
WHP Podcast
WHP
Beschreibung
Im WHP Podcast spricht Josef Zopp, CEO oder Marcel Fenner, Partner bei WHP, jeden Monat mit den Menschen hinter den Schweizer Pensionskassen: Entscheidungsträger:innen, Fachpersonen und Gestalter:innen unseres Vorsorgesystems.
Auf Schweizerdeutsch, offen und ohne Fachchinesisch – dafür mit echten Einblicken, klaren Fragen und manchmal auch überraschenden Antworten.
Für Angestellte, Selbständige, Unternehmer:innen, HR-Profis – und alle, die ihre Zukunft verstehen wollen, bevor sie eintritt.
Podmon Kategorien
Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!
Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

PensExpert – Beratung statt Produkt
Gründung und Vision von PenzExpert
PenzExpert wurde im Jahr 2000 gegründet, um eine Lücke in der Mitbestimmung der Destinatäre in der Schweiz zu schließen. Jörg Odermatt, ehemaliger CEO, war von dieser Ungerechtigkeit inspiriert, nachdem er in Belgien die dortigen Möglichkeiten gesehen hatte. Das Anliegen war, den Menschen mehr Mitbestimmungsrechte und Transparenz in der Pensionskassenverwaltung zu bieten.
Beratung als Hauptfokus
Der USP von PenzExpert liegt in der individuellen Beratung. Es wird betont, dass persönliche Beratung unerlässlich ist, um auf die einzigartigen Bedürfnisse der Kunden einzugehen. PenzExpert setzt auf einen proaktiven Ansatz, um sicherzustellen, dass Kunden ihre Vorsorgemöglichkeiten effektiv nutzen und verstehen.
Herausforderungen im Pensionsbereich
Die Diskussion über die Komplexität der Pensionskassen und die Herausforderungen in der Kommunikation mit Unternehmern wird hervorgehoben. Viele Unternehmer verschieben das Thema Pensionskasse und benötigen Unterstützung, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Zudem wird die fehlende Mitbestimmung in der Basispensionskasse als ungelöstes Problem angesehen.
Innovative Produkte von PenzExpert
PenzExpert bietet Produkte wie die 1E-Lösung „Pensflex“ an, die es ermöglicht, Lohnanteile ab 136.000 Franken zu versichern. Diese Lösungen übertragen das Anlagerisiko auf die Destinatäre und erfordern eine fundierte Beratung, um Skeptiker zu überzeugen.
Wachstum und Marktchancen
Das Unternehmen hat seit seiner Gründung ein signifikantes Wachstum verzeichnet, vor allem bei Produkten, die den Kunden mehr Mitbestimmungsrechte geben. PenzExpert sieht noch viel Potenzial im Markt, da viele Menschen über die angebotenen Lösungen nicht gut informiert sind.
Politische Herausforderungen und Entwicklungen
Die Gespräche über aktuelle politische Motionen, die den Pensionsbereich betreffen, verdeutlichen die Herausforderungen, die das Unternehmen meistern muss. Es wird diskutiert, wie politische Entscheidungen die Mitbestimmung und Flexibilität der Kunden beeinflussen können.
Frauen und der Gender Gap in der Vorsorge
Die Diskrepanz zwischen den Geschlechtern in der Vorsorge wird thematisiert. Es wird betont, dass Arbeitgeber aktiv dazu beitragen können, den Gender Gap zu schließen, indem sie flexible Rahmenbedingungen schaffen und Frauen in ihrer Vorsorge unterstützen.

Vita: Sammelstiftung Vita wagt den nächsten Schritt
Risiken der Pensionskasse
Die Hauptgefahren für Pensionskassen liegen weniger in Biometrie oder Risikoinvalidität, sondern in Anlagerisiken, die erheblich schwankender sind. Eine positive Anlagerrendite von 6,4 % für 2025 wird hervorgehoben, und die Wertschwankungsreserve liegt bei 115 %. Rolf Werli, Geschäftsführer der Sammelstiftung Vita, äußert sich vorsichtig zu den zukünftigen Risikobeiträgen für Versicherte, die voraussichtlich 2028 günstiger werden könnten.
Die Rolle von Rolf Werli
Rolf Werli erklärt seine vielfältige Verantwortung als Geschäftsführer, die von der Umsetzung der Strategie bis zur Koordination mit verschiedenen Partnern reicht. Er betont die Bedeutung eines motivierten Teams und regelmäßiger Meetings zur Informationsweitergabe und strategischen Planung.
Autonomie der Sammelstiftung Vita
Die Sammelstiftung Vita strebt eine vollständige Autonomie an, was bedeutet, dass sie Risiken wie Tod und Invalidität selbst tragen möchte. Dies stellt einen bedeutenden strategischen Schritt dar, um kostengünstigere Lösungen für Versicherte zu bieten und die Abhängigkeit von Rückversicherungen zu verringern.
Änderungen im Bezinsungsmodell
Das Bezinsungsmodell wird überarbeitet, um den Bedürfnissen der Versicherten besser gerecht zu werden. Statt starren Modellen wird ein flexibles Zinsziel von 3 % angestrebt, um eine faire und transparente Vergütung zu gewährleisten.
Zukunftsausblick und Nachhaltigkeit
Die Sammelstiftung Vita verfolgt eine breit diversifizierte Anlagestrategie mit einem Fokus auf nachhaltige Anlagen, während sie gleichzeitig die Rentabilität sicherstellt. Der Geschäftsführer plant, die Digitalisierung voranzutreiben und die Nähe zu den Versicherten durch Agentenvertrieb aufrechtzuerhalten.

Liberty: Wahlfreiheit in der beruflichen Vorsorge
Einordnung der 1E-Lösung und Struktur
In dem Gespräch wird Liberty Vorsorge als Anbieter erklärt, der 1E-Lösungen anbietet. Dabei können versicherte Personen die Anlagestrategie individuell wählen, während Risiko- und Rentenbausteine je nach Produkt variieren. Die Lösung kombiniert Kapitalanlage mit versicherten Risikoleistungen und ermöglicht je nach Modell auch eine Übertragung ins Privatdepot nach der Pensionierung.
Investitionsflexibilität und Risikobereitschaft
Es stehen zehn Anlagestrategien zur Auswahl, darunter risikoarme Kontolösungen und verschiedene Aktienquoten bis zu 100 Prozent. Die gängigsten Präferenzen liegen bei 40% oder 80% Aktienanteil; es gibt auch 0,3% Kontolösungen. Die Auswahl hängt vom Kundenprofil, von Bankpartnern und vom gewünschten Risikoverhalten ab.
Umgebung, Vorteile und Umsetzung
Für Arbeitgeber ergeben sich Vorteile wie Mitarbeitendenbindung und Flexibilität bei Anlagepartnern. Die Umsetzung erfolgt meist in Zusammenarbeit mit Brokern, Bankpartnern oder Vermögensverwaltern; Beratung im engeren Sinn erfolgt nicht eigenständig, stattdessen übernehmen Partner das Beratungsmandat. Risikoprüfungen werden derzeit nicht grundsätzlich vorgenommen.
Markt, Innovationen und Ausblick
Im Markt beobachtet Liberty zunehmende Individualisierung, während gesetzliche Vorgaben Grenzen setzen. Innovationen werden durch neue Tochtergesellschaften wie Kasper vorangetrieben, um ein integriertes, digitales Kundenerlebnis für Vorsorge zu schaffen. Die 1E-Lösungen bleiben ein Nischenangebot, das weiterentwickelt und an Marktbedürfnisse angepasst wird.