
Im Gespräch: Der Alumni-Podcast der Uni Graz
Universität Graz
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Bernd Vollmann: Der General Manager
Bernd Vollmann und die Graz99ers
Bernd Vollmann, General Manager der Moser Medical Graz99ers, reflektiert über den Meistertitel seines Teams und die Herausforderungen im Eishockey. Trotz der Freude über den Erfolg war sein erster Gedanke nach dem entscheidenden Spiel eher praktisch: die richtige Trikotfarbe für das Siegerfoto.
Studienzeit an der Uni Graz
Vollmann spricht über seine Studienzeit in Umweltsystemwissenschaften an der Uni Graz, die für ihn eine prägende Phase war. Er beschreibt die Gemeinschaft und die Herausforderungen des irregulären Studiums, die ihn letztlich zu seiner Berufung im Sportmanagement führten.
Karriereweg und Herausforderungen
Nach einer Karriere im Sportmanagement, beginnend mit der Organisation von Tennisturnieren, wechselte Vollmann 2010 ins Eishockey. Trotz anfänglicher Unsicherheiten baute er die Graz99ers strukturell und sportlich weiter auf, auch in schwierigen Zeiten.
Nachhaltigkeit und tägliches Geschäft
Vollmann betont die Wichtigkeit von Nachhaltigkeit im Sport und beschreibt, wie er diese Prinzipien in den Vereinsalltag integriert. Sein größter Fokus liegt darauf, Sponsoren zu finden und das Eishockey in Graz als Institution zu etablieren.
Persönliche Reflektionen und Zukunftsausblick
Er spricht über die Herausforderungen der letzten Jahre, insbesondere in Bezug auf Sponsoren und die wirtschaftliche Lage. Vollmann plant, seine Nachfolge im Verein vorzubereiten und strebt an, die Graz99ers auch international in der Champions Hockey League zu positionieren.
Ratschläge für Studierende
Vollmann gibt angehenden Studierenden drei Ratschläge: ein klares Ziel vor Augen haben, Mut zu Entscheidungen zeigen und neugierig bleiben. Diese Eigenschaften sind entscheidend für den beruflichen Erfolg.

Michael Erlitz: Der Sportdirektor
Weg in den Fußball und Leitmotiv der Karriere
Aus einer lang gelebten Fußballaffinität wuchs der Wunsch, Vereine sportlich zu leiten. Entsprechend sammelte er Erfahrungen in verschiedenen Bereichen, suchte nach Wegen in den Sportbereich und fand über Kontakte Zugang zum internen Aufbau der Damenabteilung. Die Rolle des Sportdirektors erschien als passende Verbindung aus Organisation, Kaderplanung und Zusammenarbeit mit dem Trainerteam.
Studium, Kunstgeschichte und der Blick über den Tellerrand
Nach der Schule suchte er eine Akademie, die Perspektiven außerhalb des klassischen Sports bietet. Die Wahl fiel auf Kunstgeschichte, weil sich Kultur- und Sportbereiche vergleichen lassen und beide als Eventbranchen gelten. Praktika, Museumstätigkeiten und Entdeckung neuer Wege führten ihn zu einer vielseitigen Basis, die später in Managementaufgaben im Fußball einfloss.
Aufbauarbeit im Frauenfußball und heutige Aufgaben
In den Bereichen Scouting, Organisation und Personalentwicklung arbeitet er an der Schaffung eines schlagkräftigen Kaders. Die Tätigkeit umfasst Beobachtung, Trainerabstimmung und das Monitoring von Stimmung und Leistungsentwicklung. Besonders wichtig ist das Zusammenhalten des Teams, um auch in Krisen Phasen zurückzukommen und internationale Platzierungen anzugreifen.
Philosophie, Unterschiede zum Männerfußball und Ausblick
Talent trifft auf Mentalität; beides gilt als maßgeblich für Ausnahmespielerinnen. Kaderentscheidungen beruhen auf Fakten, Athletik- und Schnelligkeitsdaten, während die Wahrnehmung jenseits des Balls ebenfalls eine Rolle spielt. Unterschiede zwischen Frauen- und Männerfußball betreffen Physik, Belastung und Verletzungsrisiken, wodurch Anpassungen in Trainings- und Infrastrukturbetracht erfolgen müssen. Langfristig gilt strategisches Investieren und Sichtbarkeit als Schlüsselfaktor.

Markus Müller-Schinwald: Der Journalist
Transformation der Gesellschaft und Ungleichheit
Die USA befinden sich in einer tiefgreifenden Umwälzung. Es fehlen klare Konzepte, wie die Gesellschaft sich weiterentwickeln soll, während das System chaotisch wirkt. Der Zugang zu Macht und Ressourcen verschiebt sich stark zugunsten der Superreichen, was Spannungen in der Mittelschicht verstärkt und Fragen nach Zukunftswegen aufwirft.
Studium, Prägung und Weg zum Journalismus
Durch Soziologie, Geschichte und Kulturwissenschaften formten sich Neugier, analytische Strukturiertheit und der Wunsch, komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen. Der Weg von der Wissenschaft zum Journalismus entstand aus praktischen Projekten, Erfahrungen im ORF-Bereich und dem Interesse, Gesellschaft zu erklären, statt nur zu beobachten.
Arbeitsweise, Methoden und Russland/Ukrainerfahrung
Radio als bevorzugtes Medium verbindet präzise Information mit emotionaler Wirkung. Auslandserfahrung in Moskau zeigte, wie Desinformation auf persönlichen Ebenen überzeugt, während der Ukraine-Kontext Resilienz und menschliches Leid sichtbar machte. Die Arbeit verlangt Flexibilität, schnelle Reaktionen und das Bemühen, komplexe Entwicklungen verständlich darzustellen.
Zukunft des Journalismus und Hinweise für Studierende
Der journalistische Alltag bleibt von schnellen Zyklen, Reizüberflutung und wirtschaftlichen Belastungen geprägt. Unabhängige Berichterstattung braucht ständige Finanzierungsideen, während öffentlich-rechtliche Strukturen eine Gegenposition bilden. Für Studierende gilt: Wissen vertiefen, Handwerk erwerben und flexibel bleiben, auch wenn der Einstieg herausfordernd wirkt.