Thema statt Tabu
Podcast
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Thema statt Tabu

UAK Münster e.V.

Beschreibung

Thema statt Tabu. Was wir aus sexualisierter Gewalt in der Kirche lernen. Jahrzehntelang wurde weggeschaut. Jetzt wird hingehört. In unserem Podcast sprechen wir mit Menschen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben.
Diese Aufarbeitung existiert nur, weil sie von ihnen vorangetrieben, eingefordert und getragen wird. Was sie angestoßen haben, ist unumkehrbar. Expert:innen ergänzen den Podcast aus unterschiedlichsten Perspektiven.
Darüber hinaus fließt das Feedback der Hörer:innen mit ein.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Dr. Christiane Florin über Journalismus und Aufarbeitung

01.09.2026

Trigger-Hinweis

Der Podcast behandelt Themen rund um sexualisierte Gewalt, Missbrauch sowie deren körperliche und psychische Folgen und wird emotional belastende Situationen schildern.

Einführung und Gast

Christiane Florin, Journalistin und Politikwissenschaftlerin, ist zu Gast und spricht über ihre Recherchen zu institutionellem Versagen in der katholischen Kirche, besonders in Bezug auf sexualisierte Gewalt. Ihr Buch "Keinzelfall" beleuchtet die Geschichte eines ehemaligen Heimkindes und thematisiert die weitreichenden Folgen solcher Missstände.

Aufarbeitung und Klassismus

Florin betont, dass die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in Institutionen wie der katholischen Kirche oft nur reaktiv erfolgt und nicht aus eigenem Antrieb. Sie thematisiert auch Klassismus, der die Wahrnehmung und Aufmerksamkeit für Betroffene beeinflusst.

Öffentlichkeit und Journalismus

Die Rolle der Öffentlichkeit wird als Kontrollinstanz beschrieben, die notwendig ist, um institutionelle Vertuschungen aufzudecken. Florin kritisiert die reaktive Haltung der Kirche und betont, dass ohne den Druck von Betroffenen und Journalisten keine Fortschritte in der Aufarbeitung erzielt worden wären.

Persönliche Erfahrungen

Florin teilt ihre Erfahrungen im Umgang mit Betroffenen und den langfristigen Folgen von sexualisierter Gewalt. Sie erkennt, wie wichtig es ist, die Geschichten der Opfer zu hören, um die Auswirkungen dieser Erfahrungen zu verstehen.

Kunst und Emanzipation

Ein weiterer Aspekt ist Hildegard Knef, deren Leben und Werk Florin in einer Veranstaltung thematisiert hat. Knef wird in Verbindung mit der Thematik der Täter-Opfer-Umkehr in der Gesellschaft betrachtet.

Abschluss

Florin und die Moderatorin reflektieren über die Herausforderungen im Journalismus, insbesondere die Selektion von Geschichten und die Verantwortung, die Medien bei der Berichterstattung über Missbrauch tragen.

Trigger-Hinweis

Der Podcast behandelt Themen rund um sexualisierte Gewalt, Missbrauch sowie deren körperliche und psychische Folgen und wird emotional belastende Situationen schildern.

Einführung und Gast

Christiane Florin, Journalistin und Politikwissenschaftlerin, ist zu Gast und spricht über ihre Recherchen zu institutionellem Versagen in der katholischen Kirche, besonders in Bezug auf sexualisierte Gewalt. Ihr Buch "Keinzelfall" beleuchtet die Geschichte eines ehemaligen Heimkindes und thematisiert die weitreichenden Folgen solcher Missstände.

Aufarbeitung und Klassismus

Florin betont, dass die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in Institutionen wie der katholischen Kirche oft nur reaktiv erfolgt und nicht aus eigenem Antrieb. Sie thematisiert auch Klassismus, der die Wahrnehmung und Aufmerksamkeit für Betroffene beeinflusst.

Öffentlichkeit und Journalismus

Die Rolle der Öffentlichkeit wird als Kontrollinstanz beschrieben, die notwendig ist, um institutionelle Vertuschungen aufzudecken. Florin kritisiert die reaktive Haltung der Kirche und betont, dass ohne den Druck von Betroffenen und Journalisten keine Fortschritte in der Aufarbeitung erzielt worden wären.

Persönliche Erfahrungen

Florin teilt ihre Erfahrungen im Umgang mit Betroffenen und den langfristigen Folgen von sexualisierter Gewalt. Sie erkennt, wie wichtig es ist, die Geschichten der Opfer zu hören, um die Auswirkungen dieser Erfahrungen zu verstehen.

Kunst und Emanzipation

Ein weiterer Aspekt ist Hildegard Knef, deren Leben und Werk Florin in einer Veranstaltung thematisiert hat. Knef wird in Verbindung mit der Thematik der Täter-Opfer-Umkehr in der Gesellschaft betrachtet.

Abschluss

Florin und die Moderatorin reflektieren über die Herausforderungen im Journalismus, insbesondere die Selektion von Geschichten und die Verantwortung, die Medien bei der Berichterstattung über Missbrauch tragen.

Wer bestimmt Moral? Eine Collage über Sexualität, Schuld und Macht in der katholischen Kirche

19.08.2026

Trigger-Hinweis

Der Podcast behandelt Themen wie sexualisierte Gewalt und deren körperliche sowie psychische Folgen, die emotional belastend sein können.

Schuld und Verantwortungsumkehr

Betroffene berichten oft von Schuld und Scham, die nicht ihnen gehören. Die Umkehrung von Verantwortung ist ein zentrales Thema, das mit der Sexualmoral der katholischen Kirche und ihren Machtstrukturen zusammenhängt.

Die Rolle der katholischen Sexualmoral

Die katholische Kirche hat historisch eine strenge Sexualmoral propagiert, die zu einer Tabuisierung von Sexualität führt. Priester, die Zölibat versprechen, erleben oft eine nicht ausgereifte sexuelle Identität, was zu Übergriffen führen kann.

Klischees und Missverständnisse

Die Vorstellung, dass Zölibat die Ursache für sexuellen Missbrauch ist, wurde wissenschaftlich widerlegt. Es gibt auch Klischees über homosexuelle Priester, die oft nicht der Realität entsprechen.

Die Macht der Kirche und ihre Kontrolle

Die katholische Kirche übt Kontrolle über ihre Mitglieder aus, was zu einer hohen Tabuisierung von Sexualität führt. Diese Kontrolle wird durch Scham und Schuldgefühle verstärkt, was Missbrauch begünstigt.

Verantwortung und Aufarbeitung

Die Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt in der Kirche ist notwendig, doch viele Betroffene erleben weiterhin eine Ablehnung von Verantwortung durch kirchliche Institutionen. Es gibt wenig bis keine Konsequenzen für die Täter und die bestehenden Machtstrukturen bleiben bestehen.

Zusammenfassung der Themen

Die Diskussion thematisiert die veraltete Sexualmoral, die Schwierigkeiten in der Priesterausbildung sowie die Notwendigkeit einer ehrlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Sexualität in der Kirche.

Trigger-Hinweis

Der Podcast behandelt Themen wie sexualisierte Gewalt und deren körperliche sowie psychische Folgen, die emotional belastend sein können.

Schuld und Verantwortungsumkehr

Betroffene berichten oft von Schuld und Scham, die nicht ihnen gehören. Die Umkehrung von Verantwortung ist ein zentrales Thema, das mit der Sexualmoral der katholischen Kirche und ihren Machtstrukturen zusammenhängt.

Die Rolle der katholischen Sexualmoral

Die katholische Kirche hat historisch eine strenge Sexualmoral propagiert, die zu einer Tabuisierung von Sexualität führt. Priester, die Zölibat versprechen, erleben oft eine nicht ausgereifte sexuelle Identität, was zu Übergriffen führen kann.

Klischees und Missverständnisse

Die Vorstellung, dass Zölibat die Ursache für sexuellen Missbrauch ist, wurde wissenschaftlich widerlegt. Es gibt auch Klischees über homosexuelle Priester, die oft nicht der Realität entsprechen.

Die Macht der Kirche und ihre Kontrolle

Die katholische Kirche übt Kontrolle über ihre Mitglieder aus, was zu einer hohen Tabuisierung von Sexualität führt. Diese Kontrolle wird durch Scham und Schuldgefühle verstärkt, was Missbrauch begünstigt.

Verantwortung und Aufarbeitung

Die Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt in der Kirche ist notwendig, doch viele Betroffene erleben weiterhin eine Ablehnung von Verantwortung durch kirchliche Institutionen. Es gibt wenig bis keine Konsequenzen für die Täter und die bestehenden Machtstrukturen bleiben bestehen.

Zusammenfassung der Themen

Die Diskussion thematisiert die veraltete Sexualmoral, die Schwierigkeiten in der Priesterausbildung sowie die Notwendigkeit einer ehrlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Sexualität in der Kirche.

Prof. Dr. Thomas Kron über Täter im System

04.08.2026

Trigger-Hinweis

Der Podcast behandelt Themen wie sexualisierte Gewalt und Missbrauch sowie deren körperliche und psychische Folgen. Die Inhalte können emotional belastend sein.

Kirche als Organisation

Der Soziologe Prof. Dr. Thomas Krohn unterscheidet zwischen Kirche als Organisation und Religion. Die spezifischen Merkmale der Kirche, wie Klerikalismus und Brüderlichkeitsethik, fördern ein Umfeld, das Missbrauch begünstigt. Die Organisation ist nicht nur eine religiöse Gemeinschaft, sondern hat auch eigene Entscheidungsstrukturen und Mitgliedschaftsbedingungen.

Aufarbeitungskommission und Erfahrungen

Krohn ist Vorsitzender der unabhängigen Aufarbeitungskommission (UAK) in Aachen, wo er die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen vorantreibt. Diese Kommission besteht aus Fachleuten, Betroffenen und Psychologen. Ihre Arbeit umfasst die Untersuchung von Täterprofilen und die Analyse von Netzwerken, die Missbrauch ermöglichen.

Netzwerke und Täter

Die Untersuchung von Netzwerken ist entscheidend, um die Strukturen zu verstehen, die Missbrauch begünstigen. Krohn betont, dass es Hinweise auf kriminelle Netzwerke innerhalb der Kirche gibt, die über die Grenzen der Institution hinaus reichen.

Umgang mit Betroffenen

Krohn kritisiert den Umgang der Kirche mit Betroffenen, der oft unzureichend und schädlich ist. Es wird gefordert, dass die Kirche Verantwortung übernimmt und Betroffene nicht nur als Statisten betrachtet.

Vergleich mit der Mafia

Krohn zieht Parallelen zwischen der katholischen Kirche und der Mafia, insbesondere hinsichtlich ihrer Hierarchien, der Erzeugung von Unsicherheiten und dem Umgang mit Gewalt. Beide Organisationen nutzen eine Art von Schutzmechanismus, der auf der Erzeugung von Bedrohungen basiert.

Aufarbeitung als Ewigkeitsaufgabe

Die Aufarbeitung von Missbrauch ist eine kontinuierliche Aufgabe, die sowohl archäologische Arbeit als auch Prävention und Nachsorge umfasst. Krohn betont, dass die Kirche mehr tun muss, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Trigger-Hinweis

Der Podcast behandelt Themen wie sexualisierte Gewalt und Missbrauch sowie deren körperliche und psychische Folgen. Die Inhalte können emotional belastend sein.

Kirche als Organisation

Der Soziologe Prof. Dr. Thomas Krohn unterscheidet zwischen Kirche als Organisation und Religion. Die spezifischen Merkmale der Kirche, wie Klerikalismus und Brüderlichkeitsethik, fördern ein Umfeld, das Missbrauch begünstigt. Die Organisation ist nicht nur eine religiöse Gemeinschaft, sondern hat auch eigene Entscheidungsstrukturen und Mitgliedschaftsbedingungen.

Aufarbeitungskommission und Erfahrungen

Krohn ist Vorsitzender der unabhängigen Aufarbeitungskommission (UAK) in Aachen, wo er die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen vorantreibt. Diese Kommission besteht aus Fachleuten, Betroffenen und Psychologen. Ihre Arbeit umfasst die Untersuchung von Täterprofilen und die Analyse von Netzwerken, die Missbrauch ermöglichen.

Netzwerke und Täter

Die Untersuchung von Netzwerken ist entscheidend, um die Strukturen zu verstehen, die Missbrauch begünstigen. Krohn betont, dass es Hinweise auf kriminelle Netzwerke innerhalb der Kirche gibt, die über die Grenzen der Institution hinaus reichen.

Umgang mit Betroffenen

Krohn kritisiert den Umgang der Kirche mit Betroffenen, der oft unzureichend und schädlich ist. Es wird gefordert, dass die Kirche Verantwortung übernimmt und Betroffene nicht nur als Statisten betrachtet.

Vergleich mit der Mafia

Krohn zieht Parallelen zwischen der katholischen Kirche und der Mafia, insbesondere hinsichtlich ihrer Hierarchien, der Erzeugung von Unsicherheiten und dem Umgang mit Gewalt. Beide Organisationen nutzen eine Art von Schutzmechanismus, der auf der Erzeugung von Bedrohungen basiert.

Aufarbeitung als Ewigkeitsaufgabe

Die Aufarbeitung von Missbrauch ist eine kontinuierliche Aufgabe, die sowohl archäologische Arbeit als auch Prävention und Nachsorge umfasst. Krohn betont, dass die Kirche mehr tun muss, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.