
Der Malerblatt Podcast – Gespräche aus der Maler- und Lackiererbranche
Malerblatt
Beschreibung
Die Themen sind so vielfältig wie das Gewerk selbst: Farbgestaltung, Materialien, Ökologie, Technik, Ausbildung, Nachwuchsförderung und Betriebsführung. Ob neue Trends, bewährte Methoden oder ein Blick hinter die Kulissen – der Podcast greift auf, was die Branche bewegt.
Zu den bisherigen Gästen zählen unter anderem Benjamin Korb, Leiter der Kreativ- und Musterwerkstatt bei Meffert, der über Gestaltungsmöglichkeiten und Materialkompetenz spricht. Nachwuchstalent Anna Hüllner, Zweitplatzierte bei den EuroSkills, berichtet über Wettbewerbserfahrungen und Perspektiven für junge Malerinnen und Maler. Mit Timo Ascherl von den BEECK’schen Farbwerken geht es um das Thema Biofarben und nachhaltige Produkte im Profi-Einsatz.
Künftig erwarten die Hörerinnen und Hörer weitere Stimmen aus Industrie, Handwerk und Gestaltung – praxisnah, fachlich fundiert und immer nah dran an den Entwicklungen, die das Malerhandwerk prägen.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Nachwuchs fördern, Zukunft gestalten
Einführung in das Thema Nachwuchs im Handwerk
Im Podcast wird über die Herausforderungen des Fachkräftemangels im Handwerk diskutiert, insbesondere über die Erwartungen und Wünsche junger Menschen, die in das Berufsleben eintreten. Michael Keller, Vorsitzender der Storch Stiftung, teilt seine Erfahrungen und Perspektiven auf die Veränderungen im Handwerk.
Kellers Werdegang und Erfahrungen
Michael Keller berichtet von seiner eigenen Karriere im Handwerk, angefangen bei der Familientradition im Gipser- und Stuckateurbetrieb bis hin zu seiner akademischen Laufbahn als Architekt und späterer Betriebs- und Berufspädagoge. Seine Erfahrungen fließen in die Arbeit mit Jugendlichen ein, die er über die Stiftung unterstützt.
Wandel der Generationen und Erwartungen
Keller beobachtet, dass die heutige Jugend technikaffiner ist und eine andere Work-Life-Balance sucht. Die Ansprüche an die Ausbildung und die berufliche Perspektive haben sich gewandelt, was sich positiv auf die Ausbildungszahlen im Handwerk auswirkt.
Vielfalt und Wertschätzung im Handwerk
Um junge Menschen im Handwerk zu halten, ist es wichtig, dass Betriebe die Vielfalt der Tätigkeiten und die Wertschätzung der Auszubildenden fördern. Keller hebt hervor, dass junge Menschen ernst genommen werden müssen und die Möglichkeit haben sollten, sich aktiv in Entscheidungen einzubringen.
Förderung durch die Storch Stiftung
Die Storch Stiftung bietet verschiedene Förderprojekte wie den besten Wettbewerb und Stipendien, die junge Talente unterstützen und ihnen Perspektiven im Handwerk eröffnen. Keller betont die Bedeutung von kontinuierlicher Förderung und die positiven Ergebnisse der Stiftungsarbeit.
Zusammenarbeit und Gemeinschaftsgefühl
Ein zentrales Element der Stiftung ist die Förderung von Gemeinschaftsgefühl und interkulturellem Austausch, beispielsweise durch Projekte wie das Denkmalcamp in Rumänien. Hier lernen junge Menschen nicht nur Handwerkstechniken, sondern auch Teamarbeit und interkulturelle Kompetenzen.
Zukunft des Handwerks und Künstliche Intelligenz
Keller spricht darüber, wie Künstliche Intelligenz das Handwerk unterstützen kann, indem sie beispielsweise bei der Planung und Ausführung von Arbeiten hilft. Er sieht jedoch auch die Notwendigkeit, das Handwerk weiter zu digitalisieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Abschließende Gedanken zur nächsten Generation
Michael Keller wünscht sich, dass die junge Generation eine ausgewogene Work-Life-Balance hat und die Möglichkeit, sich im Handwerk weiterzuentwickeln, ohne die einseitige Sichtweise der älteren Generation zu übernehmen.

Generationswechsel im Handwerk
Historie und Wandel der ATA-Gruppe
Die ATA-Gruppe hat im Laufe von 150 Jahren eine bemerkenswerte Transformation durchlaufen, vom klassischen Malerbetrieb zu einer diversifizierten Unternehmensgruppe mit verschiedenen Gewerken. Diese Entwicklung spiegelt die Veränderungen in Märkten, Technologien und Generationen wider.
Der Generationswechsel
Sebastian Kraft, Geschäftsführer der Arta-Unternehmensgruppe, erläutert seinen schleichenden Übergang in die Unternehmensführung. Er beschreibt, wie seine Kindheitserinnerungen und frühe Erfahrungen in der Werkstatt den Grundstein für seine spätere Karriere legten. Die Nachfolge wurde von seinem Vater Ulrich Graf ohne Druck gestaltet, was eine selbstbestimmte Übernahme ermöglichte.
Herausforderungen und Verantwortung
Der Übergang zur neuen Führung war nicht ohne Herausforderungen. Der Umgang mit erfahrenen Mitarbeitern und die Anpassung an neue Verantwortlichkeiten waren zentrale Themen. Kraft betont die Wichtigkeit von Geduld, sowohl im Umgang mit Mitarbeitern als auch bei der Übernahme von Verantwortung.
Tradition versus Innovation
Kraft widerspricht der Annahme, dass Tradition Stillstand bedeutet. Er sieht Tradition als Grundlage für Innovation und betont die Notwendigkeit, sich ständig neu zu erfinden, um den Anforderungen der Zeit gerecht zu werden.
Auswirkungen der Marktentwicklung
Die ATA-Gruppe sieht sich gegenwärtig mit gestiegenen Kosten, intensivem Wettbewerb und bürokratischen Hürden konfrontiert. Kraft kritisiert die zunehmende Bürokratie und den Einfluss großer Unternehmen auf den Mittelstand und plädiert für eine Rückbesinnung auf einfache, effektive Arbeitsweisen.
Identifikation der Mitarbeiter
Um die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen zu fördern, bleibt der Name der übernommenen Firmen erhalten, während gleichzeitig eine stärkere Gesamtmarke entwickelt wird. Teambuilding-Maßnahmen und regelmäßige Veranstaltungen stärken den Zusammenhalt.

Zwischen Farbfächer und KI – Farbberatung im Wandel
Herausforderungen bei der Farbwahl
Die Auswahl von Farben kann einfach erscheinen, wird jedoch im Arbeitsalltag komplex. Farben wirken auf kleinen Mustern anders als auf großen Flächen. Kunden bringen oft Inspirationsbilder aus sozialen Medien mit, was die Farbberatung zusätzlich erschwert. Die Digitalisierung verändert die Farbberatung in der Branche erheblich.
Einführung von Eva Helterhoff
Eva Helterhoff, Leiterin des Caparol Farbdesign Studios, gibt einen Einblick in ihren Werdegang und die Bedeutung von Farbe in der Innenarchitektur. Ihre Leidenschaft für Farbgestaltung resultiert aus ihrem Studium der Innenarchitektur und der Entdeckung, wie Farben die Atmosphäre eines Raumes beeinflussen.
Farbberatung im Wandel
Die Farbberatung verändert sich durch digitale Tools und verschiedene Farbsysteme wie Opral und NCS. Eva und ihr Team arbeiten strategisch und administrativ an Farbprojekten und entwickeln neue Farbkollektionen, die den Anforderungen der Branche gerecht werden.
Die Rolle des Farbfächers
Der Farbfächer bleibt ein unverzichtbares Werkzeug in der Branche. Er ermöglicht es, Farben direkt zu vergleichen und die richtige Auswahl für Kunden zu treffen. Die Kunst liegt darin, die passenden Farbtöne zu finden, die den individuellen Bedürfnissen und aktuellen Trends entsprechen.
Trends und Farbpsychologie
Eva erklärt, wie Farbtrends identifiziert werden, inklusive der Zusammenarbeit mit internationalen Trendscouts. Es ist wichtig, dass die Farben nicht nur im Trend sind, sondern auch funktional für den jeweiligen Raum. Die richtige Kombination von Farben ist entscheidend.
Beratung in der Praxis
Malerbetriebe sollten sich auf die individuellen Wünsche der Kunden einstellen, um eine optimale Farbberatung zu bieten. Die Kommunikation und die Verwendung von Farbfächern sind entscheidend, um den Kunden bei der Entscheidungsfindung zu helfen.
Die Zukunft der Farbberatung
Die digitale Farbberatung wird in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen, jedoch bleibt die Expertise der Malerbetriebe unerlässlich. Eine gute Beratung, die auf den Kunden eingeht und gleichzeitig kreative Lösungen anbietet, wird entscheidend sein.