
Aufgehorcht! Der Podcast mitten aus dem Nationalpark Hohe Tauern. Mit faszinierendem Naturwissen, Begegnungen und besonderen Klängen
Nationalpark Hohe Tauern
Beschreibung
Jeden ersten Montag im Monat öffnet sich eine neue Tür in den Nationalpark Hohe Tauern. In unserem Podcast entführen wir dich in eine Welt voller Naturwissen, drängender Fragestellungen im Naturschutz und Wissen über den Nationalpark Hohe Tauern. Tiefgehende Einblicke in Natur, Nachhaltigkeit, Umwelt, Ökologie, Klimawandel und Naturschutz warten darauf, gehört zu werden.
Unser Ziel? Wissen rund um den Nationalpark Hohe Tauern zugänglich zu machen – von Biodiversität über Lebensräume bis hin zu Bildung und Forschung. Wir bieten Informationen, die begeistern, komplexe Zusammenhänge klären und zeigen, wie Natur unser Leben prägt.
Unsere Themen bis Oktober 2026: Almen, Geschichte des Nationalparks Hohe Tauern, Natura 2000, Artenvielfalt; Lebensräume, Besucherlenkung & Natur, Wasserschloss der Alpen, Gletscher, Forschung im Nationalpark Hohe Tauern, Siedlungsgeschichte, Kulturlandschaft, Bildung.
Jede Folge bleibt kompakt, spannend und hörbar – etwa 20 bis 25 Minuten, ideal für eine monatliche Tour durch die Welt der Hohe Tauern. Abonniere den Podcast und begleite uns auf dieser Entdeckungsreise durch eine der beeindruckendsten Hochgebirgslandschaften Österreichs.
Unser Ziel? Wissen rund um den Nationalpark Hohe Tauern zugänglich zu machen – von Biodiversität über Lebensräume bis hin zu Bildung und Forschung. Wir bieten Informationen, die begeistern, komplexe Zusammenhänge klären und zeigen, wie Natur unser Leben prägt.
Unsere Themen bis Oktober 2026: Almen, Geschichte des Nationalparks Hohe Tauern, Natura 2000, Artenvielfalt; Lebensräume, Besucherlenkung & Natur, Wasserschloss der Alpen, Gletscher, Forschung im Nationalpark Hohe Tauern, Siedlungsgeschichte, Kulturlandschaft, Bildung.
Jede Folge bleibt kompakt, spannend und hörbar – etwa 20 bis 25 Minuten, ideal für eine monatliche Tour durch die Welt der Hohe Tauern. Abonniere den Podcast und begleite uns auf dieser Entdeckungsreise durch eine der beeindruckendsten Hochgebirgslandschaften Österreichs.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

#013 Naturschutz - Ranger Max debunkt
30.09.2026
Was ist eigentlich Wildnis? Ist die Natur gut oder schlecht? Und darf man Murmeltiere füttern, Drohnen im Nationalpark fliegen lassen oder jeden schönen Bergsee auf Instagram posten?
Was ist Wildnis – und was ist einfach nur Natur, die wir als „wild“ wahrnehmen? In dieser Folge von „Aufgehorcht“ gehen Katharina und Leandra gemeinsam mit Nationalpark-Ranger Max, Nationalpark Hohe Tauern, diesen und vielen weiteren Fragen nach.
Darum geht es in der Folge:
Wildnis oder unberührte Natur?
Was bedeuten diese Begriffe eigentlich und warum gibt es echte Wildnis in Europa kaum noch?
🌊 Naturgewalten:
Hochwasser, Gletscherbewegungen und Unwetter können für Menschen problematisch sein – für viele Pflanzen und Tiere sind natürliche Veränderungsprozesse aber lebenswichtig.
🚁 Drohnen im Nationalpark:
Warum Drohnen Wildtiere erheblich stören können und weshalb wissenschaftliche Drohnenflüge anders behandelt werden.
📸 Fotos & Social Media:
Fotografieren ist erlaubt und erwünscht – aber warum man bei besonders schönen und empfindlichen Orten besser auf genaue Ortsangaben und GPS-Daten verzichten sollte.
🦅 Geier-Mythen:
Der Bartgeier heißt zwar umgangssprachlich Lämmergeier, frisst aber keine Lämmer. Außerdem erfahren wir, welche Rolle Gänsegeier und Steinadler im Ökosystem spielen.
🐿️ Murmeltiere bitte nicht füttern:
Warum Wildtiere auch dann nicht gefüttert oder gestreichelt werden sollten, wenn sie neugierig auf Menschen zugehen.
🌲 Warum Naturschutz?
Ranger Max erklärt den Unterschied zwischen Prozessschutz und aktivem Naturschutz – und warum „nichts tun“ manchmal genau das Richtige sein kann.
Die zentrale Frage der Folge:
Ist Natur gut oder schlecht? Oder funktioniert sie einfach nach ihren eigenen Regeln?
Eine Podcast-Episode aus dem Nationalpark Hohe Tauern, gestaltet von Katharina, Leandra und Vicky vom Jugend-Beirat Nationalpark Hohe Tauern Salzburg. Produktion: Georg Wimmer
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#012 Hochgebirge: Der Wandel als Konstante
02.09.2026
Eine Landschaft, die sich ständig verändert – und wir bemerken es kaum
Eine Landschaft in Bewegung
Die alpine Landschaft wirkt auf den ersten Blick unveränderlich. Doch der genaue Blick zeigt: In den Hohen Tauern passiert ständig etwas – manches spektakulär, vieles langsam und für uns kaum wahrnehmbar.
Das Projekt CC-Habitalp (Change Check) hat untersucht, wie sich die Landschaft in drei Gebieten des Nationalparks Hohe Tauern über einen Zeitraum von 24 Jahren verändert hat. Dafür wurden Luftbildaufnahmen aus 1998 und 2022 verglichen und verschiedene Habitat- und Bodenbedeckungstypen systematisch kartiert.
Untersucht wurden das Seebachtal in Kärnten, das Sulzbachtal in Salzburg und das Innergschlöss in Osttirol. Zusammen umfassen die Untersuchungsgebiete rund 150 Quadratkilometer.
Was hat sich verändert?
Die Ergebnisse zeigen eine erstaunlich dynamische Landschaft: Auf rund einem Drittel der untersuchten Fläche wurden Veränderungen festgestellt. Dazu zählen unter anderem:
• der Rückgang von Gletschern
• die Entstehung neuer Seen in ehemaligen Gletscherbereichen
• Veränderungen von Wald- und Vegetationsflächen
• Murgänge, Überschwemmungen und Rutschungen
• Veränderungen durch menschliche Nutzung
• Veränderungen der Waldgrenze und Vegetationsentwicklung.
Besonders eindrucksvoll ist das Beispiel eines neu entstandenen Sees im Untersuchungsgebiet: Wo sich früher Gletschereis befand, ist inzwischen ein See von knapp 20 Hektar entstanden.
Auch weniger offensichtliche Veränderungen wurden sichtbar. So ging im Seebachtal der Bestand an Grünerlen deutlich zurück. Als mögliche Erklärung wurde lokales Expertenwissen herangezogen: Ein Pilz hatte die Bestände stark reduziert.
Was hat der Klimawandel damit zu tun?
Der Klimawandel spielt bei vielen der beobachteten Veränderungen eine Rolle. Besonders offensichtlich ist das beim Gletscherrückgang. Gleichzeitig verändern sich auch die Bedingungen für Wald und Vegetation: Die Waldgrenze wandert langsam nach oben, und ehemals vegetationsfreie Flächen werden besiedelt. Bei anderen Prozessen – etwa Felsstürzen, Murgängen oder Hangrutschungen – lässt sich der konkrete Anteil des Klimawandels anhand der vorliegenden Zeitreihe allerdings nicht eindeutig bestimmen.
Warum sind die Daten wichtig?
Die Untersuchung bewertet die Veränderungen nicht, sondern dokumentiert sie und schafft eine Grundlage für Vergleiche. Dadurch lässt sich besser erkennen, welche Prozesse bereits im Gang sind und wie sich die Landschaft weiterentwickeln könnte. Für den Nationalpark bedeutet das: Landschaftsschutz braucht auch ein Verständnis dafür, wie sich die Landschaft verändert.
Das Projekt wurde 2025 abgeschlossen. Auf dieser Grundlage soll unter anderem untersucht werden, was auf Flächen passiert, wenn der Gletscher verschwunden ist – mit einem besonderen Fokus auf Gletschervorfelder.
Zu Gast:
• Angelika Riegler, Forschungskoordinatorin beim Rat des Nationalparks Hohe Tauern
• Mario Lumassegger, Geograf bei Revital
zu den Projektinfos auf parcs.at des Nationalparks Hohe Tauern.
Kategorien:

#011: Naturgefahren & Infrastruktur im Klimawandel
31.07.2026
Steinschlag, tauender Permafrost und instabile Berge: Der Klimawandel verändert die Alpen schneller als viele denken. Was bedeutet das für Hütten, Wanderwege und Bergtouren?
In dieser Episode von „Aufgehorcht“ dreht sich alles um alpine Naturgefahren im Zeichen des Klimawandels. Gemeinsam mit Experten, Hüttenwirten und Wegearbeiterin werfen wir einen Blick auf die aktuellen Veränderungen in den Alpen:
Warum tauender Permafrost Berge instabil macht
Welche Risiken durch Gletscherrückgang entstehen
Wie sich die Erzherzog-Johann-Hütte sichtbar verändert
Welche Herausforderungen Hüttenbetriebe und Infrastruktur bewältigen müssen
Wie Wanderwege gepflegt, verlegt oder aufgegeben werden
Warum Monitoring entscheidend für zukünftige Anpassungsstrategien ist
Mit:
Ingo Hartmeier (GeoResearch, Salzburg)
Toni Riepler (Hüttenwirt und Bergführer, Erzherzog-Johann-Hütte)
Martina Mattersberger (Wegebau Sektion ÖAV Matrei in Osttirol)
Die Alpen verändern sich – und wir müssen lernen, mit diesen Veränderungen umzugehen. Die Natur macht dies ohnedies.