Kunst-Stoffe - Der Podcast aus dem Grünen Museum
KunstHausWien
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht
#5 Klima Biennale Wien 2026 - Kurator*innen Dorothea Trappel & Hektor Peljak
Leitmotiv und Programm-Kontext
Der Podcast vertieft das Programm der Klimabiennale in das Thema Unspeakable Worlds: Welten und Realitäten, für die Sprache oft fehlt. Kunst im öffentlichen Raum wird als Mittel beschrieben, Perspektiven direkt im Alltag der Stadt zu eröffnen und eine Einladung zu unentdeckten Welten auszusprechen. Das Leitmotiv zieht sich durch das gesamte Programm und betont, dass Kunst komplexe Krisen sichtbar macht, ohne zu belehren.
Kuratorische Perspektiven und Arbeitsweise
Dorothea Trappel und Hector Peljak betonen eine kuratorische Praxis, die Lust, Emotionen und Diskurs verbindet. Ziel ist eine zugängliche, aber ernsthafte Auseinandersetzung mit der Klimakrise durch eine vielstufige Partnerschaft, transparente Prozesse und die Öffnung von Räumen zur Begegnung auf Augenhöhe. Die Multiperspektivität entsteht durch Kooperationen mit Institutionen, die unterschiedliche Blickwinkel und Publiken einbeziehen.
Positionen, Orte und Formate
Im Fokus stehen zehn künstlerische Positionen, u. a. No Funny Games, Kaorle am Karlsplatz, Arbeiten am Riesenrad, Artbox im Museumsquartier und Installationen wie Pestsäule. Aktivierungen von Partnerinstitutionen rund um den Karlsplatz erweitern das Programm. Durch Kooperationen mit Museen, Universitäten, Theatern und unabhängigen Räumen entsteht ein vielschichtiges Netz aus öffentlichen Orten, Performances, Talks und Installationen.
Herausforderungen, Chancen und Ausblick
Zentrale Herausforderungen liegen in der Umsetzung von Kunst im öffentlichen Raum, behördlichen Vorgaben, Kommunikation mit vielen Partnern und begrenzten Ressourcen. Als positive Momente werden Offenheit, Zusammenarbeit und die Bereitschaft von Institutionen hervorgehoben, Teil des Programms zu sein. Insgesamt zielt die Biennale darauf ab, eine abwechslungsreiche, vielschichtige Erfahrung zu bieten und ein breites Publikum zu erreichen.
#4 Klima Biennale Wien 2026 - Festivalleitung Sithara Pathirana
Einführung in die Klima-Biennale Wien
Die Klima-Biennale Wien, die vom 9. April bis zum 10. Mai 2026 stattfindet, ist ein spartenübergreifendes Festival, das Kunst und Klimawandel miteinander verknüpft. Festivalleiterin Sitara Pathirana erklärt, dass die Biennale Räume schaffen möchte, um über die Klimakrise und soziale Gerechtigkeit zu diskutieren.
Festivalinhalte und -erlebnisse
Besucher können eine Vielzahl von Kunstformen erleben, darunter Ausstellungen, Performances, Workshops und Führungen. Das diesjährige Leitthema "Unspeakable Worlds" zielt darauf ab, die schwer fassbaren Dimensionen der Klimakrise zu thematisieren. Die Biennale lädt dazu ein, neue Perspektiven zu entdecken und mit Kunst auf subtile Weise zu interagieren.
Erfolg und Resonanz der ersten Ausgabe
Die erste Ausgabe der Biennale hatte über 225.000 Besucher und 100 Partnerinstitutionen. Sitara betont, dass der Erfolg nicht nur an Zahlen gemessen werden kann, sondern auch an den Gesprächen und Kooperationen, die durch das Festival angestoßen wurden.
Die Rolle des Kunsthauses Wien
Das Kunsthaus Wien fungiert als Festivalzentrale und bietet zwei bedeutende Ausstellungen. Es ist das erste grüne Museum Österreichs und legt besonderen Wert auf Nachhaltigkeit und zeitgenössische Kunst, was es zu einem idealen Standort für die Biennale macht.
Programmsäulen und Kooperationen
Die Biennale gliedert sich in verschiedene Säulen, wie "Public Space", "Immediate Matters" und "Solutions and Strategies", die den Fokus auf Zusammenarbeit und kreativen Austausch legen. Zudem wird eine Bildungsinitiative namens "Zukunftshorizonte" angeboten, die Kinder und Jugendliche in die Diskussion zu Klimafragen einbezieht.
Abschluss und Ausblick
Die Biennale lädt alle Interessierten ein, sich auf eine Reise durch die Stadt und die verschiedenen Kunstprojekte einzulassen. Sitara ermutigt auch skeptische Besucher, sich auf das Festival einzulassen und sich inspirieren zu lassen.
#3 Kulturanthropologin Greca Meloni
Einführung und Gastvorstellung
Im Podcast wird Greca Meloni, Kultur- und Sozialanthropologin, vorgestellt. Das Thema der Episode dreht sich um die Wahrnehmung der Natur und deren Narrativen in der Gesellschaft, insbesondere im Kontext der Ausstellung "Normale Katastrophe" von Julius von Bismarck.
Greca Melonis Forschungsansatz
Greca Meloni gibt Einblicke in ihre Forschungsrichtung, die Umweltanthropologie und Multispeziesethnographie, und erklärt, wie sie visuelle Methoden in ihrer ethnografischen Forschung anwendet. Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit der Beziehung zwischen Mensch, Tier und Umwelt.
Komplexität der Anthropologie
Meloni thematisiert die Komplexität der Anthropologie, die verschiedene Perspektiven auf Umweltprobleme sucht, anstatt einfache Antworten zu finden. Sie spricht über ihre Forschung zu invasiven Pflanzen und zur Imkerei in Sardinien im Vergleich zu Österreich.
Unterschiede in der Imkerei
Die Unterschiede in der Imkerei zwischen Sardinien und Österreich werden erläutert, wobei der Einfluss des Klimawandels auf die Bienenpopulationen und die Herausforderungen der urbanen Imkerei in Wien thematisiert werden.
Mensch-Natur-Beziehung
Meloni diskutiert die variierenden Wahrnehmungen der Natur weltweit und kritisiert die westliche Dichotomie von Mensch und Natur. Sie plädiert für ein Umdenken in der Herangehensweise an Umweltkonflikte.
Julius von Bismarcks Kunstwerke
Die Werke von Julius von Bismarck, die die menschliche Kontrolle über die Natur thematisieren, werden als Spiegel der westlichen Welt beschrieben. Die Ausstellung fordert dazu auf, die Beziehung zur Natur neu zu denken und Lösungen zu finden, die ein Zusammenleben ermöglichen.
Kulturelle Narrative und deren Einfluss
Meloni spricht über den Einfluss kultureller Narrative auf unsere Wahrnehmung, wie beispielsweise die Darstellung von Bienen in der Popkultur, die Angst und Bedrohung hervorrufen kann. Der Wandel in der Wahrnehmung von Bienen wird als Beispiel für die Veränderung kultureller Perspektiven angeführt.
Rolle der Kunst in der Anthropologie
Die Verbindung von Kunst und Anthropologie wird hervorgehoben. Meloni betont, wie Kunst helfen kann, andere Perspektiven und Erzählungen zuzulassen und die Beziehung zwischen Mensch und Natur neu zu gestalten.
Einladung zur Ausstellung und Dialog
Zum Abschluss wird eine Einladung zur Führung mit Greca Meloni am 14. Januar 2026 ausgesprochen. Sie ermutigt die Zuhörer, Fragen mitzubringen und sich auf eine interaktive Diskussion über den Umgang mit der Natur und unsere Rolle darin zu freuen.