Standards of Governance
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Standards of Governance

DFG-Graduiertenkolleg „Standards des Regierens“

Beschreibung

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

09 – Juristische und Philosophische Perspektiven auf Standards und ihre Anwendungsfelder mit Prof. Ute Sacksofsky und Prof. Petra Gehring

14.08.2026

Einführung der Gäste

In dieser Episode des Podcasts werden Professorin Ute Saksowski und Professorin Petra Gehring als Gäste begrüßt. Frau Saksowski ist Expertin für öffentliches Recht und rechtsvergleichende Studien, während Frau Gehring sich mit Technik- und Sozialphilosophie beschäftigt.

Standards im öffentlichen Recht

Frau Saksowski erläutert, dass der Begriff 'Standards' im öffentlichen Recht nicht klar definiert ist. Sie thematisiert die Fragen der Legitimation, der Machtgrenzen und der Kontrollmechanismen im öffentlichen Recht und argumentiert, dass Standards in diesem Kontext schwer zu fassen sind.

Philosophische Perspektiven auf Standards

Frau Gehring bringt eine andere Sichtweise ein, indem sie die Herkunft des Begriffs 'Standards' aus der technischen Welt betrachtet. Sie diskutiert die Rolle von Standards in der angewandten Ethik und deren Einfluss auf moderne Technologien, insbesondere im Hinblick auf die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung.

Die Rolle der Ethik in der Technik

Frau Gehring hebt hervor, dass Standards in der angewandten Ethik einen normativen Einfluss haben und oft versuchen, Gesetzgebung zu umgehen. Diese Ethikdiskurse sind entscheidend für die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit neuen Technologien.

Gendergerechtigkeit und Standards

Frau Saksowski verknüpft die Diskussion um Standards mit der Geschlechterforschung, indem sie auf die Schwierigkeiten eingeht, Gleichstellungsstandards zu definieren und die Herausforderungen, die sich aus der Prozeduralisierung ergeben. Sie warnt vor Scheinlegitimation durch die Implementierung von Verfahren ohne echte inhaltliche Fortschritte.

Interdisziplinärer Austausch

Beide Professorinnen betonen die Wichtigkeit des interdisziplinären Dialogs, um das Verständnis für Standards aus unterschiedlichen Perspektiven zu erweitern. Der Austausch fördert nicht nur das Verständnis der eigenen Disziplin, sondern eröffnet auch neue Ansätze und Ideen für die Forschung.

Einführung der Gäste

In dieser Episode des Podcasts werden Professorin Ute Saksowski und Professorin Petra Gehring als Gäste begrüßt. Frau Saksowski ist Expertin für öffentliches Recht und rechtsvergleichende Studien, während Frau Gehring sich mit Technik- und Sozialphilosophie beschäftigt.

Standards im öffentlichen Recht

Frau Saksowski erläutert, dass der Begriff 'Standards' im öffentlichen Recht nicht klar definiert ist. Sie thematisiert die Fragen der Legitimation, der Machtgrenzen und der Kontrollmechanismen im öffentlichen Recht und argumentiert, dass Standards in diesem Kontext schwer zu fassen sind.

Philosophische Perspektiven auf Standards

Frau Gehring bringt eine andere Sichtweise ein, indem sie die Herkunft des Begriffs 'Standards' aus der technischen Welt betrachtet. Sie diskutiert die Rolle von Standards in der angewandten Ethik und deren Einfluss auf moderne Technologien, insbesondere im Hinblick auf die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung.

Die Rolle der Ethik in der Technik

Frau Gehring hebt hervor, dass Standards in der angewandten Ethik einen normativen Einfluss haben und oft versuchen, Gesetzgebung zu umgehen. Diese Ethikdiskurse sind entscheidend für die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit neuen Technologien.

Gendergerechtigkeit und Standards

Frau Saksowski verknüpft die Diskussion um Standards mit der Geschlechterforschung, indem sie auf die Schwierigkeiten eingeht, Gleichstellungsstandards zu definieren und die Herausforderungen, die sich aus der Prozeduralisierung ergeben. Sie warnt vor Scheinlegitimation durch die Implementierung von Verfahren ohne echte inhaltliche Fortschritte.

Interdisziplinärer Austausch

Beide Professorinnen betonen die Wichtigkeit des interdisziplinären Dialogs, um das Verständnis für Standards aus unterschiedlichen Perspektiven zu erweitern. Der Austausch fördert nicht nur das Verständnis der eigenen Disziplin, sondern eröffnet auch neue Ansätze und Ideen für die Forschung.

08 – Die Digitalisierung des Geldes mit Barbara Brandl und David Hengsbach

23.06.2026

Einführung in die Digitalisierung des Geldes

In dieser Episode diskutieren Barbara Brandl und David Hengsbach die Auswirkungen der Digitalisierung des Geldes, insbesondere die Einführung des digitalen Euros. Brandl, Professorin für Soziologie, hebt hervor, dass Geld als gesellschaftlicher Vertrag betrachtet wird, der in modernen Gesellschaften zunehmend digitalisiert wird, was soziale Ungleichheit verstärken könnte.

Die Entwicklung des Geldes

Die Evolution von Zahlungsmethoden wird von den beiden Gästen nachgezeichnet, beginnend mit der Einführung von Kreditkarten in den 1950er Jahren, gefolgt von der Entwicklung von Online-Zahlungen und Fintechs. Die Digitalisierung hat den Finanzsektor transformiert und neue Produkte hervorgebracht, wodurch der Zugang zu Krediten und Finanzdienstleistungen verändert wurde.

Der digitale Euro und seine Herausforderungen

Der digitale Euro ist als öffentliche Zahlungsoption konzipiert, um alternative Währungen und private Zahlungsdienstleister zu konkurrieren. Die Diskussion um die Souveränität der Zentralbanken und die Fragmentierung der Zahlungsmethoden in Europa stehen im Mittelpunkt, während die Notwendigkeit einer einheitlichen europäischen Zahlungslösung betont wird.

Technische und politische Dimensionen

Die technische Implementierung des digitalen Euros erfordert die Schaffung einheitlicher Standards und eine Zusammenarbeit zwischen Zentralbanken, Banken und Zahlungsdienstleistern. Es wird diskutiert, wie diese technischen Entscheidungen auch politische Implikationen haben, insbesondere in Bezug auf die Kontrolle der Geldform und die Interessen des Privatsektors.

Soziale Ungleichheit und digitale Teilhabe

Brandl erläutert, dass digitale Zahlungsmethoden tendenziell von einkommensstärkeren Gruppen bevorzugt werden, während einkommensschwächere Personen oft Barzahlungen nutzen. Diese soziale Dimension wirft Fragen zur finanziellen Teilhabe und den möglichen negativen Effekten der Digitalisierung auf.

Schlussfolgerungen und Ausblick

Die Gäste betonen die Komplexität und die vielschichtigen Herausforderungen, die mit der Einführung des digitalen Euros verbunden sind. Die Notwendigkeit, ein digitales Zahlungssystem zu schaffen, das sowohl inklusiv als auch stabil ist, wird hervorgehoben, ebenso wie die Frage, wie die zukünftige Geldform gestaltet werden kann.

Einführung in die Digitalisierung des Geldes

In dieser Episode diskutieren Barbara Brandl und David Hengsbach die Auswirkungen der Digitalisierung des Geldes, insbesondere die Einführung des digitalen Euros. Brandl, Professorin für Soziologie, hebt hervor, dass Geld als gesellschaftlicher Vertrag betrachtet wird, der in modernen Gesellschaften zunehmend digitalisiert wird, was soziale Ungleichheit verstärken könnte.

Die Entwicklung des Geldes

Die Evolution von Zahlungsmethoden wird von den beiden Gästen nachgezeichnet, beginnend mit der Einführung von Kreditkarten in den 1950er Jahren, gefolgt von der Entwicklung von Online-Zahlungen und Fintechs. Die Digitalisierung hat den Finanzsektor transformiert und neue Produkte hervorgebracht, wodurch der Zugang zu Krediten und Finanzdienstleistungen verändert wurde.

Der digitale Euro und seine Herausforderungen

Der digitale Euro ist als öffentliche Zahlungsoption konzipiert, um alternative Währungen und private Zahlungsdienstleister zu konkurrieren. Die Diskussion um die Souveränität der Zentralbanken und die Fragmentierung der Zahlungsmethoden in Europa stehen im Mittelpunkt, während die Notwendigkeit einer einheitlichen europäischen Zahlungslösung betont wird.

Technische und politische Dimensionen

Die technische Implementierung des digitalen Euros erfordert die Schaffung einheitlicher Standards und eine Zusammenarbeit zwischen Zentralbanken, Banken und Zahlungsdienstleistern. Es wird diskutiert, wie diese technischen Entscheidungen auch politische Implikationen haben, insbesondere in Bezug auf die Kontrolle der Geldform und die Interessen des Privatsektors.

Soziale Ungleichheit und digitale Teilhabe

Brandl erläutert, dass digitale Zahlungsmethoden tendenziell von einkommensstärkeren Gruppen bevorzugt werden, während einkommensschwächere Personen oft Barzahlungen nutzen. Diese soziale Dimension wirft Fragen zur finanziellen Teilhabe und den möglichen negativen Effekten der Digitalisierung auf.

Schlussfolgerungen und Ausblick

Die Gäste betonen die Komplexität und die vielschichtigen Herausforderungen, die mit der Einführung des digitalen Euros verbunden sind. Die Notwendigkeit, ein digitales Zahlungssystem zu schaffen, das sowohl inklusiv als auch stabil ist, wird hervorgehoben, ebenso wie die Frage, wie die zukünftige Geldform gestaltet werden kann.

07 – Standards der Nachhaltigkeit und Gleichstellung in der EU mit Prof. Nathalie Behnke und Setaiesh Ghafari

01.06.2026

Fokus des Forschungsprojekts

Im Gespräch wird das Papierthema der Verbindung von Umwelt- und Gleichstellungsstandards mit der kohäsionspolitischen Praxis der EU erläutert. Die Arbeit untersucht, wie Standards in ökologische Nachhaltigkeit und Geschlechtergleichstellung auf Mitgliedstaaten, Unternehmen und Bürgerinnen wirken sollen. Das Instrument des Mainstreaming wird im Rahmen der europäischen Kohäsionspolitik analysiert und als Mittel zur systematischen Berücksichtigung horizontale Ziele in Förderprogrammen verstanden.

Mainstreaming, Kohäsionspolitik und Instrumente

Die Kohäsionspolitik wird als zentrales Investitionsinstrument beschrieben, das Unterschiede zwischen Regionen zu verringern versucht. Mainstreaming verankert horizontale Ziele in Förderlogiken statt als eigenständige Politikbereiche. Harte Instrumente (Verordnungen) unterscheiden sich von weichen Instrumenten, doch Mainstreaming bleibt offen formuliert und an Planungs-, Genehmigungs- und Monitoring-Prozessen gebunden.

OMC vs. Mainstreaming – Symbolik und Substanz

Der Vergleich zeigt, dass offene Koordinierung (OMC) datenbasiert, aber dispositiv bleibt, während Mainstreaming in Förderprozesse integriert wird und finanzielle Ressourcen als Zwangsmechanismus dienen können. Box-Ticking, Symbolik und substanzieller Halbherzigkeit werden diskutiert, doch Mainstreaming schafft potenziell Sichtbarkeit und normative Orientierung, auch wenn Umsetzung oft offen bleibt.

Motivation, Ambiguität und Governance-Dynamik

Es wird argumentiert, dass EU-Akteure aus historischen Gründen globale Governance-Prinzipien fördern, um liberalen Werten Nachdruck zu verleihen. Ambiguität dient als strategisches Werkzeug, um Flexibilität zu ermöglichen. Die Autoren betonen, dass Mainstreaming sowohl als legitimes Mittel zur Reaktion auf Herausforderungen als auch als political instrument mit potenziellen Gegenreaktionen gesehen werden kann.

Fokus des Forschungsprojekts

Im Gespräch wird das Papierthema der Verbindung von Umwelt- und Gleichstellungsstandards mit der kohäsionspolitischen Praxis der EU erläutert. Die Arbeit untersucht, wie Standards in ökologische Nachhaltigkeit und Geschlechtergleichstellung auf Mitgliedstaaten, Unternehmen und Bürgerinnen wirken sollen. Das Instrument des Mainstreaming wird im Rahmen der europäischen Kohäsionspolitik analysiert und als Mittel zur systematischen Berücksichtigung horizontale Ziele in Förderprogrammen verstanden.

Mainstreaming, Kohäsionspolitik und Instrumente

Die Kohäsionspolitik wird als zentrales Investitionsinstrument beschrieben, das Unterschiede zwischen Regionen zu verringern versucht. Mainstreaming verankert horizontale Ziele in Förderlogiken statt als eigenständige Politikbereiche. Harte Instrumente (Verordnungen) unterscheiden sich von weichen Instrumenten, doch Mainstreaming bleibt offen formuliert und an Planungs-, Genehmigungs- und Monitoring-Prozessen gebunden.

OMC vs. Mainstreaming – Symbolik und Substanz

Der Vergleich zeigt, dass offene Koordinierung (OMC) datenbasiert, aber dispositiv bleibt, während Mainstreaming in Förderprozesse integriert wird und finanzielle Ressourcen als Zwangsmechanismus dienen können. Box-Ticking, Symbolik und substanzieller Halbherzigkeit werden diskutiert, doch Mainstreaming schafft potenziell Sichtbarkeit und normative Orientierung, auch wenn Umsetzung oft offen bleibt.

Motivation, Ambiguität und Governance-Dynamik

Es wird argumentiert, dass EU-Akteure aus historischen Gründen globale Governance-Prinzipien fördern, um liberalen Werten Nachdruck zu verleihen. Ambiguität dient als strategisches Werkzeug, um Flexibilität zu ermöglichen. Die Autoren betonen, dass Mainstreaming sowohl als legitimes Mittel zur Reaktion auf Herausforderungen als auch als political instrument mit potenziellen Gegenreaktionen gesehen werden kann.