NeuroKompass Eltern - ADHS,ASS & Neurodiversität verstehen
Fabio Azzarito
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht
Warum mein Kind ständig dazwischenredet – Impulsivität bei ADHS verstehen
Einführung in das Thema
Im Podcast geht es um die Herausforderungen, die Eltern von Kindern mit ADHS erleben, insbesondere wenn es um das Dazwischenreden geht. Fabio, der Gastgeber und Vater von neurodiversen Kindern, spricht darüber, warum viele Kinder mit ADHS Schwierigkeiten haben, anderen zuzuhören und abzuwarten, bevor sie ihre Gedanken äußern.
Verstehen des Verhaltens
Fabio betont, dass Kinder mit ADHS oft wissen, dass sie nicht unterbrechen sollten, aber der Impuls, ihre Gedanken sofort zu äußern, überwiegt. Dies ist weniger eine Frage des Respekts, sondern vielmehr eine Herausforderung, ihre Gedanken zu kontrollieren und gleichzeitig zuzuhören.
Strategien zur Unterstützung
Es werden verschiedene Strategien vorgestellt, um Kindern zu helfen, ihre Impulse zu kontrollieren, wie z.B. ein vereinbartes Zeichen oder das „Parken“ von Gedanken, um sicherzustellen, dass sie ihre Ideen nicht vergessen. Diese Methoden helfen, das Warten auf die eigene Redezeit zu erleichtern.
Umgang mit Unterbrechungen
Fabio ermutigt Eltern, nicht jede Unterbrechung zur Grundsatzdiskussion zu machen, sondern stattdessen kurze und ruhige Hinweise zu geben. Dies fördert das Verständnis und die Geduld und hilft dem Kind, zu lernen, dass Warten auch funktioniert.
Fazit und Ausblick
Die Entwicklung der Selbstkontrolle bei Kindern mit ADHS erfordert Zeit und Geduld. Fabio schließt mit der Botschaft, dass Verständnis für das Verhalten der Kinder wichtig ist, um ihnen zu helfen, an ihren sozialen Fähigkeiten zu arbeiten, ohne die Grenzen außer Acht zu lassen.
Ist Neurodivergenz nur eine Mode? – „Früher gab es ADHS und Autismus doch auch nicht!“
Einleitung zum Thema Neurodivergenz
In dieser Folge wird diskutiert, ob Neurodivergenz, wie ADHS und Autismus, nur eine Modeerscheinung ist. Es wird auf die weit verbreitete Meinung eingegangen, dass solche Diagnosen heutzutage übertrieben verwendet werden.
Frühere Wahrnehmungen von ADHS und Autismus
Der Host erklärt, dass ADHS und Autismus schon immer existiert haben, aber früher anders wahrgenommen wurden. Kinder wurden oft als "schwierig" oder "faul" eingestuft, statt eine richtige Diagnose zu erhalten.
Erhöhte Sichtbarkeit in der heutigen Gesellschaft
Die heutige Diskussion über Neurodivergenz wird durch eine bessere Wissensbasis und die Sichtbarkeit in sozialen Medien gefördert. Diese Sichtbarkeit hat sowohl positive als auch negative Aspekte, da sie einerseits Betroffenen hilft, sich zu identifizieren, andererseits aber auch zu einer oberflächlichen Nutzung der Begriffe führen kann.
Der Missbrauch von Diagnosen
Ein Problem ist die Vereinfachung von komplexen Diagnosen durch Social Media. Oft werden alltägliche Verhaltensweisen fälschlicherweise mit ADHS oder Autismus gleichgesetzt, was zu einer Verharmlosung der tatsächlichen Herausforderungen führt.
Kritik an der Ablehnung von Diagnosen
Es wird betont, dass ADHS und Autismus wissenschaftlich anerkannte Diagnosen sind und dass die Ablehnung dieser Begriffe schädlich ist. Eine differenzierte Diskussion über Diagnosen und deren Unterstützung ist wichtig.
Der Mittelweg zwischen Extrempositionen
Der Host plädiert für einen Mittelweg zwischen der Überbetonung von Diagnosen und deren Ablehnung. Aufklärung und verantwortungsbewusster Umgang mit den Begriffen sind entscheidend.
Die Bedeutung der individuellen Perspektive
Eine Diagnose sollte nicht die gesamte Identität eines Menschen bestimmen. Es ist wichtig, jedes Kind in seiner Einzigartigkeit zu sehen und zu verstehen, dass Diagnosen lediglich Hilfsmittel zur Unterstützung sind.
Schlussfolgerung
Die Folge schließt mit der Aufforderung, respektvoll über neurodivergente Themen zu sprechen und die Erfahrungen betroffener Menschen ernst zu nehmen, um ein besseres Verständnis zu fördern.
Autismus ist nicht gleich Autismus – Warum jedes autistische Kind anders ist
Einführung in das Thema Autismus
Fabio, ein Vater Coach und Mitgründer von NeuroKompass Eltern, thematisiert häufige Missverständnisse über Autismus. Er betont, dass Autismus nicht gleich Autismus ist und dass zwei Kinder mit der gleichen Diagnose völlig unterschiedlich sein können.
Das Autismus-Spektrum
Der Begriff des Spektrums ist entscheidend, da Autismus sich in vielen Facetten zeigt. Kinder können unterschiedlich kommunizieren, soziale Nähe suchen oder meiden und variieren in ihrer Sensitivität gegenüber Reizen. Diese Vielfalt macht es schwierig, eine einheitliche Vorstellung von Autismus zu haben.
Individuelle Unterschiede und Herausforderungen
Fabio erklärt, dass die Herausforderungen von autistischen Kindern oft von außen nicht sichtbar sind. Viele Kinder wirken nach außen hin „normal“, kämpfen jedoch innerlich mit der Verarbeitung von sozialen Situationen und Umgebungsreizen.
Die Problematik von Vergleichen
Vergleiche zwischen autistischen Kindern sind problematisch, da jedes Kind eigene Stärken und Herausforderungen hat. Autismus ist Teil der Persönlichkeit, aber nicht die gesamte Identität eines Kindes. Eltern sollten sich weniger auf Vergleiche konzentrieren und stattdessen die individuellen Bedürfnisse ihres Kindes in den Vordergrund stellen.
Stärken und Fähigkeiten
Fabio ermutigt dazu, auch die Stärken autistischer Kinder zu beachten, die sehr unterschiedlich ausgeprägt sein können. Es ist wichtig, die Einzigartigkeit jedes einzelnen Kindes zu akzeptieren, ohne in Schubladen zu denken.
Wichtige Fragen für Eltern
Die zentrale Frage für Eltern sollte sein, was ihr Kind braucht, um sich sicher und verstanden zu fühlen. Anstatt zu vergleichen, sollten Eltern sich fragen, was ihr Kind überfordert, was ihm Sicherheit gibt und wo seine Stärken liegen.
Schlussfolgerung
Fabio schließt mit der Botschaft, dass jeder autistische Mensch einzigartig ist und ermutigt zu mehr Neugier und Verständnis statt Vorurteilen und Vergleichen. Die individuelle Unterstützung des Kindes sollte im Fokus stehen.