IM PSYCHOTOP mit Gitta Jacob
Podcast
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IM PSYCHOTOP mit Gitta Jacob

Beltz Verlagsgruppe GmbH & Co. KG und Autorin Gitta Jacob

Beschreibung

Die Prävalenz psychischer Störungen nimmt stetig zu, immer mehr Menschen nehmen die Hilfe von Psychotherapeut:innen in Anspruch. Dabei werden individuelle und gesellschaftliche Phänomene zunehmend psychologisiert und Problemlösungen werden immer breiter in der Psychotherapie gesucht. Doch was passiert da eigentlich, wie sinnvoll ist das und wird es vielleicht manchmal zu viel?

Der Podcast »Im Psychotop« gibt einen Einblick in die ehrliche Meinung und Ansichten einer der bekanntesten Psychotherapeutinnen Deutschlands und ihrer Gäste. Was kann Psychotherapie – und was kann sie nicht? Wie denken Gitta Jacob und ihre Gäste über gesellschaftliche Phänomene und aktuelle Trends rund um die Themen mentale Gesundheit, Wohlbefinden und Selbstverwirklichung?

Ein Podcast für Fachleute, die ihr therapeutisches Wirken reflektieren möchten und interessierte Laien, die wissen wollen, was Psychotherapie leisten kann – und wo sie an ihre Grenzen stößt.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

#011 IM PSYCHOTOP: Wie gehen wir mit dem Thema Hochsensibilität in der Psychotherapie um?

01.07.2026

Thema Hochsensibilität in der Psychotherapie

Gitta Jacob und ihre Gästin Carina Hillenbrand diskutieren die Herausforderungen und Chancen der Hochsensibilität in der Psychotherapie. Während Hochsensibilität oft gehyped wird, betonen sie, dass es keine offizielle Diagnose ist und viele Klienten sie als Erklärung für ihre Probleme nutzen.

Fallbeispiele aus der Praxis

Jacob präsentiert zwei Fallbeispiele: Eine 54-jährige Grundschullehrerin, die mit chronischen Schmerzen und depressiven Beschwerden zu kämpfen hat, sowie eine 25-jährige Studentin, die sich aufgrund emotionaler Invalidierung in ihrem Elternhaus als hochsensibel identifiziert. Beide zeigen unterschiedliche Interaktionen mit ihrer Hochsensibilität und deren Auswirkungen auf ihr Leben.

Therapeutische Ansätze und Herausforderungen

Die Diskussion beleuchtet die Wichtigkeit, dass Klienten Verantwortung für ihre Probleme übernehmen, anstatt die Schuld nach außen zu projizieren. Jacob betont, dass Hochsensibilität oft als Schutzmechanismus dient, der die Klienten jedoch in ihrer Entwicklung einschränken kann.

Funktionen des Selbstwerts

Ein zentrales Thema ist die Funktionalität, die das Selbstwertgefühl der Klienten erhält. Klienten, die sich stark mit ihrer Hochsensibilität identifizieren und damit einen emotionalen Gewinn erzielen, haben es schwerer, diese Sichtweise zu hinterfragen und zu ändern.

Kritik an der Diagnose Hochsensibilität

Jacob stellt die Nützlichkeit der Diagnose Hochsensibilität in Frage und sieht sie eher als Spektrum. Sie argumentiert, dass es wichtiger ist, die individuellen Bedürfnisse und biografischen Hintergründe der Klienten zu berücksichtigen, als sie in ein festes diagnostisches Schema zu pressen.

Thema Hochsensibilität in der Psychotherapie

Gitta Jacob und ihre Gästin Carina Hillenbrand diskutieren die Herausforderungen und Chancen der Hochsensibilität in der Psychotherapie. Während Hochsensibilität oft gehyped wird, betonen sie, dass es keine offizielle Diagnose ist und viele Klienten sie als Erklärung für ihre Probleme nutzen.

Fallbeispiele aus der Praxis

Jacob präsentiert zwei Fallbeispiele: Eine 54-jährige Grundschullehrerin, die mit chronischen Schmerzen und depressiven Beschwerden zu kämpfen hat, sowie eine 25-jährige Studentin, die sich aufgrund emotionaler Invalidierung in ihrem Elternhaus als hochsensibel identifiziert. Beide zeigen unterschiedliche Interaktionen mit ihrer Hochsensibilität und deren Auswirkungen auf ihr Leben.

Therapeutische Ansätze und Herausforderungen

Die Diskussion beleuchtet die Wichtigkeit, dass Klienten Verantwortung für ihre Probleme übernehmen, anstatt die Schuld nach außen zu projizieren. Jacob betont, dass Hochsensibilität oft als Schutzmechanismus dient, der die Klienten jedoch in ihrer Entwicklung einschränken kann.

Funktionen des Selbstwerts

Ein zentrales Thema ist die Funktionalität, die das Selbstwertgefühl der Klienten erhält. Klienten, die sich stark mit ihrer Hochsensibilität identifizieren und damit einen emotionalen Gewinn erzielen, haben es schwerer, diese Sichtweise zu hinterfragen und zu ändern.

Kritik an der Diagnose Hochsensibilität

Jacob stellt die Nützlichkeit der Diagnose Hochsensibilität in Frage und sieht sie eher als Spektrum. Sie argumentiert, dass es wichtiger ist, die individuellen Bedürfnisse und biografischen Hintergründe der Klienten zu berücksichtigen, als sie in ein festes diagnostisches Schema zu pressen.

#10 IM PSYCHOTOP – Warum wir die Indikation für Psychotherapie besser beachten sollten

03.06.2026

Indikation vs Kontraindikation in Psychotherapie

Der Podcast beleuchtet, wann Psychotherapie sinnvoll ist und wann Indikationen fehlen oder Gegenanzeigen bestehen. Die Moderation erklärt notwendige vs hinreichende Bedingungen: Eine psychische Störung allein reicht nicht zur Therapie aus, es braucht auch Veränderungsfähigkeit, Motivation und Umweltfaktoren. Praktische Beispiele zeigen, wie Fehldiagnosen und voreilige Schlüsse zu falschen Zuweisungen führen können.

Fallbeispiele: Falsche Indikation und vorhandene Kontraindikationen

Ein Fall beschreibt eine Patientin mit unspezifischen Somatikbeschwerden; eine Depression wird erst spät erkannt. Ein zweiter Fall zeigt, wie vorliegende Muster nicht zu Veränderung führen und Kontraindikationen wie mangelnde Umstellungsfähigkeit auftreten. Beide Situationen verdeutlichen, dass Indikation und Motivation sorgfältig geprüft werden müssen.

Richtlinien, Praxis und Rolle der Zuweisung

Es werden Rechtsgrundlagen wie Sozialgesetzbuch und Psychotherapie-Richtlinien herangezogen, um Kontraindikationen zu erklären. Fehlleitungen ergeben sich oft durch unsachgemäße Zuweisungen, insbesondere über Terminservicestellen. Transparente Kommunikation, lange Erstgespräche und klare Kriterien helfen, sinnvoll zu entscheiden, wer tatsächlich von Psychotherapie profitieren könnte.

Umsetzung im Praxisalltag

Der Therapeut prüft ausführlich Vorbehandlungen, biografische Hintergründe und das soziale Umfeld. Wenn keine Veränderungsfähigkeit vorhanden ist, wird auf alternative Unterstützungsangebote verwiesen. Offene, klare Kommunikation und Mut zur Zurückweisung sorgen dafür, Ressourcen gerecht einzusetzen und Patientinnen nicht zu überfordern.

Indikation vs Kontraindikation in Psychotherapie

Der Podcast beleuchtet, wann Psychotherapie sinnvoll ist und wann Indikationen fehlen oder Gegenanzeigen bestehen. Die Moderation erklärt notwendige vs hinreichende Bedingungen: Eine psychische Störung allein reicht nicht zur Therapie aus, es braucht auch Veränderungsfähigkeit, Motivation und Umweltfaktoren. Praktische Beispiele zeigen, wie Fehldiagnosen und voreilige Schlüsse zu falschen Zuweisungen führen können.

Fallbeispiele: Falsche Indikation und vorhandene Kontraindikationen

Ein Fall beschreibt eine Patientin mit unspezifischen Somatikbeschwerden; eine Depression wird erst spät erkannt. Ein zweiter Fall zeigt, wie vorliegende Muster nicht zu Veränderung führen und Kontraindikationen wie mangelnde Umstellungsfähigkeit auftreten. Beide Situationen verdeutlichen, dass Indikation und Motivation sorgfältig geprüft werden müssen.

Richtlinien, Praxis und Rolle der Zuweisung

Es werden Rechtsgrundlagen wie Sozialgesetzbuch und Psychotherapie-Richtlinien herangezogen, um Kontraindikationen zu erklären. Fehlleitungen ergeben sich oft durch unsachgemäße Zuweisungen, insbesondere über Terminservicestellen. Transparente Kommunikation, lange Erstgespräche und klare Kriterien helfen, sinnvoll zu entscheiden, wer tatsächlich von Psychotherapie profitieren könnte.

Umsetzung im Praxisalltag

Der Therapeut prüft ausführlich Vorbehandlungen, biografische Hintergründe und das soziale Umfeld. Wenn keine Veränderungsfähigkeit vorhanden ist, wird auf alternative Unterstützungsangebote verwiesen. Offene, klare Kommunikation und Mut zur Zurückweisung sorgen dafür, Ressourcen gerecht einzusetzen und Patientinnen nicht zu überfordern.

#09 IM PSYCHOTOP - Krankschreibung wegen Psyche: Fluch oder Segen

06.05.2026

Fallbeispiele: Sinnvolle Krankschreibung vs. Grenzen der Burnout-Rot

Zwei Fälle werden verglichen: eine Krankenschwester mit extremer Erschöpfung und vegetativer Überlastung profitierte von längerer Krankschreibung, Medikamenten und psychischer Therapie, gefolgt von einer beruflichen Neuorientierung, die Struktur und Belastbarkeit wiederherstellte. Ein weiteres Beispiel zeigt, wie individuelle Faktoren, Lebensumstände und soziale Unterstützung Einfluss darauf haben, ob eine Krankschreibung sinnvoll ist oder ob eine Rückkehr angepasst erfolgen sollte.

Junge Patientin: Risiken von Verlust der Tagesstruktur und langsamer Regression

Bei einer 23-Jährigen mit Autismusspektrum und ADHS führte eine Belastung durch betweenmenschliche Vorfälle und familiäre Belastungen zu drastischem Funktionsverlust. Krankschreibung allein half nicht; stattdessen brauchte es strukturierende Maßnahmen, ergotherapeutische Interventionen und klare Perspektiven. Die Situation verdeutlicht, wie früh instead von vollständiger Arbeitsunterbrechung zu langfristiger Regression führen kann, wenn keine sichere Tagesstruktur geschaffen wird.

Umgang mit Druck von Umfeld: Grenzen, Transparenz und Verantwortung

Der Dialog zeigt, wie wichtig es ist, Klarheit zu bewahren, keine falschen Diagnosen zu akzeptieren und unrealistische Erwartungen zu vermeiden. Konflikte zwischen Patient, Familie und Arbeitgeber erfordern eine sorgfältige Abwägung von Notwendigkeit, Verantwortung und realistischen Optionen. Transparente Kommunikation über Atteste, Wiederaufnahmepläne und schrittweise Wiedereingliederung dient der patientenspezifischen Stabilisierung.

Kriterien, Planung und Haltung von Therapeuten

Kriterien für eine Krankschreibung orientieren sich an somatischen Warnzeichen, vegetativer Erschöpfung und der Belastungssituation am Arbeitsplatz. Situative Belastungen ohne persistente Symptome legen nahe, rasche Wiedereingliederung zu prüfen. Eine befristete Krankschreibung mit klarem Plan und regelmäßiger Begleitung kann helfen, eine erneute Belastung zu vermeiden, während der Patient Perspektiven für sinnvolle Tätigkeiten entwickelt.

Fallbeispiele: Sinnvolle Krankschreibung vs. Grenzen der Burnout-Rot

Zwei Fälle werden verglichen: eine Krankenschwester mit extremer Erschöpfung und vegetativer Überlastung profitierte von längerer Krankschreibung, Medikamenten und psychischer Therapie, gefolgt von einer beruflichen Neuorientierung, die Struktur und Belastbarkeit wiederherstellte. Ein weiteres Beispiel zeigt, wie individuelle Faktoren, Lebensumstände und soziale Unterstützung Einfluss darauf haben, ob eine Krankschreibung sinnvoll ist oder ob eine Rückkehr angepasst erfolgen sollte.

Junge Patientin: Risiken von Verlust der Tagesstruktur und langsamer Regression

Bei einer 23-Jährigen mit Autismusspektrum und ADHS führte eine Belastung durch betweenmenschliche Vorfälle und familiäre Belastungen zu drastischem Funktionsverlust. Krankschreibung allein half nicht; stattdessen brauchte es strukturierende Maßnahmen, ergotherapeutische Interventionen und klare Perspektiven. Die Situation verdeutlicht, wie früh instead von vollständiger Arbeitsunterbrechung zu langfristiger Regression führen kann, wenn keine sichere Tagesstruktur geschaffen wird.

Umgang mit Druck von Umfeld: Grenzen, Transparenz und Verantwortung

Der Dialog zeigt, wie wichtig es ist, Klarheit zu bewahren, keine falschen Diagnosen zu akzeptieren und unrealistische Erwartungen zu vermeiden. Konflikte zwischen Patient, Familie und Arbeitgeber erfordern eine sorgfältige Abwägung von Notwendigkeit, Verantwortung und realistischen Optionen. Transparente Kommunikation über Atteste, Wiederaufnahmepläne und schrittweise Wiedereingliederung dient der patientenspezifischen Stabilisierung.

Kriterien, Planung und Haltung von Therapeuten

Kriterien für eine Krankschreibung orientieren sich an somatischen Warnzeichen, vegetativer Erschöpfung und der Belastungssituation am Arbeitsplatz. Situative Belastungen ohne persistente Symptome legen nahe, rasche Wiedereingliederung zu prüfen. Eine befristete Krankschreibung mit klarem Plan und regelmäßiger Begleitung kann helfen, eine erneute Belastung zu vermeiden, während der Patient Perspektiven für sinnvolle Tätigkeiten entwickelt.