
Sozialpsychiatrie auf Wienerisch
PSD-Wien
Beschreibung
Ein unregelmäßig erscheinender Podcast über aktuelle Themen der Sozialpsychiatrie in Wien – mit Tiefe, Haltung und echtem Know-how aus dem Feld. „Sozialpsychiatrie auf Wienerisch“ bietet fundierte Hintergrundgespräche zu Themen, die die psychiatrische Versorgung in Wien betreffen. Für alle, die mitreden, weiterdenken oder darüber berichten wollen.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Ewald Lochner über Herausforderungen des illegalen Handels und Substanzkonsums im öffentlichen Raum
Einführung in die Thematik
Der Podcast bietet Einblicke in die Herausforderungen der psychosozialen Versorgung in Wien, insbesondere im Kontext von Sucht und Drogenproblemen im öffentlichen Raum. Ewald Lochner, Koordinator für Psychiatrie, Sucht und Drogenfragen, schildert die aktuelle Situation und die Entwicklungen seit 2020.
Veränderungen im öffentlichen Raum
Die Covid-19-Pandemie hat das Verhalten der Menschen beeinflusst, wodurch sich mehr Personen im öffentlichen Raum aufhalten. Dies hat zu einer erhöhten Nutzung des Raums geführt, was Konflikte und Herausforderungen mit sich bringt, insbesondere in Bezug auf den illegalen Drogenhandel.
Illegale Handelsstrukturen
Seit 2022 haben sich an bestimmten Orten in Wien, insbesondere rund um den Gumpendorfer Gürtel, illegale Handelsstrukturen etabliert. Diese Veränderungen sind teils auf personelle und strukturelle Änderungen innerhalb der Wiener Polizei zurückzuführen, die die Kontrolle über den Handel erschwert haben.
Soziale Herausforderungen und Drogenkonsum
Ein bedeutendes Problem ist der Konsum illegaler Substanzen im öffentlichen Raum, insbesondere durch Menschen, die nicht in Wien wohnhaft sind und keine Zugang zu Wohnversorgung haben. Dies führt zu einer verstärkten Sichtbarkeit des Drogenkonsums und zu Problemen für Anwohner.
Strategien zur Problemlösung
Lochner betont die Notwendigkeit einer umfassenden Problemanalyse, um effektive Maßnahmen zu entwickeln. Dazu gehören sowohl soziale Arbeit als auch notwendige repressiv-polizeiliche Maßnahmen, um den illegalen Drogenhandel in Bewegung zu halten und nicht zuzulassen, dass er sich an bestimmten Orten festsetzt.
Rolle der Sozialarbeit
Die mobile soziale Arbeit in Wien wurde stark ausgeweitet, um Menschen mit Suchtproblemen zu unterstützen. Allerdings ist eine enge Zusammenarbeit mit der Polizei erforderlich, um Regeln durchzusetzen und die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten.
Langfristige Lösungen und Herausforderungen
Langfristige Lösungen erfordern auch bauliche Maßnahmen und die Schaffung von mehr Niederschwelligkeit in der Sucht- und Drogenarbeit. Die Problematik des Spritzentausches und der Anziehung von Menschen aus anderen Bundesländern wird ebenfalls thematisiert.

Dr.in Katrin Skala im Gespräch über die Rolle als neue Chefärztin & ihre Vision für die Psychosoziale Versorgung in Wien
Einführung in die psychosoziale Versorgung
In der Gesprächsreihe wird Einblick in die psychosoziale Versorgung in Wien gegeben, fokussiert auf Fachwissen und innovative Ansätze.
Vorstellung von Dr.in Katrin Skala
Dr.in Katrin Skala, die neue Chefärztin der psychosozialen Dienste in Wien, beschreibt ihre Mischung aus Respekt und Vorfreude auf die Herausforderungen ihrer neuen Rolle.
Hintergründe zur Entscheidung für Psychiatrie
Dr.in Skala erklärt, dass ihr Interesse an der Psyche und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft sie zur Psychiatrie geführt hat, und betont die volkswirtschaftlichen Auswirkungen psychischer Erkrankungen.
Karriereweg und Erfahrungen
Nach ihrem Medizinstudium sammelte sie umfangreiche Erfahrungen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie im Suchtbereich, was ihre Expertise in der Behandlung und Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen stärkt.
Visionen für die Zukunft
Dr.in Skala hat die Vision, die Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen zu verbessern und niedrigschwellige, kostengünstige Unterstützungsangebote für alle Altersgruppen zu schaffen, beginnend mit präventiven Maßnahmen.
Präventionsarbeit
Sie erläutert die Bedeutung der Prävention, die bereits im Kleinkindalter beginnen sollte, um psychischen Erkrankungen frühzeitig entgegenzuwirken.
Umgang mit Belastungen
Dr.in Skala spricht über ihre Strategien zur Selbstfürsorge und betont die Notwendigkeit von Unterstützungssystemen für Fachkräfte, um psychische Gesundheit zu fördern.
Persönliche Einblicke
In einem kurzen Abschlusssegment teilt Dr.in Skala persönliche Vorlieben und Interessen, um eine menschliche Verbindung herzustellen.

Dr. Georg Psota im Gespräch über den Wiener Weg der Sozialpsychiatrie und 15 Jahre Chefarzt-Erfahrung
Einführung in die Sozialpsychiatrie
Der Podcast bietet einen tiefen Einblick in die psychosoziale Versorgung in Wien, geleitet von Dr. Georg Psota, einem erfahrenen Chefarzt der psychosozialen Dienste. Die Moderatoren Alexandra und Tatjana stellen Fragen zu Psotas Werdegang sowie seinen Perspektiven auf die Sozialpsychiatrie.
Werdegang von Dr. Georg Psota
Dr. Psota erzählt von seinem Einstieg in die psychosozialen Dienste in Wien im Jahr 1985 und beschreibt seine verschiedenen Stationen, die ihn schließlich zur Chefarztposition führten. Er schildert seine Erfahrungen und die Herausforderungen, die er während seiner Laufbahn erlebt hat.
Was ist Sozialpsychiatrie?
Psota erklärt, dass Sozialpsychiatrie eine Form der Psychiatrie ist, die soziale Faktoren und demografische Entwicklungen berücksichtigt. Es wird betont, dass die Versorgung vor allem für schwer psychisch erkrankte Menschen gedacht ist und verschiedene Ebenen der Behandlung umfasst.
Historische Entwicklung und Wiener Weg
Der Wiener Weg in der Sozialpsychiatrie wird als erfolgreiche Reform beschrieben, die in den 60er Jahren begann. Psota erläutert die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Reform und des Ausbaus ambulanter Strukturen, um die psychiatrische Versorgung regionalisiert und niederschwellig zu gestalten.
Gerontopsychiatrie und zukünftige Herausforderungen
Die Bedeutung der Gerontopsychiatrie wird hervorgehoben, insbesondere in Anbetracht des demografischen Wandels. Dr. Psota spricht über seine Erfahrungen in diesem Bereich und die Notwendigkeit, die Versorgungsangebote für ältere Menschen zu erweitern.
Hoffnungen für die Zukunft
Dr. Psota äußert seine Hoffnungen für die Zukunft der psychosozialen Dienste, einschließlich der Weiterentwicklung der Strukturen und der Ausbildung von Fachkräften. Er betont die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Bereichen der Psychiatrie und der Berücksichtigung von Suchtproblemen in der psychischen Gesundheitsversorgung.