Psychoversum - Der Podcast
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Psychiatrie Baselland

Beschreibung

Psychische Gesundheit betrifft uns alle - aber reden wir genug darüber? 🤔
Im Psychoversum sprechen wir mit Fachpersonen offen und direkt über Themen, die uns bewegen. 💡

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

#9 Leben mit Borderline - Was gibt Halt, wenn alles immer wieder einzustürzen droht?

25.06.2026

Einführung in Borderline-Persönlichkeitsstörung

Stimmungsschwankungen sind normal, aber bei Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung können Emotionen extrem intensiv werden und schnell kippen. Diese Erkrankung ist oft von emotionaler Instabilität und Schwierigkeiten in Beziehungen geprägt und wird häufig missverstanden.

Expertengespräch

Nadja Hugle moderiert das Gespräch mit Lucius Heidrich, einem psychoanalytischen Psychotherapeuten und psychologischen Leiter in der PBL. Heidrich erklärt, dass Borderline früher als Grenzlinie zwischen Neurose und Psychose verstanden wurde, heute aber als eigenständige Störung gilt.

Symptome und Auswirkungen

Typische Symptome sind emotionale Instabilität, instabile Beziehungen und ein unsicheres Selbstbild. Betroffene erleben starke Emotionen, die von kleinen Auslösern aktiviert werden können, was oft zu impulsivem Verhalten und Selbstverletzungen führt.

Ursachen der Erkrankung

Die Entstehung der Borderline-Persönlichkeitsstörung wird durch ein Zusammenspiel von genetischen und sozialen Faktoren beeinflusst. Belastende Kindheitserfahrungen, wie emotionale Vernachlässigung und instabile Beziehungen, spielen eine wesentliche Rolle.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Therapie zielt darauf ab, den Betroffenen zu helfen, besser mit ihren Emotionen umzugehen und ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Die PBL bietet verschiedene Therapieformen an, einschließlich stationärer und ambulanter Behandlungsmöglichkeiten.

Fallstudie: Hannah

Hannah, eine 22-jährige Patientin, zeigt typische Symptome der Borderline-Persönlichkeitsstörung. Ihre Erfahrungen und Herausforderungen während der Therapie verdeutlichen die komplexen Beziehungen und wie frühere Traumata das Verhalten beeinflussen können.

Ratschläge für Angehörige

Der Umgang mit Menschen, die an Borderline leiden, kann herausfordernd sein. Angehörige sollten Geduld zeigen, ruhig bleiben und bei Bedarf professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Offene Kommunikation ist entscheidend, um Missverständnisse zu vermeiden.

Einführung in Borderline-Persönlichkeitsstörung

Stimmungsschwankungen sind normal, aber bei Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung können Emotionen extrem intensiv werden und schnell kippen. Diese Erkrankung ist oft von emotionaler Instabilität und Schwierigkeiten in Beziehungen geprägt und wird häufig missverstanden.

Expertengespräch

Nadja Hugle moderiert das Gespräch mit Lucius Heidrich, einem psychoanalytischen Psychotherapeuten und psychologischen Leiter in der PBL. Heidrich erklärt, dass Borderline früher als Grenzlinie zwischen Neurose und Psychose verstanden wurde, heute aber als eigenständige Störung gilt.

Symptome und Auswirkungen

Typische Symptome sind emotionale Instabilität, instabile Beziehungen und ein unsicheres Selbstbild. Betroffene erleben starke Emotionen, die von kleinen Auslösern aktiviert werden können, was oft zu impulsivem Verhalten und Selbstverletzungen führt.

Ursachen der Erkrankung

Die Entstehung der Borderline-Persönlichkeitsstörung wird durch ein Zusammenspiel von genetischen und sozialen Faktoren beeinflusst. Belastende Kindheitserfahrungen, wie emotionale Vernachlässigung und instabile Beziehungen, spielen eine wesentliche Rolle.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Therapie zielt darauf ab, den Betroffenen zu helfen, besser mit ihren Emotionen umzugehen und ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Die PBL bietet verschiedene Therapieformen an, einschließlich stationärer und ambulanter Behandlungsmöglichkeiten.

Fallstudie: Hannah

Hannah, eine 22-jährige Patientin, zeigt typische Symptome der Borderline-Persönlichkeitsstörung. Ihre Erfahrungen und Herausforderungen während der Therapie verdeutlichen die komplexen Beziehungen und wie frühere Traumata das Verhalten beeinflussen können.

Ratschläge für Angehörige

Der Umgang mit Menschen, die an Borderline leiden, kann herausfordernd sein. Angehörige sollten Geduld zeigen, ruhig bleiben und bei Bedarf professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Offene Kommunikation ist entscheidend, um Missverständnisse zu vermeiden.

#8 Psychische Widerstandskraft ist lernbar - Resilienzförderung und ihre Bedeutung in der psychiatrischen Therapie

30.04.2026

Definition und Kontext

Resilienz wird als Fähigkeit beschrieben, trotz Erschütterungen im Leben handlungsfähig zu bleiben und daran zu wachsen. In der Biopsychosozialen Sicht umfasst Gesundheit mentale, soziale und körperliche Aspekte. Populäre Vorstellungen von Resilienz als schnelle Lösung oder kurze Coaching-Programme werden kritisch betrachtet. Studien fokussieren auf zentrale Lebensbereiche wie Beziehungen, Arbeit und Wohnsituation; negative Ereignisse in mehreren Bereichen erklären, warum manche Menschen besser mit Belastungen umgehen können.

Prozess und Kohärenzgefühl

Resilienz lässt sich lernen, durch Erfahrungen, Interaktionen und Vorbilder. Der Lernprozess ist kein sofortiges Ergebnis, sondern eine Entwicklung. Das Kohärenzgefühl beschreibt Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit im Umgang mit Belastungen. Es hilft, Ereignisse intellektuell einzuordnen, Ressourcen zu nutzen und Lebenssituationen als steuerbar zu erleben, auch wenn schwierige Phasen auftreten.

Fallbeispiel Lara und familiäre Folgen

Die Fallbeschreibung zeigt, wie Depressionen das Leben beeinflussen und wie Betroffene schrittweise Selbstbestimmung zurückgewinnen können. Strukturierte Tagesabläufe, realistische Ziele und therapeutische Unterstützung fördern Stabilität. Gleichzeitig entstehen Belastungen für Angehörige, die mit Schuldgefühlen, Ängsten und sozialer Ausgrenzung konfrontiert sind. Familien brauchen Verständnis, Informationen und Zugang zu eigenständigen Bewältigungs- und Unterstützungsangeboten.

Familien, Arbeitswelt und Prävention

Resilienz ist relevant für Beruf und Gesellschaft. In der Arbeitswelt sind offene Kommunikation, psychologische Sicherheit und flexible Anpassungen wichtig, damit Beschäftigte bei gesundheitlichen Einschränkungen Unterstützung erhalten. Prävention stärkt Ressourcen, doch individuelle Unterschiede erfordern differenzierte Ansätze. Entscheidungen sollten nicht allein an Krankheitsmodellen hängen, sondern Ressourcen, Beziehungen und Sinnhaftigkeit in den Fokus stellen, um Lebensqualität langfristig zu verbessern.

Definition und Kontext

Resilienz wird als Fähigkeit beschrieben, trotz Erschütterungen im Leben handlungsfähig zu bleiben und daran zu wachsen. In der Biopsychosozialen Sicht umfasst Gesundheit mentale, soziale und körperliche Aspekte. Populäre Vorstellungen von Resilienz als schnelle Lösung oder kurze Coaching-Programme werden kritisch betrachtet. Studien fokussieren auf zentrale Lebensbereiche wie Beziehungen, Arbeit und Wohnsituation; negative Ereignisse in mehreren Bereichen erklären, warum manche Menschen besser mit Belastungen umgehen können.

Prozess und Kohärenzgefühl

Resilienz lässt sich lernen, durch Erfahrungen, Interaktionen und Vorbilder. Der Lernprozess ist kein sofortiges Ergebnis, sondern eine Entwicklung. Das Kohärenzgefühl beschreibt Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit im Umgang mit Belastungen. Es hilft, Ereignisse intellektuell einzuordnen, Ressourcen zu nutzen und Lebenssituationen als steuerbar zu erleben, auch wenn schwierige Phasen auftreten.

Fallbeispiel Lara und familiäre Folgen

Die Fallbeschreibung zeigt, wie Depressionen das Leben beeinflussen und wie Betroffene schrittweise Selbstbestimmung zurückgewinnen können. Strukturierte Tagesabläufe, realistische Ziele und therapeutische Unterstützung fördern Stabilität. Gleichzeitig entstehen Belastungen für Angehörige, die mit Schuldgefühlen, Ängsten und sozialer Ausgrenzung konfrontiert sind. Familien brauchen Verständnis, Informationen und Zugang zu eigenständigen Bewältigungs- und Unterstützungsangeboten.

Familien, Arbeitswelt und Prävention

Resilienz ist relevant für Beruf und Gesellschaft. In der Arbeitswelt sind offene Kommunikation, psychologische Sicherheit und flexible Anpassungen wichtig, damit Beschäftigte bei gesundheitlichen Einschränkungen Unterstützung erhalten. Prävention stärkt Ressourcen, doch individuelle Unterschiede erfordern differenzierte Ansätze. Entscheidungen sollten nicht allein an Krankheitsmodellen hängen, sondern Ressourcen, Beziehungen und Sinnhaftigkeit in den Fokus stellen, um Lebensqualität langfristig zu verbessern.

#7 Eltern im Scheidungskrieg - Folgen für die Kinder und Lösungswege

26.02.2026

Herausforderungen von Trennungen für Kinder

Trennungen und Scheidungen können für Kinder gravierende Auswirkungen haben. Sie spüren oft unausgesprochene Spannungen und Loyalitätskonflikte zwischen den Eltern. Diese Situation belastet nicht nur ihre emotionale Stabilität, sondern auch ihr Sicherheitsgefühl und ihre Kontinuität im Alltag.

Psychologische Auswirkungen auf Kinder

Die Reaktionen der Kinder auf Trennungen sind vielfältig und hängen von ihrem Alter sowie ihrer individuellen Situation ab. Jüngere Kinder zeigen oft anklamendes Verhalten oder Rückschritte in ihrer Entwicklung, während ältere Kinder versuchen, die Konflikte zwischen den Eltern zu verstehen und möglicherweise Verantwortung übernehmen.

Der Loyalitätskonflikt

Der Loyalitätskonflikt ist besonders ausgeprägt, wenn Kinder zwischen den Eltern vermitteln müssen. Sie fühlen sich oft verpflichtet, beide Elternteile zu unterstützen, was zu inneren Spannungen führt. Dies kann langfristig zu psychischen Problemen führen, wie Angstzuständen oder Verhaltensauffälligkeiten.

Die Rolle der Eltern und Unterstützung

Eltern spielen eine zentrale Rolle im Umgang mit Trennungen. Es ist wichtig, dass sie ihre eigenen Emotionen regulieren und klare, respektvolle Kommunikation aufrechterhalten. Unterstützung durch Fachkräfte oder Beratungsstellen kann helfen, die Situation für die Kinder zu entlasten und eine positive Entwicklung zu fördern.

Praktische Schritte zur Stabilität

Um Stabilität für die Kinder zu schaffen, müssen Eltern klare Regeln und Routinen etablieren. Es ist entscheidend, dass sie den Kindern vermitteln, dass die Trennung nicht ihre Schuld ist und dass beide Eltern weiterhin für sie da sind. Eltern sollten auch ihre eigenen emotionalen Bedürfnisse berücksichtigen und gegebenenfalls Unterstützung suchen.

Herausforderungen von Trennungen für Kinder

Trennungen und Scheidungen können für Kinder gravierende Auswirkungen haben. Sie spüren oft unausgesprochene Spannungen und Loyalitätskonflikte zwischen den Eltern. Diese Situation belastet nicht nur ihre emotionale Stabilität, sondern auch ihr Sicherheitsgefühl und ihre Kontinuität im Alltag.

Psychologische Auswirkungen auf Kinder

Die Reaktionen der Kinder auf Trennungen sind vielfältig und hängen von ihrem Alter sowie ihrer individuellen Situation ab. Jüngere Kinder zeigen oft anklamendes Verhalten oder Rückschritte in ihrer Entwicklung, während ältere Kinder versuchen, die Konflikte zwischen den Eltern zu verstehen und möglicherweise Verantwortung übernehmen.

Der Loyalitätskonflikt

Der Loyalitätskonflikt ist besonders ausgeprägt, wenn Kinder zwischen den Eltern vermitteln müssen. Sie fühlen sich oft verpflichtet, beide Elternteile zu unterstützen, was zu inneren Spannungen führt. Dies kann langfristig zu psychischen Problemen führen, wie Angstzuständen oder Verhaltensauffälligkeiten.

Die Rolle der Eltern und Unterstützung

Eltern spielen eine zentrale Rolle im Umgang mit Trennungen. Es ist wichtig, dass sie ihre eigenen Emotionen regulieren und klare, respektvolle Kommunikation aufrechterhalten. Unterstützung durch Fachkräfte oder Beratungsstellen kann helfen, die Situation für die Kinder zu entlasten und eine positive Entwicklung zu fördern.

Praktische Schritte zur Stabilität

Um Stabilität für die Kinder zu schaffen, müssen Eltern klare Regeln und Routinen etablieren. Es ist entscheidend, dass sie den Kindern vermitteln, dass die Trennung nicht ihre Schuld ist und dass beide Eltern weiterhin für sie da sind. Eltern sollten auch ihre eigenen emotionalen Bedürfnisse berücksichtigen und gegebenenfalls Unterstützung suchen.