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Beschreibung
losleben.stories ist das neue Online-Magazin der Wiener Städtischen Versicherung, entwickelt und gestaltet von Egger & Lerch, der Corporate-Media-Agentur der Tageszeitung DER STANDARD. Hier dreht sich alles um ein gesundes, selbstbestimmtes und gut abgesichertes Leben.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

5.10 Trinke ich zu viel? Was Grey Area Drinking wirklich bedeutet
Einführung in das Thema Grey Area Drinking
Im Podcast wird das Phänomen des Grey Area Drinking diskutiert, das zwischen moderatem Konsum und Alkoholabhängigkeit liegt. Severin Stefinelli, ein Psychotherapeut aus Wien, erklärt, dass dieser Konsum nicht als medizinischer Begriff gilt, sondern eher als Missbrauch von Alkohol angesehen wird.
Psychische Auswirkungen des Grey Area Drinking
Grey Area Drinking hat eine psychische Funktion, da alkoholischer Konsum oft zur Emotions- und Stressregulation verwendet wird. Dies kann zu kurzfristiger Erleichterung führen, jedoch langfristig die Selbstregulationsfähigkeiten einschränken und die emotionale Verarbeitung beeinträchtigen.
Vermeidungsstrategien und deren Folgen
Alkohol wird als eine Form der Vermeidungsstrategie betrachtet, die dazu führt, dass Probleme nicht wirklich gelöst, sondern nur aufgeschoben werden. Dies kann zu einer erhöhten Ängstlichkeit und anderen psychischen Beschwerden führen.
Angebote zur Unterstützung
Für Menschen mit Grey Area Drinking gibt es niederschwellige Online-Selbsthilfeprogramme, wie den iCoach, der dabei hilft, den Konsum zu objektivieren und Verhaltensänderungen anzustreben. Psychotherapie wird empfohlen, um die zugrunde liegenden Probleme besser zu verstehen und Selbstregulationsfähigkeiten wiederherzustellen.
Soziale Kompetenzen und Grenzen setzen
Das Setzen und Einfordern von Grenzen im sozialen Kontext ist entscheidend, insbesondere auf Partys, wo Druck herrschen kann, Alkohol zu konsumieren. Die Fähigkeit, Nein zu sagen und die eigenen Bedürfnisse zu vertreten, stärkt das Selbstbewusstsein und fördert ein gesundes Trinkverhalten.

5.9 Alte Wunden, aktuelle Probleme? Wie Entwicklungstraumata unser Leben prägen
Was sind Entwicklungstraumata?
Entwicklungstraumata entstehen nicht durch einzelne dramatische Ereignisse, sondern durch anhaltende emotionale Vernachlässigung oder Missbrauch in der Kindheit. Diese Traumata können sich in Form von Bindungsstörungen, Dissoziation und einem negativen Selbstbild im Erwachsenenleben äußern.
Das Konzept des inneren Kindes
Das innere Kind repräsentiert abgespeicherte Kindheitserfahrungen, die aus emotionalen Kränkungen resultieren. Diese Erfahrungen können das Verhalten und die Beziehungen im Erwachsenenalter beeinflussen, insbesondere wenn es um die Verarbeitung von Emotionen und die Bildung von Bindungen geht.
Traumafolgestörungen im Erwachsenenleben
Traumafolgestörungen können in Stresssituationen stärker zum Vorschein kommen, etwa im Rahmen von intensiven Beziehungen oder bei der Geburt eigener Kinder. Diese Erfahrungen können alte Wunden aktivieren und zu emotionalen Überreaktionen führen.
Die Rolle der Therapie
In der Therapie ist es wichtig, einen kompetenten Therapeuten zu finden, der Erfahrung in der Arbeit mit Traumata hat. Therapeutische Methoden wie EMDR oder Schematherapie können hilfreich sein, um mit den Folgen von Traumata umzugehen.
Grounding-Techniken
Grounding-Techniken helfen, sich im Hier und Jetzt zu verankern und mit überwältigenden Gefühlen umzugehen. Methoden wie die 5-4-3-2-1-Technik oder körperliche Übungen können Betroffenen helfen, aus traumatischen Erinnerungen herauszukommen und sich wieder zu stabilisieren.

5.8 Wann wird gesundes Essen ungesund? Orthorexie, Binge Eating und Essstörungen
Essstörungen und gesunde Ernährung
Der Podcast thematisiert die Grenze zwischen gesundem Essen und zwanghaftem Verhalten, insbesondere Essstörungen wie Orthorexie und Binge-Eating. Severin Stefanelli, Psychotherapeut, erklärt, wie sich Essverhalten entwickeln kann und welche Kriterien auf eine Essstörung hinweisen. Wichtige Aspekte sind die übermäßige Beschäftigung mit Essen und der damit verbundene Leidensdruck.
Emotionen und Essverhalten
Ein zentraler Punkt ist die Rolle der Emotionsregulation beim Essen. Essen wird oft als Mittel zur Kompensation von Stress oder innerer Leere genutzt. Während kurzfristig eine Entlastung spürbar sein kann, führt das Verhalten langfristig zu Problemen. Der Podcast erörtert auch, wie Essstörungen in anderen Lebensbereichen als Überkompensation für fehlende Kontrolle dienen können.
Medizinische Notwendigkeit von Ernährungstherapie
Die Unterscheidung zwischen Lifestyle-Ernährungsberatung und medizinisch notwendiger Ernährungstherapie wird hervorgehoben. Letztere kann unter bestimmten Bedingungen von der Versicherung gedeckt werden und sollte als Teil eines umfassenden Therapieplans betrachtet werden.
Rückkehr zu intuitivem Essen
Der Podcast bietet praktische Tipps zur Rückkehr zu einem gesunden Essverhalten, bei dem auf die eigenen Körperbedürfnisse gehört wird. Wichtige Methoden sind die Selbstbeobachtung, das Hineinhören in den eigenen Körper und das Vermeiden äußerer Kontrollmechanismen wie Apps oder strikte Diäten.