
AT.reloaded
Verlag Österreich
Beschreibung
Tauche mit AT.reloaded in die Welt des Strafrechts ein. Erlebe praxisnahe Fälle und Lösungen, präsentiert von Ingeborg Zerbes. Dein Schlüssel zu einem tieferen Verständnis für komplexe Fragestellungen im Strafrecht.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Strafrecht Aktuell: Kontrolle in Gewaltbeziehungen
18.09.2026
Häusliche Gewalt beginnt nicht erst mit körperlichen Übergriffen. Auch systematische Erniedrigungen, soziale Isolation und finanzielle Abhängigkeit können dazu dienen, Macht und Kontrolle über eine andere Person auszuüben. Doch wie weit reicht der strafrechtliche Schutz?In dieser Folge von AT.reloaded diskutieren Ingeborg Zerbes und Franziska Eckstein, ob der Tatbestand der fortgesetzten Gewaltausübung nach § 107b StGB erweitert werden sollte. Anhand von Aussagen Betroffener und Erkenntnissen aus der Forschung beleuchten sie unterschiedliche Formen von Gewalt in Beziehungen, bestehende Schutzlücken und mögliche Reformansätze. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie das Strafrecht schwerwiegende Kontroll- und Unterdrückungsverhältnisse erfassen kann, ohne die Grenze zwischen strafbarem Verhalten und anderen problematischen Beziehungskonstellationen aus dem Blick zu verlieren.TriggerwarnungIn dieser Folge wird über häusliche Gewalt gesprochen und konkrete Erfahrungen von Betroffenen geschildert. Die Folge enthält nachgesprochene Aussagen, die belastend sein können. Bitte überlege, ob du dich mit diesen Inhalten auseinandersetzen möchtest.Wenn du selbst von Gewalt betroffen bist oder Unterstützung benötigst, kannst du dich an ein Gewaltschutzzentrum wenden. Das Gewaltschutzzentrum Wien erreichst du unter der Nummer 01 585 32 88.

Strafrecht Aktuell: Catcalling
14.08.2026
Catcalling ist für viele Frauen Alltag. Doch wann wird aus einer unangenehmen oder herabwürdigenden Äußerung strafrechtlich relevantes Verhalten? Und gibt es im österreichischen Strafrecht derzeit eine Schutzlücke?In dieser Folge von Strafrecht Aktuell diskutieren Ingeborg Zerbes, Franziska Eckstein, Sarah Obino und Leo Korinek, welche Formen verbaler sexueller Belästigung nach geltendem Recht bereits erfasst sind und wo die Grenzen von sexueller Belästigung, Beleidigung und gefährlicher Drohung liegen. Anhand konkreter Fälle zeigen sie, warum besonders grobe, erniedrigende oder einschüchternde Äußerungen derzeit nicht immer strafbar sind.Außerdem geht es um mögliche rechtspolitische Lösungen, internationale Regelungen und die zentrale Frage, ob ein eigener Straftatbestand für Catcalling notwendig und verhältnismäßig wäre. Die Folge liefert keine vorgefertigte Antwort, sondern zeigt die wichtigsten Argumente für und gegen eine Erweiterung des Strafrechts und hilft dir, die aktuelle Debatte juristisch einzuordnen.

Strafrecht Aktuell: Strafvollzug
17.07.2026
In dieser Strafrecht Aktuell-Folge spricht Professorin Ingeborg Zerbes mit dem Strafrechtsexperten Christian Grafl über ein hochaktuelles Problem des österreichischen Strafrechts: den überlasteten Strafvollzug.Ausgangspunkt sind dramatische Entwicklungen in österreichischen Justizanstalten, von Überbelag und Personalmangel bis hin zu Suiziden, Todesfällen und massiver Belastung der Justizwache. Christian Grafl erklärt, warum diese Situation nicht mit „mehr Brutalität“ in der Gesellschaft zu erklären ist, sondern vor allem mit strafrechtlichen Verschärfungen, kurzen unbedingten Freiheitsstrafen und einer zurückhaltenden Praxis bei bedingten Entlassungen.Die Folge zeigt, welche Entlastungsmaßnahmen diskutiert werden: mehr Alternativen zur Freiheitsstrafe, ein stärkerer Einsatz von Geldstrafen, gemeinnütziger Arbeit und elektronisch überwachtem Hausarrest sowie eine kritischere Prüfung, wofür Strafrecht tatsächlich eingesetzt werden soll. Auch der Jugendstrafvollzug, die Forderung nach einem Jugendgerichtshof und der besondere Umgang mit jungen Erwachsenen werden näher beleuchtet.Eine Folge über Strafvollzug, Resozialisierung und Sicherheit, die deutlich macht: Wer Strafrecht verstehen will, muss auch fragen, was nach der Verurteilung passiert.Im Podcast zu Gast: Univ.-Prof. i. R. Dr. Christian Grafl ist emeritierter Professor für Kriminologie und Kriminalistik am Institut für Strafrecht und Kriminologie der Universität Wien sowie gerichtlicher Sachverständiger für Urkundenuntersuchung und Schriftwesen.