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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Virtual Ward: Stationäre Behandlung ohne Krankenhaus
Was ist die virtuelle Krankenstation?
Die virtuelle Krankenstation, auch Virtual Ward genannt, sorgt dafür, dass Patienten aus dem Krankenhaus virtuell betreut werden. Ziel ist, Versorgung zu den Menschen nach Hause oder in Pflegeeinrichtungen zu holen, statt sie ins Krankenhaus zurückzuleiten. Behandelt wird dabei überwiegend über Telemedizin, mit Arzt- und Pflegefachkräften, die sich virtuell abwechseln und eng kooperieren, um Krankenhausaufenthalte zu reduzieren.
Umsetzung und Arbeitsablauf
Der Ablauf beginnt in der Notaufnahme: Bei erkanntem Versorgungsbedarf wird der Patient administrativ aufgenommen und kehrt, falls sinnvoll, ins Pflegeheim zurück. Dort erfolgt die virtuelle Begleitung durch medizinisches Personal, begleitet von telemedizinischen Visiten, Videocalls und regelmäßiger Überwachung der Vitalparameter über eine Dockler-Software, die mit dem Krankenhausinformationssystem verknüpft ist.
Zielgruppe, Diagnosen und Ergebnisse
Geeignet sind Pflegeheimbewohner mit akuten Versorgungsbedarfen wie Exsikkose, Lungenentzündung oder Blasenentzündung. Der Fokus liegt auf Labor- und Therapieberichten, nicht auf komplexen Interventionen vor Ort. Erste Erfahrungen zeigen eine enge Abstimmung mit Pflegeheimen und positives Feedback der Beteiligten; der Zeitaufwand ist höher als erwartet, aber Fortschritte sind sichtbar.
Herausforderungen, Finanzierung und Perspektiven
Wichtige Hürden betreffen Einwilligungen, Datenschutz und die Koordination mehrerer Stakeholder. Die Finanzierung erfolgt über einen Innovationsfonds, mit dem Ziel, Kosten zu erreichen, die nicht höher sind als bei stationärer Versorgung. Potenziale liegen in der Erweiterung auf weitere Indikationen und Pflegeeinrichtungen sowie in einer möglichen Skalierung zur Reduktion von stationären Behandlungen.

Innovation in der Brustkrebsversorgung: so funktionieren PROMs in der Praxis
Einführung in die Brustkrebsversorgung
Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 70.000 Frauen an Brustkrebs, was diese Erkrankung zur häufigsten Krebsart bei Frauen macht. In diesem Kontext spricht der Podcast mit Maria Margarete Karsten, einer Expertin im Bereich Gynäkologie und Brustkrebsversorgung, über innovative Ansätze in der Behandlung.
Patient Reported Outcomes (PRO)
Die Behandlung von Brustkrebspatientinnen an der Charité erfolgt zunehmend mithilfe einer Smartphone-App, die Patientinnen ermöglicht, ihre Symptome und Beschwerden in Form von Patient Reported Outcomes (PRO) zu kommunizieren. Diese Daten helfen den Klinikern, den Zustand der Patientinnen besser einzuschätzen.
Technologische Integration in die Versorgung
Die App ist so konzipiert, dass sie regelmäßig 30 bis 40 Fragen an die Patientinnen stellt. Die Antworten werden in messbare Werte umgewandelt, die es den Ärzten ermöglichen, Veränderungen im Gesundheitszustand frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln.
Feedback und Unterstützung für Patientinnen
Ein Algorithmus wertet die Antworten aus und alarmiert das Behandlungsteam, wenn bestimmte Grenzwerte überschritten werden. Dies ermöglicht eine schnellere Reaktion und persönliche Kommunikation zwischen dem medizinischen Personal und den Patientinnen.
Ergebnisse und Herausforderungen
Die Studie zeigt vielversprechende Ergebnisse, darunter eine Reduktion der Sterblichkeit um 29% bei bestimmten Patientinnengruppen. Die Herausforderung liegt darin, medizinisches Personal von der Wirksamkeit dieser digitalen Lösung zu überzeugen und sie in den klinischen Alltag zu integrieren.
Zukunftsausblick
Das Projekt wird weiterentwickelt, um die App in die Routineversorgung zu integrieren, und es wird erwartet, dass es bald für mehr Patientinnen und klinische Einrichtungen verfügbar sein wird.

Eugen Münch-Preis 2025: Mit Licht gegen Katheterinfektionen
Einführung in die medizintechnische Innovation
Im Podcast wird eine bahnbrechende medizintechnische Erfindung vorgestellt, die Krankenhausinfektionen bekämpfen soll. Die Gründung von Pure Ray, einem Startup, das für seine innovative Lösung den Eugen Münch-Preis erhielt, steht im Mittelpunkt des Gesprächs. Der Gründer Martin Duffner erklärt die Hintergründe und die Motivation für die Entwicklung.
Hintergrund und Entstehung der Idee
Die Gründer von Pure Ray, die nicht aus dem medizinischen Bereich kommen, entwickelten ihre Idee während eines Kurses an der TU München. Sie beobachteten in einer Klinik die Herausforderungen und Probleme, insbesondere im Zusammenhang mit Krankenhausinfektionen, und erkannten das Potenzial zur Verbesserung.
Technische Lösung: Fotodesinfektion
Die innovative Technik basiert auf Fotodesinfektion, bei der Licht eingesetzt wird, um bakterielle Infektionen zu verhindern. Eine spezielle Laserlichtquelle wird genutzt, um die Katheter zu desinfizieren, während sie im Körper des Patienten verbleiben. Dies ermöglicht eine kontinuierliche Desinfektion ohne manuelle Eingriffe.
Wirksamkeit und Sicherheit
Die bisherigen Tests zeigen eine hohe Effektivität der Fotodesinfektion, mit einer Reduktionsrate von 99,9 % bei den getesteten Bakterien. Die Technologie wird so entwickelt, dass sie sicher für menschliches Gewebe ist und keine Resistenzen bei Bakterien hervorrufen sollte.
Zukunftsausblick und Vision
Pure Ray sieht sich als Technologieentwickler, mit dem Ziel, eine Plattformtechnologie zu schaffen, die auf verschiedene medizinische Anwendungen ausgeweitet werden kann. Die Gründer planen, mit Partnern zusammenzuarbeiten, um ihre Technologie in die Anwendung zu bringen und damit Krankenhausinfektionen zu verringern.