
Kopfzerbrechen - Psychologie Inspiration für Praxis und Alltag
Ursula Neubauer, Alexander Jäger-Waldau
Beschreibung
Was gibt es Neues in der Welt der Psychologie und vor allem, welche Bedeutung hat es für unseren Alltag und die Arbeit im Coaching und der Psychotherapie? Das besprechen Coachin Ursula Neubauer und Psychotherapeut Alexander Jäger-Waldau in diesem Podcast.
Für jede Folge machen sie sich auf die Suche nach spannenden Studienergebnissen und diskutieren, wie wir sie für uns nutzen können – praxisnah und relevant für die Arbeit mit Klient*innen und als Privatperson.
Kopfzerbrechen ist ein Podcast für alle, die Psychologie nicht nur konsumieren, sondern wirklich begreifen und anwenden wollen. Hier kommen psychotherapeutisches Denken, Coaching-Praxis und aktuelle Forschung zusammen.
Er richtet sich an Therapeut:innen, Coaches, angehende Praktiker:innen sowie an alle Menschen, die Lust auf evidenzbasierte Inspiration und neue Denkimpulse für persönliche Entwicklung haben.
Die Hosts:
Ursula Neubauer ist Coachin, Supervisorin, Schreibtherapeutin, Trainerin und Autorin. Sie hat Germanistik/Psychologie/Philosophie (LA) und Hypnosystemik studiert und ihre eigene Methode Hypnowriting® entwickelt, zu der ein Fachbuch im Carl-Auer-Verlag erschienen ist.
Alexander Jäger-Waldau ist Psychotherapeut (Systemische Psychotherapie), Uni-Lektor und Lehrtherapeut, er arbeitet in seiner Praxis in Wien und online mit Einzelpersonen und Paaren und bietet Gruppenselbsterfahrung an.
hypnowriting.at, jaegerwaldau.at
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Warum "Beruhig dich" das Schlechteste ist, was du vor einer Prüfung sagen kannst
Einführung in das Thema Aufregung versus Angst
Im Podcast wird die Frage erörtert, warum Aufregung als positive Emotion betrachtet werden kann, während Angst oft negativ wahrgenommen wird. Der Fokus liegt auf einer Studie von Alison Wood Brooks, die zeigt, wie das Umdeuten von Angst in Aufregung die Leistung verbessern kann.
Die Studie von Alison Wood Brooks
Die Studie, die 2014 durchgeführt wurde, beinhaltete drei Experimente, in denen Teilnehmer in verschiedenen emotionalen Zuständen (Angst, Aufregung und Kontrolle) getestet wurden. Die Ergebnisse zeigten, dass die Teilnehmer, die sich als aufgeregt bezeichneten, signifikant bessere Leistungen erbrachten, sei es beim Karaoke, beim öffentlichen Sprechen oder bei Mathe-Tests.
Reframing von Emotionen
Das Umdeuten von Angst in Aufregung, auch bekannt als Reframing, kann entscheidend sein. Der Podcast diskutiert, wie diese Technik nicht nur die Leistung verbessern kann, sondern auch hilft, mit körperlichen Empfindungen umzugehen. Es wird argumentiert, dass die Wahrnehmung von körperlichen Reaktionen entscheidend ist, und dass diese nicht zwingend negativ bewertet werden müssen.
Anwendung in der Praxis
Die praktischen Anwendungen dieser Erkenntnisse sind vielfältig. Der Podcast ermutigt dazu, Aufregung als etwas Positives zu betrachten, insbesondere in stressigen Situationen wie Prüfungen oder Vorstellungsgesprächen. Auch in der Erziehung wird betont, wie wichtig es ist, Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, dass Aufregung hilfreich sein kann.
Fazit
Abschließend wird festgehalten, dass Aufregung eine wertvolle Emotion ist, die besser genutzt werden kann, als sie zu unterdrücken. Die Hörer werden eingeladen, die Technik des Reframings auszuprobieren und die positiven Auswirkungen zu beobachten.

Alte Erinnerungen, neue Verbundenheit: Ein Werkzeug für die Praxis
Einführung in das Thema Dankbarkeit
Im Podcast wird das Thema behandelt, wie man Dankbarkeit steigern kann, ohne sich aktiv darauf zu konzentrieren. Es wird diskutiert, dass Nostalgie eine Rolle dabei spielt und Dankbarkeit fördern kann, ohne dass man Dankbarkeitsübungen direkt durchführen muss.
Nostalgie als Werkzeug zur Steigerung von Dankbarkeit
Eine aktuelle Studie zeigt, dass Nostalgie das Gefühl der sozialen Verbundenheit stärkt, was wiederum die Dankbarkeit erhöht. Erinnerungen an schöne gemeinsame Erlebnisse, wie Musik oder Gerüche, können dabei helfen, positive Emotionen hervorzurufen.
Studien zur Verbindung von Nostalgie und Dankbarkeit
Es wurden mehrere Studien durchgeführt, die den Zusammenhang zwischen Nostalgie, sozialer Verbundenheit und Dankbarkeit untersuchen. Die Ergebnisse zeigen, dass Menschen, die nostalgisch sind, signifikant dankbarer sind und sich sozial verbundener fühlen.
Anwendung in Coaching und Therapie
Die Erkenntnisse über Nostalgie können in Coaching und Therapie nützlich sein, um Dankbarkeit zu fördern. Anstatt herkömmliche Dankbarkeitsübungen zu verwenden, kann man Klienten anregen, nostalgische Erinnerungen zu teilen, um positive Emotionen zu aktivieren.
Praktische Tipps zur Integration von Nostalgie im Alltag
Es wird empfohlen, nostalgische Erinnerungen aktiv zu teilen, alte Fotos anzuschauen oder Musik zu hören, die positive Erinnerungen weckt. Solche Aktivitäten können helfen, Dankbarkeit im Alltag zu fördern.
Schlussfolgerung
Die Diskussion hebt hervor, dass Nostalgie ein leicht zugängliches Werkzeug ist, um Dankbarkeit zu steigern und soziale Verbundenheit zu fördern. Es wird ermutigt, schöne Erinnerungen zu feiern und neue zu schaffen, um die eigene Dankbarkeit im Alltag zu erhöhen.

Ich bin Wähler - Warum ein Wort entscheidet ob du dranbleibst
Identität und Sprache
In dieser Episode wird untersucht, wie die Formulierung von Identität unsere Handlungen beeinflusst. Der Satz 'Ich bin Sportlerin' kann beispielsweise das Verhalten einer Person positiv beeinflussen und sie dazu motivieren, aktiver zu werden.
Studie zur Wahlbeteiligung
Ein zentrales Thema ist eine Studie von Brian Walton und Carol Tweg, die aufzeigt, dass die Art und Weise, wie Fragen zur Wahlbeteiligung formuliert werden, einen signifikanten Einfluss auf das tatsächliche Wahlverhalten hat. Die Identitätsformulierung führte zu einer höheren Wahlbeteiligung im Vergleich zu verhaltensbezogenen Fragen.
Sprache als Werkzeug in der Therapie
Die Diskussion verdeutlicht, wie wichtig Sprache in der Therapie ist. Positive Identitätsformulierungen können Menschen helfen, ihr Verhalten zu ändern, während negative Selbstbeschreibungen hinderlich sind. Beispielsweise kann jemand, der sich als 'Nichtraucher' definiert, stärker motiviert sein, das Rauchen aufzugeben.
Praktische Anwendungen im Alltag
Die Hosts ermutigen die Zuhörer, ihre Selbstbeschreibung zu hinterfragen und dabei darauf zu achten, wie sie sich selbst und andere beschreiben. Fragen wie 'Wer möchte ich sein?' können helfen, eine positive Identität zu entwickeln und negative Muster zu durchbrechen.