RedeEcke
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RedeEcke

Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung – ÖGPB

Beschreibung

Wir werden in der "RedeEcke" über das Politische reden: das Politische in all seinen Facetten. Wir führen Gespräche und Interviews, präsentieren Mitschnitte aus Diskussionen und Vorträgen, stellen Bücher vor, besprechen politische Theorien und analysieren Ereignisse. Wir möchten Neugier wecken, Wissen weitergeben und zu politischem Engagement motivieren.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Politische Literatur am Welttag des Buches

21.05.2026

Arundhati Roy und das Spannungsverhältnis zwischen Mutterrolle und Freiheit

Im Gespräch wird das Werk von Arundhati Roy vorgestellt, das eine Mutter als Quelle von Stärke und gleichzeitig als Quelle von Schrecken beschreibt. Die Autorin wird als politische Kämpferin und Kritikerin autoritärer Linien skizziert. Das Buch untersuchte, wie Mutterschaft sowohl Befreiung als auch Belastung bedeuten kann, und zeigt, wie familiäre Vorbilder Lebenswege prägen, ohne einfache Antworten zu liefern.

Gleichzeitigkeit von Alltagsarbeit, Identität und Sinn in Die Fabrik

Die Lektüre von Die Fabrik schildert drei Angestellte in einer Großfabrik, deren Tätigkeiten vor allem Selbstzweck und Entfremdung darstellen. Arbeit wird zum zentralen Thema, unabhängig von hergestellten Produkten. Die Figuren erleben eine beklemmende, zugleich humorvolle Atmosphäre, wobei Motive zu Kafkaaspekten heraustreten. Der Text regt zu Diskussionen über Sinn, Zugehörigkeit und die Struktur moderner Erwerbsarbeit an.

Medienreflexion statt reiner Nutzung – Bildung in der digitalen Ära

Das Buch zur digitalen Revolution und Bildung betont Medienreflexionskompetenz als zentrale Fähigkeit. Statt nur Technikkenntnis zu vermitteln, wird gefordert, Folgen digitaler Systeme kritisch zu betrachten. Es wird argumentiert, dass technischer Fortschritt oft Selbstzweck bleibt, während politische Bildung auf demokratische Gestaltung und Werteorientierung zielt. Gesellschaftliche Debatten, Ethik und politische Handlungsfähigkeit sind Schlüsselkomponenten der vorgeschlagenen Bildungspraxis.

Auf der Spur familiärer Geschichte: Relationen zwischen Realität und Fiktion

Der Roman Aufrecht – Überleben im Zeitalter der Extreme folgt einer Erzählung um eine Enkelin, deren Großmutter in Albanien und in anderen Kontexten sichtbar wird. Eine Foto-Geschichte löst Fragen nach Loyalität, Identität und genealogischer Wahrheit aus. Die Erzählebene verwebt persönliche Biografie mit historischen Umbrüchen, öffnet Debatten über das Verhältnis von dokumentierter Geschichte und erzählerischer Interpretation sowie über die Verbindung von Familie und Nation.

Arundhati Roy und das Spannungsverhältnis zwischen Mutterrolle und Freiheit

Im Gespräch wird das Werk von Arundhati Roy vorgestellt, das eine Mutter als Quelle von Stärke und gleichzeitig als Quelle von Schrecken beschreibt. Die Autorin wird als politische Kämpferin und Kritikerin autoritärer Linien skizziert. Das Buch untersuchte, wie Mutterschaft sowohl Befreiung als auch Belastung bedeuten kann, und zeigt, wie familiäre Vorbilder Lebenswege prägen, ohne einfache Antworten zu liefern.

Gleichzeitigkeit von Alltagsarbeit, Identität und Sinn in Die Fabrik

Die Lektüre von Die Fabrik schildert drei Angestellte in einer Großfabrik, deren Tätigkeiten vor allem Selbstzweck und Entfremdung darstellen. Arbeit wird zum zentralen Thema, unabhängig von hergestellten Produkten. Die Figuren erleben eine beklemmende, zugleich humorvolle Atmosphäre, wobei Motive zu Kafkaaspekten heraustreten. Der Text regt zu Diskussionen über Sinn, Zugehörigkeit und die Struktur moderner Erwerbsarbeit an.

Medienreflexion statt reiner Nutzung – Bildung in der digitalen Ära

Das Buch zur digitalen Revolution und Bildung betont Medienreflexionskompetenz als zentrale Fähigkeit. Statt nur Technikkenntnis zu vermitteln, wird gefordert, Folgen digitaler Systeme kritisch zu betrachten. Es wird argumentiert, dass technischer Fortschritt oft Selbstzweck bleibt, während politische Bildung auf demokratische Gestaltung und Werteorientierung zielt. Gesellschaftliche Debatten, Ethik und politische Handlungsfähigkeit sind Schlüsselkomponenten der vorgeschlagenen Bildungspraxis.

Auf der Spur familiärer Geschichte: Relationen zwischen Realität und Fiktion

Der Roman Aufrecht – Überleben im Zeitalter der Extreme folgt einer Erzählung um eine Enkelin, deren Großmutter in Albanien und in anderen Kontexten sichtbar wird. Eine Foto-Geschichte löst Fragen nach Loyalität, Identität und genealogischer Wahrheit aus. Die Erzählebene verwebt persönliche Biografie mit historischen Umbrüchen, öffnet Debatten über das Verhältnis von dokumentierter Geschichte und erzählerischer Interpretation sowie über die Verbindung von Familie und Nation.

Barbara Litsauer und Sonja Luksik blicken in die Zukunft

27.04.2026

Krisen, Globalisierung und Bildung

In der Diskussion wird der Wandel durch eine Vielfachkrise betont: Klimakrise, globale Konflikte und wirtschaftliche Umbrüche beeinflussen politische Bildung stärker als zuvor. Die EU-Position und internationale Verflechtungen gewinnen an Relevanz, wodurch der Blick über nationale Perspektiven hinausgeht. Bildung muss Entwicklungen analysieren, einordnen und in den Austausch einbinden, ohne sich von Überforderung leiten zu lassen.

Herausforderungen für BildungspraktikerInnen

Trainerinnen und Trainer stehen vor der Aufgabe, flexibel auf politische Fragen aus internationalen Kontexten zu reagieren. Dafür sind fundiertes Hintergrundwissen, Fingerspitzengefühl und sprachliche Sicherheit nötig. Künstliche Intelligenz könnte Bildungsprozesse verändern, indem sie neue Tools bietet, doch fraglich bleibt, welches Wissen relevant ist und wie man Qualität statt Generierung sicherstellt.

Zielgruppen, Trends und Formate

Jüngere Zielgruppen zeigen ein starkes politisches Engagement, hohe Sprachsensibilität und Bereitschaft zur aktiven Mitwirkung. Feministische Perspektiven und genderbezogene Sensibilität gewinnen an Bedeutung. Jugendstudien zeigen Potenzial, aber auch Repräsentationslücken. Formate wie Podcasts und Hörangebote bieten Zugänge, die junge Menschen nutzen, um sich kritisch auszutauschen und zu informieren.

Aufgaben der politischen Erwachsenenbildung

Wichtig ist, analytische Fähigkeiten zu stärken, Handlungsoptionen aufzuzeigen und Räume für persönlichen Austausch zu schaffen. Prozessualität und Pluralität stehen im Vordergrund, damit komplexe Krisen verstanden werden, ohne einfache Antworten zu suchen. Politische Bildung bleibt ein Ort, an dem Teilhabe gefördert und gesellschaftliche Entwicklungen kritisch begleitet werden.

Krisen, Globalisierung und Bildung

In der Diskussion wird der Wandel durch eine Vielfachkrise betont: Klimakrise, globale Konflikte und wirtschaftliche Umbrüche beeinflussen politische Bildung stärker als zuvor. Die EU-Position und internationale Verflechtungen gewinnen an Relevanz, wodurch der Blick über nationale Perspektiven hinausgeht. Bildung muss Entwicklungen analysieren, einordnen und in den Austausch einbinden, ohne sich von Überforderung leiten zu lassen.

Herausforderungen für BildungspraktikerInnen

Trainerinnen und Trainer stehen vor der Aufgabe, flexibel auf politische Fragen aus internationalen Kontexten zu reagieren. Dafür sind fundiertes Hintergrundwissen, Fingerspitzengefühl und sprachliche Sicherheit nötig. Künstliche Intelligenz könnte Bildungsprozesse verändern, indem sie neue Tools bietet, doch fraglich bleibt, welches Wissen relevant ist und wie man Qualität statt Generierung sicherstellt.

Zielgruppen, Trends und Formate

Jüngere Zielgruppen zeigen ein starkes politisches Engagement, hohe Sprachsensibilität und Bereitschaft zur aktiven Mitwirkung. Feministische Perspektiven und genderbezogene Sensibilität gewinnen an Bedeutung. Jugendstudien zeigen Potenzial, aber auch Repräsentationslücken. Formate wie Podcasts und Hörangebote bieten Zugänge, die junge Menschen nutzen, um sich kritisch auszutauschen und zu informieren.

Aufgaben der politischen Erwachsenenbildung

Wichtig ist, analytische Fähigkeiten zu stärken, Handlungsoptionen aufzuzeigen und Räume für persönlichen Austausch zu schaffen. Prozessualität und Pluralität stehen im Vordergrund, damit komplexe Krisen verstanden werden, ohne einfache Antworten zu suchen. Politische Bildung bleibt ein Ort, an dem Teilhabe gefördert und gesellschaftliche Entwicklungen kritisch begleitet werden.

Hakan Gürses zieht Bilanz

25.03.2026

Rückblick auf 20 Jahre politische Erwachsenenbildung

Hakan Gürses reflektiert über seine 20-jährige Tätigkeit in der politischen Erwachsenenbildung und hebt die Entwicklung des Begriffs 'politische Erwachsenenbildung' hervor. Trotz Fortschritten in der medialen Wahrnehmung bleibt das Feld relativ unbekannt.

Einfluss des Internets

Die Einführung des Internets in den späten 90er Jahren hat die politische Bildung stark beeinflusst. Während anfangs großes Potenzial in sozialen Medien gesehen wurde, hat sich die Wahrnehmung gewandelt, und das Internet wird zunehmend als Raum für Hass und unsachliche Kommunikation wahrgenommen.

Trends in der Erwachsenenbildung

Gürses spricht über die Tendenz zu mehr Formalisierung in der Erwachsenenbildung, insbesondere durch europäische Richtlinien. Themen wie lebenslanges Lernen und Kompetenzorientierung sind zentral, obwohl die Umsetzung in der Praxis komplex bleibt.

Politische Bildung und Migrantengruppen

Ein wichtiger Aspekt der Arbeit war die Anpassung der politischen Bildung an die Bedürfnisse von Migrantinnen und Migranten. Gürses betont, dass geflüchtete Personen oft politisch engagiert sind, auch wenn sie aus nicht-demokratischen Kontexten stammen.

Einfluss der Corona-Pandemie

Die Pandemie hat die Bildungslandschaft verändert, was zu einer erhöhten Sensibilität für psychologische Aspekte in der Bildung geführt hat. Neue Trends, wie der Fokus auf Identität und Antirassismus, sind in den Vordergrund gerückt.

Ausblick in die Zukunft

Gürses schließt mit der Frage nach der zukünftigen Ausrichtung der politischen Erwachsenenbildung und ermutigt die nächste Generation von Bildungsanbietern, sich den Herausforderungen und Veränderungen aktiv zu stellen.

Rückblick auf 20 Jahre politische Erwachsenenbildung

Hakan Gürses reflektiert über seine 20-jährige Tätigkeit in der politischen Erwachsenenbildung und hebt die Entwicklung des Begriffs 'politische Erwachsenenbildung' hervor. Trotz Fortschritten in der medialen Wahrnehmung bleibt das Feld relativ unbekannt.

Einfluss des Internets

Die Einführung des Internets in den späten 90er Jahren hat die politische Bildung stark beeinflusst. Während anfangs großes Potenzial in sozialen Medien gesehen wurde, hat sich die Wahrnehmung gewandelt, und das Internet wird zunehmend als Raum für Hass und unsachliche Kommunikation wahrgenommen.

Trends in der Erwachsenenbildung

Gürses spricht über die Tendenz zu mehr Formalisierung in der Erwachsenenbildung, insbesondere durch europäische Richtlinien. Themen wie lebenslanges Lernen und Kompetenzorientierung sind zentral, obwohl die Umsetzung in der Praxis komplex bleibt.

Politische Bildung und Migrantengruppen

Ein wichtiger Aspekt der Arbeit war die Anpassung der politischen Bildung an die Bedürfnisse von Migrantinnen und Migranten. Gürses betont, dass geflüchtete Personen oft politisch engagiert sind, auch wenn sie aus nicht-demokratischen Kontexten stammen.

Einfluss der Corona-Pandemie

Die Pandemie hat die Bildungslandschaft verändert, was zu einer erhöhten Sensibilität für psychologische Aspekte in der Bildung geführt hat. Neue Trends, wie der Fokus auf Identität und Antirassismus, sind in den Vordergrund gerückt.

Ausblick in die Zukunft

Gürses schließt mit der Frage nach der zukünftigen Ausrichtung der politischen Erwachsenenbildung und ermutigt die nächste Generation von Bildungsanbietern, sich den Herausforderungen und Veränderungen aktiv zu stellen.