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ZivilCourage - Der Podcast
Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen (DFG-VK)
Beschreibung
Ob kritische Analysen zur Rüstungspolitik, Berichte über gewaltfreie Proteste oder Hintergründe zu friedenspolitischen Bewegungen – unser Podcast bietet fundierte Einblicke für alle, die sich für Frieden und Gerechtigkeit engagieren.
Mehr zu unserem Magazin und zur Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) findet ihr hier:
🌍 ZivilCourage: www.zc-online.de
🌿 DFG-VK: www.dfg-vk.de
Jetzt reinhören und gemeinsam für eine friedlichere Welt einstehen! 🎧✊
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Episode 57 - Seelsorge bleibt zivil!
Militarisierung kirchlicher Dienste
Der Podcast thematisiert die Militarisierung kirchlicher und diakonischer Dienste, insbesondere im Kontext der aktuellen Entwicklungen des Territorialen Roten Kreuzes und der Bundeswehr. Es wird auf den geheimen Operationsplan hingewiesen, der in der Öffentlichkeit durch einen ökumenischen Rahmenplan ergänzt wird, der die seelsorgerliche Betreuung in Kriegszeiten regelt.
Inhalte des Rahmenplans
Der Rahmenplan erläutert die seelsorgerlichen Aufgaben während eines Krieges, wie den Umgang mit Gefallenen, das Überbringen von Todesnachrichten und die Betreuung von Hinterbliebenen. Zudem wird betont, dass kirchliche Mitarbeitende eng mit den Behörden zusammenarbeiten sollen, um emotionale Stabilität innerhalb der Bevölkerung zu gewährleisten.
Petition gegen Militärseelsorge
Eine Petition mit dem Titel "Seelsorge bleibt zivil" wird ins Leben gerufen, um kirchliche Mitarbeitende dazu zu bewegen, nicht an Kriegsvorbereitungen teilzunehmen. Die Unterschrift unter dieser Petition verpflichtet zur Teilnahme an keinen entsprechenden Fortbildungen und wird bis zum 4. November 2026 online gesammelt.
Schlussfolgerung und Ausblick
Der Podcast schließt mit einem Aufruf zur Zivilcourage und zur kritischen Auseinandersetzung mit der Rolle der Kirchen in militarisierten Situationen, während weitere Informationen zur Petition und den unterstützenden Organisationen bereitgestellt werden.

Episode 56 - 2. Verweigert-Kongress & Soli-Fonds
Verweigert-Kongress und antimilitaristische Strategien
Der zweite Verweigert-Kongress, organisiert von der DFGVK und dem Bündnis Rheinmetall-Entwaffnen, brachte über 100 Teilnehmende aus ganz Deutschland zusammen, um Strategien gegen Militarisierung zu entwickeln. Der Kongress bot Raum für Austausch und Diskussion über die Herausforderungen der Kriegsdienstverweigerung in einer Zeit zunehmender militärischer Mobilisierung.
Politische Dimension der Kriegsdienstverweigerung
Kriegsdienstverweigerung wird zunehmend als politischer Akt gegen Militarisierung verstanden. Die Teilnehmenden diskutierten, wie diese Praxis sichtbarer gemacht und besser organisiert werden kann, um breitere gesellschaftliche Unterstützung zu gewinnen.
Solidaritätsfonds als Ergebnis
Ein zentrales Ergebnis des Kongresses ist die Gründung eines Solidaritätsfonds, der Menschen unterstützt, die aufgrund ihres Engagements gegen Militär und Krieg mit Repressionen konfrontiert sind. Der Fonds soll nicht nur finanzielle Hilfe leisten, sondern auch ein politisches Zeichen gegen die Militarisierung setzen.
Vernetzung und gemeinsamer Widerstand
Die Zusammenarbeit verschiedener Akteure, von Friedensgruppen über junge AktivistInnen bis hin zu erfahrenen Engagierten, wurde als wertvoll erachtet. Der Kongress förderte die Vernetzung, um gemeinsam einen stärkeren Widerstand gegen die Militarisierung zu organisieren.
Zukunftsperspektiven und gesellschaftliche Verantwortung
Der Solifonds soll eine verlässliche Struktur bieten, um Solidarität zu organisieren und den Druck auf Kriegsdienstverweigerer abzufedern. Die Teilnehmenden betonten, dass politische Entscheidungen nicht auf Einzelne abgewälzt werden dürfen und eine organisierte Solidarität notwendig ist, um gemeinsame Risiken zu tragen.

Episode 55 - Rezension: Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit
Ein einzigartiger Zugang zur Sprache
Leo Ensels "Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit" bietet keinen traditionellen Sachbuchansatz, sondern nähert sich dem Thema in fragmentarischer und assoziativer Form. Das Buch ist ein sprachkritisches Kaleidoskop, das den Nebel aus Schlagworten und Euphemismen in der aktuellen gesellschaftlichen und medialen Realität sichtbar macht.
Sprache als politisches Werkzeug
Ensel zerlegt gängige Begriffe und Wendungen, um zu zeigen, wie Sprache nicht nur beschreibt, sondern auch lenkt und emotional konditioniert. Begriffe wie Wehrhaft, Sicherheit und Verantwortung werden als politische Werkzeuge entlarvt, die ideologische Vorentscheidungen transportieren.
Militarisierung und sprachliche Tarnung
Das Buch untersucht, wie die Militarisierung in der Sprache tarnt und sich modern und emotionalisiert präsentiert. Ensel verdeutlicht, dass gesellschaftlicher Konsens sprachlich erzeugt wird und fordert dazu auf, Begriffe zu hinterfragen.
Kritische Reflexion der Sprache
Das "Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit" ist kein neutrales Werk, sondern eine sprachkritische Intervention, die zum Nachdenken über die Funktion von Sprache in der öffentlichen Kommunikation anregt. Es ermutigt dazu, die Bedeutung von Wörtern und deren Einsatz kritisch zu betrachten.
Ein anregendes Leseerlebnis
Das Buch lädt nicht zum schnellen Konsum ein, sondern zu wiederholtem Nachschlagen und Mitdenken. Es zeigt, wie Sprache zum politischen Kampffeld geworden ist und erinnert daran, dass Demokratie auch von der kritischen Auseinandersetzung mit Sprache lebt.