Napfgespräche - Experten über Ernährung von Hunden und Katzen und smarte Supplemente
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Napfgespräche - Experten über Ernährung von Hunden und Katzen und smarte Supplemente

Joe Rahn / Sabine Thöne-Groß

Beschreibung

Die Experten für Ernährung und Supplemente für Hunde und Katzen. Rohfütterung, pur und einfach - das ist die Idee hinter dem Petcast. Wenn es um die Ernährung von Haustieren geht, entscheiden sich immer mehr Menschen für eine frische, rohe Ernährung ihrer vierbeinigen Freunde. Du hörst von dem Moderatorenteam Sabine Thöne-Groß und Joe Rahn als Experten auf diesem Gebiet sowie von Tierhaltern, die ihre Tiere auf Rohfütterung umgestellt haben. Wir sprechen darüber, warum Rohfütterung wichtig ist, was du davon erwarten kannst, wie sie funktioniert, welche Auswirkungen sie auf die Gesundheit deines Tieres haben kann und vieles mehr. Höre, wie sich die beiden Experten austauschen, wie sie sich über die liebenswerte Mimik ihrer Haustiere beim Fressen von Rohkost freuen oder darüber diskutieren, warum Rohkost besser sein könnte als Trockenfutter.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

#105 - Hanfsamen für Hund und Katze: Was bringen sie fürs Fell?

07.10.2026
Linolsäure, Edestin und die Grenzen der Studienlage: Wann eine Ergänzung sinnvoll sein kann und warum stumpfes Fell zuerst Ursachenklärung braucht. ### Was braucht die „Baustelle Fell“? Keratin bildet die Haarstruktur. Dafür braucht der Körper ausreichend hochwertiges Protein und schwefelhaltige Aminosäuren. Auch Zink, Fettsäuren sowie die Pigmentbausteine Tyrosin und Phenylalanin spielen eine Rolle. ### Wo Hanf beitragen kann – und wo Grenzen liegen - **Edestin:** Das Speicherprotein im Hanfsamen liefert viele Aminosäuren. Die besprochenen Analysen zeigen jedoch Engstellen bei Tryptophan und widersprüchliche Werte für Cystein. Als alleinige Proteinquelle ist Hanf nicht geeignet. - **Linolsäure:** Sie ist der zentrale Ansatzpunkt für einen möglichen Beitrag zur Hautbarriere. Studien zu Linolsäure und Zink sind aber keine direkten Wirksamkeitsbelege für Hanfsamen. - **Omega-3:** Die pflanzliche Alpha-Linolensäure im Hanf ersetzt nicht die langkettigen Fettsäuren EPA und DHA aus Fisch- oder Algenöl. - **Besonderheiten der Katze:** Hanf deckt wichtige Bedürfnisse wie Taurin und Arachidonsäure nicht ab. ### Wie belastbar sind die Aussagen zum Fell? Die Folge bespricht sieben kleine Fütterungsstudien mit Hunden, in denen die Fellqualität nicht gemessen wurde. Für Katzen wurden keine Fütterungsstudien mit Hanf gefunden. Persönliche Erfahrungen mit Fellveränderungen werden deshalb von der Studienlage getrennt betrachtet. ### Was Halter:innen zuerst prüfen sollten Bei stumpfem Fell zunächst Vollständigkeit und Menge der Ration prüfen; anhaltende Veränderungen, Juckreiz oder Haarausfall tierärztlich abklären lassen. Erst danach über Ergänzungen nachdenken. Zusätzliche Kalorien, die Lagerung empfindlicher Öle und die Vitamin-E-Versorgung gehören dabei mit in die Betrachtung. **Wichtige Abgrenzung:** Hier geht es um Samen, Samenöl und Hanfprotein – nicht um CBD-haltige Blüten- oder Blattextrakte.
Linolsäure, Edestin und die Grenzen der Studienlage: Wann eine Ergänzung sinnvoll sein kann und warum stumpfes Fell zuerst Ursachenklärung braucht. ### Was braucht die „Baustelle Fell“? Keratin bildet die Haarstruktur. Dafür braucht der Körper ausreichend hochwertiges Protein und schwefelhaltige Aminosäuren. Auch Zink, Fettsäuren sowie die Pigmentbausteine Tyrosin und Phenylalanin spielen eine Rolle. ### Wo Hanf beitragen kann – und wo Grenzen liegen - **Edestin:** Das Speicherprotein im Hanfsamen liefert viele Aminosäuren. Die besprochenen Analysen zeigen jedoch Engstellen bei Tryptophan und widersprüchliche Werte für Cystein. Als alleinige Proteinquelle ist Hanf nicht geeignet. - **Linolsäure:** Sie ist der zentrale Ansatzpunkt für einen möglichen Beitrag zur Hautbarriere. Studien zu Linolsäure und Zink sind aber keine direkten Wirksamkeitsbelege für Hanfsamen. - **Omega-3:** Die pflanzliche Alpha-Linolensäure im Hanf ersetzt nicht die langkettigen Fettsäuren EPA und DHA aus Fisch- oder Algenöl. - **Besonderheiten der Katze:** Hanf deckt wichtige Bedürfnisse wie Taurin und Arachidonsäure nicht ab. ### Wie belastbar sind die Aussagen zum Fell? Die Folge bespricht sieben kleine Fütterungsstudien mit Hunden, in denen die Fellqualität nicht gemessen wurde. Für Katzen wurden keine Fütterungsstudien mit Hanf gefunden. Persönliche Erfahrungen mit Fellveränderungen werden deshalb von der Studienlage getrennt betrachtet. ### Was Halter:innen zuerst prüfen sollten Bei stumpfem Fell zunächst Vollständigkeit und Menge der Ration prüfen; anhaltende Veränderungen, Juckreiz oder Haarausfall tierärztlich abklären lassen. Erst danach über Ergänzungen nachdenken. Zusätzliche Kalorien, die Lagerung empfindlicher Öle und die Vitamin-E-Versorgung gehören dabei mit in die Betrachtung. **Wichtige Abgrenzung:** Hier geht es um Samen, Samenöl und Hanfprotein – nicht um CBD-haltige Blüten- oder Blattextrakte.

#104 -Das Calcium-Phosphor-Verhältnis bei Hund und Katze

23.09.2026
Die toxische Affäre im Napf: Warum die Knochen deiner Tiere durch eine falsche Fütterung in Gefahr sind und wie du diese lebenswichtigen Mineralien exakt bilanzierst In dieser Episode der Napfgespräche decken wir die komplexe und oft missverstandene Beziehung zwischen Calcium und Phosphor auf. Diese beiden Mineralstoffe sind unzertrennlich und absolut essenziell für einen gesunden Stoffwechsel, doch sobald ihr Verhältnis kippt, entsteht eine hochtoxische Dynamik für Hunde und Katzen. Es reicht bei der Fütterung nicht aus, einfach Mineralien in den Napf zu werfen; die exakte Balance ist der Schlüssel zur Gesundheit. Das lernst du in dieser Folge:Die Rolle von Calcium: Dieser Makromineralstoff ist der zentrale Baustein für Knochen und Zähne und übernimmt essenzielle Aufgaben bei der Muskelarbeit, der Nervenleitung sowie der Blutgerinnung. Die Rolle von Phosphor: Phosphor ist in jeder einzelnen Körperzelle präsent und maßgeblich am Energiestoffwechsel, am Aufbau der Zellwände und an der DNA beteiligt. Die entscheidenden Kontrollmechanismen: Vitamin D fungiert als zwingend notwendiger Kuppler, der dafür sorgt, dass Calcium und Phosphor überhaupt aus dem Darm aufgenommen werden können. Das Parathormon aus der Nebenschilddrüse agiert derweil als strenger Türsteher, der den Calciumspiegel im Blut um jeden Preis konstant hält. Die schleichende Gefahr der Dysbalance: Kommt über die Nahrung zu wenig Calcium an, wird gnadenlos der Knochen als Tresor geplündert, um den Blutspiegel aufrechtzuerhalten. Dieser Prozess bleibt bei normalen Blutbildern lange unsichtbar, was fatale Folgen für die Knochendichte hat. Spezifische Risiken je Tierart: Hunde erhalten durch gut gemeinte Extras wie Knochenzugaben und gestapelte Präparate häufig eine gefährliche Calcium-Überversorgung. Katzen hingegen leiden bei reiner Muskelfleischfütterung ohne entsprechende Zusätze extrem schnell an einem gefährlichen Calciummangel. Praktische Fütterungsstrategien: Um Mangelerscheinungen oder Überdosierungen zu vermeiden, müssen Rationen immer exakt in Gramm und niemals grob in Löffeln berechnet werden. Besonders bei wachsenden, trächtigen oder laktierenden Tieren ist die exakte Bilanzierung durch einen Profi unerlässlich, da die Toleranzgrenzen hier extrem eng sind. Zeigt dein Tier plötzliches Hinken, Lahmheit oder Bewegungsunlust, solltest du niemals blind Calciumpräparate zufüttern. In solchen Fällen ist eine tierärztliche Diagnose in Kombination mit einer professionellen Rationsüberprüfung der einzige sichere Weg. Hast du die Mineralstoffversorgung deiner Tiere schon einmal grammgenau durchrechnen lassen? **Faktenbox Calcium **Calcium — der Baustoff: rund 99 % in Knochen und Zähnen, der Rest steuert Muskel, Nerv und Gerinnung. Phosphor — der Allrounder: überwiegend im Knochen, außerdem in jeder Zelle (Energiestoffwechsel, Zellmembranen, Erbgut). Vitamin D — der Kuppler: fördert die Aufnahme beider aus dem Darm. Hund und Katze sind auf die Zufuhr über das Futter angewiesen. Parathormon — der Türsteher: hält das Blutcalcium konstant, notfalls auf Kosten des Knochens. Konsequenz: Ein normaler Blutcalciumwert beweist keine bedarfsgerechte Ration. **Faktenbox Rahmenwerte für das Ca-P-Verhältnis **Erwachsener Hund: etwa 1 : 1 bis 2 : 1 (belegt, FEDIAF). Wachsender Hund: Untergrenze 1 : 1, Obergrenze enger, etwa 1,6 : 1 bis 1,8 : 1 je nach Phase (plausibel — gegen FEDIAF 2025 prüfen). Katze: mindestens 1 : 1, im Wachstum ebenfalls enger nach oben (plausibel — Grenzwerte gegen FEDIAF 2025 prüfen). Praxis-Zielkorridor 1,2–1,5 : 1 ist eine Arbeitsgewohnheit, keine Leitlinie. Entscheidend bleiben die absoluten Mengen pro 1.000 kcal — Beispiel NRC, Welpe nach dem Absetzen: ca. 3 g Calcium und 2,5 g Phosphor pro 1.000 kcal (belegt).
Die toxische Affäre im Napf: Warum die Knochen deiner Tiere durch eine falsche Fütterung in Gefahr sind und wie du diese lebenswichtigen Mineralien exakt bilanzierst

In dieser Episode der Napfgespräche decken wir die komplexe und oft missverstandene Beziehung zwischen Calcium und Phosphor auf. Diese beiden Mineralstoffe sind unzertrennlich und absolut essenziell für einen gesunden Stoffwechsel, doch sobald ihr Verhältnis kippt, entsteht eine hochtoxische Dynamik für Hunde und Katzen. Es reicht bei der Fütterung nicht aus, einfach Mineralien in den Napf zu werfen; die exakte Balance ist der Schlüssel zur Gesundheit. Das lernst du in dieser Folge:Die Rolle von Calcium: Dieser Makromineralstoff ist der zentrale Baustein für Knochen und Zähne und übernimmt essenzielle Aufgaben bei der Muskelarbeit, der Nervenleitung sowie der Blutgerinnung. Die Rolle von Phosphor: Phosphor ist in jeder einzelnen Körperzelle präsent und maßgeblich am Energiestoffwechsel, am Aufbau der Zellwände und an der DNA beteiligt. Die entscheidenden Kontrollmechanismen: Vitamin D fungiert als zwingend notwendiger Kuppler, der dafür sorgt, dass Calcium und Phosphor überhaupt aus dem Darm aufgenommen werden können. Das Parathormon aus der Nebenschilddrüse agiert derweil als strenger Türsteher, der den Calciumspiegel im Blut um jeden Preis konstant hält. Die schleichende Gefahr der Dysbalance: Kommt über die Nahrung zu wenig Calcium an, wird gnadenlos der Knochen als Tresor geplündert, um den Blutspiegel aufrechtzuerhalten. Dieser Prozess bleibt bei normalen Blutbildern lange unsichtbar, was fatale Folgen für die Knochendichte hat. Spezifische Risiken je Tierart: Hunde erhalten durch gut gemeinte Extras wie Knochenzugaben und gestapelte Präparate häufig eine gefährliche Calcium-Überversorgung. Katzen hingegen leiden bei reiner Muskelfleischfütterung ohne entsprechende Zusätze extrem schnell an einem gefährlichen Calciummangel. Praktische Fütterungsstrategien: Um Mangelerscheinungen oder Überdosierungen zu vermeiden, müssen Rationen immer exakt in Gramm und niemals grob in Löffeln berechnet werden. Besonders bei wachsenden, trächtigen oder laktierenden Tieren ist die exakte Bilanzierung durch einen Profi unerlässlich, da die Toleranzgrenzen hier extrem eng sind. Zeigt dein Tier plötzliches Hinken, Lahmheit oder Bewegungsunlust, solltest du niemals blind Calciumpräparate zufüttern. In solchen Fällen ist eine tierärztliche Diagnose in Kombination mit einer professionellen Rationsüberprüfung der einzige sichere Weg. Hast du die Mineralstoffversorgung deiner Tiere schon einmal grammgenau durchrechnen lassen?

**Faktenbox Calcium **Calcium — der Baustoff: rund 99 % in Knochen und Zähnen, der Rest steuert Muskel, Nerv und Gerinnung. Phosphor — der Allrounder: überwiegend im Knochen, außerdem in jeder Zelle (Energiestoffwechsel, Zellmembranen, Erbgut). Vitamin D — der Kuppler: fördert die Aufnahme beider aus dem Darm. Hund und Katze sind auf die Zufuhr über das Futter angewiesen. Parathormon — der Türsteher: hält das Blutcalcium konstant, notfalls auf Kosten des Knochens. Konsequenz: Ein normaler Blutcalciumwert beweist keine bedarfsgerechte Ration.

**Faktenbox Rahmenwerte für das Ca-P-Verhältnis **Erwachsener Hund: etwa 1 : 1 bis 2 : 1 (belegt, FEDIAF). Wachsender Hund: Untergrenze 1 : 1, Obergrenze enger, etwa 1,6 : 1 bis 1,8 : 1 je nach Phase (plausibel — gegen FEDIAF 2025 prüfen). Katze: mindestens 1 : 1, im Wachstum ebenfalls enger nach oben (plausibel — Grenzwerte gegen FEDIAF 2025 prüfen). Praxis-Zielkorridor 1,2–1,5 : 1 ist eine Arbeitsgewohnheit, keine Leitlinie. Entscheidend bleiben die absoluten Mengen pro 1.000 kcal — Beispiel NRC, Welpe nach dem Absetzen: ca. 3 g Calcium und 2,5 g Phosphor pro 1.000 kcal (belegt).

#103 - Calcium beim BARFen: Wenn gute Absicht schief geht

09.09.2026
Warum Welpen, Kitten und trächtige Tiere keine Extraportion brauchen In dieser Folge, #103 - Calcium beim BARFen: Wenn gute Absicht schief geht, sprechen wir darüber, warum Calcium in der Fütterung oft falsch eingeschätzt wird. Ausgangspunkt ist die Frage, ob „mehr hilft mehr“ gilt. Wir erklären, dass das bei erwachsenen Tieren zwar oft weniger problematisch ist, bei Welpen, Kitten sowie trächtigen und säugenden Tieren aber schnell kritisch werden kann.Wir zeigen, dass nicht nur die Calcium-Menge zählt, sondern die gesamte Tagesration mit Calcium und Phosphor. Bei Fertigfutter wird diese Berechnung vorab gemacht, beim Barfen liegt die Verantwortung für die Planung bei uns selbst. Gerade bei jungen Tieren, großen Rassen und in Wachstumsphasen ist eine genaue Berechnung wichtig, weil sich Fehler später schwerer korrigieren lassen.Für Hunde nennen wir typische Fehlerquellen: Knochen werden nach Prozenten statt nach Mineralstoffgehalt eingeplant, Erwachsenenrationen werden einfach verkleinert übernommen, Eierschalenpulver wird ungenau mit dem Löffel dosiert, mehrere Calciumquellen werden addiert, ohne sie zu bilanzieren, und die Ration wird im Wachstum nicht angepasst. Auch eine zu hohe Energiezufuhr kann das Wachstum und damit die Belastung des Skeletts beeinflussen.Bei Katzen ist der klassische Fehler oft das Gegenteil: zu wenig Calcium bei reinen Fleischrationen. Wenn keine Knochen gefüttert werden, muss die Calciumquelle sehr genau dosiert werden. Für Kitten gilt ebenfalls, dass das Präparat zur gesamten Ration und zur jeweiligen Wachstumsphase passen muss.Bei Trächtigkeit und Laktation betonen wir, dass nicht automatisch Calcium ergänzt werden sollte. Entscheidend ist eine vollständige, bedarfsdeckende Ration. Bei säugenden Tieren sind Warnzeichen wie Zittern, Unruhe, steifer Gang, Krämpfe, Schwäche oder Futterverweigerung sofort tierärztlich abzuklären.Zum Schluss ordnen wir Calciumquellen ein: rohe fleischige Knochen und Knochenmehl liefern Calcium und Phosphor, Eierschalenpulver, Calciumcarbonat und Algenkalk liefern vor allem Calcium. Das Calcium-Phosphor-Verhältnis ist dabei nur eine Kontrollgröße; wichtig bleiben die absoluten Mengen und die passende Ration für die Lebensphase.
Warum Welpen, Kitten und trächtige Tiere keine Extraportion brauchen

In dieser Folge,

#103 - Calcium beim BARFen: Wenn gute Absicht schief geht,

sprechen wir darüber, warum Calcium in der Fütterung oft falsch eingeschätzt wird. Ausgangspunkt ist die Frage, ob „mehr hilft mehr“ gilt. Wir erklären, dass das bei erwachsenen Tieren zwar oft weniger problematisch ist, bei Welpen, Kitten sowie trächtigen und säugenden Tieren aber schnell kritisch werden kann.Wir zeigen, dass nicht nur die Calcium-Menge zählt, sondern die gesamte Tagesration mit Calcium und Phosphor. Bei Fertigfutter wird diese Berechnung vorab gemacht, beim Barfen liegt die Verantwortung für die Planung bei uns selbst. Gerade bei jungen Tieren, großen Rassen und in Wachstumsphasen ist eine genaue Berechnung wichtig, weil sich Fehler später schwerer korrigieren lassen.Für Hunde nennen wir typische Fehlerquellen: Knochen werden nach Prozenten statt nach Mineralstoffgehalt eingeplant, Erwachsenenrationen werden einfach verkleinert übernommen, Eierschalenpulver wird ungenau mit dem Löffel dosiert, mehrere Calciumquellen werden addiert, ohne sie zu bilanzieren, und die Ration wird im Wachstum nicht angepasst. Auch eine zu hohe Energiezufuhr kann das Wachstum und damit die Belastung des Skeletts beeinflussen.Bei Katzen ist der klassische Fehler oft das Gegenteil: zu wenig Calcium bei reinen Fleischrationen. Wenn keine Knochen gefüttert werden, muss die Calciumquelle sehr genau dosiert werden. Für Kitten gilt ebenfalls, dass das Präparat zur gesamten Ration und zur jeweiligen Wachstumsphase passen muss.Bei Trächtigkeit und Laktation betonen wir, dass nicht automatisch Calcium ergänzt werden sollte. Entscheidend ist eine vollständige, bedarfsdeckende Ration. Bei säugenden Tieren sind Warnzeichen wie Zittern, Unruhe, steifer Gang, Krämpfe, Schwäche oder Futterverweigerung sofort tierärztlich abzuklären.Zum Schluss ordnen wir Calciumquellen ein: rohe fleischige Knochen und Knochenmehl liefern Calcium und Phosphor, Eierschalenpulver, Calciumcarbonat und Algenkalk liefern vor allem Calcium. Das Calcium-Phosphor-Verhältnis ist dabei nur eine Kontrollgröße; wichtig bleiben die absoluten Mengen und die passende Ration für die Lebensphase.