
Gegen den Strom
Patrik Baab
Beschreibung
GEGEN DEN STROM ist das Interview- und Analyseformat von Patrik Baab. Im Fokus: geopolitische Machtverschiebungen, Medienkritik, transatlantische Strukturen, Eurasien sowie Krieg und Frieden – mit historischem Tiefgang und politischer Brisanz.
Zu Gast sind Militärs, Diplomaten, Wissenschaftler, Journalisten und Künstler mit einer anderen Perspektive, als sie in den etablierten Medien zu hören ist.
Folgt GEGEN DEN STROM auf Spotify!
Unterstützung: https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Andrej Fursow: Das Ende des Kapitalismus – Was kommt danach?
25.10.2026
Was kommt nach dem Kapitalismus? Und könnte die neue Weltordnung noch unfreier werden als die alte?Der russische Historiker Andrej Fursow ist überzeugt: Wir erleben nicht einfach eine weitere Wirtschaftskrise, sondern das Ende einer historischen Epoche. Die bisherige Weltordnung zerfällt. An ihre Stelle könnte ein System treten, in dem nicht mehr die Kontrolle über Kapital und Produktion entscheidend ist, sondern die Macht über Informationen, Bildung und menschliches Verhalten.Im Gespräch mit Patrik Baab erklärt Fursow, warum er den Kapitalismus für erschöpft hält und weshalb er erwartet, dass der Übergang in eine neue Ordnung von Kriegen begleitet wird.Seine Prognosen sind düster: Die westliche Mittelschicht könnte weitgehend verschwinden, demokratische Institutionen an Bedeutung verlieren und digitale Plattformen zunehmend bestimmen, was Menschen denken, kaufen und benötigen.Für diese mögliche Entwicklung verwendet Fursow den Begriff „Bio-Öko-Digitalfaschismus“. Damit beschreibt er metaphorisch eine Gesellschaft umfassender Kontrolle und extremer sozialer Ungleichheit. Zugleich betont er, dass es keine einheitliche Weltregierung gebe, sondern konkurrierende Machtgruppen mit unterschiedlichen Interessen.Welche Rolle spielen dabei Finanzkapital, Geheimdienste und internationale Konzerne? Warum betrachtet Fursow die Bildungskrise als eine der größten Gefahren unserer Zeit? Und was geschieht mit einer Gesellschaft, in der Menschen zwar Antworten abrufen, aber immer seltener selbstständig Fragen stellen?Im zweiten Teil richtet sich der Blick auf die geopolitische Zukunft. Fursow warnt vor einer neuen Ära langwieriger Kriege, analysiert das Machtverhältnis zwischen den USA, Russland und China und kritisiert die politische Führung Westeuropas.Zum Schluss geht es um Deutschland: Wie souverän ist die Bundesrepublik? Können sich die deutsch-russischen Beziehungen noch erholen?Ein kontroverses Gespräch über den Zerfall alter Machtstrukturen, die Zukunft der Demokratie und die Frage, ob die Menschheit den kommenden Systemwechsel selbst mitgestalten kann.Kapitel:00:00 – Intro01:00 – Andrej Fursow über das Ende des Kapitalismus02:00 – Der Zerfall der Nachkriegsordnung04:30 – Russland, China und die neue Ordnung05:40 – Warum Weltordnungen durch Kriege entstehen08:45 – Finanzkapitalismus und Krieg11:10 – Ist die Demokratie in Gefahr?14:10 – Digitale Kontrolle über den Menschen16:40 – Gibt es eine geheime Weltregierung?17:20 – Vier Zukunftsszenarien22:20 – Was ist Bio-Öko-Digitalfaschismus?24:05 – Das Ende der Mittelschicht?27:55 – Warum Imperien zerfallen29:30 – Deep State und Geheimdienste33:00 – Ist Demokratie ein Auslaufmodell?34:30 – Angst als Herrschaftsinstrument37:15 – Konkurrierende Machtgruppen40:15 – Entindustrialisierung und gesellschaftlicher Umbau41:30 – Bildungskrise, KI und selbstständiges Denken45:50 – Machtverlust der Nationalstaaten49:55 – Digitale Plattformen und Verhaltenssteuerung53:00 – Eine Zukunft schlimmer als Orwells „1984“?56:05 – Widerstand und Kriegsgefahr01:03:10 – Hitler, Canaris und historische Fehleinschätzungen01:05:40 – Ein neues Jahrhundert der Kriege?01:08:45 – Kritik an den europäischen Eliten01:11:35 – Russland, China und der geopolitische Machtkampf01:16:30 – Deutschlands Souveränität und deutsch-russische BeziehungenHinweis: Die im Interview vertretenen historischen Deutungen, politischen Bewertungen und Zukunftsszenarien sind Positionen des Gesprächspartners. Insbesondere Aussagen über geheime Machtstrukturen und politische Absichten sind nicht als gesicherte Tatsachen zu verstehen.Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus:https://www.patrikbaab.de/unterstuetzenWebsite: https://www.patrikbaab.deTelegram: https://t.me/patrik_baabX: https://x.com/PatrikBaabOG© 2026 Patrik Baab

Justus Frantz: „Wir müssen widersprechen!“ – Über Merz, Russland und die Macht der Musik
22.10.2026
„Wir wollen ja widersprechen und wir müssen widersprechen, denn sonst würde ja die Politik vollkommen verrückt werden.“Justus Frantz nimmt kein Blatt vor den Mund. Auf seiner Finca auf Gran Canaria spricht der weltbekannte Dirigent und Pianist mit Patrik Baab über die politische Entwicklung Deutschlands, den Verlust kultureller Werte und die wachsende Konfrontation mit Russland.Seine Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz, Verteidigungsminister Boris Pistorius und Außenminister Johann Wadephul fällt scharf aus. Frantz wirft der politischen Führung vor, den Frieden aus den Augen verloren zu haben. Er fordert mehr demokratische Toleranz, Respekt vor dem Wählerwillen und eine Politik, die sich wieder am Wohl der Bevölkerung orientiert.Doch dieses Gespräch ist weit mehr als eine politische Abrechnung.Frantz erzählt von seiner Freundschaft mit Helmut Schmidt, der auf seiner Finca Bücher schrieb, Schach spielte und am Klavier Trost in der Musik Johann Sebastian Bachs fand. Er erinnert sich an Leonard Bernstein und die Gründung des Schleswig-Holstein Musik Festivals, das für ihn von Anfang an ein Friedensprojekt war.Mitten im Kalten Krieg gelang es Frantz, Künstler aus der DDR und der Sowjetunion nach Deutschland zu holen. Musik sollte Menschen verbinden, die politisch voneinander getrennt waren.Besonders persönlich wird das Gespräch, als Frantz von seiner Freundschaft mit dem russischen Dirigenten Valery Gergiev erzählt. Warum hielt er zu ihm, als andere auf Distanz gingen? Welche Folgen hatte diese Loyalität für ihn selbst? Und was sagt dieser Konflikt über den heutigen Umgang mit russischer Kultur aus?Frantz erinnert sich auch an ein außergewöhnliches Geschenk zu seinem 80. Geburtstag: Gergievs Aufführung von Beethovens „Missa solemnis“.Am Ende richtet sich der Blick auf die Zukunft. Frantz beklagt den Verlust von Bildung, kulturellem Bewusstsein und geistigen Idealen. Zugleich erklärt er, warum Musik für ihn bis heute Trost spendet – und weshalb selbst in schweren Zeiten Hoffnung bleibt.Ein Gespräch über Politik und Krieg, Freundschaft und Loyalität, große Musiker und die Frage, was von Europas kulturellen Werten geblieben ist.Kapitel:00:00 – Intro01:48 – Zu Gast bei Justus Frantz auf Gran Canaria02:48 – Kritik an Friedrich Merz und der deutschen Politik05:39 – Demokratie, Toleranz und Grundgesetz08:36 – Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt12:18 – Die heutige CDU-Führung18:09 – Johann Wadephul und der Kulturverlust20:20 – Politiker und der Wille des Volkes22:22 – Persönliche Erinnerungen an Helmut Schmidt25:10 – Sicherheitspolitik27:00 – Brandmauer und Musikfestival als Friedensprojekt31:52 – Junge Talente und Valery Gergiev37:54 – Gergievs Ausladung: Freundschaft und Loyalität42:07 – Beethovens „Missa solemnis“44:11 – Der Blick auf Russland heute50:37 – Meinungsfreiheit, Zensur und Kritik53:37 – „Extremismus der Mitte“ und Alternativen55:40 – Kulturverfall, Bildung und Hedonismus57:38 – Musik als Trost und Hoffnung01:01:54 – Musikalischer AusklangDie Aussagen und Bewertungen des Gesprächspartners geben dessen persönliche Einschätzungen wieder. Das Interview dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG.Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus:https://www.patrikbaab.de/unterstuetzenMehr:Website: https://www.patrikbaab.deTelegram: https://t.me/patrik_baabX: https://x.com/PatrikBaabOG© 2026 Patrik Baab

Michael von der Schulenburg: „Die EU wird in dieser Form nicht überleben“
18.10.2026
„Die Europäische Union wird in der heutigen Form nicht überleben.“ Mit dieser Prognose warnt der ehemalige UN-Diplomat und heutige Europaabgeordnete Michael von der Schulenburg vor den Folgen der europäischen Ukrainepolitik.Im Gespräch mit Patrik Baab erklärt er, warum er bei Europas politischer Führung einen gefährlichen Realitätsverlust beobachtet. Während sich die globalen Machtverhältnisse zugunsten Chinas und der BRICS-Staaten verschieben, halte die EU an überholten Vorstellungen ihrer eigenen Stärke fest. Statt diplomatische Lösungen zu entwickeln, setze sie auf Sanktionen, militärische Unterstützung und moralische Verurteilungen.Besonders scharf kritisiert von der Schulenburg den Umgang des Europäischen Parlaments mit dem Ukrainekrieg. Aus eigener Erfahrung schildert er, wie über weitere Waffenlieferungen und militärische Eskalation abgestimmt wird, während diplomatische Initiativen seiner Ansicht nach kaum eine Rolle spielen.Der frühere UN-Diplomat hält den Krieg für die Ukraine militärisch verloren und warnt vor einer weiteren Zerstörung des Landes. Seine Befürchtung: Ohne Verhandlungen könnte die Ukraine langfristig zu einem nicht mehr funktionsfähigen Staat werden.Doch warum wird nicht verhandelt?Von der Schulenburg sieht ein zentrales Hindernis darin, dass europäische Politiker die russischen Sicherheitsinteressen nicht ausreichend berücksichtigen. Er fordert direkte Gespräche mit Moskau und schlägt eine neutrale Ukraine außerhalb von NATO und EU vor. Zugleich erläutert er anhand seiner Erfahrungen als internationaler Vermittler, wie Friedensverhandlungen überhaupt wieder in Gang kommen könnten.Auch Deutschlands Rolle steht zur Debatte: Sollte Berlin eine militärische Führungsrolle in Europa anstreben – oder stattdessen zum wichtigsten Vermittler für einen europäischen Frieden werden?Am Ende steht eine grundsätzliche Frage: Kann Europa seinen politischen Kurs noch rechtzeitig ändern, bevor der Ukrainekrieg die Zukunft der Europäischen Union dauerhaft verändert?Themen dieser Folge:– Krise des traditionellen Parteiensystems– Europas politischer Realitätsverlust– BRICS und die neue globale Machtverteilung– Ukrainekrieg und militärische Eskalation– Fehlende Diplomatie im EU-Parlament– Warum Friedensverhandlungen scheitern– Russlands Sicherheitsinteressen und die NATO– Eine neutrale Ukraine als Friedensmodell?– Wirtschaftlicher Niedergang und Europas Isolation– Deutschlands Verhältnis zu Russland und den USA– Die Rolle Ursula von der Leyens– Das Risiko eines ukrainischen Staatszerfalls– Deutschlands mögliche Rolle als FriedensvermittlerMichael von der Schulenburg:„Der Weg ist einfach, dass wir mit Russland reden müssen. Wir müssen uns hinsetzen.“Kapitel:00:00 – Intro01:33 – Vorstellung: Michael von der Schulenburg02:07 – Krise des Parteiensystems05:37 – Europas politischer Realitätsverlust09:24 – Globale Machtverschiebung & BRICS12:00 – Ukrainekrieg & Eskalationsrisiken16:13 – Fehlende Diplomatie im EU-Parlament18:27 – Warum Verhandlungen blockiert sind20:54 – Sicherheitsinteressen & Kriegsursachen24:05 – Russische Positionen & gescheiterte Strategien27:00 – Wirtschaftliche Folgen & Isolation Europas31:32 – Europäische Eliten & die USA35:56 – Deutschlands Interessen & Militärstrategie39:19 – Europas gescheiterte Großmacht-Vision?43:29 – Drohender Kollaps der Ukraine45:18 – Gibt es einen Weg zum Frieden?Die Aussagen und Prognosen des Gesprächspartners geben dessen persönliche politische Einschätzungen wieder. Das Interview dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG.Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus:https://www.patrikbaab.de/unterstuetzenMehr:Website: https://www.patrikbaab.deTelegram: https://t.me/patrik_baabX: https://x.com/PatrikBaabOG© 2026 Patrik Baab