
Unterm Teppich...
Denise Winter und Tomke Weihrauch
Beschreibung
Wir erzählen über Themen der sytemischen Beratung und Therapie, stellen häufig wiederkehrende Muster dar, berichten über Methoden u.v.m.
Tomke und Denise arbeiten gemeinsam in einer Praxis für systemische Beratung und Therapie für Einzelpersonen, Familien und Paare in Oldenburg.
Hier kommen immer wieder Menschen mit ähnlichen Themen, Gedanken, Unsicherheiten oder Fragen in die Praxis.
Das Ziel des Podcasts ist es, mehr über die systemische Arbeit in diesem Kontext zu erfahren.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

#15 - Trennung mit Kindern: Was Eltern wissen sollten, aber selten besprechen
Hintergrund der Folge
In der Folge wird das Thema Trennung mit Fokus auf Kinder behandelt. Es geht darum, wie Paare den Kindern gegenüber transparent kommunizieren, welche Gefühle und Unsicherheiten bei den Kindern auftreten können und wie man Eltern- und Kinderperspektiven voneinander trennt, um Konflikte auf der Paarebene zu halten.
Auswirkungen auf Kinder und Umgangsformen
Es wird erläutert, dass Kinder stark reagieren, oft mit Unsicherheit, Fragen und Loyalitätskonflikten. Pubertätsveränderungen verstärken die Reaktion. Wichtig ist, dass Kinder Ressourcen finden, z. B. peers oder externe Unterstützung, und dass Eltern ihnen Raum für Emotionen geben, ohne ihnen Erklärungen aufzuzwingen, die Schuldzuweisungen vermeiden.
Methoden und Perspektivenwechsel
Es werden zirkuläre Fragen, Perspektivenwechsel und das Familienbrett als Werkzeuge beschrieben, um Sichtweisen der Kinder sichtbar zu machen. Dabei geht es darum, Rollen, Bedürfnisse und mögliche Konflikte zu visualisieren und Handlungsoptionen abzuleiten, damit Kinder nicht zwischen Elternteilen stehen müssen.
Elterliche Kommunikation und Verantwortung
Die Bedeutung einer offenen, altersgerechten Kommunikation wird betont. Eltern sollen Verantwortung klar trennen, Loyalitätskonflikte vermeiden und den Kindern Sicherheit geben. Es wird empfohlen, Gespräche behutsam zu führen, Emotionen anzuerkennen und konkrete Informationen passend zum Entwicklungsstand zu vermitteln, ohne Versprechen zu geben, die nicht gehalten werden können.

#14 - Die einseitige Trennung – wenn einer geht und der andere nicht loslassen kann
Experimentelles Fallbeispiel und Kernthese
In der Folge wird ein ausgedachtes Paar vorgestellt, Elisa und Per, das sich aufgrund unterschiedlicher Wünsche trennt oder an der Beziehung festhält. Ein neues Format soll erforschen, wie sich Trennung als Option auf Kommunikation, Gefühle und Lösungssuche auswirkt, ohne echte Paare zu behandeln. Die Darstellung zielt darauf ab, alltägliche Dynamiken zugänglich zu machen und Reflexion statt roher Ratgeberlogik zu fördern.
Ausgangslage und zentrale Anliegen
Elisa will die Trennung umsetzen; Per möchte an der Beziehung arbeiten. Beide bringen Bedürfnisse, Verletzungen und unterschiedliche Perspektiven mit, während Kinder eine verbindende Rolle behalten. Die Therapeutinnen betonen, dass es um emotionale Prozesse geht, nicht um schnelle Entscheidungen. Ziel ist, einen Raum zu schaffen, in dem Konflikte deeskaliert und Verständnisse füreinander entstehen können.
Beobachtungen zur Dynamik und methodische Ansätze
Es wird eine klare Gegenüberstellung der Anliegen sichtbar, wobei Trennung nicht als Lösung, sondern als möglicher Impuls gesehen wird. Methoden umfassen sternförmige Kommunikation, Perspektivwechsel, Wunderfragen, zyklische Fragen und systemische Ansätze wie Aufstellungsarbeit oder Genogrammarbeit. Es geht darum, Gefühle sichtbar zu machen und Muster hinter Konflikten zu erkennen.
Therapeutische Perspektiven und Reflexion
Die Moderation fokussiert darauf, Raum für Stimmen zu schaffen, ohne zu urteilen oder Entscheidungen zu treffen. Die Fachstelle betont, dass die Therapierunde keine Vorgaben setzt, sondern dabei hilft, Anliegen zu sortieren, Sichtweisen zu erweitern und eigene Verbindungen als Paar neu zu beleuchten. Abschließend wird auf die Bedeutung von Alltagsfreuden und nachhaltiger Selbstreflexion hingewiesen.

#13 - Trennung: Lass mal Schluss machen
Trennung als thematischer Fokus und Praxisbezug
Der Podcast widmet sich dem Thema Trennung aus unterschiedlichen Perspektiven. Es geht um den Umgang damit im Praxisalltag, um Einblicke in Gründe, Hürden und den Prozess des Loslassens. Trennung wird als normaler Bestandteil von Beziehungen gesehen, der sich aus Geschichten und Entwicklungen ergibt und nicht als singuläres Ereignis verstanden werden sollte.
Schuld, Verantwortung und Klarheit in Paardynamiken
Es wird beobachtet, dass Schuld oft verschiedenen Ursachen folgt – interne Konflikte oder äußere Umstände. In Gesprächen kommt Klarheit durch Transparenz, Biografiearbeit und das Verstehen von Verhaltensmustern. Streitkulturen, Schutzmuster und Beziehungsdynamiken werden analysiert, um Handlungsoptionen zu eröffnen, statt Schuldzuschreibungen zu verstärken.
Trennungsprozesse: zwei mögliche Wege und deren Folgen
Es gibt Szenarien, in denen sich Paare schleichend trennen oder aktiv eine Trennung aussprechen. Manchmal führt schon das Aussprechen zur notwendigen Veränderung, oft zahlen auch Kinder und Umfeld einen Preis. Die Sicht betont, dass Trennung kein impulsiver Akt ist, sondern eine längere Entwicklung mit Risiken, aber auch Chancen für neue Orientierung darstellen kann.
Perspektiven, Vorbilder und ein wertschätzender Abschluss
Aus Sicht der Praxis können Trennungen eine Gelegenheit sein, Verantwortung zu übernehmen und sich neu zu orientieren. Es wird darauf hingewiesen, dass eine Trennung manchmal der Weg zu einer respektvollen Neuordnung ist und auch als Lernprozess für das kommende Miteinander dienen kann. Abschließend zeigen persönliche Anekdoten menschliche Seiten des Prozesses.