
Ganz schön k(n)ackig: Geschichten aus dem Darm
Dagmar Praßler
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Folge 54 – Hilfe, die Krätze ist zurück!
Einführung in das Thema Krätze
Das Gespräch beginnt mit einem Vergleich zwischen der Krätze und dem Spruch "ich glaube, mich tritt ein Pferd". Die Wahrscheinlichkeit, an Krätze (Scabies) zu erkranken, ist heutzutage höher. Ein persönliches Erlebnis mit einem Physiotherapeuten, der sich angesteckt hatte, wird erwähnt.
Übertragung und Symptome
Krätze wird durch Haut-zu-Haut-Kontakt übertragen und kann durch Hygiene schwer vermieden werden. Symptome wie Juckreiz treten meist erst nach zwei bis fünf Wochen auf, was die Diagnose erschwert. Die Milben graben sich in die Haut und legen Eier ab, was zu einer unangenehmen Infektion führt.
Behandlung und Vorsorgemaßnahmen
Eine dermatologische Behandlung ist notwendig, wobei eine Permethrin-Creme empfohlen wird. Diese Creme muss großflächig angewendet werden und hat eine spezifische Einwirkzeit. Die vollständige Desinfektion von Kleidung und Umgebung ist ebenfalls erforderlich, um eine Ausbreitung zu verhindern.
Besondere Herausforderungen und Folgen
Besonderheiten wie die veränderte Hautflora nach einer Krätze-Infektion werden angesprochen, die das Risiko weiterer Hautinfektionen erhöht. Der Einsatz einer speziellen probiotischen Salbe wird empfohlen, um das Hautmikrobiom nach der Behandlung zu unterstützen.
Zusammenfassung und Empfehlungen
Der Podcast schließt mit der Empfehlung, bei Symptomen schnell zu handeln und einen Hautarzt aufzusuchen. Präventive Maßnahmen wie die Verwendung von Neem-Produkten zur Milbenbekämpfung werden ebenfalls diskutiert.
Folge 53 – AD(H)S? Hat doch gefühlt jede/r zweite!
ADHS als neurobiologische Eigenschaft
ADHS wird nicht mehr als klassische Krankheit angesehen, sondern als eine angeborene, andersartige Funktionsweise des Gehirns, die sowohl Stärken als auch Schwächen mit sich bringt. Die Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin wirken bei Betroffenen anders, was zu Schwierigkeiten bei der Reizfilterung führt.
Vererbung und Genetik von ADHS
Die Vererbbarkeit von ADHS liegt bei bis zu 80 Prozent, wobei es kein einzelnes ADHS-Gen gibt, sondern viele kleinere Genvarianten, die zusammenwirken. Genetik spielt eine entscheidende Rolle, während auch Umwelteinflüsse die Symptomatik beeinflussen können.
Zunahme der Diagnosen
In den letzten Jahren erhalten deutlich mehr Menschen, insbesondere Erwachsene, eine ADHS-Diagnose. Dies liegt weniger an einer tatsächlichen Zunahme der Fälle, sondern vielmehr an einer besseren Erkennung und einem höheren Bewusstsein für die Störung.
Symptome und Diagnose
ADHS-Symptome können in verschiedenen Lebensphasen auftreten, und es wird festgestellt, dass nicht alle Symptome automatisch eine ADHS-Diagnose rechtfertigen. Unkonzentriertheit kann auch durch äußere Faktoren wie Stress oder Schlafmangel verursacht werden.
Therapieansätze
Die Behandlung kann Psychotherapie und Medikamente wie Ritalin umfassen, das die Neurotransmitter im Gehirn reguliert. Dennoch gibt es alternative Behandlungsmöglichkeiten, die auf Ernährung und Mikrobiom abzielen, um ADHS-Symptome zu lindern.
Ernährung und Mikrobiom
Eine ausgewogene Ernährung kann die Bildung von Neurotransmittern fördern. Bestimmte Lebensmittel und Mikroben im Darm können die mentale Gesundheit beeinflussen. Eine Oligoketogene Diät könnte bei der Linderung von ADHS-Symptomen helfen, indem sie potenziell problematische Nahrungsmittel vermeidet.
Zusätzliche Hilfsmittel
Probiotika, Lecithin sowie Mineralstoffe und Vitamine können unterstützen, um die Symptome von ADHS zu mildern. Entspannungstechniken sind ebenfalls wichtig, um mit Stress umzugehen, der die Symptome verstärken kann.
Folge 52 – Warum Haferflocken Leben retten
Einführung in Ballaststoffe
Ballaststoffe sind chemisch gesehen Polysaccharide, die unverdauliche Pflanzenteile darstellen. Sie werden in lösliche und unlösliche Ballaststoffe unterteilt, beide sind jedoch wichtig für die Gesundheit, fördern die Verdauung, regulieren den Blutzuckerspiegel und unterstützen ein gesundes Mikrobiom.
Empfohlene Tagesmenge und Quellen
Die tägliche empfohlene Menge an Ballaststoffen liegt bei mindestens 30 bis 50 Gramm. Lösliche Ballaststoffe findet man vor allem in Hafer, Gerste, Obst und Gemüse, während unlösliche Ballaststoffe in Vollkornprodukten, Nüssen und bestimmten Gemüsesorten enthalten sind.
Wirkung auf die Gesundheit
Eine ballaststoffreiche Ernährung kann das Risiko für Herzkrankheiten senken, da Ballaststoffe cholesterinsenkend wirken und den Blutzuckerspiegel stabilisieren. Der Verzehr von Ballaststoffen fördert auch die Produktion von kurzkettigen Fettsäuren, die entzündungshemmende Eigenschaften haben.
Empfohlene Ernährungsweise
Zusätzlich zu Ballaststoffen wird eine Ernährung empfohlen, die fermentierte Lebensmittel enthält, um die Darmbakterien zu unterstützen. Bewegung und ausreichendes Kauen sind ebenfalls wichtig für eine gesunde Verdauung.
Vorbeugung von Krankheiten
Eine unausgewogene Ernährung, die arm an Ballaststoffen ist, kann zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Herstellung einer gesunden Darmflora wird als essenziell für die allgemeine Gesundheit angesehen.