Miete. Recht. Einfach. - Der Mieter Podcast
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Miete. Recht. Einfach. - Der Mieter Podcast

Rechtsanwalt Alexander Liese

Beschreibung

Dein wöchentliches Update im Mietrecht – verständlich erklärt. In unserem Podcast spricht Laura mit Alex über aktuelle Urteile im Mietrecht, rechtliche Streitfragen und praktische Tipps rund um Wohnung, Haus und Garten. Kompakt, kompetent und klar – für Mieter, Vermieter, Eigentümer und alle, die wissen wollen, was rechtlich wirklich zählt.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Muss der Vermieter sagen, dass er verkaufen will?

17.04.2026

Fallhintergrund und zentrale Frage

Eine Mieterin schloss einen unbefristeten Mietvertrag ab, erfährt später, dass der Vermieter die Wohnung verkaufen wollte. Die Frage war, ob der Vermieter dies vorab hätte mitteilen müssen. Das Gericht prüfte, inwiefern eine Verkaufsabsicht ohne konkreten Käufer Aufklärungspflicht begründet.

Rechtslage zur Offenlegung bei Verkaufsabsicht

Eine rein vage Verkaufsabsicht ohne konkreten Käufer ist kein Grund zur Aufklärung. Erst bei einer konkreten Eigenbedarfssituation oder einer feststehenden Absicht des Verkäufers, die Wohnung selbst zu nutzen, kann eine Pflicht zur Mitteilung entstehen. Vermieter müssen Informationen nur offenlegen, wenn eine klare Eigenbedarfsabsicht vorliegt.

Auskunft bei direkten Nachfragen und Folgen

Wird der Vermieter direkt gefragt und lügt er, haftet er für falsche Auskunft. Unterscheiden wird zwischen genereller Verkaufsabsicht und konkretem Eigenbedarf. Eine vorsätzliche Falschaussage führt zu Haftung, während unaufgeklärte Verkaufspläne ohne konkrete Festlegung keine Pflicht zur Offenlegung begründen.

Was Mieter aus dem Fall mitnehmen können

Bei unbefristeten Verträgen muss keine automatische Offenlegung von Verkaufsplänen erfolgen, solange keine konkrete Absicht besteht. Schriftliche Klärung ist sinnvoll, wenn Nachfragen bestehen. Renovierungskosten ohne vertragliche Vereinbarung können nicht automatisch erstattet werden, weder gegenüber dem alten noch dem neuen Vermieter.

Fallhintergrund und zentrale Frage

Eine Mieterin schloss einen unbefristeten Mietvertrag ab, erfährt später, dass der Vermieter die Wohnung verkaufen wollte. Die Frage war, ob der Vermieter dies vorab hätte mitteilen müssen. Das Gericht prüfte, inwiefern eine Verkaufsabsicht ohne konkreten Käufer Aufklärungspflicht begründet.

Rechtslage zur Offenlegung bei Verkaufsabsicht

Eine rein vage Verkaufsabsicht ohne konkreten Käufer ist kein Grund zur Aufklärung. Erst bei einer konkreten Eigenbedarfssituation oder einer feststehenden Absicht des Verkäufers, die Wohnung selbst zu nutzen, kann eine Pflicht zur Mitteilung entstehen. Vermieter müssen Informationen nur offenlegen, wenn eine klare Eigenbedarfsabsicht vorliegt.

Auskunft bei direkten Nachfragen und Folgen

Wird der Vermieter direkt gefragt und lügt er, haftet er für falsche Auskunft. Unterscheiden wird zwischen genereller Verkaufsabsicht und konkretem Eigenbedarf. Eine vorsätzliche Falschaussage führt zu Haftung, während unaufgeklärte Verkaufspläne ohne konkrete Festlegung keine Pflicht zur Offenlegung begründen.

Was Mieter aus dem Fall mitnehmen können

Bei unbefristeten Verträgen muss keine automatische Offenlegung von Verkaufsplänen erfolgen, solange keine konkrete Absicht besteht. Schriftliche Klärung ist sinnvoll, wenn Nachfragen bestehen. Renovierungskosten ohne vertragliche Vereinbarung können nicht automatisch erstattet werden, weder gegenüber dem alten noch dem neuen Vermieter.

Muss der Vermieter die Fortsetzung des Mietverhältnisses anbieten, wenn der Eigenbedarf wegfällt?

10.04.2026

Einführung in das Thema Eigenbedarfskündigung

Laura und Alex diskutieren die Herausforderungen für Mieter bei Eigenbedarfskündigungen, insbesondere wenn der Eigenbedarf später wegfällt.

Gerichtsurteil des Landgerichts Stuttgart

Das Landgericht Stuttgart entschied, dass Mieter keinen Schadensersatz erhalten, weil sie nicht beweisen konnten, dass der Eigenbedarf von Anfang an vorgeschoben war. Der Vermieter hat lediglich darüber informiert, dass der Eigenbedarf weggefallen ist, was ausreicht.

Rechtslage und Mieterrechte

Mieter müssen aktiv werden, wenn sie erfahren, dass der Eigenbedarf weggefallen ist. Das Gericht stellte klar, dass der Vermieter nicht verpflichtet ist, eine Rückkehr in die Wohnung aktiv anzubieten.

Tipps für Mieter und Vermieter

Mieter sollten alle Informationen dokumentieren und sofort handeln, wenn der Eigenbedarf wegfällt. Vermieter müssen Mieter zeitnah informieren, wenn der Eigenbedarf entfällt, um Schadensersatzansprüche zu vermeiden.

Schlussfolgerung

Die Diskussion hebt hervor, dass rechtliche Beratung für beide Parteien wichtig ist, um rechtliche Probleme und Kosten zu vermeiden.

Einführung in das Thema Eigenbedarfskündigung

Laura und Alex diskutieren die Herausforderungen für Mieter bei Eigenbedarfskündigungen, insbesondere wenn der Eigenbedarf später wegfällt.

Gerichtsurteil des Landgerichts Stuttgart

Das Landgericht Stuttgart entschied, dass Mieter keinen Schadensersatz erhalten, weil sie nicht beweisen konnten, dass der Eigenbedarf von Anfang an vorgeschoben war. Der Vermieter hat lediglich darüber informiert, dass der Eigenbedarf weggefallen ist, was ausreicht.

Rechtslage und Mieterrechte

Mieter müssen aktiv werden, wenn sie erfahren, dass der Eigenbedarf weggefallen ist. Das Gericht stellte klar, dass der Vermieter nicht verpflichtet ist, eine Rückkehr in die Wohnung aktiv anzubieten.

Tipps für Mieter und Vermieter

Mieter sollten alle Informationen dokumentieren und sofort handeln, wenn der Eigenbedarf wegfällt. Vermieter müssen Mieter zeitnah informieren, wenn der Eigenbedarf entfällt, um Schadensersatzansprüche zu vermeiden.

Schlussfolgerung

Die Diskussion hebt hervor, dass rechtliche Beratung für beide Parteien wichtig ist, um rechtliche Probleme und Kosten zu vermeiden.

Schuhregal im Treppenhaus: Wann droht die Kündigung?

03.04.2026

Ein banales Thema mit großer Wirkung

In dieser Episode wird die Geschichte eines Schuhregals im Treppenhaus behandelt, das zu einer Kündigung des Mieters durch die Vermieterin führte. Trotz der scheinbaren Banalität zeigt sich, dass auch kleine Verstöße gegen die Hausordnung rechtliche Konsequenzen haben können.

Fristlose Kündigung scheitert

Die Vermieterin versuchte sowohl eine fristlose als auch eine ordentliche Kündigung. Die fristlose Kündigung wurde jedoch abgelehnt, da das Gericht entschied, dass das Aufstellen eines Schuhregals kein so gravierender Verstoß war, dass die sofortige Räumung des Mieters gerechtfertigt wäre.

Ordentliche Kündigung und Abmahnung

Die ordentliche Kündigung scheiterte ebenfalls, weil die Vermieterin nicht nachweisen konnte, dass der Mieter zuvor abgemahnt wurde. Ein einmaliger, geringfügiger Verstoß war nicht ausreichend für eine Kündigung. Zudem wurde die Gleichbehandlung aller Mieter als entscheidender Faktor hervorgehoben.

Wichtige Lehren für Mieter und Vermieter

Mieter sollten wissen, dass nicht jeder Verstoß gegen die Hausordnung zur Kündigung führt und dass schnelles Handeln wichtig ist. Vermieter müssen darauf achten, die Hausordnung konsequent durchzusetzen und Kündigungen nicht leichtfertig auszusprechen. Die Gleichbehandlung aller Mieter ist essenziell.

Ein banales Thema mit großer Wirkung

In dieser Episode wird die Geschichte eines Schuhregals im Treppenhaus behandelt, das zu einer Kündigung des Mieters durch die Vermieterin führte. Trotz der scheinbaren Banalität zeigt sich, dass auch kleine Verstöße gegen die Hausordnung rechtliche Konsequenzen haben können.

Fristlose Kündigung scheitert

Die Vermieterin versuchte sowohl eine fristlose als auch eine ordentliche Kündigung. Die fristlose Kündigung wurde jedoch abgelehnt, da das Gericht entschied, dass das Aufstellen eines Schuhregals kein so gravierender Verstoß war, dass die sofortige Räumung des Mieters gerechtfertigt wäre.

Ordentliche Kündigung und Abmahnung

Die ordentliche Kündigung scheiterte ebenfalls, weil die Vermieterin nicht nachweisen konnte, dass der Mieter zuvor abgemahnt wurde. Ein einmaliger, geringfügiger Verstoß war nicht ausreichend für eine Kündigung. Zudem wurde die Gleichbehandlung aller Mieter als entscheidender Faktor hervorgehoben.

Wichtige Lehren für Mieter und Vermieter

Mieter sollten wissen, dass nicht jeder Verstoß gegen die Hausordnung zur Kündigung führt und dass schnelles Handeln wichtig ist. Vermieter müssen darauf achten, die Hausordnung konsequent durchzusetzen und Kündigungen nicht leichtfertig auszusprechen. Die Gleichbehandlung aller Mieter ist essenziell.