Zwischen Tür und Therapie - Psychologische Impulse für zwischendurch
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Zwischen Tür und Therapie - Psychologische Impulse für zwischendurch

Angelika Spies

Beschreibung

Herzlich Willkommen bei „Zwischen Tür und Therapie“ – deinem Podcast für psychologische Impulse für zwischendurch!

Ich bin Angelika Spies, klinische und Gesundheitspsychologin mit Online-Praxis. Hier bekommst du echte Interventionen, so wie sie 1:1 in Therapiesitzungen stattfinden können - alltagstauglich und auf den Punkt gebracht.

Wenn du dich für psychologische Therapie und therapeutische Interventionen interessierst, abonniere gern diesen Podcast und schau auf meiner Website www.angelika-spies.com für ein kostenloses Gespräch vorbei!

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

#23 - Suizidgedanken + Stanford Prison Experiment

03.05.2026

Suizidgedanken verstehen

Suizidgedanken entstehen oft aus emotionalem Schmerz, Hoffnungslosigkeit und Überforderung, wobei der Wunsch zu existieren oder weiterzuleben anders formuliert wird als ein direkter Todeswunsch. Häufige Diagnosen mit solchen Gedanken sind Depressionen, Angststörungen, Borderline-Persönlichkeitsstörung, posttraumatische Belastungsreaktionen und Suchterkrankungen. Typische Hinweise sind Sinnfragen, das Empfinden einer Belastung und das Gefühl, niemanden zu haben, der hilft. Gedanken müssen nicht zu Handlungen führen.

Therapie und Alltagsbewältigung

In der Therapie erfolgt eine Risikoeinschätzung, Klärung von Ursachen und Funktionen der Gedanken sowie Stabilisierung durch Gespräche, Struktur und Sicherheit. Wichtige Strategien umfassen das Erkennen von Auslösern, das Hinterfragen schädlicher Denkmuster und das Entwickeln von Krisenplänen. Im Alltag geht es darum, Gedanken zu beobachten statt zu bekämpfen, Notfallkontakte zu nutzen und konkrete Skills wie Atmungsübungen oder sensorische Reize anzuwenden, um akute Krisen zu überstehen.

Unterstützung und Prävention

Wichtig ist, dass Suizidgedanken nicht als Zeichen persönlicher Schwäche verwechselt werden. Offenheit gegenüber vertrauten Personen oder Fachleuten kann Entlastung bringen und Isolation reduzieren. Kontakte zu Vertrauenspersonen, ambulanten Einrichtungen oder psychiatrischen Diensten ermöglichen sichere Hilfe. Das Sprechen über die Gedanken senkt das Risiko und schafft Raum für Unterstützung, ohne Stigmatisierung oder Wertung.

Stanford Prison Experiment – psychologische Dynamiken

Eine Gruppe Studierender wurde zufällig in Gefängniswärter und Gefangene eingeteilt. Bereits bald eskalierte Machtverteilung: Wärter deindividuierten sich durch Uniformen, Gefangene wurden nummeriert, und Misshandlungen traten auf. Innerhalb weniger Tage wandelten sich unsichere Rollen zu strenger Kontrolle und psychischem Leid; das Experiment musste abgebrochen werden. Kernmechanismen waren Rollentheorie, Deindividuation, Machtstrukturen und die These, dass schwere Umgebungen Verhalten stärker formen als individuelle Eigenschaften.

Suizidgedanken verstehen

Suizidgedanken entstehen oft aus emotionalem Schmerz, Hoffnungslosigkeit und Überforderung, wobei der Wunsch zu existieren oder weiterzuleben anders formuliert wird als ein direkter Todeswunsch. Häufige Diagnosen mit solchen Gedanken sind Depressionen, Angststörungen, Borderline-Persönlichkeitsstörung, posttraumatische Belastungsreaktionen und Suchterkrankungen. Typische Hinweise sind Sinnfragen, das Empfinden einer Belastung und das Gefühl, niemanden zu haben, der hilft. Gedanken müssen nicht zu Handlungen führen.

Therapie und Alltagsbewältigung

In der Therapie erfolgt eine Risikoeinschätzung, Klärung von Ursachen und Funktionen der Gedanken sowie Stabilisierung durch Gespräche, Struktur und Sicherheit. Wichtige Strategien umfassen das Erkennen von Auslösern, das Hinterfragen schädlicher Denkmuster und das Entwickeln von Krisenplänen. Im Alltag geht es darum, Gedanken zu beobachten statt zu bekämpfen, Notfallkontakte zu nutzen und konkrete Skills wie Atmungsübungen oder sensorische Reize anzuwenden, um akute Krisen zu überstehen.

Unterstützung und Prävention

Wichtig ist, dass Suizidgedanken nicht als Zeichen persönlicher Schwäche verwechselt werden. Offenheit gegenüber vertrauten Personen oder Fachleuten kann Entlastung bringen und Isolation reduzieren. Kontakte zu Vertrauenspersonen, ambulanten Einrichtungen oder psychiatrischen Diensten ermöglichen sichere Hilfe. Das Sprechen über die Gedanken senkt das Risiko und schafft Raum für Unterstützung, ohne Stigmatisierung oder Wertung.

Stanford Prison Experiment – psychologische Dynamiken

Eine Gruppe Studierender wurde zufällig in Gefängniswärter und Gefangene eingeteilt. Bereits bald eskalierte Machtverteilung: Wärter deindividuierten sich durch Uniformen, Gefangene wurden nummeriert, und Misshandlungen traten auf. Innerhalb weniger Tage wandelten sich unsichere Rollen zu strenger Kontrolle und psychischem Leid; das Experiment musste abgebrochen werden. Kernmechanismen waren Rollentheorie, Deindividuation, Machtstrukturen und die These, dass schwere Umgebungen Verhalten stärker formen als individuelle Eigenschaften.

#22 - Slow ETF + Mandela-Effekt

19.04.2026

Slow EFT als praktischer Baustein der Neuroresilienz

Der Podcast behandelt Slow EFT als kompakte, eigenständige Klopftechnik zur Beruhigung des Nervensystems. Kernidee ist ein zielgerichtetes Abklopfen von Meridianpunkten mit bewusst wahrgenommenen Gefühlen. Die Methode lässt sich flexibel an Zeitrahmen anpassen und stärkt die Selbstwirksamkeit, indem Nutzerinnen und Nutzer lernen, Gefühle selbstständig zu regulieren, statt abhängig von anderen zu bleiben. Der Fokus liegt auf achtsamer, schrittweiser Bearbeitung belastender Emotionen.

Anwendung, Ablauf und wissenschaftlicher Hintergrund

Die Anleitung umfasst das Klopfen in einer festgelegten Reihenfolge (Handkante, innere/äußere Augenbraue, Wangenknochen, Oberlippe, Kinn, Schlüsselbein, unter der Achsel, Rippenbögen). Dabei wird auf Veränderungen der emotionalen Intensität geachtet, bis eine Belastung verschwindet. Studien verweisen darauf, dass Stresshormone sinken, der Parasympathikus aktiviert wird und die Amygdala beruhigt reagiert. Langfristig wird so die Regulation trainiert.

Praxishinweise und Realitätsbezug

Für den Einstieg werden wenige Worte gewählt; pro Session genügt oft ein einzelnes belastendes Wort. Wiederholungen verstärken die Wirkung, während regelmäßige Übungen mehr Ruhe bringen als seltene Langsessions. Begleitend empfiehlt der Sprecher, Körperwahrnehmungen zu beobachten und Erfolge zu dokumentieren, um Fortschritte sichtbar zu machen. Der Ansatz betont Selbstständigkeit, Achtsamkeit und eine sanfte, nicht aggressive Klopftechnik.

Mandela-Effekt als Beispiel kollektiver Fehlerminnerung

Der Mandela-Effekt wird als Phänomen kollektiver falscher Erinnerungen beschrieben, beeinflusst durch Sprache, Bilder und soziale Verstärkung. Beispiele wie bekannte Filmzeilen, Monopoly-Details oder Disney-Szenen zeigen, wie Gedächtnis Rekonstruktion statt exakte Reproduktion ist. Erklärt werden Mechanismen wie Konfabulation, soziale Bestätigung und Experimenten, die zeigen, wie Formulierungen oder Emotionen Erinnerungen verändern können.

Slow EFT als praktischer Baustein der Neuroresilienz

Der Podcast behandelt Slow EFT als kompakte, eigenständige Klopftechnik zur Beruhigung des Nervensystems. Kernidee ist ein zielgerichtetes Abklopfen von Meridianpunkten mit bewusst wahrgenommenen Gefühlen. Die Methode lässt sich flexibel an Zeitrahmen anpassen und stärkt die Selbstwirksamkeit, indem Nutzerinnen und Nutzer lernen, Gefühle selbstständig zu regulieren, statt abhängig von anderen zu bleiben. Der Fokus liegt auf achtsamer, schrittweiser Bearbeitung belastender Emotionen.

Anwendung, Ablauf und wissenschaftlicher Hintergrund

Die Anleitung umfasst das Klopfen in einer festgelegten Reihenfolge (Handkante, innere/äußere Augenbraue, Wangenknochen, Oberlippe, Kinn, Schlüsselbein, unter der Achsel, Rippenbögen). Dabei wird auf Veränderungen der emotionalen Intensität geachtet, bis eine Belastung verschwindet. Studien verweisen darauf, dass Stresshormone sinken, der Parasympathikus aktiviert wird und die Amygdala beruhigt reagiert. Langfristig wird so die Regulation trainiert.

Praxishinweise und Realitätsbezug

Für den Einstieg werden wenige Worte gewählt; pro Session genügt oft ein einzelnes belastendes Wort. Wiederholungen verstärken die Wirkung, während regelmäßige Übungen mehr Ruhe bringen als seltene Langsessions. Begleitend empfiehlt der Sprecher, Körperwahrnehmungen zu beobachten und Erfolge zu dokumentieren, um Fortschritte sichtbar zu machen. Der Ansatz betont Selbstständigkeit, Achtsamkeit und eine sanfte, nicht aggressive Klopftechnik.

Mandela-Effekt als Beispiel kollektiver Fehlerminnerung

Der Mandela-Effekt wird als Phänomen kollektiver falscher Erinnerungen beschrieben, beeinflusst durch Sprache, Bilder und soziale Verstärkung. Beispiele wie bekannte Filmzeilen, Monopoly-Details oder Disney-Szenen zeigen, wie Gedächtnis Rekonstruktion statt exakte Reproduktion ist. Erklärt werden Mechanismen wie Konfabulation, soziale Bestätigung und Experimenten, die zeigen, wie Formulierungen oder Emotionen Erinnerungen verändern können.

#21 - Love Languages + Backfire-Effekt

05.04.2026

Einführung in die Themen

Angelika Spies, eine klinische und Gesundheitspsychologin, präsentiert in diesem Podcast psychologische Impulse, die Beziehungen und Kommunikation betreffen. Sie behandelt die verschiedenen Arten, wie Liebe ausgedrückt werden kann, und erläutert, warum Missverständnisse in Beziehungen auftreten können.

Die fünf Sprachen der Liebe

Das Konzept der fünf Love Languages, entwickelt von Gary Chapman, identifiziert, dass jeder Mensch Liebe auf spezifische Weise zeigt und empfängt. Die fünf Sprachen sind: Worte der Anerkennung, Zweisamkeit, Geschenke, Hilfsbereitschaft und körperliche Berührung. Oft fühlen sich Menschen ungeliebt, weil ihre Art zu lieben nicht mit der der anderen übereinstimmt.

Missverständnisse in Beziehungen

Missverständnisse entstehen häufig, wenn Partner unterschiedliche Love Languages sprechen. Ein Beispiel verdeutlicht, dass eine Person sich durch Hilfsbereitschaft geliebt fühlt, während die andere Zweisamkeit benötigt. Diese Diskrepanz kann zu Frustration und Gefühlen der Ungeliebtsein führen.

Reflexion und Verständnis

Um Beziehungen zu verbessern, ist es entscheidend, die eigenen Bedürfnisse und die der anderen zu erkennen. Indem man versteht, wie man selbst und der Partner Liebe ausdrücken, kann man Missverständnisse vermeiden und die Beziehung stärken.

Der Backfire-Effekt

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Backfire-Effekt, der beschreibt, wie Menschen ihre Überzeugungen stärker verteidigen, wenn sie mit widersprüchlichen Informationen konfrontiert werden. Dies geschieht oft aus Selbstschutz, da Überzeugungen eng mit der Identität verbunden sind.

Kommunikation im Alltag

Um den Backfire-Effekt zu vermeiden, sollte man empathisch kommunizieren, Fragen stellen und Gemeinsamkeiten betonen. Der Schlüssel liegt darin, eine respektvolle Beziehung aufzubauen, in der sich beide Parteien sicher fühlen, um neue Perspektiven zuzulassen.

Einführung in die Themen

Angelika Spies, eine klinische und Gesundheitspsychologin, präsentiert in diesem Podcast psychologische Impulse, die Beziehungen und Kommunikation betreffen. Sie behandelt die verschiedenen Arten, wie Liebe ausgedrückt werden kann, und erläutert, warum Missverständnisse in Beziehungen auftreten können.

Die fünf Sprachen der Liebe

Das Konzept der fünf Love Languages, entwickelt von Gary Chapman, identifiziert, dass jeder Mensch Liebe auf spezifische Weise zeigt und empfängt. Die fünf Sprachen sind: Worte der Anerkennung, Zweisamkeit, Geschenke, Hilfsbereitschaft und körperliche Berührung. Oft fühlen sich Menschen ungeliebt, weil ihre Art zu lieben nicht mit der der anderen übereinstimmt.

Missverständnisse in Beziehungen

Missverständnisse entstehen häufig, wenn Partner unterschiedliche Love Languages sprechen. Ein Beispiel verdeutlicht, dass eine Person sich durch Hilfsbereitschaft geliebt fühlt, während die andere Zweisamkeit benötigt. Diese Diskrepanz kann zu Frustration und Gefühlen der Ungeliebtsein führen.

Reflexion und Verständnis

Um Beziehungen zu verbessern, ist es entscheidend, die eigenen Bedürfnisse und die der anderen zu erkennen. Indem man versteht, wie man selbst und der Partner Liebe ausdrücken, kann man Missverständnisse vermeiden und die Beziehung stärken.

Der Backfire-Effekt

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Backfire-Effekt, der beschreibt, wie Menschen ihre Überzeugungen stärker verteidigen, wenn sie mit widersprüchlichen Informationen konfrontiert werden. Dies geschieht oft aus Selbstschutz, da Überzeugungen eng mit der Identität verbunden sind.

Kommunikation im Alltag

Um den Backfire-Effekt zu vermeiden, sollte man empathisch kommunizieren, Fragen stellen und Gemeinsamkeiten betonen. Der Schlüssel liegt darin, eine respektvolle Beziehung aufzubauen, in der sich beide Parteien sicher fühlen, um neue Perspektiven zuzulassen.