
Der Focusing Podcast | Gespräche aus dem Innersten
Das Focusing Zentrum
Beschreibung
In „Der Focusing-Podcast | Gespräche aus dem Innersten“ kommen Menschen zu Wort, die Focusing auf ganz persönliche Weise erleben. Sie erzählen, wie sie diesen Weg des inneren Lauschens entdeckt haben, was sie dabei bewegt – und was sich in ihrem Leben verändert hat, seit sie begonnen haben, sich selbst achtsam zuzuhören.
Focusing ist mehr als eine Methode. Es ist ein Zugang zu dem, was in uns lebt – manchmal leise, manchmal kraftvoll, oft überraschend. In diesen Gesprächen entsteht Raum für Tiefe, echte Begegnung und das, was Worte manchmal nur streifen können.
Focusing ist mehr als eine Methode. Es ist ein Zugang zu dem, was in uns lebt – manchmal leise, manchmal kraftvoll, oft überraschend. In diesen Gesprächen entsteht Raum für Tiefe, echte Begegnung und das, was Worte manchmal nur streifen können.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Die Seele zwischen Traum und Klimakrise | Mit Teresa Dawson
06.09.2026
Was haben unsere Träume mit der Klimakrise zu tun?
In dieser Folge von Gespräche aus dem Innersten spreche ich mit Teresa Dawson über Träume, Focusing und unsere Beziehung zur mehr-als-menschlichen Welt.
Wir gehen der Frage nach, ob unser Erleben tatsächlich an den Grenzen des Individuums endet und welche Rolle Träume dabei spielen können, uns als Teil eines größeren Lebenszusammenhangs zu erfahren. Von dort führt unser Gespräch zur Klimakrise: Warum reichen Wissen, Fakten und moralischer Druck offenbar nicht aus, um unser Handeln grundlegend zu verändern? Und welche Bedeutung haben Verbundenheit und Liebe für unser Verhältnis zu Tieren, Pflanzen und unserer Umwelt?
Ein Gespräch über die Seele zwischen Traum und Klimakrise, über die besondere Stärke von Focusing und über eine Frage, die weit über das einzelne Ich hinausführt: Wie können wir dem Leben Raum geben, sich durch uns auszudrücken?
Weitere Infos:
https://www.focusing-zentrum.de/focusing-podcast/
https://teresadawson.ch

Verstehen statt Bewerten | Mit Anselm Grün
04.08.2026
Was geschieht, wenn Worte ihre Verbindung zur Erfahrung verlieren?
Gemeinsam mit Anselm Grün gehe ich dieser Frage nach und entdecke überraschende Berührungspunkte zwischen christlicher Spiritualität und Focusing.
Im Mittelpunkt unseres Gesprächs stehen Erfahrung und Ausdruck, das wahre Selbst, der heilige Raum und die Frage, wie religiöse Traditionen auch heute noch lebendig sprechen können. Dabei wird deutlich: Spirituelle Erfahrung lebt nicht zuerst von Begriffen oder Dogmen, sondern von einer Wirklichkeit, die immer wieder neu Ausdruck sucht.
Anselm beschreibt das Christentum als einen Weg der Verwandlung und sagt:
„Für mich ist Verwandlung der christliche Weg.“
Und zugleich öffnet sich der Blick über die Grenzen einzelner Religionen hinaus:
„Wenn man den Weg der Erfahrung geht, dann können sich Moslems, Buddhisten, Christen, Juden in der Tiefe gut verstehen.“
Ein Gespräch über Erfahrung, Sprache und Spiritualität, über Focusing und christliche Mystik und über die Kunst, dem Geheimnis des Lebens Ausdruck zu verleihen. Oder, mit den Worten Anselm Grüns:
„Verstehen statt Bewerten.“
Hinweis: Die Aufnahme entstand in der Abtei Münsterschwarzach. Trotz intensiver Nachbearbeitung konnten wir die Tonqualität leider nicht ganz auf das Niveau der übrigen Folgen bringen. Ich hoffe dennoch, dass Ihr Euch auf dieses besondere Gespräch einlasst.
Weitere Infos:
https://www.focusing-zentrum.de/focusing-podcast/

Focusing und personzentrierte Psychotherapie | Interview mit Manuel Zeitler
11.07.2026
Es gibt Gespräche, die kreisen um ein Thema.
Andere um eine Frage.
Und wieder andere um einen Unterschied, der vielleicht gar keiner ist.
In dieser Folge von Gespräche aus dem Innersten spreche ich mit dem österreichischen Psychotherapeuten Manuel Zeitler über Focusing und personzentrierte Psychotherapie, über Carl Rogers und Eugene Gendlin, über Beziehung und Experiencing und letztlich über die Frage, wo Veränderung eigentlich entsteht.
Manuel arbeitet in der Gemeinschaftspraxis Erlebensraum in Eisenstadt und gehört zum Organisationsteam der diesjährigen Gendlin-Tagung der ÖGWG in Wien anlässlich des 100. Geburtstags Eugene Gendlins. Ausgehend von seinem eigenen Weg von der Flugtechnik über Physik und Philosophie hin zur humanistischen Psychotherapie erzählt Manuel von einer Erfahrung, die für ihn bis heute prägend geblieben ist:
„Aber das erste Mal, dass ich das Gefühl von ‚Ich bin ok‘ gehabt habe und das war so: He!? Woher kommt das? Als der Schwerpunkt von außen nach innen ging, das war sehr bewegend.“
Von dort aus entwickelt sich ein Gespräch über die Bedeutung von Beziehung, über das Verhältnis von Therapie und Technik und über die Frage, ob das menschliche Erleben zuerst in der Begegnung mit anderen Menschen entsteht oder ob die Beziehung vielleicht selbst schon Ausdruck eines tieferen Prozesses ist.
Manuel formuliert seine Position dabei sehr klar:
„Drum sag ich lieber ‚Experienzielles Arbeiten‘ und behaupte, dass das Rogerianische Arbeiten prinzipiell ‚Experienzielles Arbeiten‘ ist.“
Und an anderer Stelle:
"Gendlin steht auf den Schultern von Rogers und nicht umgekehrt. Das des Ding immer ist, ‚Ich mit mir geht dann gut‘ wenn das ‚Ich mit Dir‘ schon einmal gelungen ist.“
Von dort aus wird das Gespräch zunehmend diskursiv. Es geht um die Frage, ob Beziehung und Experiencing überhaupt voneinander getrennt werden können, um die Rolle von Kongruenz und Empathie, um die Grenzen eines technisierten Verständnisses von Focusing und Psychotherapie und schließlich auch um Spiritualität, Esoterik und die Frage, worauf menschliches Erleben letztlich verweist. Wir kreisen um diese Fragen, nähern uns an und stoßen uns bisweilen auch wieder ab. Und doch haben wir eine gemeinsame Blickrichtung, die Manuel wiefolgt beschreibt:
"Und das ist jetzt das, was mich interessiert, dass Beziehung entsteht zwischen Menschen und das würde ich sagen, geht ohne Experiencing gar nicht."
Vielleicht ist es deshalb kein Zufall, dass Manuel später im Gespräch sagt:
„Bei Gendlin oder im Focusieren oder im experientiellen Zugang zu mir selbst, hab ich auch das Gefühl: da entsteht etwas Größeres.“
Vielleicht liegt ja genau dort der eigentliche Suchpunkt dieses Gesprächs? Nicht in der Entscheidung zwischen Rogers und Gendlin. Nicht zwischen Beziehung und Experiencing. Sondern in der gemeinsamen Suche nach einem Ort, an dem beides sich begegnet.
Weitere Infos:
https://www.focusing-zentrum.de/focusing-podcast/
https://erlebensraum.at
https://www.gendlin2026.at