Entscheidendes Wissen
Podcast
de-at

Entscheidendes Wissen

Michel Reimon

Beschreibung

Alle reden über die Wissensgesellschaft, wir reden über ihre Grundlagen. Von der Funktionsweise des einzelnen Neurons bis zur digitalen Revolution: Wie funktioniert Wissen in unserem Kopf, wie nehmen wir damit Einfluss aufeinander, wie wirkt es in Organisationen und in verschiedenen politischen Systemen? Wie verbreitet es sich in kleinen Gruppen, in der Öffentlichkeit, in neuronalen Netzen? Wie werden einfache Daten zu entscheidendem Wissen? Der Podcast von Michel Reimon.

Podmon Kategorien

Darüber wird in diesem Podcast anteilig gesprochen.
Anzahl Kategorien

Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!

Chartplatzierungen

Aktuelle Platzierungen in den öffentlichen Podcast-Charts und in unseren eigenen Kategorien.

Apple Podcasts

Top werbetreibende Marken in diesem Podcast (90d)

Upgrade dein Konto, um die Top werbetreibenden Marken zu sehen!

Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Warum wir ewig durch die timeline scrollen

17.06.2026

Einführung in das Scrollverhalten

Das ständige Scrollen auf Smartphones, besonders spät in der Nacht, wird oft mit einem Gefühl der Langeweile und Unzufriedenheit verbunden. Trotz des Wissens, dass es ungesund ist, setzen viele dies fort, ähnlich wie beim Spielen an Spielautomaten.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Wollen und Mögen

Die Unterscheidung zwischen dem 'Wanting'-System und dem 'Liking'-System im Gehirn ist entscheidend, um zu verstehen, warum Menschen Dinge begehren, die ihnen keinen Spaß machen. Dopamin steuert das Verlangen, während Endorphine für das Genussgefühl verantwortlich sind.

Der Prozess der Informationsverarbeitung

Der Prozess der Informationsverarbeitung besteht aus mehreren Schritten: Vom Aufnehmen und Filtern von Informationen bis zur Entscheidung und Handlung. Jede Stufe beeinflusst unser Verhalten und unsere Wahrnehmung.

Die Rolle der intermittierenden Verstärkung

Intermittierende Verstärkung, wie sie in sozialen Medien und Spielautomaten vorkommt, sorgt für Ungewissheit und Spannung, die das Verlangen anheizen. Das führt dazu, dass Menschen trotz rationaler Einwände weiter scrollen oder spielen.

Gesellschaftliche Auswirkungen

Das ständige Triggern von Dopamin verändert nicht nur das individuelle Verhalten, sondern hat auch Auswirkungen auf das Konsumverhalten und die politische Debatte. Emotionale Trigger und schnelle Informationsaufnahme können die Fähigkeit zur rationalen Diskussion beeinträchtigen.

Persönliche Reflexion und Schlussfolgerung

Die Erkenntnisse über die beiden Belohnungssysteme können helfen, das eigene Verhalten zu beobachten und zu hinterfragen. Solche Selbstbeobachtungen können zu einer bewussteren Nutzung von Medien führen.

Einführung in das Scrollverhalten

Das ständige Scrollen auf Smartphones, besonders spät in der Nacht, wird oft mit einem Gefühl der Langeweile und Unzufriedenheit verbunden. Trotz des Wissens, dass es ungesund ist, setzen viele dies fort, ähnlich wie beim Spielen an Spielautomaten.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Wollen und Mögen

Die Unterscheidung zwischen dem 'Wanting'-System und dem 'Liking'-System im Gehirn ist entscheidend, um zu verstehen, warum Menschen Dinge begehren, die ihnen keinen Spaß machen. Dopamin steuert das Verlangen, während Endorphine für das Genussgefühl verantwortlich sind.

Der Prozess der Informationsverarbeitung

Der Prozess der Informationsverarbeitung besteht aus mehreren Schritten: Vom Aufnehmen und Filtern von Informationen bis zur Entscheidung und Handlung. Jede Stufe beeinflusst unser Verhalten und unsere Wahrnehmung.

Die Rolle der intermittierenden Verstärkung

Intermittierende Verstärkung, wie sie in sozialen Medien und Spielautomaten vorkommt, sorgt für Ungewissheit und Spannung, die das Verlangen anheizen. Das führt dazu, dass Menschen trotz rationaler Einwände weiter scrollen oder spielen.

Gesellschaftliche Auswirkungen

Das ständige Triggern von Dopamin verändert nicht nur das individuelle Verhalten, sondern hat auch Auswirkungen auf das Konsumverhalten und die politische Debatte. Emotionale Trigger und schnelle Informationsaufnahme können die Fähigkeit zur rationalen Diskussion beeinträchtigen.

Persönliche Reflexion und Schlussfolgerung

Die Erkenntnisse über die beiden Belohnungssysteme können helfen, das eigene Verhalten zu beobachten und zu hinterfragen. Solche Selbstbeobachtungen können zu einer bewussteren Nutzung von Medien führen.

Streetwise

11.06.2026

Einführung in das Thema

Der Podcast von Michelle Reimann beleuchtet, wie Informationen als Wegweiser im Leben fungieren können. Er verbindet Psychologie, Soziologie und Kommunikationswissenschaften, um zu zeigen, wie wir Entscheidungen treffen.

Entscheidungen unter Unsicherheit

Ein alltägliches Beispiel ist ein Taxifahrer, der in wenigen Sekunden entscheiden muss, ob er einen Passagier aufnimmt oder weiterfährt. Diese Entscheidung ist geprägt von Unsicherheit über die Absichten des potenziellen Fahrgastes und erfordert schnelles, instinktives Handeln.

Studien von Gambetta und Hamill

Der Soziologe Diego Gambetta und die Kriminologin Heather Mill untersuchten, wie Taxifahrer in gefährlichen Situationen Informationen verarbeiten. Sie haben herausgefunden, dass erfahrene Fahrer subtile Signale wahrnehmen, um das Risiko einzuschätzen.

Universelle Prinzipien der Entscheidungsfindung

Die Studie zeigt, dass Taxifahrer in Belfast und New York ähnliche Entscheidungsprozesse durchlaufen, trotz unterschiedlicher kultureller und sozialer Kontexte. Fahrer achten auf Kleidung, Körperhaltung und andere Hinweise, um potenzielle Risiken zu identifizieren.

Fehler bei der Entscheidungsfindung

Es gibt zwei Hauptfehler: den False Positive, bei dem ein Fahrer einen potenziellen Überfall nicht erkennt, und den False Negative, bei dem ein unschuldiger Fahrgast abgelehnt wird. Taxifahrer neigen dazu, lieber Fahrgäste auszusortieren, um sich selbst zu schützen.

Strukturelle Diskriminierung

Diese individuellen Entscheidungen können zu strukturellen Diskriminierungen führen, wenn Taxifahrer bestimmte Gruppen aufgrund von Stereotypen meiden. Dies schafft gesellschaftliche Barrieren, die viele Menschen ausschließen.

Psychologisches Muster des Entscheidens

Das Podcast-Thema ist zeitlos, da es aufzeigt, wie Menschen in vielen Lebensbereichen Entscheidungen unter Unsicherheit treffen, etwa beim Betreten von Lokalen oder der Beurteilung von Konten in sozialen Medien.

Schlussfolgerung

Das Thema ist besonders relevant angesichts aktueller gesellschaftlicher Spannungen, wie den gewaltsamen Auseinandersetzungen in Belfast. Michelle Reimann schließt mit einem Aufruf, die Mechanismen von Diskriminierung und Vorurteilen zu hinterfragen.

Einführung in das Thema

Der Podcast von Michelle Reimann beleuchtet, wie Informationen als Wegweiser im Leben fungieren können. Er verbindet Psychologie, Soziologie und Kommunikationswissenschaften, um zu zeigen, wie wir Entscheidungen treffen.

Entscheidungen unter Unsicherheit

Ein alltägliches Beispiel ist ein Taxifahrer, der in wenigen Sekunden entscheiden muss, ob er einen Passagier aufnimmt oder weiterfährt. Diese Entscheidung ist geprägt von Unsicherheit über die Absichten des potenziellen Fahrgastes und erfordert schnelles, instinktives Handeln.

Studien von Gambetta und Hamill

Der Soziologe Diego Gambetta und die Kriminologin Heather Mill untersuchten, wie Taxifahrer in gefährlichen Situationen Informationen verarbeiten. Sie haben herausgefunden, dass erfahrene Fahrer subtile Signale wahrnehmen, um das Risiko einzuschätzen.

Universelle Prinzipien der Entscheidungsfindung

Die Studie zeigt, dass Taxifahrer in Belfast und New York ähnliche Entscheidungsprozesse durchlaufen, trotz unterschiedlicher kultureller und sozialer Kontexte. Fahrer achten auf Kleidung, Körperhaltung und andere Hinweise, um potenzielle Risiken zu identifizieren.

Fehler bei der Entscheidungsfindung

Es gibt zwei Hauptfehler: den False Positive, bei dem ein Fahrer einen potenziellen Überfall nicht erkennt, und den False Negative, bei dem ein unschuldiger Fahrgast abgelehnt wird. Taxifahrer neigen dazu, lieber Fahrgäste auszusortieren, um sich selbst zu schützen.

Strukturelle Diskriminierung

Diese individuellen Entscheidungen können zu strukturellen Diskriminierungen führen, wenn Taxifahrer bestimmte Gruppen aufgrund von Stereotypen meiden. Dies schafft gesellschaftliche Barrieren, die viele Menschen ausschließen.

Psychologisches Muster des Entscheidens

Das Podcast-Thema ist zeitlos, da es aufzeigt, wie Menschen in vielen Lebensbereichen Entscheidungen unter Unsicherheit treffen, etwa beim Betreten von Lokalen oder der Beurteilung von Konten in sozialen Medien.

Schlussfolgerung

Das Thema ist besonders relevant angesichts aktueller gesellschaftlicher Spannungen, wie den gewaltsamen Auseinandersetzungen in Belfast. Michelle Reimann schließt mit einem Aufruf, die Mechanismen von Diskriminierung und Vorurteilen zu hinterfragen.

Schöne Augen

03.06.2026

Sehen als Konstruktion der Realität

Das Auge dient nicht als exakte Abbildung der Welt, sondern als Teil eines aktiven Konstrukts, das dem Gehirn hilft, die Umgebung zu interpretieren. Wir liefern dem Gehirn sensorische Signale, und es baut daraus ein plausibles Modell der Realität. Diese Sichtweise erklärt, warum Orientierung, Gefahrenerkennung und Orientierung im Raum trotz unscharfer optischer Eingaben funktionieren.

Farbwahrnehmung und Evolution

Tiere unterscheiden Farben unterschiedlich: Dreifarbensehen bei vielen Primaten versus zweifarbige Wahrnehmung bei vielen Säugetieren. Rot wird nicht als eigenständige Farbe gesehen; Rot erscheint als Farbmischung. Die Mutation zum Rotrezeptor erleichterte die Nahrungssuche und das Erkennen reifer Früchte, ist aber kein Abbild der absoluten Wahrheit – eher eine zweckmäßige Anpassung an Umweltbedingungen.

Vom Auge zum Gehirn: Verarbeitung und Dominanz

Signale wandern vom Auge über den Sehnerv zum Thalamus (CGL) und weiter in primäre wie auch assoziative Hirnareale. Prozesse filtern Relevantes heraus, bevor Wachbewusstsein entsteht. Zwei Pfade analysieren Inhalte: den Was-Pfad zur Objekterkennung und den Wo-Pfad zur Ortung, Bewegung und Reaktion. Die visuelle Dominanz macht das Auge zum zentralen Kontroll- und Einflussinstrument.

Sprache, Schrift und Medienshift

Mit der Schrift verlagert sich Kommunikation vom auditiven ins visuelle Feld, was dauerhafte Speicherung und globale Zugänglichkeit ermöglicht. Plattformen verändern derzeit erneut den Informationsfluss: visuelle Medien dominieren, während KI-generierte Bilder die Zuverlässigkeit von Wahrnehmungen herausfordern. Es entsteht ein Epochenwechsel, in dem Bilder als Hauptkanal des Wissens fungieren.

Sehen als Konstruktion der Realität

Das Auge dient nicht als exakte Abbildung der Welt, sondern als Teil eines aktiven Konstrukts, das dem Gehirn hilft, die Umgebung zu interpretieren. Wir liefern dem Gehirn sensorische Signale, und es baut daraus ein plausibles Modell der Realität. Diese Sichtweise erklärt, warum Orientierung, Gefahrenerkennung und Orientierung im Raum trotz unscharfer optischer Eingaben funktionieren.

Farbwahrnehmung und Evolution

Tiere unterscheiden Farben unterschiedlich: Dreifarbensehen bei vielen Primaten versus zweifarbige Wahrnehmung bei vielen Säugetieren. Rot wird nicht als eigenständige Farbe gesehen; Rot erscheint als Farbmischung. Die Mutation zum Rotrezeptor erleichterte die Nahrungssuche und das Erkennen reifer Früchte, ist aber kein Abbild der absoluten Wahrheit – eher eine zweckmäßige Anpassung an Umweltbedingungen.

Vom Auge zum Gehirn: Verarbeitung und Dominanz

Signale wandern vom Auge über den Sehnerv zum Thalamus (CGL) und weiter in primäre wie auch assoziative Hirnareale. Prozesse filtern Relevantes heraus, bevor Wachbewusstsein entsteht. Zwei Pfade analysieren Inhalte: den Was-Pfad zur Objekterkennung und den Wo-Pfad zur Ortung, Bewegung und Reaktion. Die visuelle Dominanz macht das Auge zum zentralen Kontroll- und Einflussinstrument.

Sprache, Schrift und Medienshift

Mit der Schrift verlagert sich Kommunikation vom auditiven ins visuelle Feld, was dauerhafte Speicherung und globale Zugänglichkeit ermöglicht. Plattformen verändern derzeit erneut den Informationsfluss: visuelle Medien dominieren, während KI-generierte Bilder die Zuverlässigkeit von Wahrnehmungen herausfordern. Es entsteht ein Epochenwechsel, in dem Bilder als Hauptkanal des Wissens fungieren.