
Mitten in Europa
Matthias Oesch
Beschreibung
Der neue Podcast «Mitten in Europa» erklärt, was hinter diesen Abkommen steckt und was sie für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bedeuten.
Die Hosts ordnen aktuelle Entwicklungen ein und machen komplexes Recht zugänglich. Sie beleuchten Themen rund um Europa, die Europäische Integration und die Rolle der Schweiz.
Ein Podcast für alle, die Europa verstehen wollen.
Erscheint monatlich.
Hosts: Prof. Matthias Oesch und Dr. Christina Neier, Universität Zürich
Kontakt: mitten.in.europa(at)ius.uzh.ch
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Der EWR: Binnenmarkt ohne EU-Mitgliedschaft
Einleitung zum EWR
Christina Neier und Matthias Oesch, beide Dozenten an der Universität Zürich, diskutieren über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und dessen Bedeutung für Liechtenstein und die Schweiz. Christina bringt ihre Erfahrungen aus ihrer Zeit bei der Stabstelle EWR ein und erläutert die Übernahme von EU-Rechtsakten ins EWR-Abkommen.
Bewertung des EWR in Liechtenstein
Liechtenstein hat 30 Jahre EWR-Mitgliedschaft gefeiert, was von der Bevölkerung überwiegend positiv bewertet wird. Es wird betont, dass der EWR für Liechtenstein als wichtig erachtet wird, um am Binnenmarkt teilzunehmen, ohne EU-Mitglied zu sein.
Übernahme von EU-Recht in den EWR
Das Gespräch thematisiert die Übernahme von EU-Recht in das EWR-Abkommen und die Institutionen, die dafür verantwortlich sind, wie die EFTA-Überwachungsbehörde und der EFTA-Gerichtshof. Die beiden Dozenten erklären das EWR-Übernahmeverfahren anhand eines Beispiels mit der neuen USB-C-Richtlinie.
Herausforderungen des EWR
Ein zentrales Thema sind die Herausforderungen, vor denen der EWR steht, einschließlich des Backlogs bei der Übernahme neuer EU-Rechtsakte und der Komplexität, die durch die Schaffung neuer EU-Agenturen entstanden ist. Es wird auch auf die geopolitischen Herausforderungen eingegangen, die die Relevanz des EWR für die Mitgliedstaaten beeinflussen.
Ausblick und Schlussfolgerung
Die beiden Podcaster diskutieren die Perspektiven der EWR-Staaten im Kontext geopolitischer Spannungen und betonen, dass der EWR weiterhin von großer Bedeutung ist. Die Schweiz bleibt jedoch skeptisch gegenüber einem EWR-Beitritt.

Integration und Renationalisierung in Europa
Einführung in den Podcast
Christina Neier und Matthias Oesch begrüßen Stefanie Walter, Politikwissenschaftlerin an der Universität Zürich, um über europäische Integration und Renationalisierung zu sprechen.
Aktuelle Entwicklungen in Europa
Die regelbasierte Weltordnung steht unter Druck. Nationalistische Tendenzen sind in Europa und den USA zu beobachten, während kleine Volkswirtschaften wie die Schweiz von internationaler Kooperation profitieren. Trotz Kritik an der EU gibt es auch den Handlungsdruck, enger zusammenzuarbeiten.
Der Brexit und seine Auswirkungen
Der Brexit wird als Paradebeispiel für den Rückbau europäischer Integration diskutiert. Stefanie Walter erläutert, wie die EU auf den Brexit reagierte und welche Auswirkungen dies auf andere Mitgliedstaaten hatte. Die Verhandlungen und die entstandenen Erwartungen der britischen Wähler werden analysiert.
Die Bilateralen der Schweiz
Die Schweiz verfolgt einen bilateralen Weg zur EU, der in der Bevölkerung sehr beliebt ist. Es wird diskutiert, wie die Schweizer Bevölkerung zur europäischen Integration steht und welche Herausforderungen es bei der Weiterentwicklung der bilateralen Verträge gibt.
Geopolitische Veränderungen und die Schweiz
Die geopolitischen Umstände haben sich verändert, was auch die Debatte über die Bilateralen beeinflusst. Stefanie Walter betont die Notwendigkeit, die geopolitischen Herausforderungen in den Diskurs über die EU-Integration einzubeziehen.
Abschluss und Ausblick
Die Chancen für eine Zustimmung zu den bilateralen Drei in einer zukünftigen Abstimmung werden diskutiert. Es gibt eine leichte Mehrheit in der Bevölkerung, aber die Mobilisierung der Gegner könnte entscheidend sein.

Der EuGH: Wie ein Gericht Europa prägt
Einführung in den EuGH
Christina Neier und Matthias Oesch diskutieren die Rolle des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) und seine Bedeutung für die europäische Integration. Besonders im Fokus steht ein aktuelles Urteil, das ein ungarisches Gesetz, das LGBTIQ-Personen diskriminiert, als unzulässig erklärte.
Öffentliche Reaktionen auf Urteile
Die Reaktionen auf das Urteil sind gemischt. Einige Professoren sehen es als epochal für Europa, während andere kritisch hinterfragen, ob der EuGH zu viel Einfluss auf die nationale Gesetzgebung nimmt.
Struktur und Geschichte des EuGH
Der EuGH wurde 1952 gegründet und hat sich seitdem zu einem zentralen Akteur in der Sicherung des EU-Rechts entwickelt. Mit 27 Richtern spielt er eine entscheidende Rolle bei der Wahrung der Grundwerte der EU.
Bedeutende Urteile des EuGH
Der EuGH hat mit wegweisenden Urteilen wie Costa gegen Enel und van Gent en Loos den Vorrang des EU-Rechts und dessen unmittelbare Anwendbarkeit festgelegt, was die europäische Integration maßgeblich vorantrieb.
Grundrechte und Rechtsstaatlichkeit
Der EuGH hat auch eine Schlüsselrolle beim Schutz der Grundrechte innerhalb der EU und bei der Durchsetzung von Rechtsstaatlichkeit in Mitgliedstaaten wie Polen und Ungarn übernommen.
Akzeptanz der EuGH-Urteile
Die Akzeptanz der Urteile variiert; nationale Gerichte respektieren den Vorrang des EU-Rechts, setzen jedoch eigene Grenzen, was zu Spannungen zwischen nationalen und europäischen Rechtsordnungen führt.
Bedeutung für die Schweiz
Obwohl die Schweiz kein EU-Mitglied ist, beeinflussen EuGH-Urteile das Schweizer Recht erheblich, insbesondere im Rahmen bilateraler Abkommen und autonomer Rechtsanpassungen.
Ausblick
Die künftige Rolle des EuGH wird für die Schweiz an Bedeutung gewinnen, insbesondere im Hinblick auf die Bilateralen III und die weiteren rechtlichen Beziehungen zur EU.