Read, Read, Read
Podcast
de

Read, Read, Read

internationales literaturfestival berlin

Beschreibung

Read, Read, Read ist der Podcast des internationalen literaturfestival berlin. Zum 25. Jubiläum präsentieren wir ab sofort die Highlights aus 25 Jahren Festivalgeschichte. Tauchen Sie mit uns ein in die Welt des Literaturfestivals und freuen Sie sich auf Archivschätze und spannende Perspektiven von Menschen aus dem gesamten Literaturkosmos.

Neue Folgen gibt es einmal pro Monat.

Podmon Kategorien

Darüber wird in diesem Podcast anteilig gesprochen.
Anzahl Kategorien

Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!

Top werbetreibende Marken in diesem Podcast (90d)

Upgrade dein Konto, um die Top werbetreibenden Marken zu sehen!

Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Hat Goethe sich geirrt? Mit Andreas Platthaus und Jens Bisky

21.07.2026

Einführung in die Völkerschlacht bei Leipzig

Der Podcast behandelt die Völkerschlacht bei Leipzig im Jahr 1813, ein zentrales Ereignis der europäischen Geschichte, bei dem 600.000 Soldaten aufeinandertrafen. Es wird die Perspektive der Zivilbevölkerung beleuchtet, die unter dem Krieg litt und die Auswirkungen dieser Schlacht auf die Menschen vor Ort.

Krieg und seine aktuellen Parallelen

Die Diskussion thematisiert die ständige Präsenz von Krieg und Elend in der Welt, einschließlich der aktuellen Konflikte in der Ukraine, im Iran, im Nahen Osten, im Sudan und Myanmar. Diese historischen und gegenwärtigen Ereignisse verdeutlichen, wie Zivilbevölkerungen in Kriegszeiten leiden.

Andreas Platthaus und seine Geschichtsdarstellung

Andreas Platthaus, Autor des Buches „1813“, bietet eine umfassende Analyse der Völkerschlacht, einschließlich der politischen Hintergründe, der Kontroversen und der medizinischen Versorgungsproblematik. Platthaus’ Werk wird als ein bedeutendes Dokument angesehen, das die Völkerschlacht nicht nur als militärisches, sondern auch als kulturelles Phänomen betrachtet.

Die Rolle von Sachsen

Die sächsische Perspektive auf den Krieg wird hervorgehoben, wobei Sachsen sowohl Verbündeter Napoleons als auch Teil des Widerstands war. Der sächsische König Friedrich August wird als jemand betrachtet, der zwischen den politischen Mächten navigieren musste und dessen Entscheidungen die Bevölkerung stark beeinflussten.

Goethe und Napoleon

Johann Wolfgang von Goethe wird als eine Figur vorgestellt, die trotz der politischen Umstände eine ambivalente Haltung gegenüber Napoleon einnahm. Sein kultureller Einfluss und seine literarischen Arbeiten werden in den Kontext der politischen Ereignisse gesetzt, um zu illustrieren, wie Kunst und Politik miteinander verwoben sind.

Schlussfolgerungen zur Völkerschlacht

Schließlich wird die Völkerschlacht als Wendepunkt in der Geschichte betrachtet, der nicht nur das Ende der alten Welt markierte, sondern auch die Entstehung einer neuen politischen Ordnung in Europa einleitete. Die Diskussion endet mit der Empfehlung von Literatur, die sich mit den Ereignissen rund um Napoleon befasst.

Einführung in die Völkerschlacht bei Leipzig

Der Podcast behandelt die Völkerschlacht bei Leipzig im Jahr 1813, ein zentrales Ereignis der europäischen Geschichte, bei dem 600.000 Soldaten aufeinandertrafen. Es wird die Perspektive der Zivilbevölkerung beleuchtet, die unter dem Krieg litt und die Auswirkungen dieser Schlacht auf die Menschen vor Ort.

Krieg und seine aktuellen Parallelen

Die Diskussion thematisiert die ständige Präsenz von Krieg und Elend in der Welt, einschließlich der aktuellen Konflikte in der Ukraine, im Iran, im Nahen Osten, im Sudan und Myanmar. Diese historischen und gegenwärtigen Ereignisse verdeutlichen, wie Zivilbevölkerungen in Kriegszeiten leiden.

Andreas Platthaus und seine Geschichtsdarstellung

Andreas Platthaus, Autor des Buches „1813“, bietet eine umfassende Analyse der Völkerschlacht, einschließlich der politischen Hintergründe, der Kontroversen und der medizinischen Versorgungsproblematik. Platthaus’ Werk wird als ein bedeutendes Dokument angesehen, das die Völkerschlacht nicht nur als militärisches, sondern auch als kulturelles Phänomen betrachtet.

Die Rolle von Sachsen

Die sächsische Perspektive auf den Krieg wird hervorgehoben, wobei Sachsen sowohl Verbündeter Napoleons als auch Teil des Widerstands war. Der sächsische König Friedrich August wird als jemand betrachtet, der zwischen den politischen Mächten navigieren musste und dessen Entscheidungen die Bevölkerung stark beeinflussten.

Goethe und Napoleon

Johann Wolfgang von Goethe wird als eine Figur vorgestellt, die trotz der politischen Umstände eine ambivalente Haltung gegenüber Napoleon einnahm. Sein kultureller Einfluss und seine literarischen Arbeiten werden in den Kontext der politischen Ereignisse gesetzt, um zu illustrieren, wie Kunst und Politik miteinander verwoben sind.

Schlussfolgerungen zur Völkerschlacht

Schließlich wird die Völkerschlacht als Wendepunkt in der Geschichte betrachtet, der nicht nur das Ende der alten Welt markierte, sondern auch die Entstehung einer neuen politischen Ordnung in Europa einleitete. Die Diskussion endet mit der Empfehlung von Literatur, die sich mit den Ereignissen rund um Napoleon befasst.

Finding Yourself in Times of Trouble? Mit Arundhati Roy & Gabriele von Arnim

25.06.2026

Einführung in Arundhati Roys Werk

Arundhati Roy betont, dass Schreiben eng mit dem Leben und der Gesellschaft verbunden ist. Ihr bekanntestes Werk, "The God of Small Things", behandelt die komplexen Geschichten von zwei Zwillingen in Indien und hinterfragt große Erzählungen durch das Licht kleiner Geschichten.

Politisches Engagement

Roy nutzt ihren Ruhm, um sich aktiv in politische Debatten einzubringen. Sie thematisiert Themen wie den Kaschmir-Konflikt, Hindu-Nationalismus und Umweltzerstörung, und kritisiert die Rolle multinationaler Konzerne in Indien.

Der Dialog über Macht und Widerstand

In einem Gespräch über die politischen und sozialen Herausforderungen in Indien wird deutlich, dass Roy die Verknüpfung von Literatur und Aktivismus als zentral erachtet. Sie spricht von der Notwendigkeit, gegen Unterdrückung zu kämpfen und die Stimme der Machtlosen zu erheben.

Schreiben als Überlebensstrategie

Roy reflektiert über die Schwierigkeiten des Schreibens in einem repressiven Umfeld. Sie sieht das Schreiben nicht nur als kreativen Akt, sondern als eine Form des Widerstands und des Überlebens in schwierigen Zeiten.

Fazit und Buchempfehlung

Die Diskussion schließt mit einer Empfehlung von Etel Adnans "Reise zum Mount Tamalpais", das die Verbindung zwischen Literatur, Natur und menschlicher Sensibilität aufzeigt und die Zuhörer dazu anregt, über ihre Beziehung zur Welt nachzudenken.

Einführung in Arundhati Roys Werk

Arundhati Roy betont, dass Schreiben eng mit dem Leben und der Gesellschaft verbunden ist. Ihr bekanntestes Werk, "The God of Small Things", behandelt die komplexen Geschichten von zwei Zwillingen in Indien und hinterfragt große Erzählungen durch das Licht kleiner Geschichten.

Politisches Engagement

Roy nutzt ihren Ruhm, um sich aktiv in politische Debatten einzubringen. Sie thematisiert Themen wie den Kaschmir-Konflikt, Hindu-Nationalismus und Umweltzerstörung, und kritisiert die Rolle multinationaler Konzerne in Indien.

Der Dialog über Macht und Widerstand

In einem Gespräch über die politischen und sozialen Herausforderungen in Indien wird deutlich, dass Roy die Verknüpfung von Literatur und Aktivismus als zentral erachtet. Sie spricht von der Notwendigkeit, gegen Unterdrückung zu kämpfen und die Stimme der Machtlosen zu erheben.

Schreiben als Überlebensstrategie

Roy reflektiert über die Schwierigkeiten des Schreibens in einem repressiven Umfeld. Sie sieht das Schreiben nicht nur als kreativen Akt, sondern als eine Form des Widerstands und des Überlebens in schwierigen Zeiten.

Fazit und Buchempfehlung

Die Diskussion schließt mit einer Empfehlung von Etel Adnans "Reise zum Mount Tamalpais", das die Verbindung zwischen Literatur, Natur und menschlicher Sensibilität aufzeigt und die Zuhörer dazu anregt, über ihre Beziehung zur Welt nachzudenken.

Why Are We So Into Rules? Mit David Graeber und Philip Grassmann

04.05.2026

Bürokratie als Machtorganismus

David Graeber beschreibt Bürokratie nicht bloß als ineffiziente Routine, sondern als eine Form der Machtausgestaltung. Wenn Strukturen schief wachsen, stabilisieren sie Ungleichheit statt sie zu korrigieren. Die Verschmelzung von öffentlicher und privater Verwaltung schafft ein Netz, in dem Geld, Gewalt und Technologie ineinandergreifen. Bürokratische Muster beeinflussen Lebensbereiche, erhöhen Barrieren und tragen zur Benachteiligung bestimmter Gruppen bei, während Innovation gebremst wird.

Finanzialisierung, Staat und Kontrolle

Der Text verortet den Wandel der 1970er/80er Jahre: Finanzsektoren rücken stärker in den Mittelpunkt, Bürokratien und Kapital verschmelzen. Öffentlicher Sektor wird privatisiert, Regulierungen schreiben Banken mit, Finanzinteressen gewinnen Einfluss über politische Entscheidungen. Die Folge ist eine Klasse, die Lebensbedingungen steuert und globale Ungleichheiten verstärkt, während technologische Entwicklungen oft auf Marktinteressen ausgerichtet bleiben und grundlegende Reformen scheinbar aussparen.

Polizei, Sicherheit und alltägliche Bürokratie

Graeber rückt Polizei und Sicherheitsstrukturen in den Fokus als zentrale, oft bürokratische Machtinstrumente. Untersuchungen zeigen, dass der Großteil polizeilicher Arbeit wenig mit Kriminalität zu tun hat, sondern mit Regulierung, Verboten und Belästigung. Die Bürokratie wird so zu einem Instrument der Überwachung und Repression, während Erträge aus Bußgeldern und Strafen staatliche oder privatwirtschaftliche Budgets stützen. Diese Dynamik beeinflusst globale Mittelschichterfahrungen von Sicherheit.

Technologie, Kreativität und neue Hoffnung

Es wird argumentiert, dass technologische Durchbrüche durch bürokratische Hürden gehemmt werden. Statt revolutionärer Fortschritte bleibe Innovation oft auf Anwendungen bestehender Technologien beschränkt. Gleichzeitig gibt es Anstöße aus weniger hierarchischen, netzwerkartigen Communities, Open-Source-Kultur und DIY-Initiativen, die jenseits großer Förderstrukturen kreative Lösungen ermöglichen und politische Debatten über Alternativen zu starker Zentralisierung vorantreiben.

Bürokratie als Machtorganismus

David Graeber beschreibt Bürokratie nicht bloß als ineffiziente Routine, sondern als eine Form der Machtausgestaltung. Wenn Strukturen schief wachsen, stabilisieren sie Ungleichheit statt sie zu korrigieren. Die Verschmelzung von öffentlicher und privater Verwaltung schafft ein Netz, in dem Geld, Gewalt und Technologie ineinandergreifen. Bürokratische Muster beeinflussen Lebensbereiche, erhöhen Barrieren und tragen zur Benachteiligung bestimmter Gruppen bei, während Innovation gebremst wird.

Finanzialisierung, Staat und Kontrolle

Der Text verortet den Wandel der 1970er/80er Jahre: Finanzsektoren rücken stärker in den Mittelpunkt, Bürokratien und Kapital verschmelzen. Öffentlicher Sektor wird privatisiert, Regulierungen schreiben Banken mit, Finanzinteressen gewinnen Einfluss über politische Entscheidungen. Die Folge ist eine Klasse, die Lebensbedingungen steuert und globale Ungleichheiten verstärkt, während technologische Entwicklungen oft auf Marktinteressen ausgerichtet bleiben und grundlegende Reformen scheinbar aussparen.

Polizei, Sicherheit und alltägliche Bürokratie

Graeber rückt Polizei und Sicherheitsstrukturen in den Fokus als zentrale, oft bürokratische Machtinstrumente. Untersuchungen zeigen, dass der Großteil polizeilicher Arbeit wenig mit Kriminalität zu tun hat, sondern mit Regulierung, Verboten und Belästigung. Die Bürokratie wird so zu einem Instrument der Überwachung und Repression, während Erträge aus Bußgeldern und Strafen staatliche oder privatwirtschaftliche Budgets stützen. Diese Dynamik beeinflusst globale Mittelschichterfahrungen von Sicherheit.

Technologie, Kreativität und neue Hoffnung

Es wird argumentiert, dass technologische Durchbrüche durch bürokratische Hürden gehemmt werden. Statt revolutionärer Fortschritte bleibe Innovation oft auf Anwendungen bestehender Technologien beschränkt. Gleichzeitig gibt es Anstöße aus weniger hierarchischen, netzwerkartigen Communities, Open-Source-Kultur und DIY-Initiativen, die jenseits großer Förderstrukturen kreative Lösungen ermöglichen und politische Debatten über Alternativen zu starker Zentralisierung vorantreiben.