Was bewegt die Geographie?
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Was bewegt die Geographie?

qen_tn@posteo.de

Beschreibung

Was bewegt die Geographie? ist der Podcast des Verband für Geographie an deutschsprachigen Hochschulen und Forschungsinstituten (VGDH), der aktuelle Debatten der Geographie hörbar macht. Der Podcast richtet sich an alle, die schon immer einmal wissen wollten, warum das vernetzte Denken der Geographie und die Verbindung von Natur- und Sozialwissenschaft heutzutage wichtiger ist denn je.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Wie geht gute Hochschullehre in der Geographie?

13.01.2026
Prof. Dr. Angela Hof, Prof. Dr. Ivo Mossig und PD Dr. Jeannine Wintzer diskutieren mit Bjarne Braunschweig über gute Hochschullehre in der Geographie und darüber, wie Lehre so gestaltet werden kann, dass sie wirklich etwas bewegt.Die Expert:innen kommen zu dem Schluss, dass zentrale Ziele guter Hochschullehre sich vor allem an den Lernzielen orientieren: Studierende sind demnach in der Lage, Perspektiven wechseln zu können, eine fachliche Position zu entwickeln und mit erlernten Konzepten, Theorien und Methoden relevante Fragestellungen zu bearbeiten. Dabei machen sich die Hochschulleher:innen vor allem für das sogenannte forschende Lernen stark, bei dem Inputphasen regelmäßig mit der Produktion eigener Wissensprodukte durch Studierende abwechseln, sodass Theorie und Praxis eng verzahnt werden. Damit geht einher, dass Lehrende weniger eine erklärende als vielmehr eine begleitende Haltung in der Lehre einnehmen und mit dieser die Identitätsbildung und forschende Haltung der Studierenden unterstützen. Hürden, welche die drei Wissenschaftler:innen identifizieren, sind befristete Arbeitsverträge, Publikations- und Drittmitteldruck sowie Zeitmangel. Diese Hürden können einerseits dadurch überwunden werden, dass Institutionen die Lehre organisatorisch und zeitlich anerkennen und Freiräume schaffen, diese weiterzuentwickeln. Andererseits helfen vor allem auch hochschuldidaktische Weiterbildungen und die Nutzung institutioneller Angebote neuen Lehrenden dabei, ihre Lehre zielgruppengerecht zu gestalten.In der Diskussion geht es unter anderem darum: wie Studierende zu eigenständigen Positionen und Perspektivwechseln befähigt werden können, wie forschendes Lernen in der Lehre verankert werden kann, welche hochschuldidaktischen Weiterbildungsangebote und institutionellen Anerkennungen nötig sind, welche strukturellen Bedingungen (Zeit, Vertragsformen, Prüfungsformate) gute Lehre behindern und wie der Austausch zwischen Lehrenden innerhalb und außerhalb der eigenen Universität sowie neue Lehrformate die Lehrpraxis beleben können.Publikationen zu den besprochenen Themen Hof, A., Lindau, A.-K. (2024): GeoTandem Salzburg - Halle: „Cooling  Cities = Greening Cities“ - OER zu Stadtökologie im Kontext von BNE in der Lehrkräftebildung gestalten Seckelmann, A., Hof, A. (Hrsg.) (2020): Exkursionen und  Exkursionsdidaktik in der Hochschullehre. Erprobte und reproduzierbare Lehr- und Lernkonzepte Wintzer, J./Mossig, I./Hof, A. (2021): Prinzipien, Strukturen und Praktiken geographischer Hochschullehre Mossig, I. (2024): Innerdisziplinäre Paradigmenpluralität = Pluralität in der Wissenschaftsdidaktik? Das Beispiel der Geographie Mossig, I./Müller, A.-L. (2024): GeoTandems. Teamteaching in der geographischen HochschullehreDer VGDH ist Herausgeber des Podcast.

Prof. Dr. Angela Hof, Prof. Dr. Ivo Mossig und PD Dr. Jeannine Wintzer diskutieren mit Bjarne Braunschweig über gute Hochschullehre in der Geographie und darüber, wie Lehre so gestaltet werden kann, dass sie wirklich etwas bewegt.

Die Expert:innen kommen zu dem Schluss, dass zentrale Ziele guter Hochschullehre sich vor allem an den Lernzielen orientieren: Studierende sind demnach in der Lage, Perspektiven wechseln zu können, eine fachliche Position zu entwickeln und mit erlernten Konzepten, Theorien und Methoden relevante Fragestellungen zu bearbeiten. Dabei machen sich die Hochschulleher:innen vor allem für das sogenannte forschende Lernen stark, bei dem Inputphasen regelmäßig mit der Produktion eigener Wissensprodukte durch Studierende abwechseln, sodass Theorie und Praxis eng verzahnt werden. 

Damit geht einher, dass Lehrende weniger eine erklärende als vielmehr eine begleitende Haltung in der Lehre einnehmen und mit dieser die Identitätsbildung und forschende Haltung der Studierenden unterstützen. Hürden, welche die drei Wissenschaftler:innen identifizieren, sind befristete Arbeitsverträge, Publikations- und Drittmitteldruck sowie Zeitmangel. Diese Hürden können einerseits dadurch überwunden werden, dass Institutionen die Lehre organisatorisch und zeitlich anerkennen und Freiräume schaffen, diese weiterzuentwickeln. Andererseits helfen vor allem auch hochschuldidaktische Weiterbildungen und die Nutzung institutioneller Angebote neuen Lehrenden dabei, ihre Lehre zielgruppengerecht zu gestalten.

In der Diskussion geht es unter anderem darum:

  • wie Studierende zu eigenständigen Positionen und Perspektivwechseln befähigt werden können,
  • wie forschendes Lernen in der Lehre verankert werden kann,
  • welche hochschuldidaktischen Weiterbildungsangebote und institutionellen Anerkennungen nötig sind,
  • welche strukturellen Bedingungen (Zeit, Vertragsformen, Prüfungsformate) gute Lehre behindern und
  • wie der Austausch zwischen Lehrenden innerhalb und außerhalb der eigenen Universität sowie neue Lehrformate die Lehrpraxis beleben können.

Publikationen zu den besprochenen Themen

Der VGDH ist Herausgeber des Podcast.

Warum brauchen wir (immer noch) Klimakommunikation?

16.12.2025
Prof. Dr. Julia Pongratz und Prof. Dr. Imke Hoppe sprechen mit Bjarne Braunschweig über die Herausforderungen und den Nutzen von Wissenschaftskommunikation in Bezug auf Klimaforschung.Die beiden Expertinnen machen deutlich, dass die naturwissenschaftliche Datenlage zum Klimawandel zwar robust ist, dieses Wissen aber nicht automatisch in lebenspraktisches Handeln übersetzt wird und deshalb zusätzliche Übersetzungs‑ und Vermittlungsarbeit nötig ist. Die sogenannte lösungsorientierte Berichterstattungkann dabei gesellschaftliche Handlungsfähigkeit fördern, erreicht jedoch verschiedene Zielgruppen unterschiedlich und läuft Gefahr, mediale „Mini‑Lösungen“ überzubetonen.Außerdem erläutern die beiden Wissenschaftlerinnen, dass es vor allem im Hinblick auf handlungsrelevante Informationen, wie z. B. klimafreundliche Mobilitätsentscheidungen, sowie die Bereitstellung spezifischer, lokal nutzbarer Daten für Verwaltungen und Kommunen an konkreten Übersetzungsleistungen bedarf. Im Hinblick darauf sind Geograph:innen aufgrund ihres vernetzten Denkens und methodischen Spektrums in besonderer Weise geeignet, einen Beitrag zu wissenschaftlich integrer und zugleich gesellschaftlich wirksamer Klimakommunikation zu leisten.In der weiteren Diskussion geht es unter anderem darum, welche Inhalte für verschiedene Zielgruppen handlungsrelevant sind, wie lösungsorientierte Berichterstattung so gestaltet werden kann, dass sie Wirkung entfaltet und nicht nur Symbolpolitik fördert, wie Unsicherheiten und normative Positionen offen kommuniziert werden können, ohne an wissenschaftlicher Glaubwürdigkeit zu verlieren, wie die Geographie ihr vernetztes Wissen und interdisziplinäre Ansätze für kommunikative Formate nutzbar macht, wie globale wissenschaftliche Synthesen mit lokalen, kontextspezifischen Daten kombiniert werden können, welche Formate (Infografiken, Climate Stripes, Storytelling) Zahlen erinnerbar machen und Handlungsdringlichkeit sichtbar kommunizieren und wie Institute und Hochschulen ihre kommunikativen Kapazitäten stärken und dialogorientierte Formate institutionell unterstützen können.Besprochene Veröffentlichungen Renewable Energy Drama – Ein Serious Game zu Smart Metering für Stromkunden | Dissertation von Imke Hoppe Global Carbon Budget IPCC Assessment Report State of CDR report, edition 2 UNEP emissions gap report Indicators of climate changeDer Podcast "Was bewegt die Geographie?" wird herausgebracht vom VGDH - Verband für Geographie an deutschsprachigen Hochschulen und Forschungsinstituten.

Prof. Dr. Julia Pongratz und Prof. Dr. Imke Hoppe sprechen mit Bjarne Braunschweig über die Herausforderungen und den Nutzen von Wissenschaftskommunikation in Bezug auf Klimaforschung.

Die beiden Expertinnen machen deutlich, dass die naturwissenschaftliche Datenlage zum Klimawandel zwar robust ist, dieses Wissen aber nicht automatisch in lebenspraktisches Handeln übersetzt wird und deshalb zusätzliche Übersetzungs‑ und Vermittlungsarbeit nötig ist. Die sogenannte lösungsorientierte Berichterstattungkann dabei gesellschaftliche Handlungsfähigkeit fördern, erreicht jedoch verschiedene Zielgruppen unterschiedlich und läuft Gefahr, mediale „Mini‑Lösungen“ überzubetonen.

Außerdem erläutern die beiden Wissenschaftlerinnen, dass es vor allem im Hinblick auf handlungsrelevante Informationen, wie z. B. klimafreundliche Mobilitätsentscheidungen, sowie die Bereitstellung spezifischer, lokal nutzbarer Daten für Verwaltungen und Kommunen an konkreten Übersetzungsleistungen bedarf. Im Hinblick darauf sind Geograph:innen aufgrund ihres vernetzten Denkens und methodischen Spektrums in besonderer Weise geeignet, einen Beitrag zu wissenschaftlich integrer und zugleich gesellschaftlich wirksamer Klimakommunikation zu leisten.

In der weiteren Diskussion geht es unter anderem darum,

  • welche Inhalte für verschiedene Zielgruppen handlungsrelevant sind,
  • wie lösungsorientierte Berichterstattung so gestaltet werden kann, dass sie Wirkung entfaltet und nicht nur Symbolpolitik fördert,
  • wie Unsicherheiten und normative Positionen offen kommuniziert werden können, ohne an wissenschaftlicher Glaubwürdigkeit zu verlieren,
  • wie die Geographie ihr vernetztes Wissen und interdisziplinäre Ansätze für kommunikative Formate nutzbar macht,
  • wie globale wissenschaftliche Synthesen mit lokalen, kontextspezifischen Daten kombiniert werden können,
  • welche Formate (Infografiken, Climate Stripes, Storytelling) Zahlen erinnerbar machen und Handlungsdringlichkeit sichtbar kommunizieren und
  • wie Institute und Hochschulen ihre kommunikativen Kapazitäten stärken und dialogorientierte Formate institutionell unterstützen können.

Besprochene Veröffentlichungen

Der Podcast "Was bewegt die Geographie?" wird herausgebracht vom VGDH - Verband für Geographie an deutschsprachigen Hochschulen und Forschungsinstituten.

Wie können Exkursionen nachhaltig gestaltet werden?

18.11.2025
Prof. Dr. Peter Fiener und Prof. Dr. Matthias Schmidt sprechen mit Bjarne Braunschweig über die nachhaltige Gestaltung von Exkursionen in der Geographie. Dabei wird deutlich, dass Exkursionen pädagogisch wertvoll, aber oft ressourcen‑ und emissionsintensiv sind. Der Planung und der Wahl des Ziels kommt somit entscheidende Bedeutung zu. Die beiden Experten sprechen über die Notwendigkeit, Exkursionen stets in vorbereitende Seminaren einzubetten, nach regionalen Alternativen zu suchen und institutsspezifische Leitlinien einzuführen, welche neuen Dozierenden bei der Planung unterstützen. In ihren Abwägungen stehen Lern‑ und Forschungsnutzen von Exkursionen an weiter entfernte Orte vor allem ökologischen Kosten gegenüber.In der weiteren Diskussion geht es unter darum, was Nachhaltigkeit konkret für Exkursionen bedeutet und welche Dimensionen zu berücksichtigen sind, welche Überlegungen den CO2‑Fußabdruck von Exkursionen besonders stark beeinflussen, welche Rolle Vorbereitungsseminare und die Sensibilisierung der Studierenden spielen, wann der Bildungs‑ oder Forschungsmehrwert weiter entfernter Ziele höhere Emissionen rechtfertigt, welche institutspolitischen Leitlinien praktikabel sind, welche alternativen Exkursionsformate funktionieren und wie diese inklusiv gestaltet werden können und wie finanzielle Beschränkungen und Barrierefreiheit bei nachhaltiger Planung berücksichtigt werden.Weiterführende Links Homepage der Professur für Wasser- und Bodenressourcenforschung Homepage des Lehrstuhls für Humangeographie und Transformationsforschung Ausgabe 06/2025 der Geographischen Rundschau zu „Exkursionen und Geländepraktika“Der Podcast "Was bewegt die Geographie?" wird herausgebracht vom VGDH - Verband für Geographie an deutschsprachigen Hochschulen und Forschungsinstituten.

Prof. Dr. Peter Fiener und Prof. Dr. Matthias Schmidt sprechen mit Bjarne Braunschweig über die nachhaltige Gestaltung von Exkursionen in der Geographie. 

Dabei wird deutlich, dass Exkursionen pädagogisch wertvoll, aber oft ressourcen‑ und emissionsintensiv sind. Der Planung und der Wahl des Ziels kommt somit entscheidende Bedeutung zu. Die beiden Experten sprechen über die Notwendigkeit, Exkursionen stets in vorbereitende Seminaren einzubetten, nach regionalen Alternativen zu suchen und institutsspezifische Leitlinien einzuführen, welche neuen Dozierenden bei der Planung unterstützen. In ihren Abwägungen stehen Lern‑ und Forschungsnutzen von Exkursionen an weiter entfernte Orte vor allem ökologischen Kosten gegenüber.

In der weiteren Diskussion geht es unter darum,

  • was Nachhaltigkeit konkret für Exkursionen bedeutet und welche Dimensionen zu berücksichtigen sind,
  • welche Überlegungen den CO2‑Fußabdruck von Exkursionen besonders stark beeinflussen,
  • welche Rolle Vorbereitungsseminare und die Sensibilisierung der Studierenden spielen,
  • wann der Bildungs‑ oder Forschungsmehrwert weiter entfernter Ziele höhere Emissionen rechtfertigt,
  • welche institutspolitischen Leitlinien praktikabel sind,
  • welche alternativen Exkursionsformate funktionieren und wie diese inklusiv gestaltet werden können und
  • wie finanzielle Beschränkungen und Barrierefreiheit bei nachhaltiger Planung berücksichtigt werden.

Weiterführende Links

Der Podcast "Was bewegt die Geographie?" wird herausgebracht vom VGDH - Verband für Geographie an deutschsprachigen Hochschulen und Forschungsinstituten.