
Unterwegs in Gottes Welt - Staffel 2
Christina Heidemann
Beschreibung
In Staffel 2 von „Unterwegs in Gottes Welt“ geht Christina mit Religionslehrkräften ins Gespräch. Ausgangspunkt sind Kinderfragen aus dem Religionsunterricht.
Welche unterrichtspraktischen Ideen ermöglichen es Schülerinnen und Schülern, Antworten zu diesen Fragen auf die Spur zu kommen?
Drei Ideen aus der Praxis werden von den Gästen und Gästinnen vorgestellt.
Wenn dir eine Kinderfrage begegnet ist, die in einer Folge beleuchtet werden soll, melde dich gern.
Gemeinsam sind wir #unterwegsingotteswelt.
Infos zu den Bildungsbereichen in den Instituten sowie Veranstaltungstipps finden sich hier:
https://www.pi-villigst.de/ und https://pti.ekir.de/
Alle Infos zum Unterwegs-in-Gottes-Welt-Projekt finden sich hier:
https://www.unterwegs-in-gottes-welt.de/
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht
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Jetzt haben wir Reli. - Was machen wir da? Anfangsunterricht RU - mit Anja Kneffel
Erzählungen als Bindeglied zu Kindern
Aus früheren Erfahrungen erwächst die Erkenntnis, wie stark Geschichten motivieren und Orientierung geben. Ohne viel Material gelingt Vermittlung durch Stimme, Blickkontakt und Rhythmus. Der Unterricht im Religionsbereich profitiert von einer sicheren Atmosphäre, in der sich Kinder öffnen können. Vielfalt der Standorte, kulturelle Unterschiede und unterschiedliche Lebenswelten erfordern sensibles Eingehen auf die Gefühlswelt und eine klare, freundliche Haltung der Lehrkraft.
Drei zentrale Ideen für den Einstieg
Erzählungen, unterstützt von Bodenbildern, bleiben zentral. Ergänzt werden sie durch eine Schatzkiste mit Symbolen, Kerze, Bibel und Kindergeschichten. Ein Fragenbaum erfasst blinde Flecken und eröffnet einen gemeinsamen Weg, Antworten in Geschichten zu suchen. Dieses Vorgehen macht Raum für Neugier, Reflexion und Bezüge zur eigenen Lebenswelt der Kinder.
Rituale, Materialien und Grundausstattung
Beginnende Rituale wie Kreisgespräche, Kerze, Lieder und symbolische Gegenstände stärken Gemeinschaft und Sicherheit. Gefühlsmetaphern (leicht wie eine Feder, schwer wie ein Stein) erleichtern das Reden über Gefühle. Grundmaterialien wie farbige Tücher, Kegelfiguren, Liedbestand und eine Symbolkartei unterstützen den Unterricht – sie sollten gezielt ausgewählt und flexibel eingesetzt werden.
Praxis- und Lernbegleitung
Für Anfängerinnen und Anfänger bietet der Unterrichtsrahmen Orientierung: Bezugspersonen schaffen Vertrauen, Raumgestaltung wirkt beruhigend, und wiederkehrende Strukturen geben Sicherheit. Es lohnt sich, auf bewährte Konzepte und Materialien zurückzugreifen, die Rahmenpläne berücksichtigen. Ziel ist, eine lernförderliche Atmosphäre zu gestalten, in der Fragen, Geschichten und Rituale zu einer lebendigen Glaubens- und Sinnsuche beitragen.
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Wieso bin ich immer wütend und kann nicht aufhören? - mit Annkatrin Schüth
Wut als normales Gefühl im Schulalltag
Wut gehört zum Alltag von Grundschulkindern und zeigt sich oft in kleineren Auslösern wie gestohlenen Stiften oder verteilten Sitzplätzen. Sie kann laut, körperlich oder impulsiv auftreten, wird aber zum Teil bedauert, wenn sie ungewollt geschieht. Wut dient auch als Hinweis auf persönliche Grenzen und Bedürfnisse, weshalb der Umgang mit dieser Emotion wichtiger ist als das Vermeiden von Ärger.
Religionsunterricht als Deutungshilfe für Gefühle
Religionsunterricht bietet einen Kontext, um Gefühle wie Wut zu verstehen. Bibelhistorien helfen, Gefühle einzuordnen und zu zeigen, dass auch heilende oder gerechte Gründe hinter heftigen Reaktionen stehen können. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Gefühl und Handlung, damit Wut Ausdruck von Gerechtigkeit oder Bedürfnissen bleibt, ohne andere zu verletzen.
Praktische Wege zur Selbstregulation
Konkrete Übungen wie Atemtechniken, Körperwahrnehmung und Mini-Auszeiten helfen, Wut zu regulieren. Visualisierte oder kinästhetische Ansätze unterstützen Kinder dabei, sich zu beruhigen, bevor sie reagieren. Durch regelmäßiges Üben entwickeln Schülerinnen und Schüler Selbstwirksamkeit und lernen, eigene Verhaltensoptionen zu prüfen statt impulsiv zu handeln.
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Warum hat Petrus seinen besten Freund Jesus verraten, wenn er ihn doch so gern hatte? - mit Sarah Riedl
Erinnerungen an Verrat und Freundschaft
Die Diskussion beginnt mit der Reflexion über die Kinderfrage, warum Petrus Jesus verraten hat, und spiegelt die unterschiedlichen Emotionen und Erfahrungen wider, die Kinder in Bezug auf Verrat und Freundschaft haben können. Diese Frage eröffnet ein tiefes Gesprächsangebot und lädt dazu ein, über die eigene Lebenswelt nachzudenken.
Wichtigkeit von Freundschaft in der Grundschule
Sarah Riedel betont, dass Freundschaften für Grundschulkinder von zentraler Bedeutung sind. Sie dienen als erste Bindungen außerhalb des familiären Rahmens und sind entscheidend für die soziale und emotionale Entwicklung der Kinder. In diesen Beziehungen erfahren sie Freude, Konflikte und die Kunst des Versöhnens.
Petrus als Identifikationsfigur
Petrus wird als Identifikationsfigur vorgestellt, um die biblische Geschichte für Schüler greifbar zu machen. Die zentrale Botschaft ist, dass Gottes Liebe trotz Verrat bestehen bleibt, was den Kindern hilft, die Relevanz dieser Geschichte zu erkennen.
Unterrichtsansätze und Ideen
Die Gesprächspartnerin nennt verschiedene Unterrichtsansätze, um die Themen Freundschaft und Verrat zu vermitteln, darunter das Schreiben eines Tagebucheintrags aus der Perspektive des Petrus, die Bildbetrachtung eines expressionistischen Kunstwerks und die Nutzung eines Hosentaschenbuchs für individuelle Reflexionen. Dabei wird die Bedeutung von Differenzierung und Zugangsvielfalt für unterschiedliche Lerngruppen hervorgehoben.
Abschluss und Ausblick
Der Podcast schließt mit einer Ermutigung für Lehrkräfte, kreativ und offen zu sein, um die Themen Ostern und Freundschaft im Religionsunterricht zu vertiefen. Die Gastgeberinnen wünschen sich, dass die Lehrerinnen und Lehrer die Ideen im Unterricht umsetzen und damit die Kinder auf ihrem Weg begleiten.