
Klanggeschichten
Kirchenmusik im Erzbistum Paderborn
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Zu Besuch in Dresden: Sebastian Freitag über seinen Weg von Paderborn an die Silbermann Orgel in Dresden
Einführung in die Episode
In dieser Episode von Klanggeschichten begrüßt der Host Sebastian Freitag, einen ehemaligen Dekanatskirchenmusiker aus Paderborn, der 2022 nach Dresden gewechselt ist, um an der historischen Silbermann-Orgel zu spielen.
Die Silbermann-Orgel in Dresden
Die Orgel, die 1755 eingeweiht wurde, stellt für Freitag eine tägliche Inspirationsquelle dar. Er beschreibt die Herausforderungen des Spielens auf dieser mechanischen Orgel, die älteren Bauweisen folgt und einen einzigartigen Klang bietet.
Erfahrungen und Konzerte in Dresden
Freitag reflektiert über seine ersten Erfahrungen in Dresden, beginnend mit einem Konzert im Jahr 2019. Er erlernte die spezifischen Register der Orgel, um sich in Gottesdiensten besser zurechtzufinden.
Vergangenheit in Paderborn
Er spricht über seine Zeit in Paderborn, wo er Gesamtwerke von Bach, Buxtehude und Cäsar Frank aufgeführt hat. Diese Aufführungen waren eine Herzensangelegenheit für ihn und halfen ihm, seine Fähigkeiten zu verfeinern.
Unterschiede zwischen Paderborn und Dresden
Freitag hebt die kulturellen und liturgischen Unterschiede zwischen den beiden Städten hervor. In Dresden ist der Einfluss des Tourismus spürbar, was sich auf die Gottesdienstgestaltung auswirkt.
Die Zukunft der Kirchenmusik
Er äußert Bedenken über die Nachwuchsgewinnung in der Kirchenmusik und die finanziellen Schwierigkeiten, die viele Gemeinden betreffen. In Dresden gibt es besondere Herausforderungen, da die Kruzianer Vorrang bei der Rekrutierung von Sängern haben.
Praktische Ausbildung und Lehre
Freitag ist auch in der Ausbildung von Kirchenmusikern tätig. Die Unterschiede zwischen der Ausbildung an der Kirchenmusikschule in Dresden und der früheren in Paderborn werden angesprochen, insbesondere in Bezug auf die Praxisorientierung.
Schlussbetrachtung und Ausblick
Freitag betont die Bedeutung des Besuchs anderer Konzerte und des Lernens von Kollegen. Er freut sich auf kommende musikalische Herausforderungen und die Begegnung mit seinen ehemaligen Kollegen.

Pfeifen, Tasten und Kinderstimmen: Vom vielseitigen Alltag eines jungen Kirchenmusikers
Einführung und Vorstellung
Der Podcast präsentiert Erik Strohmeier, einen jungen Kirchenmusiker aus Bad Liebspringe, der seit 2024 hauptamtlich tätig ist. Sein Werdegang und seine ersten Schritte in der Kirchenmusik werden thematisiert.
Frühe Erfahrungen mit der Orgel
Erik begann mit elf Jahren Orgelunterricht und begleitete bereits mit zwölf Jahren Gottesdienste. Seine Faszination für die Orgel und das Musizieren in der Kirche prägten seine frühere Entscheidung, Kirchenmusik zu studieren.
Berufung und Herausforderungen
Erik beschreibt, wie er erst spät zu dem Entschluss kam, Kirchenmusik beruflich auszuüben, inspiriert durch einen Chorleiter. Er reflektiert die Herausforderungen des Erbes, das er als Nachfolger eines langjährigen Kirchenmusikers antreten musste, und betont die Bedeutung von Kommunikation und Respekt gegenüber dem Vorgänger.
Wichtigkeit der Kinder- und Jugendchorarbeit
Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist für Erik zentral. Er hat ein ökumenisches Konzept zur Förderung der Kinderchöre entwickelt, welches bereits viel Anklang gefunden hat. Die Begeisterung und aktive Teilnahme der Kinder und Eltern sind für ihn essenziell.
Ökumenische Zusammenarbeit
Erik hebt hervor, dass die ökumenische Arbeit vor Ort gut funktioniert. Konfessionsgrenzen spielen keine Rolle, wenn es um die gemeinsame musikalische Arbeit und das Feiern des Glaubens geht.
Perspektiven und Zukunftsvisionen
Erik möchte die Kirchenmusik in Bad Liebspringe weiterentwickeln, insbesondere die Orgelkonzerte und die Kinderchorarbeit. Er sieht großes Potenzial in der Region und strebt an, das Angebot für die Gemeinde auszubauen.
Abschluss und Dank
Der Podcast schließt mit einem Dank an Erik für seine inspirierenden Einblicke in die Kirchenmusik und seine positive Entwicklung in Bad Liebspringe.

Hört der liebe Gott neue Musik?
Porträt und Schwerpunkte
Der Podcast führt Michael Schultheiß als Komponist, Organist und Lehrer ein, der im Erzbistum Paderborn wirkt. Seine Arbeit verbindet künstlerische Praxis mit pädagogischer Vermittlung, etwa durch Impulsklang an der Schule und durch seine Konzertreihe Neuer Geist. Sein Schaffen umfasst Solowerke, Kammermusik und Chormusik, oft im Are Verlag veröffentlicht. Seine Lebenswelt ist geprägt von einem kulturübergreifenden Klangverständnis, das Lehren und Musizieren miteinander verknüpft.
Musikalischer Ansatz und Verfahren
Schultheiß beschreibt eine Spannung zwischen Minimalismus, Komplexität, Experiment und Nostalgie. Er arbeitet gern mit bestehenden Formen, dekonstruiert sie neu und verbindet ältere Musikkonzepte mit zeitgenössischen Techniken. Als Naturwissenschaftler sieht er Musik als Forschungsprozess: begrenzte Materialien, systematisches Ausprobieren und das Ausloten von Möglichkeiten, besonders beim Portativ und beim Orgelspiel, das sich als dynamisch und frei interpretierbar versteht.
Text, Raum und Kirchenmusik
Bei geistlichen Texten geht es um Atmosphäre, Stimmung und eine Klangwelt, die den Text nicht wortgetreu, sondern sehenden Blicks interpretiert. Neues Musikschaffen im Gottesdienst soll herausfordern, nicht fremd- oder belehrend wirken. Der Raum spielt eine zentrale Rolle: Akustik, Hall und Architektur beeinflussen Komposition und Aufführung; Räume werden als Teil des Klangkonzepts verstanden und ermöglichen experimentelle Ansätze in der Kirchenmusik.
Unterricht, Projekte und Vernetzung
Im Unterricht verbindet er Unterrichtsthemen mit kompositorischen Übungen, setzt auf klare Techniken und schult das kreative Vorgehen. Aktuelle Vorhaben umfassen ein Kindertheaterstück mit percussion und einer Wasserharfe. Zudem leitet er Netzwerktage, die neue Musik im Kirchenraum bündeln sollen, um Austausch, Inspiration und Zusammenarbeit jenseits einzelner Projekte zu fördern.