
StiftsMusikWissen
Stiftsmusik Stuttgart
Beschreibung
Unsere Programmheft-Redakteurinnen und -Redakteure laden Euch ein, mit ihnen auf die Spur der Musik zu gehen, die in unseren Konzerten erklingt. Lernt Kirchenmusik ganz neu kennen. Taucht mit uns in die Geschichte der Werke ein und entdeckt Verblüffendes und Spannendes zur Musik.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht
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Im Zug mit Bach
Imaginäre Reise mit Bach
Der Podcast entführt die Zuhörer in eine fiktive Welt des 17. Jahrhunderts, in der Johann Sebastian Bach mit einem Zug nach Kyoto reist. Dort trifft er auf traditionelle japanische Musik und Instrumente, was zu einem faszinierenden Kulturschock führt.
Ensemble Muromachi
Das Ensemble Muromachi, unter der Leitung von Kensuke Ohira, ist das erste weltweit, das historische europäische und traditionelle japanische Instrumente kombiniert. Seit 20 Jahren erforschen sie diese musikalische Fusion und schaffen einen einzigartigen Dialog zwischen den Kulturen.
Messe de Muromachi
Die Messe de Muromachi, ein Werk des Komponisten Yui Kakinuma, verkörpert diesen kulturellen Austausch und kombiniert die Klangfarben und Stilrichtungen beider Traditionen. Neben einem Barock-Ensemble kommen auch japanische Instrumente wie Shô, Shakuhachi, Hichiriki, Biwa und Koto zum Einsatz.
Buto-Tanz als Ausdrucksform
Buto, eine avant-garde Performance-Art, wird durch einen Buto-Tänzer im Ensemble repräsentiert. Diese Tanzform bringt eine körperliche Dimension in die Musik und stellt eine Verbindung zwischen dem Spirituellen und der gegenwärtigen Realität her, indem sie die Vielfalt menschlichen Lebens reflektiert.
Erstaufführung in Stuttgart
Die Erstaufführung der Messe de Muromachi findet am 4. September in der Stiftskirche Stuttgart statt, und lädt alle Interessierten ein, diese einzigartige Verbindung von Musik, Tanz und interkulturellem Dialog zu erleben.

Silberglanz und Klanggemälde
Einführung zur Königin Katharina Orgel
In dieser Spezialausgabe wird die neue Königin Katharina Orgel in der Schlosskirche im Alten Schloss in Stuttgart vorgestellt, die nach einer langen Bauzeit bald fertiggestellt wird. Kai Johannsen, Stiftskantor und Hauptorganist, teilt seine Vorfreude auf das neue Instrument und erläutert die Inspiration hinter dem Design, das an die historische Orgel von Eberhard Friedrich Walcker angelehnt ist.
Die Bedeutung der neuen Orgel
Johannsen erklärt, dass die Orgel nicht nur ein ästhetisches Element für den Raum darstellt, sondern auch eine lange Lebensdauer hat und die Menschen durch ihre Klänge anspricht. Die Orgel wird vielseitig genutzt, sowohl für Gottesdienste als auch für Unterricht und Konzerte.
Entstehungsprozess der Orgel
Der Prozess zur Realisierung der Orgel begann bereits 2018 mit ersten Überlegungen und der Einbindung der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde. Wichtige Meilensteine waren die Genehmigungen von Denkmalpflege und dem Land Baden-Württemberg sowie die Durchführung eines Wettbewerbs, der zur Auswahl der Orgelbaufirma Rieger führte.
Technische Details zur Orgel
Die Orgel umfasst besondere Register wie „Silberglanz“ und „Sternenklang“, die thematisch mit der Schlossatmosphäre verbunden sind. Johannsen beschreibt die klangliche Ausarbeitung und die Herausforderungen bei der Intonation des Instruments, wobei er eng mit dem Intonateur zusammenarbeitet.
Vorbereitung des Begrüßungskonzerts
Vor dem Begrüßungskonzert plant Johannsen, sich mit dem neuen Instrument vertraut zu machen, indem er verschiedene Register und Klangkombinationen ausprobiert. Der Prozess ähnelt dem eines Malers, der mit Farben experimentiert, um das perfekte Klangbild zu finden.
Feierlichkeiten zur Orgelbegrüßung
Die offizielle Begrüßung der Orgel wird mit einem einwöchigen Fest gefeiert, das zwei Konzerte umfasst. Verschiedene Organisten werden eingeladen, um das Instrument aus unterschiedlichen Perspektiven zu präsentieren, begleitet von Führungen, die den Besuchern Einblicke in die Funktionsweise der Orgel geben.

Orgelimprovisation
Der Wettbewerb zwischen Bach und Marchand
Der französische Klavierspieler und Organist Marchand besuchte Dresden und erhielt großen Beifall. Johann Sebastian Bach wollte einen musikalischen Wettstreit zwischen ihnen anregen, um die Fähigkeiten beider Künstler zu vergleichen. Marchand erschien jedoch nicht zu dem vereinbarten Treffen, was Bach die Gelegenheit gab, seine Kunst vor einer hohen Gesellschaft zu präsentieren.
Die Kunst der Improvisation
Die geplante Herausforderung zeigt die Tradition der Improvisation in der Musik, die besonders im kirchlichen Kontext verwurzelt ist. Während Improvisation heute oft mit Jazz assoziiert wird, hat sie auch in der klassischen Musik eine lange Geschichte, insbesondere bei Organisten, die spontane Musik im liturgischen Rahmen kreieren. Diese Praxis hat sich über die Jahrhunderte entwickelt und bleibt bis heute relevant.
Historische Entwicklung der Orgelimprovisation
Die Ursprünge der Orgelimprovisation reichen bis ins frühe Christentum zurück, wobei die choralgebundene Improvisation eine wichtige Rolle spielte. Im 19. Jahrhundert entstand in Deutschland, Belgien und Frankreich eine ausgeprägte Improvisationskultur, die die Orgelmusik bis heute prägt. Improvisation ist ein geübter Prozess, der das Verständnis von Musikstilen und deren Struktur erfordert.
Der Weg zur Improvisationskunst
Improvisation ist nicht nur eine Frage der Fantasie, sondern erfordert auch Übung und die Kenntnis früherer Musikstile. Bach und Händel sind Beispiele für Komponisten, die für ihre Improvisationskunst bekannt waren. Die Grenzen zwischen Improvisation, Transkription und Komposition sind fließend und hängen von den Fähigkeiten des Interpreten ab.