
Greenvestigativ
Greenpeace
Beschreibung
Neue Folgen von Greenvestigativ erscheinen freitags.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

#12 Mordversuch im Amazonas (1/2)
Aktivistin im Fokus
Die Geschichte folgt Chuma Shipaya, einer indigene Führerin, Ärztin-in-Ausbildung, Mutter und Überlebenden mehrfacher Attentate. Sie steht im Mittelpunkt eines Films, der ihren Kampf gegen Zerstörung ihrer Heimat und den Schutz des Regenwalds dokumentiert und die Perspektive einer indigenen Stimme in den Vordergrund rückt.
Entstehung des Projekts
Der Regisseur Richard Latkani beschreibt, wie die Idee aus dem gemeinsamen Anliegen entstand, den Amazonas zu schützen. Zunächst ohne Kenntnis von Chuma, entwickelte sich das Vorhaben durch Begegnung, Vertrauen und den Wunsch, extreme Gefahrenlagen sichtbar zu machen. Portugiesisch-Lernen wurde zur Grundlage der Kommunikation und Sicherheit im Prozess.
Kernursachen der Zerstörung
Im Zentrum stehen Goldminen, Abholzungswellen und Quecksilberbelastung. Illegal beschafftes Goldbergbau-Geldkapital treibt Mineraleinsatz, um Flüsse zu vergiften und Indigene zu vertreiben. Das System funktioniert teils illegal, teils durch staatlich genehmigte Lizenzen, was dramatische Folgen für Umwelt und Lebensweisen hat.
Wirkung und Kontext
Festivalpremieren, Medienpräsenz und prominente Unterstützer erhöhen den Druck auf Politik und Öffentlichkeit. Relevanz gewinnen Indigene als Träger von Wissen und Rechtsschutz. Der Film zeigt die Gefahren, aber auch die mögliche Macht von Sichtbarkeit, Advocacy und interner Kommunikation, ohne direkte Handlungsanleitungen oder Werbesprache.

#11 Das schmutzige Geschäft der Rinderwäsche (mit @malentschi)
Einblick in die Rinderwäsche
Im geschützten Gebiet der Narovoto, einer indigenen Gemeinschaft in Brasilien, werden illegale Rinderfarmen betrieben. Die Kühe, die hier aufwachsen, werden anschließend auf legale Farmen transportiert, um ihre Herkunft zu verschleiern und sie an internationale Fleischkonzerne zu verkaufen. Diese Praxis wird als Kettle Laundering oder Rinderwäsche bezeichnet und betrifft über 1200 Tiere, deren Fleisch bis in europäische Supermärkte gelangt.
Die Rolle von Greenpeace
Der Podcast beleuchtet, wie Greenpeace illegale Praktiken aufdeckt und dabei auf die Missstände im Zusammenhang mit großflächigen Abholzungen des Amazonas-Regenwaldes eingeht. Der Fokus liegt auf den großen Fleischkonzernen, die trotz bestehender Embargos und rechtlicher Problematiken weiterhin profitabel arbeiten.
Die Perspektive von Malenji
Malenji, eine Influencerin mit einem starken Fokus auf Veganismus und Tierrechten, teilt ihre Erfahrungen und Ansichten über das Thema. Sie betont die Wichtigkeit, sich für Tierrechte einzusetzen und sensibilisiert die Zuhörer für die sozialen und ökologischen Implikationen der Tierhaltung. Außerdem wird diskutiert, wie die Konsumenten durch bewusste Kaufentscheidungen Druck auf Unternehmen ausüben können.
Gesetzliche Rahmenbedingungen und Herausforderungen
Das Gespräch thematisiert die Herausforderungen in der Gesetzgebung, insbesondere das Mercosur-Abkommen und die Entwaldungsverordnung der Europäischen Union, die darauf abzielen, die Abholzung zu bekämpfen und den Handel mit Produkten zu regulieren, die zur Zerstörung von Wäldern beitragen. Es wird hervorgehoben, dass die Umsetzung solcher Gesetze oft an politischen und wirtschaftlichen Interessen scheitert.
Der Aufruf zur Aktion
Der Podcast schließt mit einem Aufruf an die Hörerinnen und Hörer, sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen, weniger tierische Produkte zu konsumieren und sich über die Herkunft ihrer Lebensmittel zu informieren. Greenpeace bietet verschiedene Möglichkeiten zur Mitwirkung, einschließlich Petitionen, um auf die Missstände aufmerksam zu machen und Veränderungen zu bewirken.

#10 Anschlag auf den Umweltschutz: Die Versenkung der Rainbow Warrior
Ein schicksalhafter Abend an Bord der Rainbow Warrior
In einer klaren Nacht vor der Küste Aucklands bereitete sich die Crew der Rainbow Warrior auf Proteste gegen französische Atomwaffentests vor. Plötzlich erschütterten zwei Explosionen das Schiff, was zu einem tödlichen Vorfall führte, bei dem der Fotograf Fernando Pereira ums Leben kam. Dies markierte den Beginn einer tragischen Geschichte, die Greenpeace bis heute beschäftigt.
Die Hintergründe des Konflikts
Ursula Bittner, Organisationssprecherin von Greenpeace, diskutiert mit Simon Schwarz, einem Schauspieler und Kabarettisten, über die tiefen Wurzeln des Konflikts. Sie sprechen über die Geschichte von Atomwaffentests seit den 1940er Jahren, die Rolle von Greenpeace in der Friedensbewegung und die Gefahren der Atomenergie.
Die Reaktionen auf den Anschlag
Der Anschlag wurde von Frankreich als Angriff auf ihre Atompolitik angesehen. Trotz der internationalen Empörung kam es zu wenig Konsequenzen für die Verantwortlichen. Die neuseeländische Polizei entschloss sich, das vermeintlich schweizerische Ehepaar, das an dem Anschlag beteiligt war, festzunehmen, wobei sich schnell herausstellte, dass es sich um französische Geheimdienstagenten handelte.
Folgen und Vermächtnis
Die Rainbow Warrior wurde schließlich versenkt, aber ihr Vermächtnis lebt weiter. Greenpeace setzte seine Mission fort und der Vorfall führte zu einer globalen Diskussion über Atomwaffen und Umweltschutz. Simon Schwarz reflektiert die Relevanz dieser Geschichte für die heutige Zeit und den anhaltenden Aktivismus für den Umweltschutz.