verbesserung. Veränderungen, etwa Umstrukturierungen, benötigen Akzeptanz und Einbindung des gesamten Personals, um stabile Abläufe zu gewährleisten.

Veränderungen, Werte und Zusammenarbeit

Der Interviewpartner betont, dass der Justizvollzug sich den gesellschaftlichen Veränderungen anpasst, z. B. durch Formalisierung und neue Strukturen. Kernpunkte sind Menschlichkeit, Nähe und Distanz zugleich, sowie ein gemeinsames Verständnis für das Ziel, Jugendlichen eine positive Perspektive zu geben. Eine gute Führung basiert auf Transparenz, klarer Agenda und der Fähigkeit, unterschiedliche Blickwinkel zu integrieren.

Werdegang und Qualifikationen im Justizvollzug

Bill Borchardt berichtet über seinen Weg in den Justizvollzug, geprägt von juristischen Stationen, Praxis als Justiziar und Stationen in JVAen. Er betont, dass der Aufstieg zum Anstaltsleiter durch lange Berufserfahrung, vielfältige Stationen und ein breites Spektrum an Qualifikationen erfolgt. Jungen Juristen wird Offenheit für verschiedene Fachrichtungen aufgezeigt, wobei der Einstieg über Praktika, Referendariat und stationäre Erfahrungen erfolgt.

Alltag, Führungsverständnis und Arbeitsweise

Der Alltag einer Anstaltsleitung ist geprägt von vielen Terminen, Besprechungen, Auswärtsterminen und einer Vielzahl von Berufsgruppen. Führung bedeutet, eine klare Agenda zu vertreten, aber auch Freiräume für Entscheidungen zu schaffen. Entscheidungen werden koordiniert, dennoch bleibt Raum für lokale Vor-Ort-Durchführung. Eine starke Teamkultur und regelmäßige Abstimmung sichern das Funktionieren der Einrichtung.

Herausforderungen, Druck und Kritik

Der Großteil der Verantwortung liegt bei der Anstaltsleitung, was zu hoher Drucksituation führt. Wichtig ist, die Belastung zu managen, die Risiken zu erkennen und Lösungswege zu finden. Kritik wird als normal gesehen und dient als Anstoß zur Verbesserung. Veränderungen, etwa Umstrukturierungen, benötigen Akzeptanz und Einbindung des gesamten Personals, um stabile Abläufe zu gewährleisten.

Veränderungen, Werte und Zusammenarbeit

Der Interviewpartner betont, dass der Justizvollzug sich den gesellschaftlichen Veränderungen anpasst, z. B. durch Formalisierung und neue Strukturen. Kernpunkte sind Menschlichkeit, Nähe und Distanz zugleich, sowie ein gemeinsames Verständnis für das Ziel, Jugendlichen eine positive Perspektive zu geben. Eine gute Führung basiert auf Transparenz, klarer Agenda und der Fähigkeit, unterschiedliche Blickwinkel zu integrieren.

Folge 10 - Helfen oder verwalten?

10.04.2026

Einführung und Vorstellung

Selin kündigt die bevorstehende Berufsmesse des Berliner Justizvollzugs an, die am 30. Mai 2026 in der JVA Heidering stattfinden wird. Stefan begrüßt die Hörer zur zehnten Folge des Podcasts und kündigt an, die Themen Sozialarbeit und Psychologie im Justizvollzug zu behandeln.

Gespräch mit Elias über Sozialarbeit

Stefan führt ein Interview mit Elias, einem Sozialarbeiter im Justizvollzug. Elias berichtet von seinem Werdegang und den vielfältigen Aufgaben im Sozialdienst. Er hebt hervor, dass die soziale Arbeit im Strafvollzug eine Balance zwischen Hilfe und Durchsetzung von Regeln erfordert. Elias betont die Bedeutung der menschlichen Perspektive in einem System, das oft starr erscheinen kann.

Herausforderungen der Sozialarbeit

Elias beschreibt die Herausforderungen, die mit dem Arbeiten im Justizvollzug verbunden sind, darunter der Umgang mit Gefangenen und die Notwendigkeit, auch unangenehme Wahrheiten zu kommunizieren. Er spricht über die Verantwortung der Sozialarbeiter, sowohl die Interessen der Gefangenen als auch die des Staates zu vertreten.

Gespräch mit Daniel über Psychologie

Im weiteren Verlauf des Podcasts spricht Stefan mit Daniel, einem Psychologen im Justizvollzug. Daniel schildert seine Erfahrungen in verschiedenen Bereichen der Psychologie innerhalb des Justizvollzugs, einschließlich der Arbeit mit Menschen in Sicherungsverwahrung und der Durchführung von Gruppentherapien.

Berufsalltag und Zusammenarbeit

Daniel erklärt die Bedeutung von Teamarbeit und die Herausforderungen beim Aufbau von Vertrauensverhältnissen zu Gefangenen. Er hebt hervor, dass das Verständnis für die Lebensumstände der Inhaftierten entscheidend ist, um eine effektive Therapie zu gewährleisten.

Fazit und Ausblick

Beide Gesprächspartner betonen die Vielseitigkeit der Tätigkeit im Justizvollzug und die Möglichkeit, durch Fortbildungen und interdisziplinäre Zusammenarbeit zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Der Podcast schließt mit dem Hinweis auf die nächste Folge, die sich mit den Verwaltungstätigkeiten im Justizvollzug beschäftigt.

Einführung und Vorstellung

Selin kündigt die bevorstehende Berufsmesse des Berliner Justizvollzugs an, die am 30. Mai 2026 in der JVA Heidering stattfinden wird. Stefan begrüßt die Hörer zur zehnten Folge des Podcasts und kündigt an, die Themen Sozialarbeit und Psychologie im Justizvollzug zu behandeln.

Gespräch mit Elias über Sozialarbeit

Stefan führt ein Interview mit Elias, einem Sozialarbeiter im Justizvollzug. Elias berichtet von seinem Werdegang und den vielfältigen Aufgaben im Sozialdienst. Er hebt hervor, dass die soziale Arbeit im Strafvollzug eine Balance zwischen Hilfe und Durchsetzung von Regeln erfordert. Elias betont die Bedeutung der menschlichen Perspektive in einem System, das oft starr erscheinen kann.

Herausforderungen der Sozialarbeit

Elias beschreibt die Herausforderungen, die mit dem Arbeiten im Justizvollzug verbunden sind, darunter der Umgang mit Gefangenen und die Notwendigkeit, auch unangenehme Wahrheiten zu kommunizieren. Er spricht über die Verantwortung der Sozialarbeiter, sowohl die Interessen der Gefangenen als auch die des Staates zu vertreten.

Gespräch mit Daniel über Psychologie

Im weiteren Verlauf des Podcasts spricht Stefan mit Daniel, einem Psychologen im Justizvollzug. Daniel schildert seine Erfahrungen in verschiedenen Bereichen der Psychologie innerhalb des Justizvollzugs, einschließlich der Arbeit mit Menschen in Sicherungsverwahrung und der Durchführung von Gruppentherapien.

Berufsalltag und Zusammenarbeit

Daniel erklärt die Bedeutung von Teamarbeit und die Herausforderungen beim Aufbau von Vertrauensverhältnissen zu Gefangenen. Er hebt hervor, dass das Verständnis für die Lebensumstände der Inhaftierten entscheidend ist, um eine effektive Therapie zu gewährleisten.

Fazit und Ausblick

Beide Gesprächspartner betonen die Vielseitigkeit der Tätigkeit im Justizvollzug und die Möglichkeit, durch Fortbildungen und interdisziplinäre Zusammenarbeit zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Der Podcast schließt mit dem Hinweis auf die nächste Folge, die sich mit den Verwaltungstätigkeiten im Justizvollzug beschäftigt.

Folge 9 - Drogen und Substitution

13.02.2026

Einführung und Veranstaltungshinweis

Celine stellt sich vor und kündigt die nächste Runde der Berufsmesse "Knastkarriere" am 30. Mai 2026 in der JVA Heidering an. Sie lädt die Zuhörer ein, die Website für weitere Informationen zu besuchen.

Medizinischer Dienst im Berliner Justizvollzug

In der Episode wird der medizinische Dienst im Berliner Justizvollzug thematisiert. Dani führt Interviews mit verschiedenen Bediensteten der JVA Tegel und der JVA für Frauen in Lichtenberg, um deren Erfahrungen und Perspektiven zu beleuchten.

Interview mit Frieder, leitender Anstaltsarzt in Tegel

Frieder berichtet über seine Tätigkeit als Hausarzt im Justizvollzug und die besonderen Herausforderungen, die die Arbeit mit Inhaftierten mit sich bringt. Er hebt hervor, dass viele Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen und Abhängigkeiten zu kämpfen haben, was die medizinische Versorgung komplex macht. Zudem teilt er seine Erfahrungen über die Unterschiede zwischen der Arbeit in einer Arztpraxis und im Gefängnis.

Interview mit Michelle, Leiterin der Arztgeschäftsstelle in der JVA für Frauen

Michelle beschreibt ihre langjährige Erfahrung im Justizvollzug, die Herausforderungen und Unterschiede in der Arbeit mit weiblichen Inhaftierten. Sie erzählt von der medizinischen Betreuung schwangerer Frauen und der Zusammenarbeit mit externen Fachärzten. Michelle betont die Notwendigkeit einer respektvollen und menschlichen Behandlung der Patientinnen.

Interview mit Sabine, Leiterin der Arztgeschäftsstelle in der Teilanstalt 6 der JVA Tegel

Sabine spricht über die spezifischen Anforderungen im Substitutionsbereich und die enge Zusammenarbeit zwischen medizinischem Personal und Sozialdiensten. Sie erläutert die Herausforderungen der Substitutionstherapie und die positive Entwicklung, die viele Inhaftierte während ihrer Behandlung durchlaufen. Sabine hebt hervor, dass die Arbeit im Justizvollzug trotz der Vorurteile, die damit verbunden sind, erfüllend und wichtig ist.

Fazit und Ausblick

Die Episode schließt mit der Zusammenfassung der Einblicke in die verschiedenen Bereiche des medizinischen Dienstes im Justizvollzug und der Einladung an die Zuhörer, auch in zukünftigen Folgen weitere Informationen über spezialisierte Berufe im Strafvollzug zu erhalten.

Einführung und Veranstaltungshinweis

Celine stellt sich vor und kündigt die nächste Runde der Berufsmesse "Knastkarriere" am 30. Mai 2026 in der JVA Heidering an. Sie lädt die Zuhörer ein, die Website für weitere Informationen zu besuchen.

Medizinischer Dienst im Berliner Justizvollzug

In der Episode wird der medizinische Dienst im Berliner Justizvollzug thematisiert. Dani führt Interviews mit verschiedenen Bediensteten der JVA Tegel und der JVA für Frauen in Lichtenberg, um deren Erfahrungen und Perspektiven zu beleuchten.

Interview mit Frieder, leitender Anstaltsarzt in Tegel

Frieder berichtet über seine Tätigkeit als Hausarzt im Justizvollzug und die besonderen Herausforderungen, die die Arbeit mit Inhaftierten mit sich bringt. Er hebt hervor, dass viele Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen und Abhängigkeiten zu kämpfen haben, was die medizinische Versorgung komplex macht. Zudem teilt er seine Erfahrungen über die Unterschiede zwischen der Arbeit in einer Arztpraxis und im Gefängnis.

Interview mit Michelle, Leiterin der Arztgeschäftsstelle in der JVA für Frauen

Michelle beschreibt ihre langjährige Erfahrung im Justizvollzug, die Herausforderungen und Unterschiede in der Arbeit mit weiblichen Inhaftierten. Sie erzählt von der medizinischen Betreuung schwangerer Frauen und der Zusammenarbeit mit externen Fachärzten. Michelle betont die Notwendigkeit einer respektvollen und menschlichen Behandlung der Patientinnen.

Interview mit Sabine, Leiterin der Arztgeschäftsstelle in der Teilanstalt 6 der JVA Tegel

Sabine spricht über die spezifischen Anforderungen im Substitutionsbereich und die enge Zusammenarbeit zwischen medizinischem Personal und Sozialdiensten. Sie erläutert die Herausforderungen der Substitutionstherapie und die positive Entwicklung, die viele Inhaftierte während ihrer Behandlung durchlaufen. Sabine hebt hervor, dass die Arbeit im Justizvollzug trotz der Vorurteile, die damit verbunden sind, erfüllend und wichtig ist.

Fazit und Ausblick

Die Episode schließt mit der Zusammenfassung der Einblicke in die verschiedenen Bereiche des medizinischen Dienstes im Justizvollzug und der Einladung an die Zuhörer, auch in zukünftigen Folgen weitere Informationen über spezialisierte Berufe im Strafvollzug zu erhalten.